Der Stork ortet Anlagen und Fahrzeuge dort, wo eine einzelne Technik nicht reicht. Im Freien nimmt er Satelliten, in der Halle liest er WLAN-Netze und Bluetooth-Baken — und schaltet selbst um, statt eine Lücke zu hinterlassen, sobald das Tor zufällt. Untergebracht ist das in einem IP67-Gehäuse, das von minus vierzig bis plus siebzig Grad arbeitet und wahlweise aus einer C-Zelle oder aus der Bordspannung eines Fahrzeugs lebt. Wer wissen will, wo ein Container, ein Anhänger oder ein Baugerät steht, bekommt hier ein Gerät, das jahrelang ohne Zutun meldet und nebenher Temperatur, Feuchte und Erschütterung mitliefert.
- 3 TechnikenGNSS, WLAN und Bluetooth zur Ortung
- 2.5 mPositionsgenauigkeit bei freiem Himmel
- 5 JahreBatterie bei Standardintervall, SF7
- −40 bis +70 °CBetriebstemperatur, IP67
- 120 g65 × 43 × 41 mm ohne Halterung
Was den Stork auszeichnet
- Drei Ortungswege in einem Gerät: Satellitenempfang für draussen, WLAN-Namen und Bluetooth-Baken für drinnen. Ein reiner GPS-Tracker verstummt, sobald das Gerät in eine Halle fährt — hier übernimmt eine andere Technik.
- Satellitenempfang auf zwei Systemen: GPS mit Korrekturdaten über EGNOS und zusätzlich BeiDou. Mehr sichtbare Satelliten heissen kürzere Zeit bis zur ersten Position und weniger Aussetzer in Häuserschluchten.
- Weiter Temperaturbereich: Von minus vierzig bis plus siebzig Grad — das deckt den Anhänger im Januar ebenso ab wie das Fahrzeugdach im August.
- Wahlweise Batterie oder Bordspannung: Neben der C-Zelle nimmt das Gerät 9 bis 16 Volt Gleichspannung. Bei fest verbauten Anwendungen entfällt der Batteriewechsel damit ganz.
- Bewegungserkennung als Auslöser: Der Beschleunigungssensor mit einstellbarem Bereich bis ±16 g erkennt, wann sich etwas bewegt. Das erlaubt Meldungen bei Bewegung statt in starrem Takt — was Batterie spart und trotzdem den Zeitpunkt liefert, auf den es ankommt.
- Klima nebenher: Temperatur und relative Feuchte fallen ohne zweiten Sensor an — brauchbar für Anhänger, Container und Lagergut.
- Magnetkontakt eingebaut: Über den Hall-Effekt lässt sich erfassen, ob eine Tür oder Klappe offen steht, ohne zusätzliche Verkabelung.
- Batterie wechselbar: Eine C-Zelle, kein Sonderformat und kein Einschicken. Bei einem Gerät, das an einem Anhänger fünf Jahre übersteht, zählt das.
- Montagehalterung liegt bei: Anders als bei vielen Trackern ist die Befestigung Teil des Lieferumfangs.
Wo der Stork eingesetzt wird
- Baumaschinen und Anhänger: Wo steht das Gerät, und wann wurde es zuletzt bewegt — die zwei Fragen, die im Baugeschäft täglich gestellt werden.
- Container und Wechselbrücken: Ortung auf dem Areal über Baken, unterwegs über Satellit.
- Fahrzeugflotten: Mit Bordspannung fest verbaut, ohne dass jemand an Batterien denken muss.
- Werkzeug und Geräte auf Grossbaustellen: WLAN-Ortung liefert den Gebäudeteil, auch wenn kein Satellit zu sehen ist.
- Lagergut mit Klimaanforderung: Position und Temperatur aus einem Gerät.
- Diebstahlerkennung: Bewegung ausserhalb der Arbeitszeit als Auslöser für eine sofortige Meldung.
- Grosse Rollouts: Ein Artikel für drinnen und draussen erspart die Entscheidung je Einsatzort und senkt die Lagerhaltung.
Passt der Stork zu deiner Aufgabe?
Er ist richtig für montierte Anlagen, die drinnen wie draussen unterwegs sind. Für Personen am Körper ist er zu gross und zu schwer — dafür gibt es den Chickadee als flachen Ausweis oder den Finch für Innenräume.
Geht es dir nur um einen Notruf mit grober Ortsangabe und nicht um eine Koordinate, ist der Robin die günstigere Wahl — er ortet allein über Bluetooth-Baken.
Der Aktivierungsmagnet liegt nicht bei. Der Hersteller empfiehlt einen Ferritmagneten; sag uns bei der Bestellung, ob wir einen mitliefern sollen.
Damit hast du die Kaufentscheidung beisammen. Was jetzt folgt, ist die Tiefe für Auslegung und Integration.
Technik im Detail
Die drei Ortungswege sind nicht gleichwertig, und das ist wichtig für die Erwartung. Der Satellitenempfang liefert eine Koordinate mit rund zweieinhalb Metern Genauigkeit, aber nur bei freier Sicht zum Himmel und erst nach einer Suchzeit, die Strom kostet. Die WLAN-Ortung liefert keine Koordinate, sondern eine Liste sichtbarer Netze — die Position entsteht daraus erst in einem Dienst, der weiss, wo diese Netze stehen. Die Bakenortung schliesslich ist so genau wie die Baken dicht stehen.
In der Praxis heisst das: Draussen bekommt man Koordinaten, drinnen bekommt man Zonen. Wer eine metergenaue Innenraumortung erwartet, wird enttäuscht; wer wissen will, in welcher Halle etwas steht, ist richtig bedient. Die Laufzeit von fünf Jahren gilt für das Standardintervall — häufigere Satellitensuche senkt sie deutlich, weil der Empfänger dabei am meisten verbraucht.
Zur Einordnung aus der Anwendungspraxis: Bei Trackern an Metallgegenständen entscheidet die Montage über den Erfolg. Ein Gerät flach auf einer Stahlfläche verliert erheblich an Empfang, weil das Metall die Antenne verstimmt und abschattet. Ein Abstandhalter von wenigen Zentimetern oder die Montage an einer Kunststoff- oder Holzfläche bringt in der Regel mehr als jede Einstellung in der Software. Diese Einordnung ist als Auswahlhilfe zu verstehen, nicht als Zertifizierungsaussage des Herstellers.
Batterie und Betriebsaufwand
| Stromversorgung | |
|---|---|
| Batterie | 1 × C-Zelle Lithium-Thionylchlorid, 3.6 V, wechselbar |
| Laufzeit bei Standardintervall, SF7 | 5 Jahre |
| Laufzeit bei Standardintervall, SF10 | 4.5 Jahre |
| Externe Speisung | 9 bis 16 V Gleichspannung, 100 mA (nur Ausführungen mit Anschluss) |
Für die Projektplanung heisst das: Bei fest verbauten Anwendungen mit Bordspannung entfällt der Batteriewechsel. Bei batteriebetriebenen Geräten lohnt es sich, das Meldeintervall an den tatsächlichen Bedarf zu legen — die Frage „wo steht es gerade» braucht selten eine Antwort im Minutentakt, und jede eingesparte Satellitensuche verlängert die Laufzeit spürbar.
Integration in bestehende Netze
Das Gerät arbeitet mit LoRaWAN nach Spezifikation 1.0.4 in Klasse A und lässt sich an gängige Netzserver anbinden — ChirpStack, The Things Stack, Swisscom LPN oder Tektelics Kona Core. Für die Nutzlast stellt Tektelic fertige Kodierer und Dekodierer bereit.
Die WLAN- und Bakenortung braucht einen Dienst, der aus den gemeldeten Kennungen eine Position macht. Tektelic bietet das über die eigene Plattform an; alternativ lässt sich das mit einem eigenen Verzeichnis der Baken lösen, was bei einem abgegrenzten Areal oft der einfachere Weg ist. Wichtig für die Planung: Ohne diesen Schritt liefert das Gerät Kennungen, keine Koordinaten.
Regionalvarianten
Wir führen grundsätzlich die europäische Variante. Die übrigen Regionalvarianten beschaffen wir gern auf Anfrage.
| Variante | Band | Verfügbarkeit |
|---|---|---|
| EU868 | 863 – 870 MHz | Das ist die Version, die du hier bestellst |
| US915 · AU915 · AS923-1 bis -4 · IN865 · KR920 | je nach Region | auf Anfrage |
Technische Daten
| Ortung | |
|---|---|
| Satellitenempfang | GPS L1 mit SBAS (EGNOS, WAAS), BeiDou B1 und GEO/IGSO |
| Genauigkeit | 2.5 m bei freiem Himmel (CEP 50) |
| WLAN | Erfassung sichtbarer Netze, 802.11 b/g/n |
| Bluetooth | Erfassung umliegender Baken |
| Weitere Messgrössen | |
| Beschleunigung | 3 Achsen, 1 bis 400 Hz, ±2 bis ±16 g |
| Temperatur | Temperatur im Gerät |
| Luftfeuchtigkeit | relative Feuchte |
| Magnetkontakt | Hall-Effekt |
| Batterie | Spannung und Ladezustand |
| Funk | |
| Betriebsart | LoRaWAN Klasse A |
| Spezifikation | 1.0.4 |
| Sendeleistung | max. 15 dBm |
| Empfindlichkeit | −137 dBm bei SF12, 125 kHz |
| Bänder | EU868, US915, AU915, AS923-1 bis -4, IN865, KR920 |
| Bluetooth | 5.2, 2.4 GHz, 0 dBm; Empfindlichkeit −103 dBm bei 125 kbit/s |
| Antenne | intern |
| Mechanik und Umgebung | |
| Abmessungen | 65 × 43 × 41 mm ohne Halterung, 65 × 45 × 41 mm mit |
| Gewicht | 120 g, davon 56.5 g Batterie |
| Schutzart | IP67 |
| Betriebstemperatur | −40 bis +70 °C |
| Lagertemperatur | −25 bis +55 °C |
| Betriebsfeuchte | 5 bis 95 %, nicht kondensierend |
| Weiteres | |
| Zulassung | CE (RED), FCC, ISED; IEC 62368-1; RoHS |
| Herstellernummer | STORKBEU868 |
| Herstellungsland | Kanada |
Montage und Inbetriebnahme
Zur Aktivierung braucht es einen Magneten, der nicht mitgeliefert wird — der Hersteller nennt einen Sinter-Ferrit-Magneten mit rund 3800 bis 3900 Gauss. Er wird an die gekennzeichnete Stelle gehalten, bis das Gerät antwortet.
Für den Satellitenempfang gehört die beschriftete Seite nach oben und möglichst frei zum Himmel. Unter einer Stahlplatte oder im Innenraum eines Fahrzeugs bleibt der Empfänger blind — dort übernimmt zwar die WLAN-Ortung, aber nur, wenn Netze in Reichweite sind. Bei Metallmontage lohnt sich ein Abstandhalter aus Kunststoff; wenige Zentimeter machen oft den Unterschied zwischen brauchbarem und unbrauchbarem Empfang.
Passendes Zubehör
- Gateway: Für aussen empfehlen wir das WisGate Edge Prime RAK7240CV2, für innen das RAK7268CV2 WisGate Edge Lite 2+ LTE.
- Bluetooth-Baken: Für die Ortung in Hallen und auf Arealen, wo kein Satellit hinkommt. Wie viele und wo — das klären wir gern mit dir vorab.
- Aktivierungsmagnet: Liegt nicht bei. Sag uns, ob wir einen mitliefern sollen.
Unterstützung bei der Auslegung
Ob für deinen Fall Satellit, WLAN oder Baken die tragende Technik ist, hängt am Einsatzort — frag uns, das schauen wir gern mit dir durch. Datenblatt, Handbuch und Kurzanleitung findest du im Reiter „Dokumente».
Sag uns, wie viele Anlagen du ausrüsten willst: Für Bakensetzung, Funkplanung, Vorkonfiguration und die Anbindung an eure Ortungsplattform erstellen wir dir gern ein Angebot.
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