Das RAK7268CV2 WisGate Edge Lite 2+ ist unser meistverkauftes LoRaWAN-Gateway – und das aus einem einfachen Grund: Es bringt alles mit, was man für den Start eines Sensornetzes braucht, ohne dass man vorher eine Serverlandschaft aufbauen muss. Acht Kanäle empfangen die Sensoren, der eingebaute Netzwerkserver verarbeitet sie direkt im Gerät, und für die Anbindung nach aussen stehen Ethernet, WLAN und Mobilfunk zur Wahl. Eingerichtet wird es über eine Weboberfläche im Browser, nicht über Kommandozeile. Reisst die Verbindung ab, puffert es die empfangenen Daten und liefert sie nach. Für ein Gebäude, einen Betrieb oder ein Pilotprojekt ist das der kürzeste Weg von null zu einem laufenden LoRaWAN-Netz.
- 8 Kanälegleichzeitig empfangen
- −139 dBmEmpfangsempfindlichkeit
- 3 Wtypische Leistungsaufnahme
- LTE Cat 4Mobilfunk als Rückweg
- PoEStrom über das Netzwerkkabel
Warum gerade dieses Gateway so oft gewählt wird
- Netzwerkserver schon eingebaut: Du kannst Sensoren direkt am Gateway anmelden und die Daten per MQTT abholen – ohne externen Netzwerkserver, ohne Abo, ohne Cloud-Konto. Für einen Standort ist das oft alles, was es braucht. Wer später auf The Things Stack oder ChirpStack wechseln will, stellt schlicht um.
- Drei Wege ins Internet: Ethernet, WLAN oder Mobilfunk. Gerade der LTE-Weg macht Standorte erschliessbar, an denen es keinen Netzwerkanschluss gibt – Trafostation, Lagerhalle, Baustelle.
- Strom über das Netzwerkkabel: Mit PoE brauchst du am Montageort keine Steckdose. Das klingt banal, entscheidet aber oft darüber, ob das Gateway an den funktechnisch besten Platz kommt oder an den nächstbesten mit Stromanschluss.
- Datensicherung bei Verbindungsabbruch: Fällt die Verbindung aus, puffert das Gateway die empfangenen Pakete und liefert sie nach, statt sie zu verwerfen. Auf der Speicherkarte landen zusätzlich die Protokolle – Gold wert, wenn im Nachhinein jemand fragt, warum ein Sensorwert fehlt.
- Einrichtung über den Browser: Das Gateway spannt zur Konfiguration ein eigenes WLAN auf. Verbinden, Oberfläche öffnen, einrichten – ohne Kabel, ohne Konsole, ohne Vorwissen über OpenWRT.
- Sparsam im Dauerbetrieb: Rund drei Watt. Ein Gateway läuft rund um die Uhr, über ein Jahr gerechnet ist das ein spürbarer Unterschied zu leistungshungrigeren Geräten.
- Fernwartung eingebaut: Konfiguration, Firmware-Updates und Überwachung lassen sich zentral erledigen – wichtig, sobald mehr als eine Handvoll Gateways im Feld stehen.
Wo es eingesetzt wird
- Erstes Netz im Gebäude: Ein Gateway deckt in üblicher Bauweise mehrere Stockwerke ab – für Raumklima, Zähler oder Türsensoren reicht das meist für die ganze Liegenschaft.
- Betriebe und Produktion: Maschinen- und Anlagenüberwachung, ohne dass für jeden Sensor eine Leitung gezogen wird.
- Landwirtschaft: Bodenfeuchte, Wetter, Silofüllstände – mit LTE als Rückweg auch dort, wo kein Netzwerk liegt.
- Gemeinden und Werke: Wasserzähler, Füllstände, Umweltdaten im eigenen Netz statt über fremde Infrastruktur.
- Pilotprojekte und Entwicklung: Schnell aufgebaut, vollständig konfigurierbar – ideal, um ein Konzept zu prüfen, bevor grössere Summen fliessen.
- Ergänzung öffentlicher Netze: Wo die Abdeckung von Swisscom oder The Things Network endet, schliesst ein eigenes Gateway die Lücke.
Damit ist die Auswahl geklärt. Was jetzt folgt, ist die Tiefe für Planung und Betrieb.
Was ein eingebauter Netzwerkserver bedeutet – und wo seine Grenze liegt
In einem LoRaWAN-Netz macht das Gateway zunächst nur eines: Es empfängt Funkpakete und reicht sie weiter. Erst der Netzwerkserver entschlüsselt sie, verwaltet die Geräteschlüssel und entscheidet, was mit den Daten geschieht. Üblicherweise läuft er ausserhalb – bei The Things Stack, ChirpStack oder einem Anbieter. Dieses Gateway bringt ihn mit, was den Einstieg drastisch verkürzt: Sensoren anlegen, Daten per MQTT abholen, fertig.
Die Grenze zeigt sich, sobald ein zweites Gateway dazukommt. Empfangen zwei Gateways dasselbe Sensorpaket – was normal und erwünscht ist – müsste ein gemeinsamer Netzwerkserver die Dubletten aussortieren. Mit je einem eigenen Server pro Gateway funktioniert das nicht sauber. Sobald du also mehr als einen Standort abdeckst oder Überlappung planst, wechselst du sinnvollerweise auf einen zentralen Netzwerkserver und betreibst die Gateways nur noch als Empfänger. Der eingebaute Server ist der ideale Start, nicht das Endziel – und das Umstellen ist eine Sache von Minuten.
Antenne und Aufstellung
Die LoRa-Antenne ist aussen angeschraubt und damit austauschbar – das ist wichtiger als die meisten Datenblattwerte. Ein Gateway im Keller mit Standardantenne bringt weniger als eines im obersten Stock, und eine Antenne mit mehr Gewinn bringt zusätzliche Reichweite in der Fläche, dafür weniger nach oben und unten. Für ein mehrstöckiges Gebäude ist die mitgelieferte Antenne meist die bessere Wahl, für flache Areale eine mit höherem Gewinn. Praktischer Rat: Das Gateway möglichst hoch und frei aufstellen, Abstand zu Metallflächen und Betondecken halten, und vor der Montage von hundert Sensoren einen Testlauf an der ungünstigsten Stelle machen.
Zum Senderecht: Im 868-MHz-Band gilt eine gesetzliche Begrenzung der Sendezeit. Für die Sensoren spielt das kaum eine Rolle, für das Gateway schon – es antwortet auf Anmeldungen und Bestätigungen. Wer viele Geräte gleichzeitig neu anmeldet oder bestätigte Übertragungen einsetzt, stösst irgendwann an diese Grenze. In der Praxis heisst das: Bestätigte Nachrichten sparsam verwenden und Rollouts nicht alle Geräte auf einmal einbuchen lassen.
Technische Daten
Die allgemeinen Produktdaten – Schutzart, Masse, Anschlüsse, Speicher, Zertifizierungen, unterstützte Bänder – findest du in der Detailtabelle weiter unten auf dieser Seite.
| LoRaWAN | |
|---|---|
| Kanäle | 8, Konzentrator Semtech SX1302 |
| Sendeleistung | max. 27 dBm |
| Empfangsempfindlichkeit | −139 dBm |
| LoRaWAN-Version | 1.0.3, Geräteklassen A und C |
| Netzwerkserver | eingebaut, dazu MQTT-Bridge mit TLS; alternativ Betrieb an externem Server |
| Datensicherung | Zwischenspeicher für empfangene Pakete, Protokolle auf Speicherkarte |
| Anbindung | |
| Ethernet | 100 Mbit/s mit PoE nach 802.3af |
| WLAN | 2.4 GHz (802.11b/g/n), auch als Zugangspunkt für die Einrichtung |
| Mobilfunk | LTE Cat 4, interne Antenne, Nano-SIM |
| Betrieb | |
| Stromversorgung | 12 V Gleichspannung oder PoE |
| Leistungsaufnahme | rund 3 W typisch |
| Lagertemperatur | −40 … +85 °C |
| Luftfeuchtigkeit | 0 … 95 % rF, nicht kondensierend |
| Montage | Aufstellen, Wandmontage oder Hutschiene |
| Antennen | LoRa aussen über RP-SMA (austauschbar), WLAN und LTE intern |
Welche Variante passt zu dir?
Die WisGate-Familie unterscheidet sich vor allem darin, wie das Gateway ins Internet kommt und wie es mit Strom versorgt wird. Alle hier aufgeführten Modelle führen wir selbst – die Verfügbarkeit siehst du jeweils auf der Produktseite.
| Modell | Mobilfunk | Wofür es gemacht ist |
|---|---|---|
| RAK7268CV2 Edge Lite 2+ (diese Seite) | ja, interne Antenne | Der Allrounder: Ethernet, WLAN und LTE an Bord, PoE-fähig. Für die meisten Installationen die richtige Wahl. |
| RAK7268 Edge Lite 2 mit externen LTE-Antennen | ja, externe Antennen | Wenn der Mobilfunkempfang am Aufstellort schwach ist – die Antennen lassen sich an eine bessere Stelle verlegen. |
| RAK7268 Edge Lite 2 | nein | Wenn ein Netzwerkanschluss vorhanden ist. Gleiche LoRaWAN-Leistung, günstiger. |
| WisGate Edge Lite 2 Non-LTE, 9–24 V | nein | Für Schaltschrank, Fahrzeug oder Solarversorgung – nimmt jede Gleichspannung zwischen 9 und 24 Volt. |
| RAK7266 Soho Lite | ja | Die kompakte Variante fürs kleine Netz oder den Einstieg. |
| RAK7267 Soho Pro | ja | Mehr Ausstattung im selben Formfaktor, wenn du zusätzliche Schnittstellen brauchst. |
| WisGate Edge Prime RAK7240CV2 | ja | Das Aussenmodell mit wetterfestem Gehäuse – wenn das Gateway selbst ins Freie muss. |
Frequenzvarianten
Du erhältst bei uns die europäische Ausführung für 868 MHz – die einzige, die in der Schweiz und in der EU betrieben werden darf. Varianten für andere Regionen beschaffen wir auf Anfrage.
| Band | Region | Verfügbarkeit |
|---|---|---|
| EU868 | Europa, Schweiz | Das ist die Version, die du hier bestellst |
| US915, AU915, AS923, KR920, IN865, RU864, EU433, CN470 | übrige Regionen | auf Anfrage |
Unterstützung beim Aufbau
Datenblatt und Anleitungen findest du im Reiter Dokumente oben auf dieser Seite. Du baust dein erstes LoRaWAN-Netz auf und bist unsicher bei Antennenwahl, Standort oder der Frage, ob der eingebaute Netzwerkserver für dein Vorhaben reicht? Sprich uns an – diese Fragen klären sich in zehn Minuten Gespräch, während eine falsche Entscheidung Wochen kosten kann. Und wenn daraus ein Projekt wird — Auslegung, Vorkonfiguration oder Inbetriebnahme —, erstellen wir dir gern ein Angebot dafür.




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