Das Eurotronic RCU LoRaWAN ist das Bedienteil, das den Menschen im Raum wieder eine Stellschraube gibt — ohne dass jemand am Heizkörper kniet. Über einen Drehknopf wird der Sollwert eingestellt, ein E-Paper-Display zeigt ihn dauerhaft an, und der Wert geht über LoRaWAN an die Stellantriebe oder an die Leittechnik. Sein bemerkenswertester Zug ist die Stromversorgung: Eine Solarzelle deckt den Betrieb im normal beleuchteten Raum, eine Batterie liegt als Reserve dahinter. Damit entfällt der Wartungsgang, der bei Bediengeräten sonst dazugehört.
- Solarplus Batterie und USB-C
- 8 … 28 °CRegelbereich
- E-Paperdauerhaft lesbar
- 75 × 152 × 21 mmWandmontage, IP30
- über 6 kmFreifeldreichweite
Was das RCU von einem gewöhnlichen Raumthermostat unterscheidet
- Es versorgt sich selbst: Die Solarzelle nutzt das Licht im Raum. In einem Büro oder Klassenzimmer reicht das für den Dauerbetrieb — kein Batteriewechsel, kein Leitungsanschluss, kein Wartungsgang.
- Drei Wege zur Speisung: Solar im Normalbetrieb, eine Lithiumzelle der Baugrösse AA als Reserve für dunkle Wochen, und USB-C für die Inbetriebnahme oder für Räume ohne Tageslicht. Das ist mehr Absicherung, als solche Geräte üblicherweise mitbringen.
- E-Paper bleibt stehen: Die Anzeige braucht nur beim Umschalten Strom. Deshalb kann ein energieautarkes Gerät überhaupt ein dauerhaft sichtbares Display haben.
- Drehknopf statt Menü: Wer die Temperatur ändern will, dreht — ohne Anleitung, ohne App, ohne Anmeldung. Bei einem Gerät, das von wechselnden Personen bedient wird, ist das die richtige Bedienung.
- Es zeigt, was die Anlage tut: Heiz- und Kühlbetrieb, offene Fenster und die Luftfeuchtigkeit erscheinen im Display. Damit versteht der Nutzer, warum es gerade nicht wärmer wird — statt weiterzudrehen.
- Die Bedienung lässt sich begrenzen: Der Verstellbereich kann eingeschränkt oder ganz gesperrt werden. In öffentlichen Gebäuden ist das der Unterschied zwischen Mitsprache und einem Heizkörper auf Anschlag.
- Mehrere Räume aus einem Gerät: Ein RCU kann mehr als einen Raum ansteuern — sinnvoll bei Raumgruppen, die gemeinsam genutzt werden.
- Reichweite über das ganze Areal: Über sechs Kilometer im Freifeld heissen im Gebäude: ein Gateway statt eines Funkverstärkers je Stockwerk.
Wo es eingesetzt wird
- Schulen und öffentliche Gebäude: Mitsprache im Raum, aber mit Grenzen — genau dafür ist die Sperrfunktion da.
- Hotels: Gäste stellen ein, was sie wollen; der Betrieb behält den Rahmen in der Hand.
- Bürogebäude: Ein Bediengerät je Zone statt eines Thermostatkopfs je Heizkörper.
- Modernisierung im Bestand: Keine Leitung, keine Batteriewartung, keine Kernbohrung — das Gerät wird an die Wand gesetzt.
- Räume mit mehreren Heizkörpern: Ein Sollwert für den Raum statt fünf einzeln verstellter Ventile.
- Grosse Rollouts: Die Wartungsfreiheit ist hier das Argument — bei tausend Räumen ist jeder Batteriewechsel ein Projekt.
Damit ist die Kaufentscheidung beisammen. Was jetzt folgt, ist die Tiefe für Auslegung und Betrieb.
Wie viel Licht die Solarzelle braucht
Einordnung aus der Anwendungspraxis, keine Herstellerangabe: Solarzellen in Innenräumen arbeiten mit einem Bruchteil dessen, was draussen ankommt — ein Büro liegt bei einigen hundert Lux, ein bedeckter Tag im Freien bei mehreren Tausend. Für ein Gerät, das nur alle paar Minuten sendet und dessen Anzeige stromlos stehen bleibt, reicht das. Kritisch wird es an drei Stellen: in Räumen ohne Tageslicht, an Wänden hinter Möbeln oder Vorhängen, und in Gebäuden mit langen Leerständen wie Schulen in den Sommerferien. Deshalb die Batterie als Reserve — und deshalb lohnt es sich, die Standorte vor einem grossen Rollout kurz mit einem Lichtsensor zu prüfen, statt später einzelne Geräte nachzurüsten.
Was auf dem Display steht
Neben dem eingestellten Sollwert zeigt die Anzeige die gemessene Temperatur und die Luftfeuchtigkeit, dazu den Betriebszustand: heizen oder kühlen, und ob ein Fenster offen ist. Gerade die Fensteranzeige erspart Erklärungen — wer sieht, dass die Regelung wegen des offenen Fensters ausgesetzt hat, dreht nicht weiter am Knopf.
Technische Daten
Die allgemeinen Produktdaten — Schutzart, Speisung, Geräteklasse, Herkunftsland, Marke — findest du in der Detailtabelle weiter unten auf dieser Seite.
| Bedienung und Messung | |
|---|---|
| Regelbereich | 8 … 28 °C |
| Bedienung | Drehknopf, Verstellbereich begrenzbar oder sperrbar |
| Anzeige | E-Paper, dauerhaft sichtbar |
| Messgrössen | Temperatur und Luftfeuchtigkeit |
| Zusatzanzeigen | Fenster offen, Heiz- und Kühlbetrieb |
| Betrieb | Einzel- und Mehrraumlösungen |
| Funk | |
| Protokoll | LoRaWAN, EU868 |
| Frequenzbänder | 865.0 … 868.0 MHz und 868.0 … 868.6 MHz, Sendezeitanteil 1 % pro Stunde |
| Reichweite | über 6 km im Freifeld bei Spreizfaktor 9 |
| Speisung | |
| Quellen | Solarzelle, Lithiumzelle LS14500 (Baugrösse AA) als Reserve, USB-C mit 5 V |
| Mechanik | |
| Abmessungen | 75 × 152 × 21 mm |
| Montage | Wand |
| Artikelnummer und EAN | 700314 · 4260012712964 |
Die LoRaWAN-Geräte von Eurotronic im Vergleich
| Gerät und wofür es gemacht ist | |
|---|---|
| RCU | Bedienteil an der Wand, Sollwert per Drehknopf, energieautark — das ist die Version, die du hier bestellst |
| Stella Pro | der Stellantrieb am Heizkörper, über 150 N, rund 8 Jahre auf einer Lithiumzelle |
| Stella R | der günstigere Stellantrieb, über 125 N, rund 5 Jahre auf zwei Alkalizellen |
Unterstützung und Zubehör
Die Lithiumzelle LS14500 als Reserve ist getrennt zu beschaffen. Für den Betrieb braucht es ein LoRaWAN-Netz und mindestens einen Stellantrieb oder eine Leittechnik, die den Sollwert verarbeitet; ohne eigenes Netz ist das RAK7268CV2 unser meistverkauftes Gateway für innen. Das Datenblatt liegt im Reiter „Dokumente». Wie viele Räume ein Bediengerät sinnvoll abdeckt und ob dein Standort genug Licht für den Solarbetrieb hat, klären wir gern vorab; für die Auslegung einer Liegenschaft, die Anbindung an eure Leittechnik und die Inbetriebnahme erstellen wir dir ein Angebot.


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