Der Robin ist ein Notrufknopf für draussen, der nebenher weiss, wo er ist. Wird er gedrückt, wechselt das Gerät selbsttätig vom stündlichen in den minütlichen Meldetakt und behält ihn bei, bis der Vorfall abgeschlossen ist — man muss also nichts konfigurieren, damit im Ernstfall häufiger gemeldet wird. Die Ortung läuft über Bluetooth: Der Robin kann umliegende Baken abhören und daraus seine Position ableiten, oder selbst als Bake senden. Summer und Vibrationsmotor bestätigen dem Träger, dass der Ruf abgesetzt ist. Mit einer C-Zelle hält er im Normalbetrieb über anderthalb Jahrzehnte durch, im IP67-Gehäuse und bis 85 Grad.
- 16 JahreBatterie bei 60 Minuten, SF7
- 60 → 1 minMeldetakt im Notfall
- IP67Schutzart, −20 bis +85 °C
- 65 × 43 × 36 mmGehäuse, 120 g
- BLE 5.2Bake und Empfänger zugleich
Was den Robin auszeichnet
- Zustandsautomat statt fester Taktung: Im Normalzustand meldet das Gerät stündlich, nach dem Notruf jede Minute. Der Wechsel geschieht selbsttätig — niemand muss im Ernstfall etwas umstellen, und im Alltag verbrennt nichts Batterie für Meldungen, die niemand liest.
- Bluetooth in beide Richtungen: Als Empfänger liest der Robin umliegende Baken und leitet daraus seine Position ab; als Bake sendet er die eigene Anwesenheit aus. Damit lässt sich dasselbe Gerät je nach Aufbau für die Ortung von Personen oder als Ankerpunkt für andere einsetzen.
- Rückmeldung an den Träger: Summer und Vibrationsmotor bestätigen den abgesetzten Ruf. Ohne diese Rückmeldung drückt ein verunsicherter Mensch mehrfach — und weiss trotzdem nicht, ob etwas passiert ist.
- Sechzehn Jahre aus einer Zelle: Die C-Zelle mit Lithium-Thionylchlorid trägt bei stündlicher Meldung und gutem Empfang rechnerisch sechzehn Jahre. Das Gerät überlebt damit die meisten Projekte, in denen es eingesetzt wird.
- Batterie ohne Spezialwerkzeug wechselbar: Vier Kreuzschlitzschrauben, dann liegt die Zelle frei. Bei einem Gerät, das ein Jahrzehnt hängt, ist der Wechsel keine theoretische Übung.
- Beschleunigungssensor mit einstellbarem Bereich: Abtastrate von 1 bis 400 Hz, Messbereich bis ±16 g. Damit lassen sich Sturz, Stoss und Bewegung unterscheiden, statt jede Erschütterung gleich zu behandeln.
- Magnetkontakt eingebaut: Der Hall-Effekt-Sensor erfasst, ob ein Magnet in der Nähe ist — brauchbar als Halterungserkennung oder als Schalter ohne bewegliche Teile.
- Restlaufzeit in Tagen: Das Gerät meldet, wie lange die Batterie noch trägt. Für eine Flotte von Notrufgeräten ist das der Unterschied zwischen geplantem Wechsel und Ausfall im Einsatz.
- Bis 85 Grad: Der Temperaturbereich geht deutlich über das hinaus, was Innenraumgeräte vertragen — Fahrzeug im Sommer, Dachfläche, unbeschattete Aussenmontage.
Wo der Robin eingesetzt wird
- Alleinarbeitsplätze im Freien: Werkhof, Kläranlage, Deponie, Forst — überall dort, wo jemand allein arbeitet und im Notfall nicht selbst telefonieren kann.
- Personennotruf auf Arealen: Mit Baken an bekannten Punkten lässt sich der Ort des Rufs eingrenzen, ohne dass das Gerät GPS braucht.
- Baustellen und Aussenanlagen: IP67 und der weite Temperaturbereich vertragen Regen, Staub und Sonne.
- Wertgegenstände und Geräte orten: Im Bakenbetrieb meldet der Robin die eigene Anwesenheit an vorbeikommende Empfänger.
- Landwirtschaft: Für Personen, die auf weiten Flächen allein unterwegs sind.
- Ergänzung zu Innenraumgeräten: Wo drinnen der Finch sitzt, deckt der Robin den Aussenbereich mit gleicher Bedienung ab.
- Grosse Rollouts: Restlaufzeit in Tagen, zentrale Verwaltung und Inbetriebnahme über die App halten den Aufwand flach, wenn aus zehn Geräten zweihundert werden.
Passt der Robin zu deiner Aufgabe?
Er ist richtig, wenn ein Notruf im Freien abgesetzt werden muss und eine grobe Ortsangabe genügt. Er ist kein GPS-Tracker: Die Position entsteht aus umliegenden Bluetooth-Baken, nicht aus Satelliten. Brauchst du eine Koordinate auf freiem Feld, führt der Weg zum Stork, der GNSS, WLAN und Bluetooth kombiniert.
Für Innenräume gibt es das Schwestermodell Finch — gleiche Bedienung, kleineres Gehäuse, kürzere Laufzeit.
Der Aktivierungsmagnet liegt nicht bei. Ohne ihn lässt sich das Gerät nicht in Betrieb nehmen — sag uns bei der Bestellung, ob wir einen mitliefern sollen.
Damit hast du die Kaufentscheidung beisammen. Was jetzt folgt, ist die Tiefe für Auslegung und Integration.
Technik im Detail
Die Ortung über Bluetooth funktioniert anders als GPS und hat andere Grenzen. Der Robin hört, welche Baken in Reichweite sind, und meldet deren Kennungen ans Netz; die Position wird dann dort berechnet, wo die Baken bekannt sind. Die Genauigkeit hängt damit allein an der Dichte der Baken — mit einer Bake je Gebäudeteil bekommt man den Gebäudeteil, mit einer je Raum den Raum. Ohne Baken gibt es keine Position, nur den Notruf.
Die Laufzeitangaben sind nicht austauschbar: Sechzehn Jahre gelten für stündliche Meldung bei gutem Empfang, elf Jahre bei schlechtem. Im Bakenbetrieb mit täglicher Meldung nennt der Hersteller vier Jahre — dort verbraucht das dauernde Aussenden mehr als das gelegentliche Melden. Wer beides gleichzeitig will, rechnet mit weniger als jeder Einzelangabe.
Zur Einordnung aus der Anwendungspraxis: Ein Notrufgerät steht und fällt mit der Funkabdeckung an dem Ort, wo der Notfall passiert — nicht dort, wo man es geprüft hat. Bei Alleinarbeitsplätzen lohnt es sich, die Abdeckung an den ungünstigsten Punkten zu messen: im Schacht, hinter der Halle, im Fahrzeug. Ein Gerät, das im Büro funkt und im Keller nicht, erzeugt falsche Sicherheit. Diese Einordnung ist als Auswahlhilfe zu verstehen, nicht als Zertifizierungsaussage des Herstellers — für normierten Personennotruf gelten eigene Anforderungen, die der Robin nicht beansprucht.
Batterie und Betriebsaufwand
| Batterie | |
|---|---|
| Typ | 1 × C-Zelle Lithium-Thionylchlorid, 3.6 V, wechselbar |
| Laufzeit bei 60 Minuten, SF7 | 16 Jahre |
| Laufzeit bei 60 Minuten, SF10 | 11 Jahre |
| Laufzeit im Bakenbetrieb, 24 Stunden, SF10 | 4 Jahre |
| Wechsel | vier Kreuzschlitzschrauben, Grösse 1 |
| Restlaufzeit | wird in Tagen gemeldet |
Integration in bestehende Netze
Das Gerät arbeitet mit LoRaWAN nach Spezifikation 1.0.4 in Klasse A und lässt sich an gängige Netzserver anbinden — ChirpStack, The Things Stack, Swisscom LPN oder Tektelics Kona Core. Für die Nutzlast stellt Tektelic fertige Kodierer und Dekodierer bereit.
Im Bakenbetrieb sendet der Robin wahlweise nach iBeacon oder Eddystone, wobei Eddystone sowohl die Kennung als auch Telemetriedaten übertragen kann. Das Anzeigeintervall liegt voreingestellt bei 100 Millisekunden. Für die Auswertung eines Notrufs ist entscheidend, dass die Gegenstelle den Zustandswechsel erkennt — die minütliche Meldung allein hilft nicht, wenn niemand darauf hört.
Regionalvarianten
Wir führen grundsätzlich die europäische Variante. Die übrigen Regionalvarianten beschaffen wir gern auf Anfrage.
| Variante | Band | Verfügbarkeit |
|---|---|---|
| EU868 | 863 – 870 MHz | Das ist die Version, die du hier bestellst |
| US915 · AU915 · AS923-1 bis -4 · IN865 · KR920 | je nach Region | auf Anfrage |
Technische Daten
| Funktionen | |
|---|---|
| Notruftaste | löst den Notfallzustand aus, Meldetakt wechselt auf 1 Minute |
| Rückmeldung | Summer und Vibrationsmotor |
| Bluetooth | Empfänger (Baken abhören) und Sender (iBeacon, Eddystone UID und TLM) |
| Beschleunigung | 3 Achsen, 1 bis 400 Hz, ±2 bis ±16 g, Auflösung 16 bis 192 mg |
| Temperatur | Temperatur im Gerät |
| Magnetkontakt | Hall-Effekt |
| Funk | |
| Betriebsart | LoRaWAN Klasse A |
| Spezifikation | 1.0.4 |
| Sendeleistung | max. 15 dBm |
| Empfindlichkeit | −137 dBm bei SF12, 125 kHz |
| Bänder | EU868, US915, AU915, AS923-1 bis -4, IN865, KR920 |
| Bluetooth | 5.2, 2.4 GHz, 0 dBm; Empfindlichkeit −103 dBm bei 125 kbit/s |
| Antenne | intern |
| Mechanik und Umgebung | |
| Abmessungen | 65 × 43 × 36 mm ohne Clip |
| Gewicht | 120 g, davon 56.5 g Batterie |
| Schutzart | IP67 |
| Betriebstemperatur | −20 bis +85 °C |
| Lagertemperatur | −25 bis +55 °C |
| Betriebsfeuchte | 5 bis 95 %, nicht kondensierend |
| Weiteres | |
| Zulassung | CE (RED), FCC, ISED; IEC 62368-1; RoHS |
| Herstellernummer | SENRBNEU868 |
| Herstellungsland | Kanada |
Montage und Inbetriebnahme
Zur Aktivierung braucht es einen Magneten, der nicht mitgeliefert wird. Er wird an die gekennzeichnete Stelle des Gehäuses gehalten, bis das Gerät antwortet. Für die Bakenortung gilt: Die Baken gehören dorthin, wo die Ortsangabe gebraucht wird — eine Bake je Zone, nicht je Gebäude, sonst ist die Aussage „irgendwo im Werk» und damit wertlos.
Wird der Robin am Körper getragen, sollte die Notruftaste erreichbar bleiben, ohne dass sie beim Bücken oder Anlehnen auslöst. In der Praxis hat sich die Befestigung an der Brusttasche oder am Gurt bewährt; an der Hüfte kommt es häufiger zu unbeabsichtigten Auslösungen.
Passendes Zubehör
- Gateway: Für aussen empfehlen wir das WisGate Edge Prime RAK7240CV2, für innen das RAK7268CV2 WisGate Edge Lite 2+ LTE.
- Bluetooth-Baken: Ohne Baken gibt es keine Ortung, nur den Notruf. Wie viele und wo — das klären wir gern mit dir vorab.
- Aktivierungsmagnet: Liegt nicht bei. Sag uns, ob wir einen mitliefern sollen.
Unterstützung bei der Auslegung
Ob die Funkabdeckung an den Stellen reicht, an denen es darauf ankommt, lässt sich nicht am Schreibtisch beantworten — frag uns, wir schauen es mit dir an. Datenblatt, Handbuch und Kurzanleitung findest du im Reiter „Dokumente».
Sag uns, wie viele Arbeitsplätze du absichern willst: Für Funkplanung, Bakensetzung, Vorkonfiguration und Inbetriebnahme erstellen wir dir gern ein Angebot.

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