Der Elsys ERS2 misst, wie es sich in einem Raum anfühlt – Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Helligkeit und ob sich jemand darin bewegt – und funkt die Werte über LoRaWAN an dein System. Kein Kabel, keine Steckdose, keine Wanddurchbrüche: Das flache weisse Gehäuse wird angeschraubt oder geklebt und läuft dann je nach Sendeintervall bis zu zehn Jahre auf zwei Batterien. Eingerichtet wird er per NFC mit dem Smartphone, nicht über Kabel oder Konfigurationsdatei. Elsys baut in Schweden, das Gerät ist LoRa-Alliance-zertifiziert und für das Swisscom-Netz qualifiziert – für Rollouts in Schweizer Liegenschaften ist das der kurze Weg zur Freigabe.
- 4 MesswerteTemperatur, Feuchte, Licht, Bewegung
- bis 10 JahreBatterielaufzeit
- 0.1 °C / 0.1 % rFAuflösung
- NFCEinrichtung per Smartphone
Was den ERS2 im Gebäude auszeichnet
- Vier Messgrössen in einem Gerät: Temperatur und Feuchte für das Raumklima, Helligkeit für Beleuchtung und Beschattung, Bewegung für die tatsächliche Nutzung. Ein Sensor statt vier – das entscheidet bei hundert Räumen über die Wirtschaftlichkeit.
- Einrichtung per NFC statt per Kabel: Smartphone ans Gehäuse halten, Sendeintervall, Datenrate und Schlüssel setzen, fertig. Bei einer Etage voller Sensoren spart das gegenüber jeder anderen Methode einen halben Tag – und alle Geräte bekommen garantiert dieselben Einstellungen.
- Unauffällig statt technisch: Flaches, glattes Gehäuse in Weiss, das in Büro, Schulzimmer oder Wohnraum nicht als Messgerät auffällt. Bei Sensorik in genutzten Räumen ist die Akzeptanz der Nutzer ein echter Faktor.
- Frei konfigurierbar: Abtast- und Sendeintervall sind unabhängig einstellbar, dazu Schwellenwerte, die eine Sofortmeldung auslösen. Du kannst also engmaschig messen und trotzdem sparsam senden – oder bei Überschreitung sofort melden lassen.
- Zertifiziert für den Schweizer Betrieb: LoRa Alliance Certified und Swisscom IoT Qualified. Wer im Swisscom-Netz arbeitet, spart sich die Frage, ob das Gerät zugelassen ist.
- Batterien wechselbar: Zwei handelsübliche Lithiumzellen der Bauform AA, vom Betreiber selbst tauschbar – kein Rückversand, kein Spezialwerkzeug.
Wofür er eingesetzt wird
- Raumklima in Büros und Schulen: Temperatur und Feuchte dokumentieren, statt über gefühlte Zugluft zu diskutieren. Die Messreihe ist die Grundlage jeder Optimierung.
- Belegungsanalyse: Welche Sitzungszimmer werden wirklich genutzt, welche stehen leer? Der Bewegungsmelder liefert die Antwort, ohne einzelne Personen zu erfassen.
- Heizungs- und Lüftungsoptimierung: Ist-Werte aus dem Raum statt Annahmen aus der Zentrale – oft zeigt sich, dass einzelne Zonen dauerhaft überheizt werden.
- Beschattung und Beleuchtung: Der Helligkeitswert steuert Storen und Licht nach tatsächlichem Bedarf statt nach Zeitplan.
- Denkmalschutz und Archive: Temperatur- und Feuchteüberwachung in Räumen, in denen keine Leitung verlegt werden darf.
- Facility Management über viele Liegenschaften: Ein Netz gleicher Sensoren über mehrere Gebäude, zentral ausgewertet – die Stärke von LoRaWAN gegenüber WLAN-Lösungen.
- Grössere Rollouts: Weil Konfiguration und Montage schnell gehen und die Geräte identisch sind, bleibt der Aufwand pro Raum auch bei hundert Räumen gleich.
Damit ist die Auswahl geklärt. Was jetzt folgt, ist die Tiefe für Planung und Betrieb.
Was die einzelnen Messwerte taugen
Temperatur und Feuchte werden mit einer Auflösung von 0.1 Grad beziehungsweise 0.1 Prozent erfasst. Wichtig für die Montage: Der Sensor misst dort, wo er hängt. Über einem Heizkörper, in direkter Sonne oder neben der Tür bekommst du zwar korrekte Messwerte, aber nicht die des Raums. Bewährt hat sich die Innenwand auf etwa anderthalb Metern Höhe, abseits von Lüftungsauslässen.
Der Helligkeitssensor deckt den Bereich ab, der in Innenräumen zählt – von der Dämmerung bis zu hellem Arbeitsplatzlicht, mit einer Genauigkeit von etwa zehn Lux. Für die Steuerung von Licht und Beschattung ist das reichlich. Im direkten Sonnenlicht läuft er in die Begrenzung; wer die tatsächliche Einstrahlung messen will, braucht dafür einen Strahlungssensor.
Der Bewegungsmelder arbeitet passiv über Infrarot und hat nach jeder Auslösung und nach jeder Sendung eine Sperrzeit von rund 30 Sekunden – das verhindert Selbstauslösungen durch geräteinterne Vorgänge. Für dich heisst das: Der Sensor beantwortet zuverlässig die Frage „war hier jemand?», er ist aber kein Personenzähler. Wer wissen will, wie viele Menschen einen Raum betreten, braucht ein anderes Messprinzip.

Erfassungsbereich des Bewegungsmelders: von oben gesehen ein Kegel von rund fünf Metern Reichweite und gut vier Metern Breite, in der Seitenansicht nach unten geneigt. Für die Montage heisst das: Auf etwa anderthalb bis zwei Metern Höhe an der Wand deckt ein Sensor einen normalen Büro- oder Schulraum ab; für längliche Räume oder um Ecken herum braucht es einen zweiten.
Batterielaufzeit richtig planen
Die genannten zehn Jahre sind ein Bestwert, keine Garantie. Vier Faktoren bestimmen die tatsächliche Laufzeit: wie oft gemessen wird, wie oft gesendet wird, wie gut die Funkverbindung ist – bei schwachem Empfang erhöht das Netz den Spreizfaktor und die Sendung dauert länger – und wie warm oder kalt es am Standort ist. Ein Sensor, der stündlich sendet und ein Gateway im selben Gebäude hat, erreicht die Herstellerangabe realistisch. Einer, der alle fünf Minuten sendet und am Rand der Funkabdeckung sitzt, kommt auf einen Bruchteil davon. Plane deshalb mit dem Intervall, das du fachlich wirklich brauchst – für Raumklima genügt in aller Regel eine Messung pro Viertelstunde.
Technische Daten
Die allgemeinen Produktdaten – Schutzart, Batterien, Masse, Gehäuse, Herkunft, Zertifizierungen – findest du in der Detailtabelle weiter unten auf dieser Seite.
| Messwerte | |
|---|---|
| Temperatur | Auflösung 0.1 °C |
| Luftfeuchtigkeit | Auflösung 0.1 % rF |
| Helligkeit | 4 … 2000 Lux, Auflösung 1 Lux, Genauigkeit rund ±10 Lux |
| Bewegung | Passiv-Infrarot, rund 30 s Sperrzeit nach Auslösung und nach jeder Sendung |
| Betrieb | |
| Abtast- und Sendeintervall | unabhängig einstellbar, zusätzlich Schwellenwerte für Sofortmeldungen |
| Konfiguration | NFC per Android-App, alternativ über Downlink aus dem Netz |
| Batterielaufzeit | bis 10 Jahre, abhängig von Intervall, Datenrate und Umgebung |
| Funk | |
| Funktechnologie | LoRaWAN, Semtech-Stack |
| Kanalpläne | EU863-870 für die Schweiz; weitere Regionen ab Werk unterstützt |
Unterstützung bei der Planung
Datenblatt und Anleitungen findest du im Reiter Dokumente oben auf dieser Seite. Du planst eine Installation über mehrere Räume oder Liegenschaften und bist unsicher wegen Gateway-Abdeckung, Sendeintervall oder Anbindung an deine Gebäudeleittechnik? Sprich uns an, bevor du bestellst – gerade beim Intervall lohnt sich ein kurzes Gespräch, weil es direkt auf die Batterielaufzeit durchschlägt. Für Auslegung, Vorkonfiguration und Inbetriebnahme erstellen wir dir gern ein Angebot.


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