Die EVE ER14335 ist die Zelle, die in vielen LoRaWAN-Sensoren steckt und die man genau einmal alle paar Jahre braucht — dann aber sofort. Sie hat die Baugrösse 2/3 AA, liefert 3.6 Volt und gehört zur Familie der Lithium-Thionylchlorid-Zellen: die Bauart, die in der Sensorik verwendet wird, weil sie über Jahre kaum von selbst entlädt und ihre Spannung bis kurz vor Schluss hält. Eine gewöhnliche Alkalizelle kann das nicht — sie verliert Spannung von Anfang an und ist bei Kälte schnell am Ende.
- 3.6 VLithium-Thionylchlorid
- 2/3 AAER14335
- −55 … +85 °CEinsatzbereich
Warum in Sensoren genau diese Bauart steckt
- Die Spannung bleibt flach: Eine Thionylchloridzelle hält ihre 3.6 Volt fast bis zum Schluss und fällt dann rasch ab. Für ein Funkgerät ist das ideal — es arbeitet die ganze Standzeit unter gleichen Bedingungen, statt mit sinkender Sendeleistung langsam schwächer zu werden.
- Sie entlädt sich kaum von selbst: Das ist der Grund, warum ein Sensor fünf oder zehn Jahre laufen kann. Bei einer Alkalizelle wäre ein erheblicher Teil der Kapazität schon weg, bevor das Gerät sie überhaupt gebraucht hat.
- Kälte macht ihr wenig aus: Bis −55 °C nutzbar. Ein Sensor im Kühlhaus oder auf dem Dach fällt damit im Winter nicht aus — bei Alkalizellen ist genau das der häufigste Ausfallgrund.
- Kleiner als eine AA-Zelle: Die Baugrösse 2/3 AA ist kürzer und passt dort, wo der Hersteller den Platz knapp gehalten hat. Eine normale AA-Zelle geht dort nicht hinein — auch wenn Spannung und Chemie stimmen.
Wo sie gebraucht wird
- Milesight WS101: Der Smart Button und die rote SOS-Ausführung laufen mit dieser Zelle.
- Kompakte LoRaWAN-Sensoren: Überall dort, wo für eine volle AA-Zelle kein Platz ist.
- Zählerelektronik: Wasser- und Wärmezähler mit Funkauslesung verwenden diese Baugrösse häufig.
- Vorrat für den Bestand: Wer fünfzig Geräte betreibt, hält die passende Zelle im Regal — der Wechsel kommt bei allen etwa gleichzeitig.
- Ersatz nach dem Winter: Geräte, die im Frühjahr auffällig werden, brauchen meist nur eine neue Zelle.
Warum eine Alkalizelle kein Ersatz ist
Einordnung aus der Anwendungspraxis, keine Herstellerangabe: In einem LoRaWAN-Sensor zieht der Sendevorgang für Sekundenbruchteile ein Vielfaches des Ruhestroms. Eine Alkalizelle bricht bei diesen kurzen Spitzen in der Spannung ein — besonders in der Kälte und gegen Ende ihrer Lebensdauer. Das Gerät meldet dann „Batterie leer», obwohl rechnerisch noch Kapazität vorhanden wäre, oder es startet mitten im Senden neu. Deshalb bauen die Hersteller Thionylchloridzellen ein und geben ihre Standzeiten auch nur dafür an. Wer eine Alkalizelle einlegt, bekommt nicht einfach eine kürzere Laufzeit, sondern ein Gerät mit unzuverlässigem Verhalten.
Zweiter Punkt aus der Praxis: Diese Zellen bilden bei langer Lagerung eine Passivierungsschicht, die den ersten Stromfluss kurz bremst. Ein Gerät, das nach dem Einlegen einer lang gelagerten Zelle nicht sofort startet, ist deshalb nicht defekt — meist genügt ein zweiter Versuch nach ein paar Minuten.
Technische Daten
Die allgemeinen Produktdaten — Baugrösse, Typ, Marke — findest du in der Detailtabelle weiter unten auf dieser Seite.
| Zelle | |
|---|---|
| Bauart | Lithium-Thionylchlorid, nicht wiederaufladbar |
| Nennspannung | 3.6 V |
| Baugrösse | 2/3 AA (ER14335) |
| Temperaturbereich | −55 … +85 °C |
Unterstützung
Wenn du unsicher bist, welche Zelle in dein Gerät gehört: Sag uns Hersteller und Modell oder die Nummer auf der alten Zelle, dann sagen wir dir, welche passt — das gehört zur Kaufberatung. Für die Ausrüstung eines ganzen Gerätebestands, den Wechsel vor Ort oder die Entsorgung der Altzellen erstellen wir dir gern ein Angebot.

Rezensionen
Es gibt noch keine Rezensionen.