Der RAK7266S WisGate Soho Lite ist ein LoRaWAN-Gateway für innen, das mit dem Nötigen auskommt: acht Kanäle, ein Ethernetanschluss, WLAN und ein Steckernetzteil. Er verzichtet auf das Mobilfunkmodul und auf die Speisung über das Netzwerkkabel — genau darin liegt sein Sinn, denn wo ohnehin eine Netzwerkdose und eine Steckdose sind, zahlt man für beides ohne Nutzen. Was er nicht weglässt, ist die Software: Auf ihm läuft dasselbe WisGateOS 2 wie auf den grossen Modellen, samt eingebautem Netzwerkserver, und eine vorinstallierte Speicherkarte puffert Pakete, wenn die Verbindung nach oben aussetzt.
- 8 KanäleSX1302, EU868
- 27 dBmSendeleistung, −139 dBm Empfindlichkeit
- 32 GBPufferspeicher an Bord
- Ethernet + WLANAnbindung nach oben
- 166 × 127.5 × 36 mm300 g, IP30
Was den Soho Lite von den grösseren WisGate-Modellen unterscheidet
- Er lässt weg, was drinnen niemand braucht: Kein Mobilfunkmodul, keine Speisung über das Netzwerkkabel, kein wetterfestes Gehäuse. Wer ein Gateway in ein Büro, eine Werkstatt oder einen Technikraum stellt, hat Strom und Netzwerk ohnehin — und bezahlt sonst für Bauteile, die nie eingeschaltet werden.
- Der Funkteil ist derselbe wie bei den grossen Modellen: Acht Kanäle auf einem Semtech-Konzentrator, keine abgespeckte Ein-Kanal-Bastelei. Ein Ein-Kanal-Gateway hört nur auf einer Frequenz und verliert reihenweise Pakete, sobald mehrere Geräte gleichzeitig senden; das ist der Unterschied zwischen einem Versuchsaufbau und einem Netz.
- Speicherkarte als Puffer: Ab Werk steckt eine 32-GB-Karte im Gerät, die Protokolle und eingehende Pakete zwischenspeichert. Fällt die Verbindung zum Netzwerkserver aus, gehen die Messwerte nicht verloren, sondern werden nachgeliefert — bei einem Gateway am Ende einer wackeligen Leitung ist das der Unterschied zwischen einer Lücke und einer vollständigen Reihe.
- Netzwerkserver an Bord: WisGateOS 2 bringt einen eigenen LoRaWAN-Server mit. Für eine überschaubare Anlage braucht es damit weder ein Konto bei einem Anbieter noch einen eigenen Server — die Daten bleiben im Haus.
- Einrichtung ohne Kabel: Das Gerät spannt beim ersten Start ein eigenes WLAN auf. Konfiguriert wird im Browser, ohne Netzwerkdose und ohne Suche nach der vergebenen Adresse.
- Externe LoRa-Antenne statt eingebauter: Der Anschluss ist herausgeführt. Ein Gateway im Metallschrank oder unter einer Betondecke lässt sich damit über eine abgesetzte Antenne retten, während ein Gerät mit interner Antenne dort verloren ist.
- Montage auf Rohre und Schienen: Die Halterungen für 14, 16 und 24 Millimeter liegen bei — das Gerät lässt sich auf ein Rohr klemmen, an die Wand schrauben oder einfach hinstellen.
- Konsole über USB-C: Wenn Netzwerk und WLAN nicht mehr antworten, bleibt der direkte Zugang. Bei einem Gerät, das man sonst nur über das Netz erreicht, das man gerade repariert, ist das mehr als eine Randnotiz.
Wo er eingesetzt wird
- Erstes Gateway für ein eigenes Netz: Wer Sensoren im eigenen Gebäude betreiben will und nicht auf öffentliche Abdeckung warten mag, kommt hier am günstigsten hinein.
- Liegenschaften und Verwaltungsgebäude: Ein Gerät je Gebäude deckt in der Regel mehrere Stockwerke ab — Zähler, Türkontakte, Raumklima.
- Werkstatt und Produktionshalle: Ethernet liegt dort ohnehin, und die externe Antenne lässt sich aus dem Schaltschrank herausführen.
- Abdeckungslücken schliessen: Als Ergänzung zu einem bestehenden Netz an der Stelle, an der ein Keller oder ein Anbau nicht erreicht wird.
- Entwicklung und Erprobung: Der eingebaute Netzwerkserver macht das Gerät zum vollständigen Prüfstand — Sensor anmelden, Pakete ansehen, Decoder schreiben, ohne fremde Infrastruktur.
- Schulung und Demonstration: Klein genug für den Koffer, schnell genug eingerichtet für einen Vormittag.
- Grosse Rollouts mit vielen kleinen Standorten: Bei fünfzig Liegenschaften entscheidet der Stückpreis, und die Verwaltung läuft über dasselbe Werkzeug wie bei den grösseren Modellen.
Damit ist die Kaufentscheidung beisammen. Was jetzt folgt, ist die Tiefe für Planung und Inbetriebnahme.
Was acht Kanäle in der Praxis tragen
Acht Uplink-Kanäle sind der Standard für LoRaWAN in Europa und decken die drei gesetzlich vorgeschriebenen Frequenzen plus fünf weitere ab. Wie viele Geräte daran hängen können, lässt sich nicht als Stückzahl angeben — es hängt am Sendeintervall und am Spreizfaktor. Ein Sensor, der stündlich eine kurze Meldung schickt und nahe genug am Gateway steht, belegt die Luft für Bruchteile einer Sekunde; derselbe Sensor am Rand der Reichweite braucht bei hohem Spreizfaktor das Vielfache davon.
Einordnung aus der Anwendungspraxis, keine Herstellerangabe: Für eine Liegenschaft mit stündlich sendenden Sensoren ist ein Gateway dieser Klasse bei einigen hundert Geräten noch nicht am Anschlag — die Grenze liegt in der Regel bei der Funkabdeckung, nicht bei der Kanalzahl. Kritisch wird es, wenn viele Geräte gleichzeitig senden, etwa nach einem Stromausfall, wenn alle zur selben Sekunde neu anmelden. Wer das erwartet, verteilt die Anmeldung zeitlich oder plant ein zweites Gateway ein.
Zur Sendeleistung: Die angegebenen 27 dBm sind der Höchstwert des Funkteils, nicht das, was in Europa abgestrahlt werden darf — die Regulierung begrenzt die Sendeleistung im 868-MHz-Band deutlich darunter. Die Firmware hält sich daran; die Zahl beschreibt die Auslegung des Verstärkers, nicht die Betriebseinstellung.
Anschlüsse
Alles Wichtige sitzt an der Rückseite: der Antennenanschluss, die Leuchtdioden für Betrieb, LoRa, WLAN und LTE, die beiden Steckplätze, der Rücksetzknopf, die USB-C-Konsole, der Ethernetanschluss und die Buchse für das Netzteil. An der Seite liegen zwei weitere Antennenanschlüsse, die nur die LTE-Ausführungen belegen.

Zwei Dinge zur Aufstellung. Erstens der Standort: Ein Gateway gehört möglichst hoch und möglichst frei — auf den Schrank statt darunter, in die Raummitte statt in die Ecke, und nicht direkt neben einen Verteilerkasten. Zweitens die Erwartung an Betondecken: Jede Geschossdecke kostet Reichweite, mehr als jede Wand. Wer ein Gebäude über mehrere Stockwerke abdecken will, stellt das Gerät lieber ins mittlere Geschoss als ins oberste.
Technische Daten
Die allgemeinen Produktdaten — Schutzart, Gehäuse, Masse, Temperaturbereich, Marke — findest du in der Detailtabelle weiter unten auf dieser Seite.
| LoRa | |
|---|---|
| Konzentrator | Semtech SX1302 auf Mini-PCIe-Karte (SX1303 auf Anfrage) |
| Kanäle | 8 |
| Frequenz | EU868 — das ist die Version, die du hier bestellst |
| Sendeleistung | max. 27 dBm (durch die europäische Regulierung begrenzt) |
| Empfindlichkeit | bis −139 dBm |
| Antenne | extern, RP-SMA |
| Rechner und Anbindung | |
| Prozessor und Speicher | MT7628, 128 MB DDR2 |
| Ethernet | 10/100 Mbit/s |
| WLAN | 2.4 GHz, 802.11b/g/n, Kanäle 1–13, PCB-Antenne |
| Pufferspeicher | 32 GB microSD, ab Werk eingebaut |
| Konsole | USB-C |
| Betrieb | |
| Firmware | WisGateOS 2 mit eingebautem LoRaWAN-Netzwerkserver |
| Speisung | 12 V Gleichspannung |
| Betriebstemperatur | −10 … +55 °C, Lagerung bis +65 °C |
| Luftfeuchtigkeit | 0 … 95 % rF, nicht kondensierend |
| Montage | Tisch, Wand, Rohrschellen für 14, 16 und 24 mm |
Die WisGate-Modelle für innen im Vergleich
Die Unterschiede liegen bei der Anbindung nach oben und bei der Speisung, nicht beim Funkteil.
| Modell und Unterscheidungsmerkmal | |
|---|---|
| RAK7266S Soho Lite | ohne Mobilfunk, Ethernet und WLAN, 12 V — das ist die Version, die du hier bestellst |
| RAK7266 Soho Lite mit LTE | dasselbe Gerät mit Mobilfunkmodul, wahlweise mit innen oder aussen liegenden Antennen — auf Anfrage |
| RAK7267 Soho Pro | die grössere Ausführung derselben Reihe |
| RAK7268CV2 Edge Lite 2+ | unser meistverkauftes Gateway für innen, mit LTE und Speisung über das Netzwerkkabel |
| RAK7240CV2 Edge Prime | für aussen, wetterfest |
Unterstützung und Zubehör
Datenblatt und Anleitung des Herstellers liegen im Reiter „Dokumente». Wenn die Antenne am Gerät nicht reicht — Metallschrank, Kellerlage, grosse Fläche —, ist eine abgesetzte Antenne der wirksamste Hebel; welcher Steckertyp dazu passt, sagen wir dir gern vorab. Für Funkplanung, Vorkonfiguration mehrerer Standorte und die Anbindung an euren Netzwerkserver erstellen wir dir ein Angebot.


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