Der SP13-125-150 ist der abnehmbare Kombifühler für die Milesight-Temperatursensoren mit M12-Anschluss: Er misst Temperatur und relative Feuchte in einer Sonde und liefert beide Werte digital an das Gerät. Interessant ist der Genauigkeitsverlauf — im Bereich von 0 bis 60 °C, wo die meisten Innenraum- und Lagerklimamessungen liegen, gibt Milesight ±0.2 °C an, deutlich enger als beim reinen Temperaturfühler SP12. Wer nur Kühlraumtemperaturen protokolliert, braucht ihn nicht; wer wissen muss, warum Ware verklumpt, kondensiert oder austrocknet, kommt an der Feuchte nicht vorbei.
- -40 bis 125 °CTemperaturbereich
- 0 bis 100 % rFFeuchtebereich
- ±0.2 °Cim Bereich 0 bis 60 °C
- 1.5 mKabellänge
Was dieser Fühler leistet
- Zwei Messgrössen an einem Anschluss: Temperatur und relative Feuchte kommen aus derselben Sonde und über dasselbe Kabel. Am Gerät bleibt der zweite Anschluss frei für eine zweite Messstelle.
- Enger im praxisrelevanten Bereich: ±0.2 °C zwischen 0 und 60 °C. Damit lässt sich der Unterschied zwischen einem Lager bei 18 °C und einem bei 19 °C belegen — beim reinen Temperaturfühler mit ±0.5 °C liegt das im Rauschen.
- Feuchte über den vollen Bereich: 0 bis 100 % rF mit ±2 % rF. Auch nahe der Sättigung liefert der Fühler noch einen Wert, statt nur zu melden, dass es feucht ist.
- Abnehmbar am M12-Stecker: Fühler tauschen, ohne das Funkgerät zu demontieren. Feuchtesensoren altern in belasteter Atmosphäre schneller als Temperaturfühler — dass sich nur der Fühler ersetzen lässt, ist hier mehr wert als beim reinen Temperaturfühler.
- Edelstahl 304 und IP67: Lebensmittelgeeignete Sorte, dicht gegen zeitweiliges Eintauchen. Reinigen mit dem Schlauch ist vorgesehen.
- Kabel bis 125 °C: Der PVC-Mantel deckt denselben Bereich ab wie die Messung; das Kabel darf mit in die warme Zone.
Wo er eingesetzt wird
- Lager mit feuchteempfindlicher Ware: Papier, Karton, Pulver, Elektronik, Holz — hier bestimmt die Feuchte die Produktqualität stärker als die Temperatur.
- Kondensatvermeidung: Aus Temperatur und Feuchte lässt sich der Taupunkt berechnen. Damit wird aus einer Beobachtung eine Vorwarnung, bevor etwas nass ist.
- Reifung und Trocknung: Käsekeller, Fleischreifung, Trockenkammern und Holztrocknung fahren nach Feuchte, nicht nach Temperatur.
- Technikräume und Schaltschränke: Aus einem Metallschrank kommt kein Funksignal — der Fühler geht hinein, das Gerät bleibt aussen.
- Archive und Museumsdepots: Wo Klimavorgaben eingehalten und belegt werden müssen.
- Gewächshäuser und Aufzuchtbereiche: Feuchte ist dort die eigentliche Regelgrösse.
Prüf zuerst, welches Gerät und welche Gerätegeneration du hast.
Milesight gibt den SP13-125-150 für den TS602 sowie für TS301 V2 und TS302 V2 frei. Für die erste Generation von TS301 und TS302 ist er nicht freigegeben — anders als der Temperaturfühler SP12 steht er auch nicht für den TS201 in der Liste. Sag uns vor der Bestellung Seriennummer oder Bestellcode deines Geräts, dann klären wir die Generation. Das ist eine Frage zum Produkt und kostet nichts.
Wenn du nur Temperatur brauchst, ist der SP12-125-150 der günstigere und in der Kälte robustere Weg. Ein Feuchtesensor bringt unterhalb des Gefrierpunkts wenig, weil dort kaum noch Wasserdampf in der Luft ist.
Der Fühler misst dort, wo er hängt. Für eine Aussage über die Ware gehört er an die Ware; für eine Aussage über den Raum gehört er in die freie Luft. Bei der Feuchte ist der Unterschied noch grösser als bei der Temperatur, weil sich an kalten Oberflächen ein eigenes Kleinklima bildet.
Damit hast du die Kaufentscheidung beisammen. Was jetzt folgt, ist die Tiefe für Auslegung und Montage.
Warum die Feuchte den Fühlerort so empfindlich macht
Relative Feuchte ist keine Eigenschaft der Luft allein, sondern ein Verhältnis: wie viel Wasserdampf tatsächlich in der Luft ist, gemessen an dem, was bei dieser Temperatur maximal hineinpasst. Weil die Sättigungsmenge mit der Temperatur stark steigt, ändert sich die relative Feuchte schon dann, wenn sich nur die Temperatur ändert — bei gleichbleibendem Wassergehalt. Ein Fühler an einer kalten Aussenwand misst deshalb regelmässig 20 Prozentpunkte mehr als einer in der Raummitte, und beide Werte sind richtig.
Für die Praxis folgt daraus zweierlei. Erstens gehört ein Feuchtefühler nicht an die kälteste Stelle im Raum, ausser man will genau dort das Kondensatrisiko beurteilen. Zweitens ist der Taupunkt oft die aussagekräftigere Grösse: Er lässt sich aus Temperatur und Feuchte berechnen und bleibt beim Verschieben zwischen wärmeren und kälteren Zonen nahezu konstant. Wer Kondensat vermeiden will, vergleicht den Taupunkt mit der Oberflächentemperatur des kritischen Bauteils — nicht die relative Feuchte mit einem Grenzwert. Diese Einordnung stammt aus der Anwendungspraxis und ist als Auswahlhilfe zu verstehen, nicht als Zertifizierungsaussage des Herstellers.
Montage und Alterung
Der Fühler wird so montiert, dass Luft an ihm vorbeikommt. Eingeklemmt hinter einer Kiste oder in einer geschlossenen Nische misst er ein Kleinklima, das mit dem Raum nichts zu tun hat. Zugluft direkt aus einem Verdampfer oder einem Lüftungsauslass ist der andere Fehlerfall — dort steht der Wert dauerhaft daneben.
Feuchtesensoren altern schneller als Temperaturfühler, besonders in Umgebungen mit Lösemitteln, Reinigungsmitteldämpfen oder Staub. Dass sich der SP13 am M12-Stecker abziehen lässt, ist deshalb der wesentliche Vorteil gegenüber einem fest angeschlossenen Kombisensor: Ein Fühlertausch kostet Minuten und keine Neuinstallation. Für die Temperatur nennt Milesight branchenüblich eine jährliche Kalibrierung; für die Feuchte lohnt sich in belasteter Umgebung eine regelmässige Vergleichsmessung gegen ein Referenzgerät.
Beim Verlegen bekommt das Kabel eine Zugentlastung nahe am Gerät. Bei Schwenktüren gehört es an die Scharnierseite, wo die Bewegung am geringsten ist.
Technische Daten
Die allgemeinen Produktdaten stehen in der Detailtabelle weiter unten. Hier steht, was es dort nicht als Merkmal gibt.
| Messung Temperatur | |
|---|---|
| Messbereich | -40 bis 125 °C |
| Genauigkeit -40 bis 0 °C | ±0.3 °C |
| Genauigkeit 0 bis 60 °C | ±0.2 °C |
| Genauigkeit 60 bis 125 °C | ±0.5 °C |
| Messung Feuchte | |
| Messbereich | 0 bis 100 % rF |
| Genauigkeit | ±2 % rF |
| Aufbau | |
| Fühlerform | gerades Rohr, 6 × 50 mm |
| Fühlerwerkstoff | Edelstahl 304 |
| Kabel | 1.5 m, PVC, zulässig -40 bis 125 °C |
| Anschluss | M12-Steckverbinder, 5-polig A-kodiert |
| Stromversorgung | keine, über das Gerät gespeist |
| Eignung | |
| Passend zu | Milesight TS602, TS301 V2, TS302 V2 |
Fühler für die Milesight-Temperatursensoren
| Fühler | Misst | Bereich | Wofür |
|---|---|---|---|
| SP13-125-150 | Temperatur und Feuchte | -40 bis 125 °C, 0 bis 100 % rF | Klimaüberwachung, Taupunkt, Reifung und Trocknung |
| SP12-125-150 | Temperatur | -40 bis 125 °C | Standardfall Kühlkette, mit angegebener Langzeitdrift |
| SP11 PN B05-125-200 | Temperatur, PT100 analog | -40 bis 125 °C | wenn ein Widerstandsfühler verlangt ist, 2 m Kabel |
| SS21 PN03-150 | Magnetkontakt | Schaltabstand 20 bis 30 mm | Türüberwachung am selben Gerät |
Am TS302 lassen sich zwei dieser Fühler gleichzeitig betreiben, auch gemischt — etwa ein Kombifühler im Lager und ein Türkontakt am Tor.
Unterstützung bei der Auslegung
Welche Gerätegeneration du hast und ob Feuchte für deine Fragestellung überhaupt die richtige Messgrösse ist, klären wir gern mit dir — das ist eine Frage zum Produkt und kostet nichts. Für die Auslegung einer Klimaüberwachung über mehrere Räume, ein Taupunkt- und Schwellenwertkonzept und die Einbindung in eure Meldekette erstellen wir dir gern ein Angebot.

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