Das Field Test Device beantwortet die Frage, die vor jedem LoRaWAN-Projekt steht: Habe ich an dieser Stelle Empfang – und wie gut? Das Gerät sendet auf Knopfdruck ein Testpaket, zeigt auf dem Display sofort, ob es angekommen ist, mit welcher Signalqualität und über wie viele Kanäle, und merkt sich per GPS, wo gemessen wurde. Statt Sensoren zu montieren und danach festzustellen, dass im Keller nichts durchkommt, weisst du das vorher. Ein Nachmittag mit dem FTD erspart in der Regel mehr Aufwand, als das Gerät kostet – und wer es nur einmal braucht, mietet es bei uns.
- sofortErgebnis auf dem Display
- RSSI · SNR · PERgemessene Grössen
- 100Messungen im Speicher
- GPSMesspunkt wird verortet
Was das FTD leistet
- Antwort in Sekunden, nicht im Nachhinein: Taste drücken, Paket senden, Ergebnis ablesen. Kein Laptop, keine Auswertung im Büro – die Entscheidung über den Montageort fällt vor Ort.
- Es misst beide Richtungen: Neben dem Uplink wird auch die Antwort des Netzes ausgewertet. Ein Sensor, dessen Uplink ankommt, der aber keine Downlinks empfängt, lässt sich nicht mehr umkonfigurieren – dieser Fall bleibt bei einfacheren Testern unsichtbar.
- Signalqualität statt Balkenanzeige: Empfangspegel, Signal-Rausch-Abstand und Paketverlustrate zusammen ergeben ein belastbares Bild. Ein starkes, aber verrauschtes Signal ist schlechter als ein schwaches und sauberes – das zeigt nur der SNR-Wert.
- Messpunkte werden verortet: Über GPS wird jede Messung mit Koordinaten gespeichert. Aus einer Begehung entsteht so eine Abdeckungskarte statt einer Erinnerung.
- Antennenmodus für den Realitätscheck: Ein Modus emuliert das Verhalten eines Geräts mit kleiner Platinenantenne. Das ist wichtig, weil das FTD selbst besser empfängt als der Sensor, der später dort hängt – ohne diesen Modus misst man sich die Abdeckung schön.
- Die letzten 100 Messungen mitnehmen: Über den IoT Configurator oder AT-Befehle lassen sich die Daten auf PC oder Smartphone laden und dem Kunden als Dokumentation übergeben.
Wo es eingesetzt wird
- Standortprüfung vor der Installation: Der Hauptfall – reicht das Netz an genau dieser Stelle für den geplanten Sensor?
- Gateway richtig platzieren: In einem eigenen Netz mit dem FTD durchs Gebäude gehen und den Standort finden, der die meisten Messpunkte abdeckt.
- Abnahme und Nachweis: Nach der Installation dokumentieren, dass die Abdeckung an allen Sensorpositionen stimmt.
- Fehlersuche im Betrieb: Ein Sensor sendet nicht mehr – liegt es am Gerät oder an der Abdeckung? Das FTD trennt die beiden Fälle an Ort und Stelle.
- Keller, Schächte, Technikräume: Genau dort, wo LoRaWAN an seine Grenzen kommt und Schätzen nicht funktioniert.
- Angebotsphase: Vor der Offerte messen, statt hinterher über Nachträge zu diskutieren.
Damit ist die Auswahl geklärt. Was jetzt folgt, ist die Tiefe für die Anwendung.
Verfügbare Ausführungen
| Inkl. Konnektivität von Swisscom | Im Swisscom-LPN registriert, misst ab Werk das öffentliche Schweizer Netz. Die Wahl, wenn du für Kunden auf Swisscom-Basis planst. |
| Ohne Konnektivität | Für eigene Gateways, private Netze und The Things Network. Die Schlüssel trägst du im Netzwerkserver und im Gerät selbst ein. |
Wie man richtig misst
Die häufigste Fehlerquelle ist die Höhe. Wer das Gerät auf Brusthöhe hält und dort ein gutes Ergebnis bekommt, hat noch nichts über den Sensor gesagt, der später hinter einer Metalltür in Bodennähe sitzt. Miss dort, wo das Gerät tatsächlich hängen wird, und in derselben Ausrichtung – die Antenne strahlt nicht in alle Richtungen gleich.
Der zweite Punkt ist der Spreizfaktor. LoRaWAN passt die Übertragung automatisch an: Bei schlechtem Empfang wird langsamer und robuster gesendet, was Reichweite bringt, aber auch mehr Strom kostet und die Sendezeit verlängert. Eine Messung, die nur „angekommen» meldet, verschweigt, ob das Paket mühelos oder gerade eben durchkam. Genau deshalb lohnt der Blick auf den Signal-Rausch-Abstand: Ein Wert nahe der Empfindlichkeitsgrenze bedeutet, dass ein Sensor an dieser Stelle im Winter oder bei Regen ausfallen wird. Plane mindestens 6 bis 10 dB Reserve ein.
Zur Paketverlustrate: Eine einzelne erfolgreiche Übertragung sagt wenig. Lass an kritischen Punkten mehrere Messungen laufen – erst der Anteil verlorener Pakete zeigt, ob die Verbindung stabil ist oder zufällig einmal funktioniert hat.
Technische Daten
Die allgemeinen Produktdaten – Marke, Herstellernummer, Zertifizierungen – findest du in der Detailtabelle weiter unten auf dieser Seite.
| Funk | LoRaWAN EU863-870 |
| Anzeige | Uplink, Downlink, Kanäle, RSSI, SNR, Paketverlustrate, GPS, Temperatur |
| Sendeleistung | 23 dBm abgestrahlt |
| Empfindlichkeit | −140 dBm |
| Speicher | letzte 100 Messungen, Auslesen per IoT Configurator oder AT-Befehle |
| Betriebsarten | vereinfachte Anzeige zur schnellen Beurteilung, Antennenmodus zur Emulation einer Platinenantenne |
| Stromversorgung | eingebauter, wiederaufladbarer Akku |
| Abmessungen | 180 × 72 × 21 mm |
| Betriebstemperatur | −20 … +40 °C |
| Konformität | Richtlinie 2014/53/EU (RED) |
Kaufen oder mieten
Wenn du das Gerät nur für eine einzelne Begehung brauchst, lohnt der Kauf selten – wir vermieten das FTD für Messungen im Swisscom-LPN. Sag uns, für welchen Zeitraum und welches Netz du misst; wir klären, ob Miete oder Kauf für dich günstiger ist, und unterstützen bei der ersten Begehung, wenn du das Verfahren noch nicht kennst. Für Auslegung, Vorkonfiguration und Inbetriebnahme erstellen wir dir gern ein Angebot.



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