Dieser Industrial Manageable Beacon ist die für explosionsgefährdete Bereiche zugelassene Ausführung: II 3G Ex ic nA IIC T4 Gc für Gas und II 3D Ex ic tc IIIB T135 °C Dc für Staub, gültig für Zone 2 und Zone 22 — und zwar über den vollen Temperaturbereich von −20 bis +65 °C, ohne die sonst übliche Einschränkung nach oben. Gasgruppe IIC schliesst Wasserstoff und Acetylen ein. Funktion und Bauform bleiben unverändert: ortsfester Bluetooth-Anker für die Innenortung, mit LoRaWAN als zweitem Funkweg für Batteriestand, Temperatur und Konfiguration. Acht Jahre Laufzeit auf drei wechselbaren Lithiumzellen, IP68 und IK08.
- Zone 2 / 22Gas und Staub, Gerätekategorie 3
- IICGasgruppe inklusive Wasserstoff
- −20 bis +65 °Cvoller Bereich trotz Ex-Zulassung
- 8 JahreLaufzeit wie ohne Zulassung
Was diese Ausführung ausmacht
- Die Ex-Zulassung kostet hier nichts an Leistung: Weder Temperaturbereich noch Laufzeit sind eingeschränkt — −20 bis +65 °C und acht Jahre, genau wie ohne Zulassung. Das ist ungewöhnlich; bei den Trackern derselben Familie endet die Zone-2-Zulassung bei +40 °C.
- Gasgruppe IIC, nicht nur IIB: IIC schliesst Wasserstoff und Acetylen ein — die Gase mit der geringsten Zündenergie. Viele Anker dieser Preisklasse enden bei IIB und sind in der Elektrolyse oder der Gasaufbereitung damit nicht einsetzbar.
- Er meldet sich selbst — gerade im Ex-Bereich wichtig: Jeder Zugang zu einem Gerät in Zone 2 ist ein Vorgang mit Freigabe. Batteriestand und Temperatur über LoRaWAN zu erhalten, statt sie vor Ort abzulesen, spart genau diese Vorgänge.
- Konfiguration über die Luft: Aussendeintervall, Sendeleistung und Kennung lassen sich ändern, ohne den Bereich zu betreten.
- Acht Jahre auf drei Zellen: Bei einem Aussendeintervall von einer Drittelsekunde und stündlicher LoRaWAN-Meldung.
- Batterien sind Teil der Zulassung: In Ex-Bereichen darf nicht jede AA-Zelle hinein. Abeeway führt ein eigenes Set mit Anti-Explosions-Hülle; das ist kein Zubehör, sondern eine Auflage.
- Alle gängigen Aussendeformate: Eddystone, iBeacon, AltBeacon und das Quuppa-Verfahren — die auswertende Plattform entscheidet, nicht der Anker.
- IP68 und IK08 bleiben: Im Ex-Bereich sind Reinigung mit Hochdruck und mechanische Beanspruchung eher die Regel als die Ausnahme.
Wo Anker in Zone 2 und 22 gebraucht werden
- Personenortung in Anlagen: Smart Badges der Belegschaft brauchen Landmarken; im Ex-Bereich müssen auch die Landmarken zugelassen sein.
- Tanklager und Fasslager: Anker an den Gassen machen aus „irgendwo im Lager» eine Reihenangabe.
- Kläranlagen und Biogas: Faulturmumgebung und Gasaufbereitung, oft in Bauteilen ohne Satelliten- und Mobilfunkempfang.
- Mühlen und Silos: Staubzone 22 über mehrere Etagen, wo Höhe und Etage die eigentliche Information sind.
- Lackierereien: Kabinenumgriff mit Zone 2, Anker für die Zuordnung von Wagen und Gebinden.
- Wasserstoffanlagen: Gruppe IIC — die Anwendung, für die eine IIB-Zulassung nicht genügt.
- Evakuierungsnachweis: Anker am Sammelplatz und an den Fluchtwegen einer Ex-Anlage.
- Gemischte Werke: Ein Ankertyp für Ex- und Nicht-Ex-Bereiche spart die Sortierung im Lager und die Verwechslung bei der Montage.
Vor der Bestellung klären: Welche Zone, welche Gruppe?
Diese Ausführung deckt Zone 2 und Zone 22 ab. Für Zone 0 und 20 — ständiges oder langzeitiges Vorhandensein, etwa im Inneren eines Behälters oder Silos — braucht es die Ausführung mit Ex ia Ga.
Bei Gas ist diese Ausführung mit Gruppe IIC sehr weit gefasst. Bei Staub endet sie bei IIIB, also bei nicht leitfähigem Staub; leitfähiger Metallstaub gehört zu IIIC und liegt ausserhalb. Diese Asymmetrie wird leicht übersehen.
Ein Beacon allein ortet nichts. Es braucht empfangende Geräte und eine Plattform, die aus den Sichtungen Positionen rechnet. Im Ex-Bereich müssen auch diese Geräte zugelassen sein.
Ohne Ex-Bereich das falsche Gerät. Die Ausführung ohne Zulassung hat dieselbe Funktion, dieselbe Laufzeit und einen tieferen Preis.
Damit hast Du die Kaufentscheidung beisammen. Was jetzt folgt, ist die Tiefe für Planung, Batterieauslegung und Anbindung.
Wie aus Beacons eine Position wird
Ein Beacon ortet nichts. Er sendet in kurzen Abständen eine Kennung, und der Tracker, der sie empfängt, meldet sie zusammen mit der Signalstärke an den Netzserver. Erst dort entsteht die Position: Aus der bekannten Lage der Beacons und den gemessenen Pegeln rechnet der Löser die wahrscheinlichste Aufenthaltsposition. Die Beacons sind also die Landmarken, nicht die Messgeräte — und die Qualität der Ortung hängt daran, wie dicht und wie durchdacht sie hängen.
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So sieht die Kette aus: links die Beacons an Wand und Decke, in der Mitte Gateway und Netzserver, rechts die Ortungsrechnung und die Schnittstellen, über die eine Anwendung die Position abholt. Grafik von Abeeway.
Der Unterschied zu einem gewöhnlichen Bluetooth-Beacon liegt im zweiten Funkweg. Dieser hier hat zusätzlich LoRaWAN — nicht um zu orten, sondern um sich verwalten zu lassen. Batteriestand, Temperatur und Konfiguration laufen über das LoRaWAN-Netz, das ohnehin für die Tracker steht. Bei fünfzig Beacons in einem Werk ist das der Unterschied zwischen einer Anlage, die sich selbst meldet, und einer, bei der jemand einmal im Jahr mit dem Handy durchs Haus läuft.
Unterstützt werden die verbreiteten Aussendeformate Eddystone, iBeacon, AltBeacon und das Quuppa-Verfahren. Welches zum Einsatz kommt, entscheidet die auswertende Plattform, nicht der Beacon. Die Bluetooth-Reichweite liegt laut Hersteller bei etwa 100 Metern ohne Hindernisse — in einem Gebäude mit Wänden, Regalen und Metall ist der Wert deutlich kleiner, und genau deshalb gehört die Beacon-Dichte in die Planung und nicht in die Montageanleitung.
Laufzeit und Betriebsaufwand
Drei Lithium-Thionylchlorid-Zellen in AA-Bauform, zusammen 8 Ah bei 3.6 Volt, vom Anwender wechselbar. Der Herstellerwert gilt für ein Aussendeintervall von 0.333 Sekunden bei 0 dBm Sendeleistung und eine LoRaWAN-Meldung je Stunde.
| Ausführung | Laufzeit | Was das für den Betrieb heisst |
|---|---|---|
| ATEX Zone 2 (diese Ausführung) | 8 Jahre | Batteriewechsel liegt jenseits der üblichen Projektlaufzeit |
| ohne Ex-Zulassung | 8 Jahre | gleiche Laufzeit |
| ATEX Zone 0 | 5 Jahre | das höhere Schutzniveau kostet Laufzeit |
Für die Projektplanung zählt weniger die einzelne Zahl als die Folgerung: Bei diesen Zeiträumen wird der Batteriewechsel zum planbaren Ereignis statt zur Störung — vorausgesetzt, die Anlage meldet ihren Batteriestand. Genau dafür ist der LoRaWAN-Rückweg da. Wer die Aussendefrequenz erhöht, um die Ortung zu beschleunigen, verkürzt die Laufzeit entsprechend; das ist die eigentliche Auslegungsentscheidung. Beachte ausserdem die Lagerangabe des Herstellers: maximal zwölf Monate bei 10 bis 30 °C vor der Inbetriebnahme.
Anbindung, Konfiguration und Verwaltung
Der Beacon ist ein LoRaWAN-Gerät der Klasse A und meldet sich per Over-the-Air-Aktivierung oder mit festen Schlüsseln an. Er läuft an jedem Netzserver — eigener ChirpStack, The Things Network, Swisscom LPN oder die ThingPark-Plattform von Actility. Über diesen Weg kommen Batteriestand und Temperatur herein und Konfigurationsänderungen hinaus.
Lokal wird über Bluetooth mit der Abeeway-App konfiguriert — Aussendeformat, Intervall, Sendeleistung und Kennung. Den Decoder für die LoRaWAN-Nutzlast stellt Abeeway als abeeway-codec bereit; die Beschreibung der Parameter steht in der Abeeway-Dokumentation. Ein Laufzeitrechner für das geplante Aussendeprofil liegt unter tools.abeeway.io.
Regionalvarianten und Ausführungen
Wir führen grundsätzlich die europäische Ausführung. Die übrigen Regionalvarianten beschaffen wir auf Anfrage.
| Ausführung | Herstellernummer | Unterschied | Verfügbarkeit |
|---|---|---|---|
| EU868 ATEX Zone 2/22 | DEABE51X-XXXEU-Ex2 | Ex ic nA IIC T4 Gc, −20 bis +65 °C | Das ist die Version, die Du hier bestellst |
| EU868 ATEX Zone 0/20 | DEABE51X-XXXEU-Ex0 | Ex ia IIC T4 Ga, −20 bis +40 °C | eigener Artikel im Shop |
| EU868 ohne Ex-Zulassung | DEABE51X-XXXEU | günstiger, gleiche Laufzeit | eigener Artikel im Shop |
| US915 / AS923 / AU915 / IN865 | DEABE51X-XXX… | andere Funkregionen | auf Anfrage |
Technische Daten im Einzelnen
Allgemeine Produktdaten wie Schutzart, Masse, Gewicht, Batterieformat und Herkunftsland stehen in der Detailtabelle weiter unten auf dieser Seite. Hier folgen die Werte, die es dort nicht als Feld gibt.
| Explosionsschutz | |
|---|---|
| Kennzeichnung Gas | II 3G Ex ic nA IIC T4 Gc (−20 °C bis +65 °C) |
| Kennzeichnung Staub | II 3D Ex ic tc IIIB T135 °C Dc (−20 °C bis +65 °C) |
| Abgedeckte Zonen | Zone 2 (Gas), Zone 22 (Staub) |
| Gasgruppe | IIC — schliesst Wasserstoff und Acetylen ein |
| Bluetooth | |
| Aussendeformate | Eddystone, iBeacon, AltBeacon, Quuppa |
| Sendeleistung | maximal 3 dBm |
| Reichweite | etwa 100 m ohne Hindernisse |
| LoRaWAN | |
| Modem | Semtech SX1262, Klasse A, OTAA oder ABP |
| Sendeleistung | 14 dBm, maximal 19 dBm |
| Empfindlichkeit | −130 dBm bei SF10 |
| Stromversorgung | |
| Batterien | 3 × AA, Lithium-Thionylchlorid, 3.6 V, zusammen 8 Ah nominal |
| Wechselbar | ja, durch den Anwender |
| Mechanik und Umgebung | |
| Betriebstemperatur | −20 bis +65 °C |
| Lagertemperatur | 10 bis 30 °C empfohlen, maximal 12 Monate |
| Luftfeuchtigkeit | unter 95 %, nicht kondensierend |
| Schlagfestigkeit | IK08, entspricht 5 Joule |
| Befestigung | modulares System für Wand, Decke und Rohr |
| Überwachung | |
| Gemeldete Werte | Batteriestand und Temperatur über LoRaWAN |
| Konfiguration | über Bluetooth mit der Abeeway-App oder über die Luft |
| Konformität | |
| Funkzulassungen | EC, FCC, IC, TELEC, IMDA |
| LoRa Alliance | zertifiziert für EU868, US915, AS923, IN865, AU915 |
Montage und Auslegung
Beacons gehören hoch und frei. Auf Kopfhöhe an einer Wand strahlt ein Teil der Energie in Körper, die davorstehen; unter der Decke oder an einem Träger sieht der Beacon die Fläche, die er abdecken soll. Metall in unmittelbarer Nähe verstimmt die Antenne — ein Kunststoffträger oder wenige Millimeter Abstand bringen mehr als eine höhere Sendeleistung, die nur die Batterie kostet.
Die Dichte ergibt sich aus der geforderten Genauigkeit, nicht aus der Fläche. Für „in welcher Halle» genügt ein Beacon je Halle; für „an welchem Regal» braucht es eine Anordnung, bei der jeder Punkt von mindestens drei Beacons gesehen wird. Zwischen diesen beiden Fällen liegt der Faktor zehn in der Stückzahl — deshalb lohnt es sich, die Frage vor der Bestellung zu beantworten und nicht danach. Im Ex-Bereich kommt hinzu, dass jeder Zugang zum Gerät eine Freigabe braucht — das verschiebt die Abwägung weiter in Richtung weniger, aber besser platzierter Anker.
Jeder Beacon braucht eine hinterlegte Position in der auswertenden Plattform. Das ist der Teil des Rollouts, der tatsächlich Zeit kostet: Kennung erfassen, Standort dokumentieren, beides zusammenführen. Eine saubere Nummerierung vor der Montage spart hinterher mehr als jede technische Optimierung. Diese Einordnung stammt aus der Anwendungspraxis und ist als Auslegungshilfe zu verstehen, nicht als Zusage des Herstellers.
Die Beacon-Reihe im Vergleich
| Modell | Unterscheidungsmerkmal | Wofür es gemacht ist |
|---|---|---|
| Beacon ATEX Zone 2 (diese Seite) | Ex ic nA IIC T4 Gc, bis +65 °C | Anker in Zone 2 und 22 |
| Beacon ATEX Zone 0 | Ex ia IIC T4 Ga, Staub IIIC, bis +40 °C | Anker bis Zone 0 und 20 |
| Beacon ohne Ex-Zulassung | günstiger, gleiche Laufzeit | gewöhnliche Gebäude |
| EMBP01 BLE Beacon | ohne LoRaWAN-Verwaltung, sehr klein | einfache Innenortung ohne zentrale Überwachung |
| Compact Tracker | gleiches Gehäuse, aber mit Empfängern | das bewegliche Gegenstück zum ortsfesten Beacon |
Zubehör und Alternativen
- Ersatzbatterien: für Ex-Ausführungen führt Abeeway ein eigenes Set aus drei Zellen ER14505 mit Anti-Explosions-Hülle. Eine gewöhnliche AA-Lithiumzelle ist im Ex-Bereich kein Ersatz.
- Gateway für innen: RAK7268CV2 WisGate Edge Lite 2+ — ein Gateway trägt Beacons und Tracker gemeinsam.
- Gateway für aussen: WisGate Edge Prime RAK7240CV2 — für Werksgelände mit Mobilfunk-Rückweg.
- Das bewegliche Gegenstück: Compact Tracker für Gegenstände und Smart Badge für Personen — ohne empfangende Geräte bleibt ein Beacon wirkungslos.
- Einfachere Alternative: EMBP01 BLE Beacon — deutlich günstiger, aber ohne Fernüberwachung von Batterie und Konfiguration.
Unterstützung bei der Auslegung
Datenblatt, Payload-Decoder und die Herstellerdokumentation findest Du im Reiter „Dokumente» auf dieser Seite. Sag uns, welche Fläche abgedeckt werden soll und wie genau die Position sein muss — daraus ergibt sich die Stückzahl, und die ist der grösste Posten im Projekt. Nenn uns die ausgewiesenen Zonen und Gasgruppen dazu. Für Auslegung, Vorkonfiguration und Inbetriebnahme erstellen wir Dir gern ein Angebot.
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