Der ela Blue PUCK RHT misst Temperatur und Luftfeuchtigkeit und funkt beides als Bluetooth-Signal in die Umgebung — ohne sich irgendwo anzumelden, ohne Konto, ohne Konfiguration am Gerät. Das Gehäuse ist vollständig verschweisst: keine Schraube, kein Batteriefach, keine Dichtung, die altert. Genau daraus entsteht sein Argument für den professionellen Einsatz. Ein Gerät, das man nie öffnen muss, verursacht auch keinen Wartungsaufwand — bei einer Standzeit, die in Jahrzehnten statt in Monaten gemessen wird. Eingestellt wird es, indem du ein Telefon dagegenhältst. Der eine Punkt, den du vor der Bestellung klären musst: Ein Beacon sendet nur. Es braucht etwas, das zuhört.
- bis 18 JahreBatterie, fest eingebaut
- ±0.4 °CGenauigkeit, Maximalwert
- −40 … +85 °CMess- und Betriebsbereich
- IP65Gehäuse lebensmittelecht
- Ø 57 × 20 mm41 g, Aufbau oder Klebepad
Was den Blue PUCK RHT ausmacht
- Kein Batteriewechsel — nie: Die Lithiumzelle sitzt fest im verschweissten Gehäuse. Das klingt zunächst nach einem Nachteil, ist aber die Voraussetzung für alles andere: Ohne Batteriefach gibt es keine Dichtung, die nach fünf Jahren spröde wird, keine Kontakte, die im Kühlraum korrodieren, und keinen Servicebesuch. Das Gerät wird eingebaut und dann vergessen.
- Lebensmittelechtes Gehäuse: Der Werkstoff ist DELRIN, ein Polyoxymethylen, das der Hersteller ausdrücklich als konform mit der Lebensmittelrichtlinie 90/128/EWG ausweist. Für Kühlräume, Verarbeitungsbetriebe und Transportkisten mit offener Ware ist das kein Nebensatz, sondern die Bedingung dafür, dass der Sensor überhaupt in die Nähe des Produkts darf.
- Der Batteriestand kommt mit, ohne dass du dich verbindest: Fällt die Ladung unter 15 Prozent, setzt das Gerät eine Warnung direkt in den Funkrahmen. Wer mehr will, lässt sich die Batteriespannung in der Antwort auf eine Abfrage mitschicken. Bei fünfzig verteilten Sensoren ist das der Unterschied zwischen einer Auswertung im System und einer Runde mit dem Telefon in der Hand.
- Konfiguration per NFC — Telefon dranhalten, fertig: Kein Kabel, kein Stecker, kein Öffnen. Das funktioniert mit Handschuhen, im Kühlraum und auch dann, wenn das Gerät bereits montiert ist. Und weil es keine Konfigurationsbuchse gibt, gibt es auch keine, die verschmutzt.
- Firmware über Funk: Neue Betriebssoftware kommt per Over-the-Air-Programmierung aufs Gerät. Bei einem Bestand, der Jahrzehnte hängen bleibt, ist das die einzige realistische Art, ihn aktuell zu halten.
- Die Genauigkeit ist als Maximalwert angegeben: Der Hersteller nennt seinen Temperaturwert nicht als Typwert, sondern als Obergrenze über den gesamten Messbereich. Das ist eine deutlich härtere Zusage als das übliche „typisch» — und der Grund, warum sich das Gerät auch dort einsetzen lässt, wo Grenzwerte dokumentiert werden müssen.
- Sendetakt von zehnmal je Sekunde bis alle zehn Sekunden: Der Takt ist frei einstellbar und bestimmt zugleich, wie lange die Batterie hält. Für Raumklima reicht der langsamste Wert und die Standzeit geht gegen das Maximum; für eine Ortung, die den Sensor im Vorbeifahren erfassen soll, brauchst du den schnellen Takt und bezahlst ihn mit Laufzeit.
- Datenlogger für die Lücken: Neben dem reinen Senden beherrscht das Gerät einen Verbindungsmodus, in dem es aufgezeichnete Messwerte überträgt. Wo kein Empfänger in Reichweite war, entsteht damit kein Loch in der Aufzeichnung — die Werte kommen nach.
- Sendeleistung einstellbar bis +4 dBm: Auf voller Leistung gibt der Hersteller bis zu 500 Meter im freien Feld an. Runterdrehen ist ebenso möglich und in dichten Installationen sinnvoll: weniger Reichweite heisst weniger Überlappung zwischen benachbarten Empfangszonen und eine sauberere Zuordnung.
- Mess- und Betriebsbereich sind identisch: Das Gerät misst über denselben Bereich, in dem es auch arbeiten darf. Es gibt also keine Zone, in der es zwar überlebt, aber keine gültigen Werte mehr liefert — im Tiefkühlbereich ein Unterschied, der zählt.
- Zwei Grössen, ein Gerät: Temperatur und Feuchte kommen aus demselben Funkrahmen und mit demselben Zeitstempel. Für die Beurteilung von Kondensationsrisiko oder Taupunkt brauchst du beide Werte aus derselben Quelle, nicht aus zwei Geräten an zwei Orten.
Wo der Blue PUCK RHT eingesetzt wird
- Kühlräume und Tiefkühllager: Der Messbereich reicht bis −40 °C, und das geschlossene Gehäuse verträgt die Feuchte beim Abtauen. Es gibt nichts, was vereist und wieder aufgeht.
- Lebensmittelverarbeitung: Wo der Sensor in die Nähe offener Ware kommt, entscheidet der Werkstoff. Die Konformität mit 90/128/EWG ist hier das eigentliche Kaufargument und nicht die Messgenauigkeit.
- Transport und Kühlkette: Zusammen mit einem Fahrzeugtracker, der Bluetooth mitliest, wird aus dem Beacon eine Temperaturaufzeichnung je Ladung — ohne dass im Auflieger etwas verkabelt werden muss.
- Archive, Museen, Weinlager: Bestände, bei denen die Feuchte über den Schaden entscheidet und niemand alle zwei Jahre eine Leiter holen will, um Batterien zu tauschen.
- Server- und Technikräume: Ein Puck je Rack-Reihe, aufgeklebt statt montiert, und die Temperaturschichtung im Raum wird sichtbar, ohne dass jemand ein Kabel durch den Doppelboden zieht.
- Trocknungs- und Bauüberwachung: Nach einem Wasserschaden lässt sich der Verlauf dokumentieren, und der Sensor übersteht auch den Baustellenalltag.
- Grosse Rollouts: Hier liegt der eigentliche wirtschaftliche Hebel. Bei mehreren hundert Messstellen ist nicht der Gerätepreis die grosse Position, sondern der wiederkehrende Servicebesuch. Ein Sensor ohne Batteriewechsel nimmt diesen Posten für die Lebensdauer der Installation vollständig aus der Rechnung.
- Nachrüstung in Mietflächen: Aufkleben, messen, beim Auszug abnehmen. Keine Bohrung, keine Leitung, keine Rückbaukosten.
Damit hast du die Kaufentscheidung beisammen. Was jetzt folgt, ist die Tiefe für Auslegung, Montage und Integration.
Was ein Beacon-Sensor anders macht — und was daraus für die Planung folgt
Ein vernetzter Sensor meldet sich an einem Server an, handelt Schlüssel aus, quittiert Pakete und hält dafür ein Empfangsfenster offen. Jeder dieser Schritte kostet Strom. Ein Beacon macht nichts davon: Es wacht auf, misst, sendet einen kurzen Rahmen ins Leere und schläft wieder ein. Es weiss nicht, ob jemand zugehört hat, und es fragt auch nicht nach. Genau diese Sparsamkeit ist der Grund, warum eine einzige eingebaute Zelle für fast zwei Jahrzehnte reicht.
Für die Planung folgt daraus zweierlei. Erstens: Die Zuverlässigkeit der Kette entsteht nicht am Sensor, sondern am Empfänger. Ein Beacon, das gerade niemand hört, merkt davon nichts — Lücken in der Aufzeichnung entstehen also dort, wo die Empfangsabdeckung endet. Wer eine lückenlose Reihe braucht, plant die Gateways so, dass sich ihre Zonen überlappen, und nutzt zusätzlich den Verbindungsmodus, in dem gespeicherte Werte nachgeliefert werden.
Zweitens: Der Sendetakt ist die eine Stellschraube, die alles beeinflusst — Standzeit, Erfassungswahrscheinlichkeit und, bei vielen Geräten im selben Raum, die Belegung des Funkbands. Einordnung aus der Anwendungspraxis, keine Herstellerangabe: Für ortsfeste Klimaüberwachung ist der langsamste Takt fast immer richtig — bei einem Raum, dessen Temperatur sich über Stunden ändert, bringt ein schnellerer Takt keine zusätzliche Information, verkürzt aber die Standzeit. Schnelle Takte gehören dorthin, wo der Sensor bewegt wird und ein Empfänger ihn im Vorbeigehen sicher erfassen soll.
Integration in dein System
Das Gerät sendet zwei Arten von Rahmen. Im Sendebetrieb geht ein Rahmen mit Kennung, Temperatur und Feuchte hinaus; im Verbindungsbetrieb lassen sich aufgezeichnete Werte und der Batteriezustand abrufen. Der Aufbau des Sendebetriebs ist überschaubar:
| Aufbau des Funkrahmens | |
|---|---|
| Kennung | bis 15 Zeichen, frei vergebbar (15 Byte) |
| Temperatur | 2 Byte, Schrittweite 0.01 °C |
| Feuchte | 1 Byte, in Prozent |
| Batteriewarnung | im Sendrahmen, sobald die Ladung unter 15 % fällt |
| Batteriespannung | in der Antwort auf eine Abfrage, zuschaltbar |
Ein Detail, das bei der Auslegung zählt: Die Temperatur kommt mit zwei Byte und damit in Hundertstelschritten, die Feuchte mit einem einzigen Byte. Einordnung, keine Herstellerangabe: Ein Byte für einen Wert zwischen 0 und 100 Prozent lässt keine Nachkommastelle zu — im Sendebetrieb ist die Feuchte also auf ganze Prozent gerundet, auch wenn der Sensor selbst feiner auflöst. Für Klimaüberwachung ist das ohne Belang; wer Feuchte auf Zehntelprozent auswerten will, sollte den Verbindungsbetrieb prüfen, bevor er bestellt.
Die frei vergebbare Kennung von fünfzehn Zeichen ist mehr wert, als sie aussieht: Dort lässt sich bei der Inbetriebnahme gleich die Anlagenbezeichnung hinterlegen — Raumnummer, Kühlzelle, Fahrzeugkennzeichen. Die Zuordnung steckt dann im Gerät und nicht in einer Tabelle, die irgendwann nicht mehr stimmt.
Eingestellt wird alles über NFC nach Typ 2, also mit einem gewöhnlichen Telefon und der App des Herstellers. Neue Firmware kommt über Funk aufs Gerät. Auf der Empfangsseite ist der Blue PUCK RHT ein Standard-Bluetooth-Sender: Jedes Gateway, das Beacons mitliest, kann ihn aufnehmen — welche Auswertung du dahinter setzt, bleibt dir überlassen.
Technische Daten
Die allgemeinen Produktdaten — Schutzart, Batterie, Masse, Gewicht, Gehäusewerkstoff, Temperatur- und Feuchtebereich, Marke und Herstellernummer — findest du in der Detailtabelle weiter unten auf dieser Seite. Hier stehen die Werte, die dort keinen Platz haben.
| Funk | |
|---|---|
| Technik | Bluetooth Low Energy 4.0/4.2, 2.4 GHz |
| Sendeleistung | bis +4 dBm, einstellbar |
| Reichweite | bis 500 m im freien Feld bei +4 dBm |
| Sendetakt | 0.1 bis 10 Sekunden, einstellbar |
| Messung | |
| Temperatur | Auflösung 0.01 °C, Genauigkeit ±0.4 °C als Maximalwert |
| Feuchte | Auflösung 0.01 %, Genauigkeit ±2.5 % von 0 bis 90 %, ±3.5 % von 90 bis 100 % |
| Ansprechzeit Feuchte | 4 Minuten (Herstellerangabe) |
| Betrieb | |
| Betriebsarten | Sendebetrieb mit periodischer Übertragung, Verbindungsbetrieb mit Datenlogger und Batterieabfrage |
| Konfiguration | NFC Typ 2; Firmware über Funk (OTAP) |
| Speisung | 3 V Lithiumzelle, fest eingebaut |
| Konformität | |
| Europa | CE: EN 300 328, EN 301 489, EN 55032, EN 62368-1 |
| USA und Kanada | FCC 15; ISED RSS-247 und ICES-003 |
| Werkstoff | DELRIN (POM C), konform mit 90/128/EWG für Lebensmittelkontakt |
Montage und Standortwahl

Links das Gerät selbst: 57 Millimeter Durchmesser am Sockel, 20 Millimeter hoch, mit einem umlaufenden Rand von 48 Millimetern. Rechts die Halterung des Herstellers, die mit zwei Schrauben von 4.5 Millimetern an die Wand kommt und den Puck dann aufnimmt. Beides zusammen zeigt die zwei Wege: aufkleben oder in eine Halterung setzen. Die Halterung führen wir nicht am Lager, beschaffen sie aber gern mit.
Aufkleben ist der schnellere Weg. Der Hersteller sieht dafür eine Klebescheibe von 53 Millimetern vor. Der Untergrund sollte sauber, trocken und nicht zu kalt sein — Klebstoffe brauchen zum Abbinden Raumtemperatur, was im Kühlraum bedeutet: erst kleben, dann kühlen, nicht umgekehrt.
Zur Standortwahl ein Punkt, der in keinem Datenblatt steht und trotzdem über die Datenqualität entscheidet. Einordnung aus der Anwendungspraxis: Ein Sensor, der flach auf einer Aussenwand oder auf Metall klebt, misst zu einem guten Teil die Temperatur dieser Fläche und nicht die der Luft. Wo es auf den Raumwert ankommt, gehört er deshalb auf eine Innenwand oder mit etwas Abstand montiert. Umgekehrt ist der direkte Kontakt genau richtig, wenn du die Oberflächentemperatur wissen willst — etwa an einer Leitung, bei der es um Kondensation geht.
Die Feuchtemessung braucht Luftaustausch. Die Membran auf der Oberseite darf nicht überklebt, überstrichen oder in eine geschlossene Kiste gesperrt werden, sonst misst der Sensor das Kleinklima seiner Verpackung. Und die Ansprechzeit von vier Minuten heisst: Nach dem Öffnen einer Kühlzelle braucht der Wert seine Zeit, bis er wieder stimmt. Wer daraus eine Alarmschwelle ableitet, sollte diese Verzögerung einrechnen, statt sie für eine Fehlmessung zu halten.
Passendes Zubehör und Alternativen
- Der Empfänger, den du brauchst: Das Minew Outdoor Mobile BLE LTE Gateway nimmt Bluetooth-Beacons auf und leitet sie über Mobilfunk weiter. Es ist der direkteste Weg, aus dem Puck eine Messstelle zu machen, die irgendwo ankommt — auch dort, wo es kein Netz vor Ort gibt.
- Wenn ohnehin ein LoRaWAN-Gateway steht: Das WisGate Connect beherrscht LoRaWAN und Bluetooth im selben Gerät. Wo beide Welten zusammenkommen sollen, spart das ein zweites Gerät und eine zweite Datenstrecke.
- Für die Kühlkette im Fahrzeug: Der Digital Matter Oyster3 ortet den Auflieger und liest zugleich Bluetooth-Sensoren in seiner Nähe mit. Aus Standort und Temperatur wird damit ein gemeinsamer Datensatz je Fahrt.
- Die günstigere Alternative: Der Teltonika Eye BLE Sensor misst ebenfalls Temperatur und Feuchte. Er ist die Wahl, wenn es um Stückzahl bei überschaubaren Anforderungen geht — nicht, wenn Standzeit, Schutzart und Werkstoff den Ausschlag geben.
- Nur die Kennung, ohne Messwerte: Wo es lediglich darum geht, einen Gegenstand wiederzufinden, reicht der Teltonika Eye BLE Beacon. Für Temperatur und Feuchte ist er nicht gemacht.
- Andere Grössen über Bluetooth: Für Füllstände statt Klima führen wir den Ingics iBS09R — dieselbe Bauweise als Beacon, dasselbe Empfangskonzept, andere Messgrösse.
- Eine Antenne brauchst du nicht: Sie ist im Gehäuse eingebaut, und einen Anschluss gibt es nicht. Was die Reichweite bestimmt, ist der Montageort — nicht das Zubehör.
Unterstützung bei der Auslegung
Die Frage, die bei diesem Gerät fast immer zuerst kommt, ist nicht die nach dem Sensor, sondern die nach dem Empfänger: Wie viele Gateways braucht es für deine Fläche, und wo müssen sie hängen? Sag uns, wie gross der Bereich ist und wie viele Messstellen darin liegen — die Einschätzung dazu bekommst du von uns. Für Funkplanung, Vorkonfiguration der Kennungen in Stückzahl und die Inbetriebnahme vor Ort erstellen wir dir gern ein Angebot. Das Datenblatt findest du im Reiter „Dokumente».



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