Die Panorama LPM2-24-72-5RPSP ist eine flache 2×2-MIMO-Antenne für WLAN und 5G, die dort montiert wird, wo eine Stabantenne keine Woche überlebt: auf Fahrzeugdächern, an Maschinen, in Waschstrassen und im öffentlichen Raum. Sie ist 32 Millimeter hoch, hält Hochdruckreinigung nach IP69K und Schläge nach IK10 aus und deckt durchgehend 2.3 bis 7.2 GHz ab — also auch das 6-GHz-Band von WiFi 6E und 7, bei dem die meisten Bestandsantennen aufhören. Angeschlossen wird sie über zwei fest konfektionierte Kabel mit RP-SMA-Steckern, wie sie an Zugangspunkten und Industrieroutern üblich sind.
- 2.3 … 7.2 GHzdurchgehend, inklusive 6-GHz-Band
- 2 × 2 MIMOzwei entkoppelte Elemente
- 32 mmBauhöhe, 123 mm Durchmesser
- IP69K · IK10Dampfstrahl und 20 Joule
- −40 … +80 °CBetriebstemperatur
Was die LPM2-24-72 von einer gewöhnlichen WLAN-Antenne trennt
- Sie hört nicht bei 5.8 GHz auf: Der Durchlassbereich reicht bis 7.2 GHz. Damit deckt sie das 6-GHz-Band ab, das WiFi 6E und WiFi 7 erst interessant macht. Eine vorhandene Dualband-Antenne mag dort noch ein Signal durchlassen — angepasst ist sie nicht, und die Fehlanpassung kostet genau die Reichweite, für die man das neue Band angeschafft hat.
- Zwei Elemente, bewusst entkoppelt: 2×2 MIMO lebt davon, dass die beiden Pfade sich unterscheiden. Der Hersteller legt die Elemente auf hohe Isolation und geringe Korrelation aus — zwei nebeneinander geschraubte Einzelantennen erreichen das im Nahbereich nicht, weshalb die Datenrate dort hinter dem zurückbleibt, was der Zugangspunkt könnte.
- 32 Millimeter Bauhöhe: Auf einem Fahrzeugdach entscheidet das über die Durchfahrtshöhe in der Waschanlage und über die Frage, ob die Antenne beim ersten Ast abgerissen wird. Auch im öffentlichen Raum gilt: Was nicht vorsteht, wird seltener abgedreht.
- IP69K statt nur IP67: IP67 heisst zeitweiliges Untertauchen. IP69K heisst Hochdruck- und Dampfstrahlreinigung aus kurzer Distanz — die Prüfung mit 80 °C heissem Wasser bei 80 bar. Das ist der Unterschied zwischen einer Antenne, die Regen verträgt, und einer, die in der Lebensmittelproduktion oder in der Fahrzeugwäsche bleibt, wo sie montiert ist.
- IK10 gegen mechanische Gewalt: Zwanzig Joule Schlagenergie, das entspricht ungefähr fünf Kilogramm aus vierzig Zentimetern Höhe. Ein Radom, das bei der ersten Berührung mit dem Hallentor bricht, macht die ganze Installation unbrauchbar.
- Brandschutz für Schiene und Strasse: Die Kabel erfüllen EN 45545-2 HL3 und UN ECE R118. Das sind die Nachweise, die im Schienenfahrzeugbau und bei Bussen verlangt werden — ohne sie kommt eine Antenne dort gar nicht erst in die Nähe einer Abnahme, unabhängig von ihren Funkeigenschaften.
- Rundstrahlend statt gerichtet: Ein rundes Diagramm in der Ebene bedeutet: Die Ausrichtung des Fahrzeugs oder der Maschine spielt keine Rolle. Bei einer Richtantenne müsste jede Drehung mitgedacht werden.
- Fünf Meter fest konfektioniertes Kabel: Das erspart die Steckverbindung auf dem Dach — jede zusätzliche Verbindung dort ist eine Stelle, an der Wasser eindringt und der Übergangswiderstand mit den Jahren steigt.
- Montage im Panel: Sie wird durch eine Bohrung gesteckt und von innen verschraubt, auf leitendem wie auf nicht leitendem Untergrund. Dadurch sitzt nichts auf der Oberfläche auf, an dem sich Schmutz und Feuchtigkeit sammeln.
Wo sie eingesetzt wird
- Fahrgast-WLAN in Bus und Bahn: Die Brandschutznachweise nach EN 45545-2 und ECE R118 sind dort Voraussetzung, nicht Zugabe.
- Einsatz- und Kommandofahrzeuge: Flache Bauform auf dem Dach, MIMO für die Datenrate, robust gegen Waschanlage und Astwerk.
- Fahrerlose Transportsysteme und Stapler: Ein rundstrahlendes Diagramm hält die Verbindung, während das Fahrzeug in der Halle dreht — mit einer Richtantenne bricht sie in jeder Kurve ein.
- Lebensmittelverarbeitung und Nassbereiche: IP69K ist hier das Ausschlusskriterium; Anlagen werden dort nach jeder Schicht abgespritzt.
- Zugangspunkte im Aussenbereich: Auf dem Gehäuse eines Outdoor-Zugangspunkts oder eines Schaltschranks montiert, statt der mitgelieferten Stabantennen.
- WiFi 6E und 7 nachrüsten: Wer auf das 6-GHz-Band wechselt, braucht Antennen, die es auch führen — sonst bleibt der teuerste Teil der neuen Zugangspunkte ungenutzt.
- Private 5G-Netze und CBRS: Der Bereich um 3.5 und 3.7 GHz liegt mitten im Durchlassbereich, für Campusnetze auf Werksgelände.
- Baustellen und Veranstaltungen: Temporäre Installationen, bei denen niemand Zeit hat, die Antenne vor Regen oder Vandalismus zu schützen.
Damit ist die Kaufentscheidung beisammen. Was jetzt folgt, ist die Tiefe für Planung und Montage.
Was der breite Durchlassbereich technisch bedeutet
Eine Antenne, die von 2.3 bis 7.2 GHz arbeitet, überspannt mehr als eine Oktave. Das ist kein Selbstläufer: Breitbandige Strahler erkaufen ihre Bandbreite üblicherweise mit Kompromissen bei Anpassung und Wirkungsgrad. Der Hersteller gibt ein Stehwellenverhältnis unter 2:1 über den gesamten Bereich an — das entspricht rund elf Prozent reflektierter Leistung im schlechtesten Fall und ist für eine Breitbandantenne ein guter Wert.
Der Untergrund verdoppelt den Gewinn
Der Hersteller misst die Antenne zweimal: freistehend und auf einer Metallplatte von 60 × 60 Zentimetern. Der Unterschied ist der eigentliche Befund des Datenblatts.
| Spitzengewinn der 2×2-Ausführungen, je Element | ||
|---|---|---|
| Band | freistehend | auf Metall |
| 2.4 GHz | 3.1 … 3.4 dBi | 5.2 … 5.6 dBi |
| 5 GHz | 4.8 … 6.5 dBi | 8.4 … 9.8 dBi |
| 6 GHz | — | 8.8 … 10.1 dBi |
Rund zwei bis drei Dezibel liegen zwischen den beiden Messungen — das ist ungefähr eine Verdoppelung der abgestrahlten Leistung, allein durch den Untergrund. Der Wirkungsgrad bleibt dabei in beiden Fällen zwischen 67 und 84 Prozent. Für die Montage heisst das: Wer die Wahl zwischen einem Blechdach und einer Kunststoffabdeckung hat, gewinnt auf dem Blech mehr als durch jede Einstellung am Zugangspunkt. Wo kein leitender Untergrund vorhanden ist, lohnt sich eine untergelegte Metallplatte — sie muss nicht die vollen 60 Zentimeter haben, aber je grösser, desto näher kommt man den Werten der rechten Spalte.
Zur Einordnung der Zahlen: Sie stammen aus dem Datenblatt der 2×2-Ausführungen in Weiss mit 2 Meter Kabel; unsere Ausführung ist schwarz mit 5 Meter Kabel, Strahler und Gehäuse sind dieselben. Gemessen wurde jeweils mit einem halben Meter Kabel — die zusätzlichen viereinhalb Meter unserer Ausführung kommen als Dämpfung dazu, und zwar mit steigender Frequenz stärker. Deshalb der Rat weiter oben, die Antenne so nah am Gerät zu montieren, wie es die Aufstellung zulässt.
Einordnung aus der Anwendungspraxis, keine Herstellerangabe: Fünf Meter Kabel sind bequem, aber bei 6 GHz nicht umsonst. Dünne Koaxialkabel verlieren mit steigender Frequenz überproportional; was bei 2.4 GHz noch vernachlässigbar wirkt, ist im 6-GHz-Band die halbe Sendeleistung. Verlege die Antenne deshalb so nah am Gerät wie es die Montage zulässt, und widerstehe der Versuchung, mit einer Verlängerung nachzuhelfen — jeder zusätzliche Meter und jeder zusätzliche Übergang geht direkt von der Reichweite ab. Wenn der Weg lang wird, gehört das Gerät näher an die Antenne, nicht die Antenne weiter weg vom Gerät.
Montage im Panel
Die Antenne wird von aussen durch eine Bohrung gesteckt und von innen verschraubt; die Dichtung sitzt zwischen Radom und Blech. Das Bild zeigt die Unterseite mit der zentralen Durchführung, durch die beide Kabel geführt werden.

Drei Punkte entscheiden über die Dichtheit. Erstens die Auflagefläche: Sie muss eben und sauber sein — Lackläufer, Nietköpfe oder Aufkleber unter der Dichtung machen aus IP69K eine Undichtigkeit. Zweitens das Anzugsmoment: fest genug, dass die Dichtung trägt, nicht so fest, dass sie quetscht. Drittens die Kabelführung innen: eine Tropfschlaufe unterhalb der Durchführung, damit Kondenswasser am Kabel abläuft und nicht an der Dichtung steht.
Zum Untergrund: Die Antenne arbeitet auf leitendem wie auf nicht leitendem Panel. Ein metallisches Dach wirkt dabei als Gegengewicht und formt das Diagramm mit — auf einem Kunststoffgehäuse fällt diese Fläche weg, was sich vor allem im unteren Frequenzbereich bemerkbar macht. Wer die Wahl hat, montiert auf Metall und möglichst mittig, mit Abstand zu Kanten und anderen Antennen.
Technische Daten
Die allgemeinen Produktdaten — Schutzart, Anschlüsse, Masse, Marke — findest du in der Detailtabelle weiter unten auf dieser Seite.
| Funk | |
|---|---|
| Frequenzbereich | 2300 … 7125 MHz |
| Technologien | WLAN inklusive WiFi 6E, 5G, CBRS |
| Elemente | 2 × 2 MIMO, keine Mobilfunk- und keine GNSS-Elemente |
| Diagramm | rundstrahlend |
| Stehwellenverhältnis | unter 2:1 |
| Entkopplung der Elemente | über 10 dB im ungünstigsten Fall |
| Wirkungsgrad | 67 … 84 %, je nach Band |
| Nennimpedanz | 50 Ω |
| Belastbarkeit | 10 W |
| Kabel und Anschluss | |
| Kabellänge | 5 m, fest konfektioniert |
| Kabeltyp | CS32, flammhemmend |
| Stecker | 2 × RP-SMA (Reverse Polarity SMA) |
| Zulassungen | |
| Brandverhalten Kabel | EN 45545-2 HL3 (Schienenfahrzeuge), UN ECE R118 (Strassenfahrzeuge) |
| Schienenfahrzeugtauglichkeit | EN 50155:2021 (trockene Hitze, Kälte, feuchte Wärme), EN 61373:2010 (Stoss und Schwingung) |
| Mechanik | |
| Montage | Panelmontage, Bohrung 18 mm, leitender oder nicht leitender Untergrund |
| Radom | halogenfrei, flammhemmend |
| Luftfeuchtigkeit | bis 95 % rF |
Die Baureihe im Überblick
Die Antenne gehört zu einer Familie, die sich in der Zahl der Elemente, im Farbton und in der Steckerart unterscheidet. Wir führen aus dieser Reihe derzeit die hier gezeigte Ausführung; die übrigen beschaffen wir auf Anfrage.
| Ausführungen | |
|---|---|
| LPM2-24-72-5RPSP | 2 × 2 MIMO, 5 m Kabel, RP-SMA — das ist die Ausführung, die du hier bestellst |
| LPM2-24-72-5SP | gleiche Antenne mit SMA-Steckern — auf Anfrage |
| LPM3-24-72 | 3 × 3 MIMO — auf Anfrage |
| LPM4-24-72 | 4 × 4 MIMO — auf Anfrage |
| LGM-Ausführungen | zusätzlich mit GNSS-Element und eigenem Antennenkabel — auf Anfrage |
| Farbe | schwarz (hier) oder weiss — auf Anfrage |
Unterstützung und Zubehör
Wo nicht gebohrt werden darf, bietet der Hersteller einen Wand- und Mastbügel an (SAB-309); wir beschaffen ihn auf Anfrage. Für einfache Innenanwendungen ohne Anforderungen an Schutzart und Brandverhalten reicht eine gewöhnliche Dualband-Antenne mit RP-SMA. Das Datenblatt des Herstellers liegt im Reiter „Dokumente». Ob dein Gerät RP-SMA oder SMA hat und welche Ausführung dazu passt, klären wir gern kurz vorab; wenn es um Fahrzeugausrüstung in Stückzahl, Bohrbilder oder Abnahmenachweise geht, erstellen wir dir dafür ein Angebot.



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