Der Vivid v3 beantwortet die Frage, ob ein Raum benutzt wird — und zwar ohne Kamera und ohne dass jemand identifizierbar wäre. Ein Infrarotsensor mit 64 Bildpunkten erkennt Körperwärme und meldet den Wechsel zwischen belegt und leer, während Temperatur, Feuchte und Helligkeit nebenher mitlaufen. Gegenüber dem Vivid v2, der mit Thermalinfrarot den Nahbereich abdeckt, deckt der v3 mit seiner Matrix den ganzen Raum ab. Wer die Auslastung von Sitzungszimmern, Arbeitsplätzen oder Sanitärräumen wissen will, bekommt hier ein Gerät, das mit einer Knopfzelle jahrelang läuft und dessen Erfassungsfeld sich mit aufsteckbaren Masken auf genau den Bereich beschränken lässt, der interessiert.
- 64 PunkteInfrarotmatrix zur Bewegungserkennung
- 4 JahreBatterie bei 60 Minuten Intervall
- 43 × 43 × 33 mmGehäuse, 37.7 g
- IP65Schutzart
- −137 dBmEmpfindlichkeit bei SF12
Was den Vivid v3 ausmacht
- Erkennung ohne Bild: Der Sensor misst Wärmesignaturen über eine Matrix aus 64 Punkten. Er sieht, dass jemand da ist, aber nie, wer — Datenschutz ist damit keine Frage der Konfiguration, sondern der Bauart.
- Meldung nur bei Zustandswechsel: Das Gerät funkt, wenn aus belegt leer wird oder umgekehrt, nicht in festen Abständen. Das hält die Funklast klein und liefert trotzdem den Zeitpunkt, auf den es ankommt.
- Aufsteckbare Masken für das Sichtfeld: Mit Linsenmasken lässt sich der Erfassungsbereich einschränken — etwa auf einen einzelnen Arbeitsplatz statt auf den halben Raum. Das verhindert Fehlauslösungen durch Vorbeigehende im Gang.
- Auf den ganzen Raum ausgelegt: Reichweite und Öffnungswinkel decken eine Raumfläche ab, nicht nur einen Arbeitsplatz. Wer gezielt einen einzelnen Tisch erfassen will, schränkt das Sichtfeld mit einer Linsenmaske ein.
- Vier Grössen nebenher: Temperatur, relative Feuchte, Helligkeit und die Temperatur im Gerät werden mitgemessen — ohne zweiten Sensor an der Wand.
- Magnetschalter eingebaut: Über den Hall-Effekt lässt sich zusätzlich erfassen, ob eine Tür, ein Fenster oder eine Schublade offen steht.
- Beschleunigungssensor: Erkennt Erschütterung und Lageänderung — brauchbar als Hinweis auf Manipulation oder Sturz des Geräts.
- Restlaufzeit in Prozent: Das Gerät meldet den Batteriestand als Prozentwert statt nur als Spannung. Für die Wartungsplanung einer grossen Flotte ist das der Unterschied zwischen Schätzen und Wissen.
- Dreh-Rast-Halterung: Das Gehäuse wird auf die Grundplatte aufgesetzt und verdreht. Der Batteriewechsel geht dadurch ohne Werkzeug und ohne die Montage zu lösen.
Wo der Vivid v3 eingesetzt wird
- Auslastung von Sitzungszimmern: Zeigt, welche Räume wirklich benutzt werden — die Grundlage jeder Flächendiskussion.
- Arbeitsplatzbelegung im Grossraum: Mit Linsenmaske auf den einzelnen Tisch beschränkt, für Desk-Sharing-Konzepte.
- Reinigung nach Bedarf: Sanitärräume und Sitzungszimmer werden gereinigt, wenn sie benutzt wurden, nicht nach Plan.
- Beleuchtungs- und Lüftungssteuerung: Anwesenheit als Eingangsgrösse für die Gebäudeautomation, kombiniert mit der Helligkeitsmessung.
- Raumklima nebenbei: Temperatur und Feuchte fallen ohne zweites Gerät an, was bei Schulen und Büros oft schon die halbe Anforderung deckt.
- Leerstandserkennung in Liegenschaften: Meldet, ob eine Wohnung oder ein Büro tatsächlich genutzt wird.
- Grosse Rollouts: Batteriestand in Prozent, Inbetriebnahme über die App und zentrale Flottenverwaltung halten den Betriebsaufwand flach, wenn aus zehn Geräten dreihundert werden.
Passt der Vivid v3 zu deiner Aufgabe?
Er ist richtig, wenn du wissen willst, ob ein Bereich belegt ist. Willst du wissen, wie viele Personen anwesend sind, reicht ein Infrarotsensor nicht — dafür braucht es Zähltechnik am Durchgang oder Radar.
Geht es dir gar nicht um Bewegung, sondern um Raumklima, Leckerkennung oder das Auslesen eines Zählers, ist der Comfort v2 aus derselben Baureihe die günstigere und passendere Wahl — gleiches Mass, gleiche Montage, ohne Infrarotsensor, dafür mit zwei Anschlüssen für Sonden.
Der Vivid v2 ist kein Vorgänger, sondern eine andere Sensorik. Er arbeitet mit einem TMOS-Thermalinfrarotsensor und erkennt deshalb auch Personen, die still sitzen und sich nicht bewegen — ausgelegt auf den Nahbereich, etwa einen Schreibtisch in 0.75 m Abstand bei 60° Öffnungswinkel. Der v3 hier nutzt eine 64-Punkt-Matrix mit grösserem Bereich und ist auf den ganzen Raum ausgelegt. Geht es dir um einen einzelnen Arbeitsplatz und darum, auch ruhig Sitzende zu erfassen, ist der v2 die bessere Wahl.
Damit hast du die Kaufentscheidung beisammen. Was jetzt folgt, ist die Tiefe für Auslegung und Integration.
Technik im Detail
Ein Infrarotsensor erkennt Bewegung über Temperaturunterschiede im Blickfeld, nicht über Formen. Die 64 Bildpunkte erlauben es, zwischen einem tatsächlichen Wechsel der Belegung und einer kurzen Störung zu unterscheiden — ein klassischer Einzelpunktsensor kann das nicht und meldet deshalb häufiger falsch. Die Kehrseite bleibt aber bestehen: Wer sich über längere Zeit kaum bewegt, kann als abwesend gelten. Für Sitzungszimmer und Sanitärräume ist das unproblematisch, für einen Leseplatz in einer Bibliothek weniger.
Die Batterielaufzeit hängt stärker vom Spreizfaktor ab als vom Meldeintervall: Bei stündlicher Meldung und gutem Empfang (SF7) nennt der Hersteller vier Jahre, bei schlechtem Empfang (SF10) noch dreieinhalb. Wer das Gerät weit vom Gateway montiert, zahlt also mit Laufzeit. In der Auslegung lohnt es sich deshalb, lieber ein Gateway mehr zu setzen als überall auf hohen Spreizfaktoren zu funken.
Zur Einordnung aus der Anwendungspraxis: Die Angabe eines Erfassungsbereichs bei Infrarotsensoren gilt für eine Person, die sich quer zur Blickrichtung bewegt. Bewegung direkt auf den Sensor zu wird deutlich schlechter erkannt, weil sich das Wärmebild dabei kaum über die Bildpunkte verschiebt. Bei der Montage ist es deshalb besser, quer zur Hauptlaufrichtung auszurichten als frontal. Diese Einordnung ist als Auswahlhilfe zu verstehen, nicht als Zertifizierungsaussage des Herstellers.
Betriebsaufwand
| Batterie | |
|---|---|
| Typ | 1 × CR2477, wechselbar |
| Laufzeit bei 60 Minuten, SF7 | 4 Jahre |
| Laufzeit bei 60 Minuten, SF10 | 3.5 Jahre |
| Restlaufzeit | wird als Prozentwert gemeldet |
Für die Projektplanung heisst das: Bei dreihundert Geräten fallen im vierten Betriebsjahr rund dreihundert Batteriewechsel an. Weil die Restlaufzeit in Prozent gemeldet wird, lassen sie sich bündeln, statt einzeln auf Ausfälle zu reagieren.
Integration in bestehende Netze
Das Gerät arbeitet mit Standard-LoRaWAN nach Spezifikation 1.0.4 in Klasse A und lässt sich an gängige Netzserver anbinden — ChirpStack, The Things Stack, Swisscom LPN oder Tektelics Kona Core. Für die Nutzlast stellt Tektelic mit Kona Atlas fertige Kodierer und Dekodierer bereit.
Die Inbetriebnahme läuft über die App LeapX, die Verwaltung grösserer Bestände über Locus. Schwellen und Meldeverhalten werden per Downlink gesetzt, was sich für viele Geräte gleichzeitig aus dem Netzserver erledigen lässt.
Regionalvarianten
Wir führen grundsätzlich die europäische Variante. Die übrigen Regionalvarianten beschaffen wir gern auf Anfrage.
| Variante | Band | Verfügbarkeit |
|---|---|---|
| EU868 | 863 – 870 MHz | Das ist die Version, die du hier bestellst |
| US915 · AU915 · AS923-1 bis -4 · IN865 · KR920 | je nach Region | auf Anfrage |
Technische Daten
| Messgrössen | |
|---|---|
| Bewegung und Anwesenheit | Infrarot, Matrix mit 64 Bildpunkten |
| Temperatur | Umgebungstemperatur und Temperatur im Gerät |
| Luftfeuchtigkeit | relative Feuchte |
| Helligkeit | Umgebungslicht |
| Beschleunigung | Bewegung und Lage des Geräts |
| Magnetschalter | Hall-Effekt, für Tür, Fenster, Schublade |
| Funk | |
| Betriebsart | LoRaWAN Klasse A |
| Spezifikation | 1.0.4 |
| Sendeleistung | 14 dBm |
| Empfindlichkeit | −137 dBm bei SF12, 125 kHz |
| Bänder | EU868, US915, AU915, AS923-1 bis -4, IN865, KR920 |
| Antenne | intern |
| Mechanik und Umgebung | |
| Abmessungen | 43 × 43 × 33 mm |
| Gewicht | 37.7 g mit Batterie |
| Schutzart | IP65 |
| Betriebstemperatur | 0 bis 60 °C, günstig 10 bis 40 °C |
| Lagertemperatur | −30 bis 60 °C |
| Betriebsfeuchte | 5 bis 95 %, nicht kondensierend |
| Weiteres | |
| Herstellernummer | SMT3PEU868 |
| Herstellungsland | Ukraine |
Montage und Inbetriebnahme
Die Montagehöhe bestimmt den erfassten Bereich. An der Decke deckt der Sensor eine Fläche unter sich ab, an der Wand einen Kegel in den Raum hinein. Für Arbeitsplätze hat sich die Wandmontage in etwa zweieinhalb Metern Höhe bewährt, ausgerichtet quer zur Hauptlaufrichtung.
Heizkörper, Lüftungsauslässe und direkte Sonneneinstrahlung im Sichtfeld führen zu Fehlauslösungen, weil sie das Wärmebild verändern, ohne dass jemand da wäre. Wo sich das nicht vermeiden lässt, hilft eine Linsenmaske, die den betreffenden Ausschnitt abdeckt. Die Dreh-Rast-Halterung wird zuerst montiert, dann das Gerät aufgesetzt — so lässt sich die Ausrichtung nachträglich korrigieren, ohne neu zu bohren.
Passendes Zubehör
- Linsenmasken: Schränken das Sichtfeld auf den gewünschten Bereich ein. Sinnvoll überall dort, wo neben der Zielfläche ein Gang oder eine Wärmequelle liegt.
- Gateway: Für innen empfehlen wir das RAK7268CV2 WisGate Edge Lite 2+ LTE, für aussen das WisGate Edge Prime RAK7240CV2.
- Ergänzend: Wo neben der Belegung auch Leckerkennung oder Zählerauslesung gefragt ist, deckt der Comfort v2 aus derselben Baureihe diesen Teil ab.
Unterstützung bei der Auslegung
Wenn du unsicher bist, wie viele Sensoren ein Raum braucht oder ob eine Linsenmaske nötig ist — frag uns, das lässt sich vorab klären. Datenblatt und Handbuch findest du im Reiter „Dokumente».
Sag uns, wie viele Räume du ausrüsten willst: Für Vorkonfiguration in Stückzahl, Funkplanung und Inbetriebnahme erstellen wir dir gern ein Angebot.

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