Der S45 ist das 45-W-Solarmodul, mit dem Milesight seine solarbetriebenen Sensing-Kameras der X5-Reihe versorgt. Technisch ist es ein vollwertiges monokristallines Modul mit gehärtetem Frontglas, Aluminiumrahmen und IP67-Anschlussdose — nicht das übliche laminierte Kleinpanel, das nach zwei Sommern milchig wird. Mit 20.37 Prozent Modulwirkungsgrad, einer Leistungstoleranz von 0 bis +4.99 W und einer Belastbarkeit von 5400 Pa auf der Frontseite ist es für den Ganzjahresbetrieb im Freien ausgelegt, Schneelast eingeschlossen.
- 45 WMaximalleistung
- 20.37 %Modulwirkungsgrad
- 5400 PaFlächenlast Frontseite
- -40 bis 85 °CBetriebstemperatur
Was dieses Modul von einem Kleinpanel unterscheidet
- Gehärtetes Frontglas, 3.2 mm: Kein laminiertes Kunststofffenster. Glas vergilbt nicht, wird nicht stumpf und verliert über die Jahre keinen Ertrag durch Trübung — der häufigste Ausfallgrund kleiner Kunststoffmodule im Dauerbetrieb.
- Aluminiumrahmen mit echter Lastangabe: 5400 Pa Frontlast und 2400 Pa Rücklast. Das ist die übliche Prüfgrösse für Schneelast und Windsog bei Dachmodulen und heisst in der Praxis: Das Modul darf auch dort stehen, wo im Winter ein halber Meter Schnee liegen bleibt.
- Positive Leistungstoleranz: 0 bis +4.99 W. Kein Exemplar liegt unter der Nennleistung — bei der Auslegung eines Systems mit knapper Winterbilanz eine belastbare Untergrenze statt eines Mittelwerts.
- Monokristalline Halbzellen: 27 Zellen im Format 182 × 36.4 mm, in drei Reihen zu neun. Die Halbzellenbauweise reduziert die Verluste bei Teilverschattung gegenüber einem Modul mit ganzen Zellen.
- IP67-Anschlussdose: Die Elektrik sitzt in einem gekapselten Kasten auf der Rückseite, nicht in einer vergossenen Kabelausführung. Das ist der Teil, der bei billigen Modulen zuerst Wasser zieht.
- MC4-kompatible Stecker: Der Industriestandard der Photovoltaik. Verlängerungen, Y-Verteiler und Ersatzstecker sind Katalogware und keine Herstellerteile.
- Weiter Temperaturbereich: -40 bis 85 °C, nominale Zelltemperatur 45 ± 2 °C. Das Modul ist nicht die schwächste Stelle einer Aussenanlage.
Wo es eingesetzt wird
- Solarbetriebene Kameras im Feld: Der vorgesehene Einsatzfall — Überwachung an Stellen ohne Netzanschluss.
- Baustellen und temporäre Standorte: Aufstellen und betreiben, ohne Bauanschluss und ohne Generator.
- Verkehrs- und Streckenüberwachung: Masten entlang von Strassen und Zufahrten, wo Netzanschluss teurer wäre als die ganze Anlage.
- Land- und Forstwirtschaft: Weiden, Waldwege, Silos und Lagerplätze abseits der Erschliessung.
- Ersatz für ein defektes Modul: Bestehende Solaranlagen, bei denen das Panel und nicht die Elektronik aufgegeben hat.
- Winterkritische Standorte: Wo die Auslegung im Dezember steht und nicht im Juni, zahlt sich die positive Leistungstoleranz aus.
Der S45 ist das Modul für Milesights X5-Sensing-Kameras.
Milesight führt ihn als Solarmodul für die X5-Reihe. Die X5-Kameras verlangen laut Hersteller ein Panel mit mindestens 35 W und einer Leerlaufspannung unter 22 V — der S45 liegt mit 45 W und 18.44 V in diesem Fenster. Wir führen derzeit keine X5-Kamera im Sortiment; wenn du ein passendes Kameramodell brauchst, frag uns an, wir beschaffen es gern.
Für die LoRaWAN-Controller der UC50x-Reihe ist er nicht gedacht. Dort ist das kleine CSOX-Panel mit 5 W und M12-Anschluss das vorgesehene Zubehör. Ein 45-W-Modul mit MC4-Steckern passt weder steckerseitig noch von der Leistung her zu einem batteriebetriebenen Sensorknoten.
Kein Laderegler im Lieferumfang. Das Modul liefert Gleichspannung; Laderegelung, Akku und Verkabelung sind Teil der Anlage, nicht des Moduls. Wer es an etwas anderes als eine dafür vorgesehene Milesight-Kamera hängen will, braucht einen passenden Solarladeregler.
4.2 kg und 580 × 385 mm: Prüf vor der Bestellung, ob dein Mast oder deine Halterung diese Fläche im Wind trägt.
Damit hast du die Kaufentscheidung beisammen. Was jetzt folgt, ist die Tiefe für Auslegung und Montage.
Was die Temperaturkoeffizienten für den Sommer bedeuten
Solarmodule werden bei 25 °C Zelltemperatur vermessen — eine Bedingung, die im Betrieb fast nie vorliegt. Die nominale Zelltemperatur des S45 liegt bei 45 ± 2 °C, an einem heissen Julitag auf einem dunklen Mast durchaus darüber. Mit einem Leistungskoeffizienten von -0.35 Prozent je Kelvin heisst das: Bei 60 °C Zelltemperatur liefert das Modul rund zwölf Prozent weniger als sein Typenschild. Wer eine Anlage knapp auslegt, sollte diese Zahl kennen — sie erklärt, warum die gemessene Ausbeute im Hochsommer unter der gerechneten liegt, obwohl die Sonne scheint.
Interessanter ist die Gegenrichtung. Der Spannungskoeffizient von -0.27 Prozent je Kelvin wirkt in der Kälte umgekehrt: An einem klaren Wintertag bei -10 °C steigt die Leerlaufspannung gegenüber dem Datenblattwert von 18.44 V spürbar an. Das ist der Grund für die Herstellervorgabe einer Leerlaufspannung unter 22 V — sie enthält bereits eine Reserve für den kalten Fall. Wer ein anderes Modul einsetzen will, muss diesen kalten Spitzenwert prüfen und nicht den Datenblattwert bei 25 °C. Diese Einordnung stammt aus der Anwendungspraxis und ist als Auswahlhilfe zu verstehen, nicht als Zertifizierungsaussage des Herstellers.
Montage
Die Ausrichtung folgt der Winterbilanz, nicht dem Jahresertrag: Süden, und deutlich steiler angestellt, als es für die Jahressumme optimal wäre. Ein steiles Modul fängt die flach einfallende Wintersonne besser und lässt Schnee abrutschen, statt ihn zu sammeln — ein flach montiertes Panel ist unter einer Schneedecke wochenlang wirkungslos, und genau in diesen Wochen ist die Energiebilanz kritisch.
Bei den Anschlusskabeln von 50 cm Länge braucht es an einem Mast in aller Regel eine Verlängerung. Weil die Stecker MC4-kompatibel sind, ist das Standardware aus dem Photovoltaikhandel. Die Leitung wird mit einer Tropfschlaufe verlegt, damit Wasser nicht am Kabel entlang in die Steckverbindung läuft, und mit Zugentlastung befestigt — ein Modul dieser Fläche bringt im Sturm erhebliche Kräfte auf, und die enden sonst am Stecker.
Zur Pflege: Ein Reinigungsgang im Herbst lohnt sich. Staub, Pollen und Vogelkot kosten über eine Saison mehr Ertrag, als die meisten erwarten, und im Winter fehlt jedes Prozent.
Technische Daten
Die allgemeinen Produktdaten stehen in der Detailtabelle weiter unten. Hier steht, was es dort nicht als Merkmal gibt.
| Elektrisch | |
|---|---|
| Maximalleistung | 45 W |
| Leistungstoleranz | 0 bis +4.99 W |
| Leerlaufspannung | 18.44 V |
| Kurzschlussstrom | 3.01 A |
| Spannung im Maximalleistungspunkt | 15.93 V |
| Strom im Maximalleistungspunkt | 2.82 A |
| Modulwirkungsgrad | 20.37 % |
| Maximale Systemspannung | 700 V Gleichspannung nach IEC und UL |
| Maximale Sicherung in Reihe | 10 A |
| Temperaturverhalten | |
| Temperaturkoeffizient Leistung | -0.350 % je Kelvin |
| Temperaturkoeffizient Leerlaufspannung | -0.270 % je Kelvin |
| Temperaturkoeffizient Kurzschlussstrom | +0.048 % je Kelvin |
| Nominale Zelltemperatur | 45 ± 2 °C |
| Aufbau | |
| Zellen | monokristallin, 182 × 36.4 mm, 3 × 9 Stück |
| Frontglas | 3.2 mm gehärtetes Glas |
| Rahmen | Aluminium |
| Anschlussdose | IP67 |
| Anschlusskabel | 50 cm, Länge kundenspezifisch möglich |
| Steckverbinder | MC4-kompatibel |
| Flächenlast | Frontseite maximal 5400 Pa, Rückseite maximal 2400 Pa |
| Eignung | |
| Vorgesehen für | Milesight X5 Sensing Camera |
Solarmodule von Milesight im Vergleich
| Modul | Leistung | Anschluss | Vorgesehen für |
|---|---|---|---|
| S45 | 45 W | MC4-kompatibel | X5 Sensing Camera |
| CSOX | 5 W | M12 | UC501 und UC511 |
Die beiden Module sind keine Grössenvarianten desselben Teils, sondern gehören zu verschiedenen Produktwelten: Der CSOX lädt die Akkus eines batteriebetriebenen Sensorknotens, der S45 versorgt eine dauerhaft arbeitende Kamera.
Unterstützung bei der Auslegung
Ob dein Gerät zu diesem Modul passt und ob 45 W an deinem Standort für den Winterbetrieb reichen, klären wir gern mit dir — das ist eine Frage zum Produkt und kostet nichts. Für die Auslegung einer netzunabhängigen Anlage mit Laderegler und Akku, die Standortbeurteilung und die Inbetriebnahme vor Ort erstellen wir dir gern ein Angebot.

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