Das RSZ-20 ist das Ventil, das zu einem funkgesteuerten Wasserabsperrer gehört — der Teil, den kein Funkmodul mitbringt. Es ist bistabil: Ein kurzer Stromimpuls öffnet es, ein Impuls mit umgekehrter Polarität schliesst es, und dazwischen hält es seine Stellung ohne jeden Strom. Genau deshalb lässt es sich jahrelang aus einer Batterie betreiben, während ein gewöhnliches Magnetventil dieselbe Batterie in Stunden leert. Der Körper ist Messing, das Gewinde ein zölliges Innengewinde nach ISO 228, und die Spule ist auf die Impulsausgänge batteriebetriebener LoRaWAN-Aktuatoren wie den Strega SV2 abgestimmt.
- bistabilhält die Stellung stromlos
- DN20Nennweite, G 3/4 Zoll Innengewinde
- 0.3 bis 8 barBetriebsdruck
- 12 V DC, 44 OhmSpule, 30 ms Impuls
- MessingVentilkörper, NBR-Dichtung
Was das RSZ-20 auszeichnet
- Es braucht Strom nur zum Umschalten: Ein Impuls von dreissig Millisekunden genügt, danach hält ein Dauermagnet die Stellung. Ein selbsthaltendes Ventil ist die Voraussetzung dafür, dass eine Absperrung überhaupt mit Batterie betrieben werden kann.
- Die Spule passt zu batteriebetriebenen Aktuatoren: Die 12-Volt-Ausführung hat 44 Ohm Spulenwiderstand und zieht im Impuls rund ein Viertel Ampere. Impulsausgänge wie der des Strega SV2 sind auf diese Grössenordnung ausgelegt.
- Messing statt Kunststoff: Ein Ventilkörper aus Messing verträgt Frost-Tau-Wechsel, Druckschläge und Montagekräfte, die einen Kunststoffkörper irgendwann aufreissen. Bei einer Absperrung am Hausanschluss ist das der Unterschied zwischen einem Bauteil und einem Verbrauchsmaterial.
- Zölliges Gewinde nach ISO 228: G 3/4 Zoll Innengewinde auf beiden Seiten — das Mass, das an schweizerischen und europäischen Hausanschlüssen, Gartenleitungen und Verteilern verbaut ist. Kein NPT, keine Adapterkette.
- Zwanzig Millimeter freier Querschnitt: Der Durchgang ist so gross wie die Nennweite, der Durchflussbeiwert liegt bei 7.6. Ein Ventil, das die Leitung verengt, kostet Druck an jeder Zapfstelle dahinter.
- Zweipolige Steckverbindung am Kabel: Die Spule ist über ein kurzes Kabel mit wasserdichtem Zweipolstecker angeschlossen. Der Aktuator lässt sich damit tauschen, ohne das Ventil aus der Leitung zu nehmen.
- Dieselbe Bauart, die Strega selbst einsetzt: Der belgische Hersteller der SV2-Aktuatoren bezieht diese Ventile seit 2022 vom selben Werk. Das ist keine Kompatibilitätsaussage auf dem Papier, sondern gelebte Praxis.
- Sieben Baugrössen, eine Bauart: Die Reihe geht von 3/8 bis 2 Zoll. Wer heute DN20 verbaut und morgen eine Hauptleitung absperren muss, bleibt beim gleichen Ansteuerprinzip und beim gleichen Aktuator.
Wo das RSZ-20 eingesetzt wird
- Ferngesteuerte Wasserabsperrung: Hausanschluss, Steigleitung oder Aussenzapfstelle per Funk schliessen, ohne jemanden in den Keller zu schicken.
- Leckageschutz: Zusammen mit einem Wassermelder wird aus der Meldung eine Handlung — das Ventil schliesst, bevor der Estrich nass ist.
- Bewässerung von Grünflächen und Bäumen: Der ursprüngliche Einsatzzweck dieser Ventilreihe. Mehrere Stränge einzeln schalten, batteriebetrieben, ohne Stromanschluss im Feld.
- Leerstehende Objekte: Ferienwohnungen und Zweitwohnungen in der Zwischensaison drucklos halten und vor der Anreise wieder öffnen.
- Baustellen und Provisorien: Wasserentnahme zeitlich begrenzen, ohne eine Installation zu bauen, die danach wieder rückgebaut wird.
- Brunnen und öffentliche Anlagen: Saisonale Abschaltung nach Kalender statt nach Rundgang.
- Rollouts in der Liegenschaftsverwaltung: Ein Ventiltyp über viele Objekte, ein Aktuator, ein Ersatzteil — der Unterhalt wird planbar statt individuell.
Passt das RSZ-20 zu Deinem Vorhaben?
Ja, wenn ein batteriebetriebener Funkaktuator ein Ventil in DN20 schalten soll und die Leitung ein zölliges Gewinde hat. Das ist der Normalfall am Hausanschluss und in der Gartenbewässerung.
Achte auf die Spannungsausführung. Die Reihe gibt es ab Werk auch mit 6-Volt-Spule; die hat 9 Ohm und zieht im Impuls mehr als ein halbes Ampere. Aktuatoren wie der Strega SV2 verlangen mehr als 10 Ohm — dafür ist die hier angebotene 12-Volt-Ausführung mit 44 Ohm gemacht. Die Verwechslung fällt erst bei der Inbetriebnahme auf. Diese Einordnung stammt aus der Anwendungspraxis und den Angaben des Aktuatorherstellers, nicht aus dem Ventildatenblatt.
Ein bistabiles Ventil hat keine Ruhestellung. Fällt die Steuerung aus, während das Ventil offen ist, bleibt es offen — es gibt keine Feder, die zurückstellt. Wo ein stromloser Zufall zwingend zu „geschlossen» führen muss, gehört ein federrückgestelltes Ventil hin, und das braucht Dauerstrom.
Der Aktuator ist nicht dabei. Das Ventil hat keine Elektronik und keinen Funk. Es braucht eine Steuerung, die den Umpolimpuls erzeugt.
Es ist kein Trinkwasser-Zulassungsartikel für die Schweiz. Der Hersteller führt eine Reihe internationaler Zeichen; eine SVGW-Zulassung liegt uns nicht vor. Für Anlagen, die eine solche verlangen, ist das vorab zu klären.
Keine Schutzart für diese Spannungsausführung. Das Datenblatt nennt für die 12-Volt-Spule keinen IP-Wert. Das Kabel hat einen wasserdichten Stecker, der Einbau im Freien ohne Schacht oder Gehäuse ist damit trotzdem nicht belegt.
Damit hast Du die Kaufentscheidung beisammen. Was jetzt folgt, ist die Tiefe für Auslegung, Ansteuerung und Montage.
Warum bistabil der einzige Weg zur Batterie ist
Ein gewöhnliches Magnetventil hält seine Stellung, solange Strom durch die Spule fliesst. Drei Watt klingen nach wenig, sind aber über einen Tag rund 72 Wattstunden — mehr, als eine Lithium-Rundzelle insgesamt liefert. Ein batteriebetriebenes Ventil dieser Bauart wäre nach Stunden leer. Deshalb arbeiten alle funkgesteuerten Absperrungen mit selbsthaltenden Ventilen: Die Spule wird nur für die Dauer des Umschaltens bestromt, ein Dauermagnet hält den Anker danach in seiner Lage, und die Energie für einen Schaltvorgang liegt im Bereich von Millijoule statt Wattstunden.
Die Richtung bestimmt die Polarität. Ein Impuls in der einen Richtung zieht den Anker in die offene Lage, ein Impuls in der anderen Richtung in die geschlossene. Der Aktuator braucht dafür eine Ausgangsstufe, die umpolen kann — eine H-Brücke — und einen Kondensator, der den Impulsstrom liefert, weil eine Lithium-Thionylchlorid-Zelle ihn nicht ohne Weiteres aus dem Stand bereitstellt. Daraus folgt die Anforderung an den Spulenwiderstand: Je niederohmiger die Spule, desto höher der Impulsstrom, den die Ausgangsstufe verkraften muss.
Für die Auslegung heisst das zweierlei. Erstens ist die Zahl der Schaltvorgänge je Batterie die interessante Grösse, nicht die Leistungsaufnahme — und sie liegt bei diesen Ventilen so hoch, dass in der Praxis die Selbstentladung der Batterie und nicht das Schalten das Ende bestimmt. Zweitens muss die Ventilspule zum Aktuator passen und nicht umgekehrt; der Aktuator ist das teurere und weniger austauschbare Teil. Diese Einordnung stammt aus der Anwendungspraxis und ist als Auslegungshilfe zu verstehen, nicht als Zusage des Herstellers.
Ansteuerung und Verkabelung
Das Ventil kommt mit einem kurzen Kabel und einem zweipoligen wasserdichten Stecker. Angeschlossen wird es an den Impulsausgang des Aktuators; eine Polung „richtig herum» gibt es beim Einbau nicht, weil beide Richtungen benutzt werden — vertauschte Adern drehen lediglich die Bedeutung von Auf und Zu um. Das fällt beim ersten Schaltversuch auf und ist in der Konfiguration des Aktuators oder durch Tauschen der Adern in einer Minute erledigt.
Die Impulsdauer beträgt dreissig Millisekunden. Kürzere Impulse können den Anker nicht sicher umsetzen, längere kosten nur Energie. Aktuatoren mit einstellbarer Impulsdauer werden auf diesen Wert gestellt; der Strega SV2 bringt die passende Voreinstellung mit, weil er für dieselbe Ventilfamilie entwickelt wurde.
Ein Punkt, der bei der ersten Inbetriebnahme regelmässig Zeit kostet: Ein bistabiles Ventil gibt keine Rückmeldung über seine Stellung. Der Aktuator weiss nur, welchen Impuls er zuletzt gesendet hat. Wer sicher sein will, dass tatsächlich geschlossen wurde, braucht eine zweite Grösse — einen Durchflusszähler, einen Drucksensor oder schlicht den Zählerstand. Für eine Leckageabschaltung ist das kein Luxus, sondern der Unterschied zwischen einer Meldung und einer Bestätigung.
Technische Spezifikationen
Allgemeine Geräteangaben — Nennweite, Anschluss, Werkstoff, Masse, Gewicht, Herkunftsland und Bestellnummer — stehen in der Detailtabelle weiter unten auf dieser Seite. Hier nur, was dort keinen Platz hat.
| Hydraulik | |
|---|---|
| Bauart | 2-Wege-Magnetventil, bistabil selbsthaltend, direkt gesteuert |
| Durchgang | 20 mm |
| Durchflussbeiwert | Cv 7.6 |
| Betriebsdruck | 0.3 bis 8 bar |
| Medien | Luft, Wasser, Flüssigkeiten |
| Medientemperatur | -10 bis 80 °C |
| Dichtwerkstoff | NBR |
| Ventilkörper | Messing HPb59-1A |
| Elektrisch | |
| Spule | 12 V DC, 3 W |
| Spulenwiderstand | 44 Ohm |
| Impulsstrom | mindestens 250 mA |
| Impulsdauer | 30 ms |
| Anschluss | Kabel mit zweipoligem wasserdichtem Stecker, Bauform 09B-1 |
| Umgebung und Kennzeichnung | |
| Umgebungstemperatur | -20 bis +65 °C |
| Kennzeichnung | CE und RoHS; der Hersteller führt für die Baureihe weitere internationale Zeichen |
Die RSZ-Baureihe im Vergleich
Wir führen die Ausführung DN20 in Messing mit 12-Volt-Spule und zölligem Gewinde, weil sie zu den Aktuatoren passt, die wir verkaufen. Die übrigen Baugrössen und die Ausführung in Edelstahl 316 beschaffen wir auf Anfrage — Bauart, Ansteuerung und Aktuator bleiben dieselben.
| Modell | Anschluss | Durchgang | Cv | Masse A × B × C | Gewicht | Verfügbarkeit |
|---|---|---|---|---|---|---|
| RSZ-10 | 3/8 Zoll | 13 mm | 3.5 | 66 × 48 × 94 mm | 0.5 kg | auf Anfrage |
| RSZ-15 | 1/2 Zoll | 13 mm | 3.5 | 66 × 48 × 94 mm | 0.5 kg | auf Anfrage |
| RSZ-20 | 3/4 Zoll | 20 mm | 7.6 | 75 × 58 × 100 mm | 0.65 kg | Das ist die Version, die Du hier bestellst |
| RSZ-25 | 1 Zoll | 25 mm | 12 | 96 × 69 × 107 mm | 1.2 kg | auf Anfrage |
| RSZ-32 | 1 1/4 Zoll | 32 mm | 20 | 131 × 96 × 132 mm | 2.6 kg | auf Anfrage |
| RSZ-40 | 1 1/2 Zoll | 40 mm | 30 | 131 × 96 × 132 mm | 2.4 kg | auf Anfrage |
| RSZ-50 | 2 Zoll | 50 mm | 48 | 165 × 120 × 147 mm | 3.7 kg | auf Anfrage |
Ebenfalls auf Anfrage: Ventilkörper aus Edelstahl 316 statt Messing, NPT- statt zölliges Gewinde und Spulen für 6, 9 oder 24 Volt. Sag uns, welcher Aktuator angeschlossen wird — daraus ergibt sich die Spule.
Montage
Das Ventil wird in die Leitung eingeschraubt; die Durchflussrichtung ist am Körper gekennzeichnet und einzuhalten, weil ein direkt gesteuertes Ventil den Leitungsdruck zum Schliessen nutzt. Waagrechte Leitung mit der Spule nach oben ist die Regellage: So sammelt sich kein Wasser im Spulenraum und Schmutzpartikel legen sich nicht auf den Sitz.

Die Masse der Baureihe: A ist die Baulänge über beide Anschlüsse, B die Breite in der Stirnansicht, C die Höhe einschliesslich Spule. Für das RSZ-20 sind das 75 × 58 × 100 Millimeter — der Platzbedarf über der Leitung ist also grösser als daneben.
Zwei Hinweise aus der Praxis. Erstens gehört vor ein Magnetventil ein Schmutzfänger, wenn die Leitung älter ist: Der Sitz eines direkt gesteuerten Ventils ist eng, und ein Rostpartikel hält es offen, ohne dass jemand es merkt. Zweitens ist der Einbau so zu planen, dass sich das Ventil ohne Auftrennen der Leitung tauschen lässt — zwei Verschraubungen links und rechts kosten beim Einbau zehn Minuten und beim ersten Servicefall einen halben Tag weniger.
Zubehör und Alternativen
- Der passende Aktuator: Der Strega LoRaWAN Smart-Valve Actuator SV2 ist für genau diese Ventilfamilie entwickelt — dieselbe Impulsdauer, dieselbe Spulenanforderung.
- Die Batterie dazu: Der SV2 läuft mit einer Lithium-Thionylchlorid-Zelle der Bauform D. Wir führen die Fanso ER34615M, die für die Impulsströme dieser Anwendung ausgelegt ist.
- Andere Ventilsteuerungen: Wer keinen SV2 einsetzt, findet bei uns die Dragino SVC01-LS2 mit Solarunterstützung, die Milesight UC511-DI für zwei Ventile und die Senlab SVC-LAB-13NS. Vor der Bestellung ist bei jeder Steuerung die Spulenanforderung zu prüfen.
- Kugelhahn statt Magnetventil: Wo grosse Nennweiten, Schmutzwasser oder ein absolut dichter Abschluss gefragt sind, ist ein motorisierter Kugelhahn die robustere Bauart — etwa das Strega Smart Valve DN32 als fertige Einheit.
- Das Gateway: Ohne LoRaWAN-Abdeckung nützt die beste Absperrung nichts. Unser meistverkauftes Gerät für innen ist das RAK7268CV2 WisGate Edge Lite 2+ LTE.
Unterstützung bei der Auslegung
Das Datenblatt der Baureihe liegt im Reiter „Dokumente». Sag uns, welcher Aktuator zum Einsatz kommt und welche Nennweite die Leitung hat — ob Spule und Gewinde passen, beantworten wir als Kaufberatung kostenlos. Für die Auslegung einer Absperrung mit Leckageerkennung, für Funkplanung und für die Inbetriebnahme vor Ort erstellen wir Dir gern ein Angebot.

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