Der RAK7590 Field Tester Pad beantwortet die Frage, die vor jedem LoRaWAN-Rollout steht: Trägt das Netz an dieser Stelle wirklich? Er misst dazu nicht nur, ob das Gateway das Gerät hört, sondern auch, ob das Gerät das Gateway hört — beide Richtungen, weil eine einseitige Messung Störungen erst nach der Montage sichtbar werden lässt. Auf dem Sieben-Zoll-Bildschirm laufen die Werte während des Gehens mit, draussen als Wärmekarte, drinnen als Punktwolke. Am Ende steht ein Bericht, den man dem Kunden übergeben kann. Ein Notebook oder ein Zugang zum Netzwerkserver ist dafür nicht nötig.
- Uplink + Downlinkbeide Richtungen gemessen
- 50 Paketegenormter Testlauf in rund 5 Minuten
- 7 Zoll1024 × 600, Touch
- 20 000 mAhüber 11 Stunden Betrieb
- PDF und CSVAusgabe über USB
Was den Field Tester Pad von einem Signalanzeiger unterscheidet
- Er misst in beide Richtungen: Ein einfacher Feldtester zeigt, wie gut das Gateway das Testgerät empfängt. Das ist die halbe Wahrheit — ein Sensor, dessen Uplink ankommt, dessen Bestätigung aber nicht zurückfindet, wiederholt seine Sendungen und leert seine Batterie in Wochen statt Jahren. Hier werden Empfangspegel, Rauschabstand, Paketverlust, Datenrate, Sendeleistung, Zustand der automatischen Datenratenanpassung und der Zeitpunkt des letzten empfangenen Downlinks zusammen erfasst.
- Genormte Testläufe statt Momentaufnahmen: Ein Lauf besteht aus fünfzig Paketen über etwa fünf Minuten. Damit wird sichtbar, wie stark die Werte an einem Punkt schwanken — und genau diese Schwankung entscheidet darüber, ob eine Messstelle im Alltag stabil bleibt. Ein einzelner guter Messwert sagt darüber nichts.
- Dieselbe Methode bei jedem Techniker: Weil der Lauf vorgegeben ist, sind zwei Messungen an verschiedenen Tagen und von verschiedenen Personen vergleichbar. Bei der Abnahme einer Anlage ist das der Unterschied zwischen einer Diskussion und einem Nachweis.
- Drinnen ohne Satellitenempfang: In der Halle gibt es keine Position vom Himmel. Dafür gibt es einen Modus, in dem der Messpunkt von Hand gesetzt wird — die Werte landen dann in einer Punktwolke aus Empfangspegel und Rauschabstand statt auf einer Karte.
- Karten auch ohne Internet: Kartenmaterial lässt sich für mehrere Gebiete vorab laden. Auf einem Werkgelände, in einem Tunnel oder im Berggebiet ist das keine Komfortfrage — dort gibt es schlicht keine Verbindung.
- Beschriftete Messpunkte: Jeder Punkt bekommt eine kurze Kennung und eine Beschreibung. Wer fünfzig Punkte in einem Gebäude misst, findet ohne diese Beschriftung später keinen davon wieder.
- Ausgabe als Bericht oder Rohdaten: PDF mit Diagrammen und Kartenausschnitt für die Übergabe, CSV mit Empfangspegel, Rauschabstand, Datenrate, Position und Zeitstempel für die eigene Auswertung. Beides über einen USB-Stick, ohne Netzwerkzugang.
- Er kommt auch ohne Netzwerkserver-Zugang aus: Wenn der Kunde seine Anmeldedaten nicht herausgibt, liefert die LinkCheck-Betriebsart trotzdem eine Aussage über die Verbindungsqualität. Sonst steht man vor Ort und wartet auf einen Rückruf.
- Ein Arbeitstag am Stück: Der Akku trägt über elf Stunden, nachladen geht über USB-C — auch aus einer Powerbank im Rucksack, während gemessen wird.
Wo er eingesetzt wird
- Abnahme nach der Installation: Der Nachweis, dass die Abdeckung an den vereinbarten Punkten steht — mit Bericht, nicht mit Zusicherung.
- Standortsuche für Gateways: Vor der Montage messen, welcher der drei möglichen Standorte tatsächlich trägt, statt ihn nach Sichtlinie zu wählen.
- Störungssuche: Wenn einzelne Sensoren immer wieder ausfallen, zeigt eine Messung an ihrem Ort, ob es an der Funkstrecke liegt oder am Gerät.
- Hallen, Tiefgaragen und Keller: Genau dort, wo die Rechnung aus dem Planungswerkzeug nichts mehr taugt und nur die Messung hilft.
- Vergleich mehrerer Liegenschaften: Gleiche Methode, gleiche Kennzahlen, vergleichbare Berichte über ein ganzes Portfolio.
- Übergabe an den Betreiber: Der Bericht dokumentiert den Zustand bei der Übergabe — und schützt beide Seiten, wenn später etwas nicht mehr funktioniert.
- Schulung und Vorführung: Der Bildschirm macht sichtbar, was Funk sonst verbirgt; für die Erklärung gegenüber Kunden ist das ein starkes Werkzeug.
- Grosse Rollouts: Bei fünfzig Standorten entscheidet die Wiederholbarkeit. Ein Gerät, das jede Messung gleich durchführt und gleich ausgibt, spart am Ende mehr Zeit als es kostet.
Damit ist die Kaufentscheidung beisammen. Was jetzt folgt, ist die Tiefe für den Einsatz im Feld.
Was die Messwerte bedeuten
Der Empfangspegel sagt, wie stark das Signal ankommt; der Rauschabstand sagt, wie gut es sich vom Untergrund abhebt. Bei LoRaWAN ist der zweite Wert der interessantere, weil das Verfahren noch weit unter dem Rauschen arbeitet — ein Signal mit schwachem Pegel, aber sauberem Abstand ist stabiler als ein starkes in einer verrauschten Umgebung. Dazu kommt die Datenrate: Sie zeigt, welchen Spreizfaktor die automatische Anpassung gewählt hat, und damit indirekt, wie viel Luftzeit jedes Paket dieses Sensors später belegen wird.
Einordnung aus der Anwendungspraxis, keine Herstellerangabe: Für die Planung ist weniger der beste als der schlechteste Wert eines Laufs entscheidend. Wenn fünfzig Pakete zwischen gutem und grenzwertigem Rauschabstand schwanken, ist die Stelle nicht „ausreichend versorgt», sondern instabil — bei Regen, bei geschlossenem Tor oder bei einem parkenden Lastwagen kippt sie. Als Faustregel hat sich bewährt, an kritischen Punkten zusätzlich Reserve einzuplanen, statt die Messung als Grenzwert zu nehmen. Und: Zwischen einem Sommer- und einem Wintermesswert liegen Welten, sobald Laub im Spiel ist.
Ablauf einer Messkampagne
Ein Punkt kostet etwa fünf Minuten Messzeit plus Weg. Für ein Gebäude mit zwanzig Messpunkten ist damit ein halber Tag zu rechnen — deutlich mehr, wenn Türen aufgeschlossen und Räume betreten werden müssen. Das ist keine Schwäche des Geräts, sondern die Folge der genormten Messung; wer schneller sein will, misst weniger Punkte, nicht kürzer.
Bewährt hat sich, die Punkte vorab auf einem Plan festzulegen und zu nummerieren, die Kennungen im Gerät gleich so zu vergeben und die Rohdaten als CSV mitzunehmen. Der PDF-Bericht ist für die Übergabe gedacht; die eigentliche Auswertung — Schwellwerte, Vergleich zwischen Standorten, Verlauf über die Zeit — macht man besser in der Tabellenkalkulation.
Anschlüsse und Bedienung
Alles Wichtige liegt an einer Kante: der Netzwerkanschluss, die Antennenbuchse, die USB-C-Buchse zum Laden und der Einschalter. Auf der Rückseite sitzen der Anschluss für den USB-Stick zum Datenexport und der Steckplatz für die Speicherkarte.

Für den Einsatz heisst das zweierlei. Erstens: Die Antenne ist abnehmbar. Wer die Messung mit einer anderen Antenne wiederholt — etwa mit derjenigen, die der Sensor später tatsächlich hat —, kommt der Wirklichkeit deutlich näher. Zweitens: Geladen wird über dieselbe Buchse, über die auch im Betrieb gespeist werden kann. Eine Powerbank im Rucksack verlängert den Messtag beliebig, ohne die Messung zu unterbrechen.
Technische Daten
Die allgemeinen Produktdaten — Marke, Herstellernummer, Masse, Temperaturbereich — findest du in der Detailtabelle weiter unten auf dieser Seite.
| Messung und Anzeige | |
|---|---|
| Erfasste Grössen | Empfangspegel, Rauschabstand, Paketverlust, Datenrate, Sendeleistung, Zustand der Datenratenanpassung, Zeit seit letztem Downlink |
| Testlauf | 50 Pakete, rund 5 Minuten |
| Bildschirm | 7 Zoll, 1024 × 600, berührungsempfindlich |
| Darstellung | Wärmekarte im Freien, Punktwolke aus Pegel und Rauschabstand für innen |
| Beschriftung | Kennung mit 6 Zeichen, Beschreibung mit 30 Zeichen je Punkt |
| Ausgabe | PDF-Bericht und CSV-Rohdaten über USB |
| Funk und Netz | |
| LoRaWAN | 1.0.3, OTAA, Klasse A |
| Region | EU868 — das ist die Version, die du hier bestellst |
| Netzwerkserver | ChirpStack, The Things Network, AWS IoT Core; WisGateOS 2 mit eigenem Server für Messungen ohne Internet |
| Betriebsart ohne Serverzugang | LinkCheck |
| Antenne | extern, SMA |
| Gerät | |
| Plattform | RAK10701-Pad auf Raspberry Pi CM4 |
| Akku | 20 000 mAh, über 11 Stunden |
| Weitere Schnittstellen | WLAN, Gigabit-Ethernet, Bluetooth für Zubehör, USB-A für den Datenexport, microSD für Firmware |
| Betriebstemperatur | −20 … +40 °C, Lagerung −20 … +60 °C |
Feldtestgeräte im Vergleich
Wir führen drei Geräte für dieselbe Aufgabe in unterschiedlicher Tiefe.
| Modell und wofür es gemacht ist | |
|---|---|
| RAK7590 Field Tester Pad | beide Funkrichtungen, genormte Läufe, Karten und Berichte — für Abnahme und Dokumentation |
| RAK10701-Plus | Handgerät derselben Familie mit kleinem Bildschirm — für die schnelle Prüfung unterwegs |
| Adeunis Field Test Device | der Klassiker im Kittel: robust, einfach, ohne Kartenfunktion |
| Milesight Field Tester | Handgerät mit eigener Auswertung in der Milesight-Umgebung |
Unterstützung und Zubehör
Anleitung, Firmware und die Beschreibung der Messverfahren liegen im Reiter „Dokumente». Welches der vier Feldtestgeräte zu deiner Aufgabe passt, sagen wir dir gern vorab — das hängt vor allem daran, ob du einen Bericht abgeben musst oder nur schnell nachsehen willst. Wenn du eine ganze Messkampagne planst, die Auswertung an eure Vorlagen anpassen oder Techniker einweisen willst, erstellen wir dir dafür ein Angebot.






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