Dieser Industrial Manageable Beacon trägt die höchste Ex-Zulassung der Reihe: II 1G Ex ia IIC T4 Ga für Gas und II 1D Ex ia IIIC T135 °C Da für Staub, dazu die IECEx-Bescheinigung. Damit darf er in Zone 0 und Zone 20 hängen — dort, wo eine explosionsfähige Atmosphäre ständig oder über lange Zeiträume vorhanden ist. Gasgruppe IIC schliesst Wasserstoff ein, Staubgruppe IIIC auch leitfähigen Metallstaub. Funktion und Bauform bleiben unverändert: ortsfester Bluetooth-Anker für die Innenortung, mit LoRaWAN für Batteriestand, Temperatur und Konfiguration über die Luft. Das höhere Schutzniveau kostet Laufzeit — fünf Jahre statt acht — und begrenzt die Umgebungstemperatur auf +40 °C.
- Zone 0 / 20höchste Stufe, Gerätekategorie 1
- IIC und IIICauch Wasserstoff und leitfähiger Staub
- 5 JahreLaufzeit bei 0.333 s Sendeintervall
- −20 bis +40 °CGrenze der Zulassung
Was diese Ausführung ausmacht
- Eigensicherheit auf Stufe „ia»: Das Gerät bleibt sicher, auch wenn zwei unabhängige Fehler zusammentreffen. Das ist das Niveau, das Zone 0 verlangt, und der Grund für den Aufpreis gegenüber der Zone-2-Ausführung.
- Zone 0 deckt alles darüber mit ab: Ein Anker für Zone 0 darf auch in Zone 1 und 2 hängen. Wer Bereiche mit unterschiedlicher Einteilung hat, spart mit einer Ausführung die Sortierung im Lager — und das Risiko, dass der falsche Anker am falschen Ort montiert wird.
- Beide Gruppen am oberen Ende: IIC beim Gas schliesst Wasserstoff und Acetylen ein, IIIC beim Staub auch leitfähigen Metallstaub. Die Zone-2-Ausführung endet beim Staub bei IIIB.
- IECEx zusätzlich zu ATEX: Für Anlagen ausserhalb der EU oder für Konzerne mit internationalem Regelwerk ist das die Bescheinigung, die zählt.
- Fernüberwachung wird hier zum Hauptargument: In Zone 0 ist jeder Zugang zum Gerät ein Vorgang mit Freimessung und Freigabe. Batteriestand über LoRaWAN zu erhalten, statt ihn vor Ort abzulesen, spart genau diese Vorgänge — und fünf Jahre Laufzeit heissen, dass es selten nötig wird.
- Die Laufzeit ist der Preis: Fünf Jahre statt acht, und der Temperaturbereich endet bei +40 °C statt bei +65 °C. Beides folgt aus dem Schutzniveau.
- Batterien sind Teil der Zulassung: In Zone 0 darf nicht jede AA-Zelle hinein. Abeeway führt ein eigenes Set mit Anti-Explosions-Hülle; das ist keine Empfehlung, sondern eine Auflage.
- Alle gängigen Aussendeformate: Eddystone, iBeacon, AltBeacon und das Quuppa-Verfahren.
Wo Anker in Zone 0 und 20 gebraucht werden
- Im Inneren von Tanks und Behältern: Der klassische Zone-0-Fall — etwa ein Anker, der Arbeiten im Behälter ortbar macht.
- Silos und Bunker mit Staub: Im Inneren gilt Zone 20; leitfähiger Staub macht daraus zusätzlich Gruppe IIIC.
- Wasserstoffanlagen: Elektrolyse, Speicherung und Betankung — Gruppe IIC und im Nahbereich von Entspannungsstellen Zone 0.
- Raffinerien: Anlagenumgriff mit gestufter Zoneneinteilung, wo eine Zone-2-Zulassung nicht überall genügt.
- Metallverarbeitung mit leitfähigem Staub: Zerspanung und Pulverbeschichtung — Staubgruppe IIIC statt IIIB.
- Pharmazeutische Wirkstoffproduktion: Lösemittelhandhabung mit hohen Anforderungen an den Aufenthaltsnachweis.
- Anlagen unter internationalem Regelwerk: Wo die IECEx-Bescheinigung gefordert ist und nicht nur die europäische ATEX-Kennzeichnung.
- Bestände ohne Sortierzwang: Wer nur eine Ausführung beschaffen will und mehrere Zonen bedienen muss, nimmt diese.
Brauchst Du wirklich Zone 0?
Zone 0 bedeutet: eine explosionsfähige Atmosphäre ist ständig oder über lange Zeiträume vorhanden. Das trifft typischerweise auf das Innere von Behältern und Silos zu, selten auf begehbare Bereiche. Für den Umgriff einer Anlage ist die Zone-2-Ausführung die richtige Wahl — sie hat ausserdem drei Jahre mehr Laufzeit und den weiteren Temperaturbereich.
Der Aufpreis ist erheblich, weil das Schutzniveau „ia» einen anderen konstruktiven Aufwand bedeutet. Er lohnt sich dort, wo er gefordert ist — und dort, wo ein einheitlicher Bestand über mehrere Zonen hinweg die Verwechslungsgefahr im Lager beseitigt.
Ein Beacon allein ortet nichts. Es braucht empfangende Geräte und eine Plattform, die aus den Sichtungen Positionen rechnet. In Zone 0 müssen auch diese Geräte zugelassen sein.
Die Einteilung Deines Bereichs steht im Explosionsschutzdokument des Betreibers. Diese Einordnung dient der Auswahl und ersetzt keine Gefährdungsbeurteilung.
Damit hast Du die Kaufentscheidung beisammen. Was jetzt folgt, ist die Tiefe für Planung, Batterieauslegung und Anbindung.
Wie aus Beacons eine Position wird
Ein Beacon ortet nichts. Er sendet in kurzen Abständen eine Kennung, und der Tracker, der sie empfängt, meldet sie zusammen mit der Signalstärke an den Netzserver. Erst dort entsteht die Position: Aus der bekannten Lage der Beacons und den gemessenen Pegeln rechnet der Löser die wahrscheinlichste Aufenthaltsposition. Die Beacons sind also die Landmarken, nicht die Messgeräte — und die Qualität der Ortung hängt daran, wie dicht und wie durchdacht sie hängen.
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So sieht die Kette aus: links die Beacons an Wand und Decke, in der Mitte Gateway und Netzserver, rechts die Ortungsrechnung und die Schnittstellen, über die eine Anwendung die Position abholt. Grafik von Abeeway.
Der Unterschied zu einem gewöhnlichen Bluetooth-Beacon liegt im zweiten Funkweg. Dieser hier hat zusätzlich LoRaWAN — nicht um zu orten, sondern um sich verwalten zu lassen. Batteriestand, Temperatur und Konfiguration laufen über das LoRaWAN-Netz, das ohnehin für die Tracker steht. Bei fünfzig Beacons in einem Werk ist das der Unterschied zwischen einer Anlage, die sich selbst meldet, und einer, bei der jemand einmal im Jahr mit dem Handy durchs Haus läuft.
Unterstützt werden die verbreiteten Aussendeformate Eddystone, iBeacon, AltBeacon und das Quuppa-Verfahren. Welches zum Einsatz kommt, entscheidet die auswertende Plattform, nicht der Beacon. Die Bluetooth-Reichweite liegt laut Hersteller bei etwa 100 Metern ohne Hindernisse — in einem Gebäude mit Wänden, Regalen und Metall ist der Wert deutlich kleiner, und genau deshalb gehört die Beacon-Dichte in die Planung und nicht in die Montageanleitung.
Laufzeit und Betriebsaufwand
Drei Lithium-Thionylchlorid-Zellen in AA-Bauform, zusammen 8 Ah bei 3.6 Volt, vom Anwender wechselbar. Der Herstellerwert gilt für ein Aussendeintervall von 0.333 Sekunden bei 0 dBm Sendeleistung und eine LoRaWAN-Meldung je Stunde.
| Ausführung | Laufzeit | Was das für den Betrieb heisst |
|---|---|---|
| ATEX Zone 0 (diese Ausführung) | 5 Jahre | das höhere Schutzniveau kostet drei Jahre Laufzeit |
| ATEX Zone 2 | 8 Jahre | wo Zone 2 genügt, ist das die wirtschaftlichere Wahl |
| ohne Ex-Zulassung | 8 Jahre | ausserhalb von Ex-Bereichen |
Für die Projektplanung zählt weniger die einzelne Zahl als die Folgerung: Bei diesen Zeiträumen wird der Batteriewechsel zum planbaren Ereignis statt zur Störung — vorausgesetzt, die Anlage meldet ihren Batteriestand. Genau dafür ist der LoRaWAN-Rückweg da. Wer die Aussendefrequenz erhöht, um die Ortung zu beschleunigen, verkürzt die Laufzeit entsprechend; das ist die eigentliche Auslegungsentscheidung. Beachte ausserdem die Lagerangabe des Herstellers: maximal zwölf Monate bei 10 bis 30 °C vor der Inbetriebnahme.
Anbindung, Konfiguration und Verwaltung
Der Beacon ist ein LoRaWAN-Gerät der Klasse A und meldet sich per Over-the-Air-Aktivierung oder mit festen Schlüsseln an. Er läuft an jedem Netzserver — eigener ChirpStack, The Things Network, Swisscom LPN oder die ThingPark-Plattform von Actility. Über diesen Weg kommen Batteriestand und Temperatur herein und Konfigurationsänderungen hinaus.
Lokal wird über Bluetooth mit der Abeeway-App konfiguriert — Aussendeformat, Intervall, Sendeleistung und Kennung. Den Decoder für die LoRaWAN-Nutzlast stellt Abeeway als abeeway-codec bereit; die Beschreibung der Parameter steht in der Abeeway-Dokumentation. Ein Laufzeitrechner für das geplante Aussendeprofil liegt unter tools.abeeway.io.
Regionalvarianten und Ausführungen
Wir führen grundsätzlich die europäische Ausführung. Die übrigen Regionalvarianten beschaffen wir auf Anfrage.
| Ausführung | Herstellernummer | Unterschied | Verfügbarkeit |
|---|---|---|---|
| EU868 ATEX Zone 0/20 | DEABE51X-XXXEU-Ex0 | Ex ia IIC T4 Ga, IECEx, −20 bis +40 °C | Das ist die Version, die Du hier bestellst |
| EU868 ATEX Zone 2/22 | DEABE51X-XXXEU-Ex2 | Ex ic nA IIC T4 Gc, bis +65 °C, 8 Jahre | eigener Artikel im Shop |
| EU868 ohne Ex-Zulassung | DEABE51X-XXXEU | günstiger, 8 Jahre Laufzeit | eigener Artikel im Shop |
| US915 / AS923 / AU915 / IN865 | DEABE51X-XXX… | andere Funkregionen | auf Anfrage |
Technische Daten im Einzelnen
Allgemeine Produktdaten wie Schutzart, Masse, Gewicht, Batterieformat und Herkunftsland stehen in der Detailtabelle weiter unten auf dieser Seite. Hier folgen die Werte, die es dort nicht als Feld gibt.
| Explosionsschutz | |
|---|---|
| Kennzeichnung Gas | II 1G Ex ia IIC T4 Ga (−20 °C bis +40 °C) |
| Kennzeichnung Staub | II 1D Ex ia IIIC T135 °C Da (−20 °C bis +40 °C) |
| IECEx | Ex ia IIC T4 Ga und Ex ia IIIC T135 °C Da |
| Abgedeckte Zonen | Zone 0 (Gas), Zone 20 (Staub) — und damit auch alle höheren Zonennummern |
| Gruppen | IIC beim Gas, IIIC beim Staub |
| Bluetooth | |
| Aussendeformate | Eddystone, iBeacon, AltBeacon, Quuppa |
| Sendeleistung | maximal 3 dBm |
| Reichweite | etwa 100 m ohne Hindernisse |
| LoRaWAN | |
| Modem | Semtech SX1262, Klasse A, OTAA oder ABP |
| Sendeleistung | 14 dBm, maximal 19 dBm |
| Empfindlichkeit | −130 dBm bei SF10 |
| Stromversorgung | |
| Batterien | 3 × AA, Lithium-Thionylchlorid, 3.6 V, zusammen 8 Ah nominal |
| Wechselbar | ja, durch den Anwender |
| Mechanik und Umgebung | |
| Betriebstemperatur | −20 bis +40 °C (Grenze der Ex-Zulassung) |
| Lagertemperatur | 10 bis 30 °C empfohlen, maximal 12 Monate |
| Luftfeuchtigkeit | unter 95 %, nicht kondensierend |
| Schlagfestigkeit | IK08, entspricht 5 Joule |
| Befestigung | modulares System für Wand, Decke und Rohr |
| Überwachung | |
| Gemeldete Werte | Batteriestand und Temperatur über LoRaWAN |
| Konfiguration | über Bluetooth mit der Abeeway-App oder über die Luft |
| Konformität | |
| Funkzulassungen | EC, FCC, IC, TELEC, IMDA |
| LoRa Alliance | zertifiziert für EU868, US915, AS923, IN865, AU915 |
Montage und Auslegung
Beacons gehören hoch und frei. Auf Kopfhöhe an einer Wand strahlt ein Teil der Energie in Körper, die davorstehen; unter der Decke oder an einem Träger sieht der Beacon die Fläche, die er abdecken soll. Metall in unmittelbarer Nähe verstimmt die Antenne — ein Kunststoffträger oder wenige Millimeter Abstand bringen mehr als eine höhere Sendeleistung, die nur die Batterie kostet.
Die Dichte ergibt sich aus der geforderten Genauigkeit, nicht aus der Fläche. Für „in welcher Halle» genügt ein Beacon je Halle; für „an welchem Regal» braucht es eine Anordnung, bei der jeder Punkt von mindestens drei Beacons gesehen wird. Zwischen diesen beiden Fällen liegt der Faktor zehn in der Stückzahl — deshalb lohnt es sich, die Frage vor der Bestellung zu beantworten und nicht danach. Im Ex-Bereich kommt hinzu, dass jeder Zugang zum Gerät eine Freigabe braucht — in Zone 0 mit Freimessung. Das verschiebt die Abwägung deutlich in Richtung weniger, aber besser platzierter Anker.
Jeder Beacon braucht eine hinterlegte Position in der auswertenden Plattform. Das ist der Teil des Rollouts, der tatsächlich Zeit kostet: Kennung erfassen, Standort dokumentieren, beides zusammenführen. Eine saubere Nummerierung vor der Montage spart hinterher mehr als jede technische Optimierung. Diese Einordnung stammt aus der Anwendungspraxis und ist als Auslegungshilfe zu verstehen, nicht als Zusage des Herstellers.
Die Beacon-Reihe im Vergleich
| Modell | Unterscheidungsmerkmal | Wofür es gemacht ist |
|---|---|---|
| Beacon ATEX Zone 0 (diese Seite) | Ex ia IIC T4 Ga, Staub IIIC, 5 Jahre | Anker bis Zone 0 und 20 |
| Beacon ATEX Zone 2 | Ex ic nA IIC T4 Gc, Staub IIIB, 8 Jahre | Anker in Zone 2 und 22 |
| Beacon ohne Ex-Zulassung | günstiger, 8 Jahre Laufzeit | gewöhnliche Gebäude |
| EMBP01 BLE Beacon | ohne LoRaWAN-Verwaltung, sehr klein | einfache Innenortung ohne zentrale Überwachung |
| Compact Tracker | gleiches Gehäuse, aber mit Empfängern | das bewegliche Gegenstück zum ortsfesten Beacon |
Zubehör und Alternativen
- Ersatzbatterien: für Ex-Ausführungen führt Abeeway ein eigenes Set aus drei Zellen ER14505 mit Anti-Explosions-Hülle. Eine gewöhnliche AA-Lithiumzelle ist im Ex-Bereich kein Ersatz.
- Gateway für innen: RAK7268CV2 WisGate Edge Lite 2+ — ein Gateway trägt Beacons und Tracker gemeinsam.
- Gateway für aussen: WisGate Edge Prime RAK7240CV2 — für Werksgelände mit Mobilfunk-Rückweg.
- Das bewegliche Gegenstück: Compact Tracker für Gegenstände und Smart Badge für Personen — ohne empfangende Geräte bleibt ein Beacon wirkungslos.
- Einfachere Alternative: EMBP01 BLE Beacon — deutlich günstiger, aber ohne Fernüberwachung von Batterie und Konfiguration.
Unterstützung bei der Auslegung
Datenblatt, Payload-Decoder und die Herstellerdokumentation findest Du im Reiter „Dokumente» auf dieser Seite. Sag uns, welche Fläche abgedeckt werden soll und wie genau die Position sein muss — daraus ergibt sich die Stückzahl, und die ist der grösste Posten im Projekt. Nenn uns die ausgewiesenen Zonen und Staubgruppen dazu — bei Zone 0 lohnt es sich, das vor der Bestellung gemeinsam durchzugehen. Für Auslegung, Vorkonfiguration und Inbetriebnahme erstellen wir Dir gern ein Angebot.
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