Die EVE ER14505V ist die Standardzelle für batteriebetriebene IoT-Geräte – und mit Abstand die meistverkaufte Batterie in unserem Sortiment. Lithium-Thionylchlorid statt Alkaline heisst: Sie hält Jahre statt Monate, arbeitet vom Polarfrost bis in die pralle Sommersonne und verliert im Regal fast nichts an Ladung. Genau deshalb steckt sie in den allermeisten LoRaWAN-Sensoren, die wir ausliefern. Wichtig zu wissen: Sie ist nicht wiederaufladbar und liefert 3.6 Volt statt der 1.5 Volt einer AA-Alkalizelle – sie ersetzt eine gewöhnliche AA also nicht, sondern gehört ausschliesslich in Geräte, die für diesen Zelltyp gebaut sind. Wir führen sie als Lagerartikel und liefern bewusst frische Ware.
- 3.6 VNennspannung
- 2600 mAhKapazität in der Praxis
- −60 … +85 °CBetriebstemperatur
- unter 2 % / JahrSelbstentladung
- Baugrösse AA14505, ohne Lötfahnen
Warum diese Zelle in IoT-Geräten steckt
- Zehn Jahre im Gerät sind realistisch: Die Selbstentladung liegt weit unter der von Alkalizellen. Ein Sensor, der stündlich sendet, überlebt damit locker ein Jahrzehnt – nicht die Batterie gibt zuerst auf, sondern meist das Projekt.
- Spannungslage bleibt stabil bis zum Schluss: Alkalizellen fallen kontinuierlich ab, diese Zelle hält ihre Spannung nahezu bis zur Erschöpfung. Für die Elektronik heisst das gleichbleibende Sendeleistung über die gesamte Lebensdauer.
- Kälte macht ihr nichts aus: Bis −60 °C spezifiziert. Eine Alkalizelle ist bei −20 °C praktisch tot; genau deshalb fallen billig bestückte Aussensensoren im ersten kalten Winter aus.
- Frische Ware statt Regalhüter: Wir achten auf ein Produktionsdatum jünger als ein Jahr. Bei einer Zellchemie, die von langer Lagerfähigkeit lebt, ist das kein Detail: Jedes Jahr im Lager geht von der Standzeit im Gerät ab.
- Robuste Bauweise: Edelstahlgehäuse mit hermetischer Glas-Metall-Durchführung – dicht, auslaufsicher und unempfindlich gegen Erschütterung.
- Standardausführung ohne Anschlüsse: Diese Variante hat gewöhnliche Pole und passt in jeden AA-Batteriehalter. Ausführungen mit Lötfahnen oder Pins gibt es auf Anfrage.
Wo sie zum Einsatz kommt
- LoRaWAN-Sensoren: Der Klassiker – Umwelt-, Füllstands-, Temperatur- und Türsensoren nutzen fast durchweg diese Zelle, viele davon zwei Stück in Serie oder parallel.
- Verbrauchszähler: Wasser-, Gas- und Wärmezähler mit Funkauslesung, wo ein Batteriewechsel den Eichzyklus stören würde.
- Tracker und Ortungsgeräte: Asset-Tracking über Jahre ohne Ladeinfrastruktur.
- Alarm- und Sicherheitstechnik: Rauchmelder, Notrufknöpfe und Türkontakte, die im Ernstfall funktionieren müssen – auch nach Jahren im Ruhezustand.
- Datenlogger und Speicherpufferung: Überall dort, wo eine Uhr oder ein Speicher ohne Netz weiterlaufen muss.
- Ersatzbeschaffung im Rollout: Wer hunderte Sensoren betreibt, plant den Batteriewechsel als Wartungsposten. Wir liefern die passende Menge und halten den Artikel dauerhaft am Lager.
Damit ist die Auswahl geklärt. Was jetzt folgt, ist das Wissen, das im Betrieb den Unterschied macht.
Zwei Eigenheiten, die man kennen sollte
Passivierung – warum eine Zelle „schwach» wirkt, obwohl sie voll ist: Lithium-Thionylchlorid-Zellen bilden während der Lagerung eine dünne Schutzschicht auf dem Lithium. Genau die macht die extrem niedrige Selbstentladung erst möglich. Beim ersten Strombezug bricht die Spannung dadurch kurz ein, bevor sie sich innerhalb von Sekunden bis Minuten wieder fängt. Manche Geräte deuten das als leere Batterie und melden einen Fehler. Das ist kein Defekt: Die Schicht baut sich unter Last von selbst ab. Länger gelagerte Zellen brauchen entsprechend etwas mehr Anlauf – ein weiterer Grund, warum wir auf frische Ware achten.
Die Kapazitätsangabe hängt vom Entladestrom ab: Das Datenblatt nennt 2.7 Ah, gemessen bei nur 1 mA. In der Praxis rechnet man mit rund 2600 mAh, und bei höheren Strömen fällt der nutzbare Wert weiter. Der Hersteller empfiehlt maximal 40 mA Dauerstrom. Kurze Sendespitzen eines LoRaWAN-Moduls liegen darüber – deshalb setzen viele Geräte einen Pufferkondensator oder eine Hybridzelle davor. Wenn du eigene Hardware baust: Diese Zelle ist für kleine Dauerströme und kurze Impulse gemacht, nicht für Dauerlast.
Und eine Folge daraus für den Betrieb: Weil die Spannung bis zum Ende fast konstant bleibt, taugt sie kaum als Füllstandsanzeige. Ein Sensor, der 3.6 Volt meldet, kann noch Jahre laufen – oder in zwei Wochen ausfallen. Wer viele Geräte betreibt, plant den Wechsel deshalb besser nach Betriebsdauer als nach gemeldeter Spannung.
Technische Daten
Die allgemeinen Produktdaten – Baugrösse, Gewicht, Herstellernummer, EAN – findest du in der Detailtabelle weiter unten auf dieser Seite.
| Zellchemie | Lithium-Thionylchlorid (Li-SOCl2), nicht wiederaufladbar |
| Nennspannung | 3.6 V |
| Nennkapazität | 2.7 Ah bei 1 mA, 25 °C, bis 2.0 V Abschaltspannung; in der Praxis rund 2600 mAh |
| Maximaler Dauerstrom | 40 mA (empfohlen) |
| Pulsstrom | bis 150 mA |
| Selbstentladung | unter 2 % pro Jahr |
| Betriebstemperatur | −60 … +85 °C |
| Lagerung | empfohlen bei höchstens 30 °C |
| Aufbau | Edelstahlgehäuse, hermetische Glas-Metall-Durchführung, nicht brennbarer Elektrolyt |
| Ausführung | Standardpole ohne Lötfahnen (Suffix /S); Varianten mit Axial-, Radial-Pins oder Lötfahnen auf Anfrage |
| Transport | Als Einzelzelle nicht als Gefahrgut eingestuft (unter 1 g Lithium pro Zelle) |
Sicherheit und Entsorgung
Nicht laden, nicht kurzschliessen, nicht öffnen, nicht über 100 °C erhitzen und nicht ins Feuer werfen – bei Lithium-Primärzellen ist das keine Formalie, sondern eine echte Brand- und Verätzungsgefahr. Zellen einzeln und mit abgeklebten Polen lagern, damit sie sich nicht gegenseitig kurzschliessen. Beim Wechsel immer alle Zellen eines Geräts gemeinsam ersetzen und niemals alte mit neuen oder verschiedene Fabrikate mischen: Die schwächere Zelle wird sonst von der stärkeren tiefentladen. Ausgediente Zellen gehören in die Batteriesammlung – in der Schweiz nimmt sie jede Verkaufsstelle zurück, wir selbstverständlich auch.
Unterstützung bei der Auswahl
Das Herstellerdatenblatt findest du im Reiter Dokumente oben auf dieser Seite. Du bist unsicher, welche Zelle in dein Gerät gehört, oder brauchst grössere Stückzahlen für einen Rollout? Sprich uns an – wir kennen die Bestückung der meisten Sensoren, die wir führen. Für Auslegung, Vorkonfiguration und Inbetriebnahme erstellen wir dir gern ein Angebot.

Rezensionen
Es gibt noch keine Rezensionen.