Die kürzeste der drei LoRaWAN-Aussenantennen von Tektelic: ein halber Meter Rundstrahler mit N-Stecker und 45 Grad Öffnung in der Höhe. Sie hat den geringsten Gewinn — und ist genau deshalb an vielen Standorten die richtige Wahl. Wo Sensoren nicht am Horizont, sondern rundherum, darunter und im Nahbereich stehen, versorgt ein weit geöffnetes Abstrahlmuster zuverlässiger als eine gebündelte Keule, die über die Köpfe hinwegzielt. Dazu kommt der praktische Vorteil der Baulänge: Fünfzig Zentimeter fallen an einer Fassade kaum auf und halten dem Wind wenig entgegen.
- 2.5 dBiAntennengewinn
- 45°Öffnungswinkel in der Höhe
- 500 mmBaulänge
- N-Steckerdirekt an die N-Buchse am Gateway
Wofür diese Antenne gebaut ist
- Weite Abdeckung statt maximaler Reichweite: 45 Grad Öffnung heissen, dass auch Geräte deutlich unterhalb oder oberhalb des Gateways sauber erreicht werden. Bei mehrstöckiger Bebauung, Hanglage oder Sensoren nahe am Mast ist das entscheidender als Kilometer in die Ebene.
- Rundum in der Waagrechten: Keine Vorzugsrichtung, nichts auszurichten. Sie muss nur senkrecht stehen.
- Kurz gebaut: Ein halber Meter statt 0.8 oder 1.27 Meter. Das ist an der Fassade unauffälliger, hält weniger Wind aus und lässt sich in einem gewöhnlichen Paket versenden.
- Direkt anschraubbar: N-Stecker am Antennenfuss, passend zur N-Buchse an Kona Mega, Macro, Enterprise und Photon. Ohne Kabel entfällt jede Dämpfung.
- Mastschellen dabei: Das Befestigungsmaterial für die Mastmontage liegt bei.
- Zwei Bänder: 860 bis 870 und 900 bis 930 MHz — dasselbe Bauteil für Europa und Nordamerika.
Wo sie ihre Stärke ausspielt
- Areal mit Höhenunterschieden: Gateway auf dem Dach, Sensoren im Keller und im Hof — die weite Öffnung erreicht beides.
- Mehrgeschossige Gebäude: Ein Aussengateway, das auch die darunterliegenden Stockwerke versorgen soll, braucht Abstrahlung nach unten.
- Hanglage: Wo das Versorgungsgebiet nicht flach ist, geht mit hohem Gewinn genau der Teil verloren, der abgedeckt werden müsste.
- Enge Standorte: Balkon, Lichthof, Innenhof — wo eine 1.27-Meter-Antenne baulich nicht in Frage kommt.
- Kleinere Areale: Wenn die Fläche ohnehin in Reichweite liegt, bringt zusätzlicher Gewinn nichts und kostet nur Abdeckung im Nahbereich.
- Als Ersatzteil: Für Kona Mega und Macro, deren Antenne bei einem Standortwechsel oder nach einem Blitzschlag getauscht werden muss.
Der geringste Gewinn ist keine Schwäche, sondern eine Auslegung.
Nimm sie, wenn Sensoren in unterschiedlichen Höhen stehen, wenn das Versorgungsgebiet nahe am Gateway liegt oder wenn der Platz für eine längere Antenne fehlt.
Nimm sie nicht, wenn du maximale Reichweite über eine flache, weite Fläche brauchst. Dafür ist die 8.5-dBi-Ausführung mit 14 Grad Öffnung gemacht.
Der Allrounder dazwischen ist die 6-dBi-Antenne mit 20 Grad, die Tektelic selbst als ausgewogene Wahl empfiehlt.
Passt sie an dein Gerät? Nur an Geräte mit N-Buchse. An das Kona Micro mit RP-SMA-Anschluss passt sie nicht ohne Adapter.
Zum Bild: Es zeigt die 6-dBi-Antenne derselben Reihe. Bauform und Anschluss sind gleich, die Länge nicht — diese Antenne misst 500 statt 800 mm.
Damit hast du die Kaufentscheidung beisammen. Was jetzt folgt, ist die Tiefe für Planung und Montage.
Warum weniger Gewinn manchmal mehr Abdeckung bedeutet
Eine Antenne verstärkt nichts. Sie hat keine Stromversorgung und fügt keine Leistung hinzu — sie verteilt die vorhandene nur anders. Der Gewinn in dBi sagt, wieviel stärker in die Vorzugsrichtung gestrahlt wird als bei einem gedachten Kugelstrahler. Bei einem Rundstrahler ist diese Vorzugsrichtung die Waagrechte, und was dort hinzukommt, fehlt oben und unten.
Der Auswahlleitfaden von Tektelic nennt die Zahlen: 2.5 dBi öffnen 45 Grad in der Höhe, 6 dBi noch 20, 8.5 dBi nur 14. Wer ein Gateway zwanzig Meter hoch montiert und die Sensoren im Umkreis von hundert Metern hat, versorgt mit 45 Grad die ganze Fläche unter sich; mit 14 Grad beginnt die Hauptkeule erst in achtzig Metern Abstand. Der Rest wird über Nebenkeulen mitversorgt — das geht oft gut, ist aber kein geplanter Zustand. Diese Einordnung stammt aus der Anwendungspraxis und ist als Auswahlhilfe zu verstehen, nicht als Zertifizierungsaussage des Herstellers.
Ein Nebeneffekt des geringen Gewinns ist eine kleinere Sorge um die zulässige Strahlungsleistung: Im europäischen 868-MHz-Band ist die abgestrahlte Leistung begrenzt, und der Antennengewinn zählt dabei mit. Mit 2.5 dBi bleibt mehr Spielraum bei der Sendeleistung des Gateways als mit 8.5.
Montage
Die Antenne muss senkrecht stehen. Eine schräg montierte Rundstrahlantenne kippt ihr Abstrahlmuster mit — bei 45 Grad Öffnung ist das weniger kritisch als bei den langen Ausführungen, aber es bleibt vermeidbarer Verlust.
Der Antennenstecker gehört abgedichtet. Tektelic empfiehlt in den Gateway-Handbüchern ein Abdichtungsband-Set für die N-Verbindung. Wasser im Antennenstecker ist eine häufige Ursache für schleichend nachlassende Reichweite — es fällt nicht auf, weil das Netz weiterläuft, nur schlechter.
Wird ein Kabel zwischen Gateway und Antenne verwendet, gehört dort ein Halbzoll-Superflex-Kabel hin, N-Stecker auf N-Buchse, und so kurz wie möglich. Bei einer Antenne mit 2.5 dBi wiegt Kabeldämpfung besonders schwer, weil kein Gewinnvorsprung sie ausgleicht.
Technische Daten
| Funk | |
|---|---|
| Bauart | Rundstrahler, vertikal polarisiert |
| Gewinn | 2.5 dBi |
| Frequenzbereiche | 860–870 MHz und 900–930 MHz |
| Öffnungswinkel in der Höhe | 45° (halbe Leistung) |
| Abstrahlung in der Waagrechten | rundum gleichmässig |
| Mechanik | |
| Baulänge | 500 mm |
| Anschluss | N-Stecker |
| Befestigung | Mastmaterial im Lieferumfang |
| Farbe | grau |
| Weiteres | |
| Herstellernummer | T0007468 |
| Herstellungsland | China |
Die drei LoRaWAN-Antennen im Vergleich
| Antenne | Öffnung in der Höhe | Länge | Wofür |
|---|---|---|---|
| 2.5 dBi | 45° | 500 mm | Nahbereich, Höhenunterschiede, knapper Platz |
| 6 dBi | 20° | 800 mm | Allrounder, von Tektelic empfohlen |
| 8.5 dBi | 14° | 1270 mm | weite Flächen, geringe Höhenunterschiede |
Passende Gateways
- Kona Mega: Das Kona Mega hat keine eingebaute LoRa-Antenne — hier ist eine externe Antenne Voraussetzung für den Betrieb, nicht Zubehör.
- Kona Macro: Ebenso beim Kona Macro mit Geolokalisierung.
- Kona Enterprise: Beim Kona Enterprise ist eine Antenne eingebaut. Eine externe lohnt sich nur, wenn die Metallrückseite in eine wichtige Richtung abschattet.
Unterstützung bei der Auswahl
Ob 2.5, 6 oder 8.5 dBi an deinen Standort gehört, entscheidet sich an Masthöhe, Entfernung und Höhenprofil. Sag uns, wie hoch das Gateway steht und wo die Sensoren stehen — diese Frage beantworten wir kostenlos. Für eine Funkplanung mit Geländemodell und Abdeckungsberechnung erstellen wir dir gern ein Angebot.

Rezensionen
Es gibt noch keine Rezensionen.