Dieser Micro Tracker ist die für explosionsgefährdete Bereiche zugelassene Ausführung des kleinsten Abeeway-Geräts: II 3 G Ex ic IIB T4 Gc für Gas und II 3 D Ex ic IIIB T135 °C Dc für Staub, gültig für Zone 2 und Zone 22 bei −20 bis +40 °C. Bauform und Funktion bleiben dieselben — 59 × 34 × 13 Millimeter, 21 Gramm, vier Ortungsverfahren von Satellit bis Bluetooth über LoRaWAN, Taster, LED und Summer. Zwei Dinge sind vor der Bestellung zu klären: Die Zulassung deckt die Gasgruppe IIB ab und damit nicht Wasserstoff, und die Ex-Ausführung basiert auf der Gerätegeneration V2, während das Standardgerät die V3 ist.
- Zone 2 / 22Gas und Staub, Gerätekategorie 3
- Ex ic IIB T4 GcZündschutzart und Temperaturklasse
- 21 g59 × 34 × 13 mm
- −20 bis +40 °CGrenze der Zulassung
Was diese Ausführung ausmacht
- Das kleinste zugelassene Gerät der Reihe: 21 Gramm mit Ex-Zulassung. Wo ein Tracker in eine Tasche oder an ein Handgerät soll und der Bereich zoniert ist, gibt es in dieser Bauform kaum eine Alternative.
- Die Zulassung im Wortlaut: II 3 G Ex ic IIB T4 Gc für Gas, II 3 D Ex ic IIIB T135 °C Dc für Staub, beides von −20 bis +40 °C. Das ist die Zeile, die der Sicherheitsverantwortliche vor der Freigabe sehen will.
- Eigensicherheit auf Niveau „ic»: Energie und Oberflächentemperatur sind so begrenzt, dass das Gerät im Normalbetrieb keine zündfähige Umgebung entzünden kann — genau das Niveau, das Zone 2 verlangt.
- Gasgruppe IIB, nicht IIC: Die Zulassung deckt die grosse Mehrheit der Industriegase bis Ethylen ab. Für Wasserstoff und Acetylen reicht sie nicht — dort braucht es den Compact Tracker in der Ex-Ausführung mit IIC.
- Generation V2, nicht V3: Abeeway führt die Ex-Ausführung auf Basis der Vorgängergeneration. Für den Payload-Decoder spielt das keine Rolle, für die Konfigurationswerkzeuge schon.
- Vier Ortungsverfahren: Satellit, Low-Power-GPS, WLAN und Bluetooth, dazu Beschleunigung und Temperatur — unverändert gegenüber dem Standardgerät.
- Der Temperaturbereich verschiebt sich: Das Standardgerät arbeitet von −10 bis +55 °C, diese Ausführung von −20 bis +40 °C. Nach unten gewinnt sie, nach oben verliert sie fünfzehn Grad.
- Geladen wird ausserhalb der Zone: Wie bei jedem Akkugerät. Bei einer Laufzeit in Wochen gehört der Ladezyklus samt Zonenwechsel in den Ablauf.
Wo Zone 2 und Zone 22 tatsächlich vorkommen
- Handgeräte in Anlagen: Messgeräte, Funkgeräte und Werkzeug, die zwischen Zone und Werkstatt wandern und deren Verbleib zählt.
- Tanklager und Umschlagplätze: Rund um Befüllstutzen und Entlüftungen liegt regelmässig Zone 2.
- Lackierereien und Lösemittellager: Ausserhalb der Kabine, aber im Umgriff der Absaugung.
- Mühlen, Silos und Futtermittelwerke: Staubzone 22 über mehrere Etagen, mit Kleingeräten im Umlauf.
- Kläranlagen und Biogas: Methan bringt Zone 2 in Bereiche, die sonst ganz normal begangen werden.
- Chemie- und Pharmaproduktion: Musterbehälter und Handgeräte mit Nachweispflicht über den Aufenthalt.
- Holzverarbeitung: Absauganlagen und Späne-Silos als Zone 22, mit Werkzeug im Zugriff mehrerer Personen.
- Fremdfirmen unter Freigabe: Zeitlich begrenzte Arbeiten, bei denen Gerät und Person zugeordnet bleiben müssen.
Vor der Bestellung klären: Gruppe, Generation, Zone
Gasgruppe IIB. Wasserstoff, Acetylen und Schwefelkohlenstoff gehören zu IIC und liegen ausserhalb dieser Zulassung. Für solche Bereiche führen wir den Compact Tracker in der Ex-Ausführung mit IIC — er ist grösser und schwerer, aber zugelassen.
Generation V2. Diese Ausführung basiert auf der Vorgängergeneration, während das Standardgerät die V3 ist. Der Payload-Decoder deckt beide ab; die Konfigurationswerkzeuge sind je Generation getrennt. Wer beide Ausführungen betreibt, hat zwei Werkzeugketten.
Staubgruppe IIIB — nicht leitfähiger Staub. Leitfähiger Metallstaub gehört zu IIIC und liegt ausserhalb.
Die Umgebungstemperatur ist Teil der Zulassung, nicht nur eine Betriebsangabe: ausserhalb von −20 bis +40 °C gilt die Kennzeichnung nicht mehr.
Ohne Ex-Bereich das falsche Gerät. Der Micro Tracker V3 ist die aktuelle Generation, hat den weiteren Temperaturbereich nach oben und ist günstiger.
Damit hast Du die Kaufentscheidung beisammen. Was jetzt folgt, ist die Tiefe für Ladeplanung, Funkplanung und Anbindung.
Vier Ortungsverfahren in 21 Gramm
Im Freien liefert der Mehrsystem-Empfänger — GPS, GLONASS, Galileo und Beidou — eine Position mit rund drei Metern Standardabweichung. Der Kaltstart dauert 40 bis 60 Sekunden, etwas länger als bei den grösseren Geräten der Reihe, weil die Antenne kleiner ist. Genau daran hängt die Batterierechnung: siebzehn Tage bei stündlicher Satellitenortung sind keine Schwäche des Akkus, sondern die Rechnung aus 0.45 Amperestunden und einer knappen Minute Volllast je Messung.
Low-Power-GPS dreht das um. Der Tracker nimmt nur einen rohen Satelliten-Schnappschuss auf und überträgt ihn; die Position entsteht auf dem Server. Aus siebzehn Tagen werden vierzehn Wochen — Faktor sechs — zum Preis von 15 bis 30 Metern statt drei. Für die Frage „auf welchem Gelände, in welchem Gebäude» ist das die richtige Betriebsart.
In Gebäuden übernimmt WLAN: Der Tracker sendet nicht, er hört nur zu und schickt die erfassten Zugangspunkte mit. 20 bis 50 Meter bei drei Sekunden Messdauer, und weil nur empfangen wird, reicht der Akku fünf Monate. Bluetooth kommt als vierter Weg dazu, mit fünf bis fünfzehn Metern an gesetzten Ankern und einer Sekunde Messdauer. Beide Genauigkeiten hängen an Dichte und Anordnung der Anker und Zugangspunkte; sie sind Auslegungsgrössen und keine Zusage für einen konkreten Ort.
Laufzeit, Laden und Betriebsaufwand
Der fest verbaute Akku hat 0.45 Ah bei 3.7 Volt und wird über Micro-USB geladen. Die Werte gelten laut Hersteller bei fünf Satelliten mit −130 dBm und einem Gerät, das den Almanach erfasst hat.
| Betriebsart | Laufzeit | Was das für den Betrieb heisst |
|---|---|---|
| 1 GNSS-Position je Stunde | 17 Tage | nur für kurze Einsätze mit Ladezyklus |
| 1 Low-Power-GPS-Position je Stunde | 14 Wochen | der Normalfall für Aussenbetrieb |
| 1 WLAN-Position je Stunde | 5 Monate | der Normalfall für Gebäudebetrieb |
| Bereitschaft ohne Ortung | 10 Monate | Ereignisbetrieb über Bewegung oder Tastendruck |
Für die Projektplanung heisst das: Dieses Gerät ist für Einsätze mit Ladezugang gemacht, nicht für Jahre am Container. Wer über Jahre ohne Servicebesuch orten will, nimmt den Compact Tracker mit wechselbaren Lithiumzellen — der schafft im selben Betrieb vier bis sieben Jahre, wiegt dafür aber das Neunfache. Geladen wird mit 5 Volt über Micro-USB bei 0 bis 45 °C; die Lagerangabe des Herstellers nennt maximal sechs Monate bei 10 bis 30 °C vor der Inbetriebnahme.
Anbindung an Netz und Plattform
Der Tracker ist ein LoRaWAN-Gerät der Klasse A und meldet sich per Over-the-Air-Aktivierung oder mit festen Schlüsseln an. Er läuft an jedem Netzserver — eigener ChirpStack, The Things Network, Swisscom LPN oder die ThingPark-Plattform von Actility. Low-Power-GPS und WLAN-Ortung brauchen zusätzlich einen Löser, der aus dem Rohdatensatz eine Koordinate macht; ohne ihn kommen die Meldungen an, bleiben aber unübersetzt.
Den offiziellen Decoder stellt Abeeway als abeeway-codec bereit; er deckt die Firmware-Generationen Asset Tracker 2 und 3 ab. Die Beschreibung der Betriebsarten und Parameter steht in der Abeeway-Dokumentation, Laufzeitrechner und Konfigurationswerkzeuge liegen unter tools.abeeway.io. Lokal wird über Bluetooth mit der Abeeway-App konfiguriert.
Regionalvarianten und Ausführungen
Wir führen grundsätzlich die europäische Ausführung. Die übrigen Regionalvarianten und die Bluetooth-Ausführung ohne Satellitenempfänger beschaffen wir auf Anfrage.
| Ausführung | Herstellernummer | Unterschied | Verfügbarkeit |
|---|---|---|---|
| Micro Tracker V2 EU868 ATEX Zone 2/22 | DEABE0XX-XXEU-Ex2 | Ex ic IIB T4 Gc, −20 bis +40 °C | Das ist die Version, die Du hier bestellst |
| Micro Tracker V3 EU868 ohne Ex-Zulassung | DEABE003-167EU | aktuelle Generation, −10 bis +55 °C | eigener Artikel im Shop |
| Micro Tracker EU868 Bluetooth only | DEABE0XX-XXEU-BLE Only | ohne GNSS und WLAN, reine Innenortung | auf Anfrage |
| Micro Tracker US915 / AS923 / AU915 | DEABE0XX-XX… | andere Funkregionen | auf Anfrage |
Technische Daten im Einzelnen
Allgemeine Produktdaten wie Schutzart, Masse, Gewicht und Herkunftsland stehen in der Detailtabelle weiter unten auf dieser Seite. Hier folgen die Werte, die es dort nicht als Feld gibt.
| Explosionsschutz | |
|---|---|
| Kennzeichnung Gas | II 3 G Ex ic IIB T4 Gc (−20 °C bis +40 °C) |
| Kennzeichnung Staub | II 3 D Ex ic IIIB T135 °C Dc (−20 °C bis +40 °C) |
| Abgedeckte Zonen | Zone 2 (Gas), Zone 22 (Staub) |
| Gasgruppe | IIB — nicht für Wasserstoff und Acetylen |
| Gerätegeneration | V2, die Vorgängergeneration des Standardgeräts |
| Ortung | |
| GNSS-Genauigkeit | 3 m Standardabweichung (GPS, GLONASS, Galileo, Beidou) |
| GNSS-Kaltstart / Warmstart | 40–60 s / unter 5 s |
| GNSS-Empfindlichkeit | −140 dBm |
| Low-Power-GPS | 15–30 m, Erstposition unter 10 s, −144 dBm |
| WLAN-Ortung | 20–50 m, 3 s Messdauer, Empfindlichkeit −86 dBm |
| Bluetooth-Ortung | 5–15 m, 1 s Messdauer, Empfindlichkeit −88 dBm |
| Funk | |
| LoRaWAN-Modem | Semtech SX1261, Klasse A, OTAA oder ABP |
| Sendeleistung LoRaWAN | 14 dBm, maximal 16.5 dBm |
| Empfindlichkeit LoRaWAN | −130 dBm bei SF10, −135 dBm bei SF12 |
| WLAN-Band | 2412–2472 MHz, nur Empfang |
| Bluetooth | 2402–2480 MHz, Sendeleistung maximal 4 dBm |
| GNSS-Band | 1575–1610 MHz |
| Stromversorgung | |
| Akku | Lithium-Polymer, 3.7 V, 0.45 Ah, fest verbaut |
| Laden | 5 V über Micro-USB, zulässig 0 bis 45 °C |
| Mechanik und Umgebung | |
| Betriebstemperatur | −20 bis +40 °C (Grenze der Ex-Zulassung) |
| Lagertemperatur | 10 bis 30 °C empfohlen, maximal 6 Monate |
| Luftfeuchtigkeit | 5 bis 95 %, nicht kondensierend |
| Sensorik und Bedienung | |
| Sensorik | Beschleunigung, Temperatur |
| Bedienelemente | Taster, LED, Summer |
| Konformität | |
| Funkzulassungen | EC, FCC, IC, TELEC |
| LoRa Alliance | zertifiziert für EU868, US915, AS923, AU915 |
Befestigen und Betreiben
Bei 21 Gramm entscheidet die Befestigung über den Nutzen. Klebepad, Kabelbinder oder eine Tasche — was auch immer, es muss den Tracker so halten, dass die Oberseite nach oben zeigt. Für die Satellitenortung zählt freie Sicht nach oben; ein Gerät, das in einer Werkzeugkiste auf der Seite liegt, sieht deutlich weniger Satelliten und braucht entsprechend länger und mehr Energie je Messung.
IP65 heisst Schutz gegen Strahlwasser, nicht gegen Untertauchen. Regen und Reinigung mit dem Schlauch sind kein Problem, ein Sturz in eine Pfütze über Nacht schon. Wer das nicht ausschliessen kann, braucht den Compact Tracker mit IP68.
Weil die Laufzeit in Wochen statt Jahren gemessen wird, gehört der Ladezyklus in den Ablauf. Für eine Handvoll Geräte genügt ein USB-Hub in der Werkstatt; ab etwa zwanzig Geräten lohnt eine feste Ladestelle mit dokumentiertem Rhythmus. Diese Einordnung stammt aus der Anwendungspraxis und ist als Auslegungshilfe zu verstehen, nicht als Zusage des Herstellers.
Die Abeeway-Reihe im Vergleich
| Modell | Unterscheidungsmerkmal | Wofür es gemacht ist |
|---|---|---|
| Micro Tracker V2 ATEX Zone 2 (diese Seite) | Ex ic IIB T4 Gc, Vorgängergeneration | kleine Gegenstände in Zone 2 und 22 |
| Micro Tracker V3 | aktuelle Generation, ohne Ex-Zulassung | kleine Gegenstände ausserhalb von Ex-Bereichen |
| Compact Tracker ATEX Zone 2 und Zone 0 | 190 g, IP68, Gasgruppe IIC | wo IIB nicht genügt oder Jahre gebraucht werden |
| Compact Tracker | 190 g, IP68/IK08, wechselbare Zellen, Jahre statt Wochen | Ladungsträger und Anlagen im Freien |
| Smart Badge | Ausweisformat, Notruftaster, Summer | Personen statt Gegenstände |
| Industrial Manageable Beacon | ortsfest, sendet nur Bluetooth | Anker für die Innenortung |
Zubehör und Alternativen
- Gateway für innen: RAK7268CV2 WisGate Edge Lite 2+ — unser meistverkauftes Gateway für Halle und Werkstatt.
- Gateway für aussen: WisGate Edge Prime RAK7240CV2 — für Höfe und Werksgelände mit Mobilfunk-Rückweg.
- Anker für die Innenortung: der Industrial Manageable Beacon — ohne Anker bleibt die Bluetooth-Ortung ungenutzt.
- Die Alternative für lange Einsätze: Compact Tracker — neunmal schwerer, dafür Jahre statt Wochen und IP68 statt IP65.
Unterstützung bei der Auslegung
Datenblatt, Payload-Decoder und die Herstellerdokumentation findest Du im Reiter „Dokumente» auf dieser Seite. Sag uns, wie oft eine Position gebraucht wird und ob ein Ladezugang besteht — daraus ergibt sich, ob dieses Gerät passt oder der grössere Bruder. Nenn uns die ausgewiesenen Zonen und Gasgruppen dazu — bei Gruppe IIC reicht diese Ausführung nicht. Für Funkplanung, Vorkonfiguration und Inbetriebnahme erstellen wir Dir gern ein Angebot.
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