Das Kona Micro ist ein Achtkanal-Gateway für den Innenraum, das eine Eigenschaft mitbringt, die man bei dieser Bauklasse selten findet: einen eingebauten Batteriepuffer für vier Stunden. Fällt der Strom aus, funkt das Gateway weiter — und genau dann, wenn Sensoren melden sollten, dass etwas nicht stimmt, bleibt das Netz am Leben. Dazu kommt eine Verarbeitung, die auf Dauerbetrieb ausgelegt ist, mit 830 000 Stunden rechnerischer Lebensdauer und einer Sendeleistung, die bis 27 dBm reicht. Es ist kein Gerät für den Schreibtisch, sondern für den Technikraum eines Gebäudes, das über Jahre zuverlässig Daten liefern soll.
- 8 Rx / 1 TxKanäle im Zeitduplex
- 4 StundenBatteriepuffer bei Stromausfall
- −141 dBmEmpfindlichkeit bei SF12
- 2.3 WLeistungsaufnahme über Ethernet
- 830 000 hrechnerische Lebensdauer
Was das Kona Micro auszeichnet
- Batteriepuffer eingebaut: Vier Stunden Weiterbetrieb ohne Netzstrom. Bei Sensornetzen, die Störungen melden sollen, ist ein Gateway, das beim Stromausfall als Erstes ausfällt, ein Widerspruch in sich — hier ist er aufgelöst.
- Speisung wahlweise: 12 V über Netzteil oder Power over Ethernet. Ein Kabel für Strom und Daten spart im Technikraum die Steckdose und macht die Montage im Deckenbereich einfacher.
- Externe Antenne über RP-SMA: Statt einer fest eingebauten Antenne ein Schraubanschluss. Achtung: Es ist eine RP-SMA-Buchse, im Datenblatt „SMA-RC“ genannt — eine gewöhnliche SMA-Antenne schraubt sich zwar auf, stellt aber keinen Kontakt her. Das erlaubt es, die Antenne dorthin zu setzen, wo Empfang ist — im Metallschrank ist das oft der entscheidende Unterschied.
- Bis 27 dBm Sendeleistung: Die Ausgangsleistung reicht über das hinaus, was im europäischen 868-MHz-Band genutzt werden darf, und ist damit für andere Bänder ausgelegt. In der Praxis bedeutet die Reserve, dass der Verstärker im zulässigen Bereich entspannt arbeitet.
- Ferngewartet statt besucht: Fernaktualisierung der Firmware, Systemüberwachung, Funkkonfiguration und Zugriffslisten sind eingebaut. Mit Kona Pilot lassen sich viele Standorte aus einer Oberfläche verwalten.
- Vorprovisioniertes Werksabbild: Für Stückzahlen liefert Tektelic die Geräte mit fertiger Serverkonfiguration. Auspacken, anschliessen, läuft — ohne Einzelkonfiguration.
- Zustandsanzeige über Leuchtdiode: Eine mehrfarbige Anzeige am Gehäuse zeigt Betriebszustand und Verbindung. Bei der Fehlersuche vor Ort erspart das den Laptop.
- Listen Before Talk: Das Gerät hört vor dem Senden ins Band, wo die regionalen Vorschriften das verlangen — das senkt Kollisionen in dicht belegten Umgebungen.
Wo das Kona Micro eingesetzt wird
- Liegenschaften und Bürogebäude: Ein Gateway im Technikraum deckt mehrere Stockwerke ab und bindet Raumsensoren, Zähler und Türkontakte an.
- Schulen und öffentliche Bauten: Wo Raumklima und Belegung erfasst werden und der Betrieb über Jahre laufen muss.
- Kritische Meldeketten: Leckwächter und Alarmmelder, die gerade beim Stromausfall funktionieren müssen — hier zahlt sich der Batteriepuffer aus.
- Lager und Produktion: Externe Antenne an eine günstige Stelle gesetzt, während das Gerät geschützt im Schaltschrank bleibt.
- Erweiterung bestehender Netze: Als zusätzlicher Standort dort, wo ein vorhandenes Gateway nicht mehr hinreicht.
- Grosse Rollouts: Werksabbild, Fernaktualisierung und zentrale Verwaltung halten den Aufwand flach, wenn viele Standorte entstehen.
Passt das Kona Micro zu deinem Vorhaben?
Es ist richtig für Innenräume mit Netzwerkanschluss, bei denen Verfügbarkeit zählt. Für die Montage im Freien taugt es nicht — mit IP30 ist es gegen Feuchtigkeit nicht geschützt und gehört in Gebäude oder in einen Schrank.
Hast du am Aufstellort kein Netzwerk, nimm die LTE-Ausführung mit eingebautem Mobilfunkmodem und zwei SIM-Steckplätzen. Geht es um Flächendeckung im Freien, ist das Kona Enterprise die Aussenvariante, für grosse Areale das Kona Mega.
Preislich günstiger und für einfache Innenanwendungen völlig ausreichend ist unser Bestseller RAK7268CV2 — ihm fehlt allerdings der Batteriepuffer.
Damit hast du die Kaufentscheidung beisammen. Was jetzt folgt, ist die Tiefe für Planung und Integration.
Technik im Detail
Acht Empfangskanäle im Zeitduplex heisst: Das Gerät hört auf acht Frequenzen gleichzeitig, kann aber nicht senden und empfangen zur selben Zeit. Für die meisten Anwendungen ist das unerheblich, weil Sensoren selten und kurz senden. Spürbar wird die Einschränkung erst, wenn viele Downlinks nötig sind — etwa bei Firmware-Verteilung an hunderte Geräte oder bei quittierten Nachrichten im Sekundentakt.
Die Empfindlichkeit von −141 dBm gilt bei Spreizfaktor 12 und 293 bit/s, also der langsamsten Übertragung. Was am Standort ankommt, hängt an der Antenne und an der Störumgebung. Im Gebäude ist selten die Empfindlichkeit der Engpass, sondern die Dämpfung durch Decken und Wände — deshalb ist die Wahl des Antennenstandorts wichtiger als jede Zahl im Datenblatt.
Zur Einordnung aus der Anwendungspraxis: Der Hersteller nennt eine Abdeckung über drei bis vier Betongeschosse. Das ist realistisch für ein zentral gesetztes Gateway mit Antenne im Treppenhaus oder Lichtschacht, aber nicht für eines im Kellerschrank hinter einer Brandschutztür. Bei mehrgeschossigen Bauten lohnt es sich, die Antenne über ein Verlängerungskabel in den Steigschacht zu setzen, statt ein zweites Gateway zu kaufen. Diese Einordnung ist als Auswahlhilfe zu verstehen, nicht als Zertifizierungsaussage des Herstellers.
Speisung und Verfügbarkeit
| Stromversorgung | |
|---|---|
| Leistungsaufnahme | 2.3 W bei Ethernet-Anbindung |
| Speisung | 12 V / 1 A Netzteil oder Power over Ethernet |
| Batteriepuffer | vier Stunden |
| Verfügbarkeit | |
| Rechnerische Lebensdauer (MTBF) | 830 000 Stunden |
| Firmware | aktives und passives Abbild, Fernaktualisierung |
Für die Projektplanung heisst das: Bei 2.3 W lässt sich das Gateway an einem beliebigen PoE-Anschluss betreiben, ohne die Leistungsbilanz des Switches zu belasten. Der Batteriepuffer überbrückt kurze Unterbrüche vollständig; für längere Ausfälle bleibt er eine Meldereserve, kein Ersatz für eine unterbrechungsfreie Versorgung.
Integration in bestehende Netze
Das Gateway arbeitet mit dem Semtech-Paketweiterleiter und lässt sich an gängige LoRaWAN-Netzserver anbinden — ChirpStack, The Things Stack, Swisscom LPN oder Tektelics Kona Core. Netzseitig unterstützt es DHCPv4, einen TFTP- und HTTP-Server sowie Firewall und Zugriffslisten.
Konfiguriert wird über das Feldkonfigurationswerkzeug oder zentral über Kona Pilot mit Systemüberwachung, Funkkonfiguration und Zugriffsverwaltung. Für grössere Bestellungen liefert Tektelic ein vorprovisioniertes Werksabbild.
Regionalvarianten
Wir führen grundsätzlich die europäische Variante. Die übrigen Regionalvarianten beschaffen wir gern auf Anfrage.
| Variante | Band | Verfügbarkeit |
|---|---|---|
| EU868 | 863 – 870 MHz | Das ist die Version, die du hier bestellst |
| US915 · AU915 · AS923 | je nach Region | auf Anfrage |
Technische Daten
| Funk | |
|---|---|
| Kanäle | Zeitduplex, 8 Empfang / 1 Senden |
| Bänder | EU868, US915, AU915, AS923 |
| Sendeleistung | 14 bis 27 dBm |
| Empfindlichkeit | −141 dBm bei SF12, 293 bit/s |
| Rauschzahl | 3.5 dB |
| Linearität | −10 dBm |
| Dynamikbereich | 70 dB analog, über 100 dB digital |
| Anschlüsse | |
| Ethernet | RJ-45, 10/100 BaseT |
| LoRa-Antenne | extern, RP-SMA (im Datenblatt „SMA-RC“) |
| Speisung | 12 V / 1 A oder PoE |
| Mechanik und Umgebung | |
| Abmessungen | 120 × 118 × 41.5 mm |
| Gewicht | 336 g mit Batterie, 245 g ohne |
| Schutzart | IP30, nur für Innenräume |
| Betriebstemperatur | 0 bis +40 °C |
| Betriebsfeuchte | 5 bis 95 %, kondensierend |
| Weiteres | |
| Leistungsaufnahme | 2.3 W |
| MTBF | 830 000 Stunden |
| Zulassung | CE, RED 2014/53/EU; UL / CSA / EN / IEC 62368-1 |
| Herstellernummer | MIG2TEEU868 |
| Herstellungsland | Ukraine |
Montage und Inbetriebnahme
Die Antenne bestimmt die Abdeckung, nicht der Standort des Gehäuses. Ein Gateway im Metallschrank mit Antenne ausserhalb funktioniert; eines frei im Raum mit Antenne im Schrank nicht. Der RP-SMA-Anschluss erlaubt ein Verlängerungskabel — jeder Meter kostet allerdings Dämpfung, deshalb so kurz wie möglich und mit ordentlichem Kabel.
Senkrechte Ausrichtung der Antenne ist wichtiger, als viele annehmen: Eine schräg hängende Antenne verliert deutlich an Reichweite, weil die Abstrahlung nicht mehr in der Ebene liegt, in der die Sensoren sitzen. Bei mehrgeschossiger Abdeckung gehört die Antenne in den Steigschacht oder ins Treppenhaus, wo weniger Beton dazwischen steht.
Andere Tektelic-Gateways bei uns
| Modell | Unterschied | Wofür gemacht |
|---|---|---|
| Kona Micro Gen2T LTE | zusätzlich Mobilfunkmodem, zwei SIM | innen, ohne Netzwerkanschluss |
| Kona Enterprise | 8 Kanäle, für aussen | Liegenschaften, kleinere Areale |
| Kona Mega ATEX | 16+16 Kanäle, explosionsgeschützt | grosse Areale, Ex-Zonen |
| Kona Photon 95W | mit Solarmodul | Standorte ohne Stromanschluss |
Passendes Zubehör
- Antenne: Die passende Innenantenne für 860 bis 880 MHz liegt bei. Als Ersatz oder als Zweitantenne für die abgesetzte Montage führen wir sie einzeln. Eine Aussenantenne wie die Tektelic 6-dBi-Antenne braucht einen Adapter von RP-SMA auf N-Type — SMA und RP-SMA sind nicht dasselbe.
- Einspeisung: Der Tektelic PoE-Injektor für innen versorgt das Gateway über die Netzwerkleitung, wenn der Switch kein PoE liefert.
- Netzteil: Das 12-V-Netzteil mit EU- und UK-Stecker als Alternative zur PoE-Speisung.
Unterstützung bei der Auslegung
Ob ein Gateway für dein Gebäude genügt, hängt an Bauweise und Sensorverteilung — frag uns, das lässt sich vorab abschätzen. Datenblatt und Handbuch findest du im Reiter „Dokumente».
Sag uns, wie viele Standorte du ausrüsten willst: Für Funkplanung, Vorkonfiguration und Inbetriebnahme erstellen wir dir gern ein Angebot.



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