Das Dragino LC04 ist ein Steuerkabel mit vier Ausgängen, das per LoRaWAN geschaltet wird. Es hängt zwischen einer Kleinspannungsversorgung und dem Verbraucher und gibt auf Befehl die Eingangsspannung auf bis zu vier Kanäle durch — für Signalsäulen, LED-Beleuchtung, Magnetventile oder Relaismodule. Weil es als Klasse C arbeitet, ist es dauernd empfangsbereit: Der Befehl wirkt sofort und nicht erst beim nächsten Uplink. Das ist der Unterschied zwischen einem Aktor, mit dem man arbeiten kann, und einem, der nur alle paar Stunden zuhört.
- 4 Kanäleeinzeln schaltbar
- 8 … 28 VEin- gleich Ausgangsspannung
- 200 mAje Kanal
- Klasse Cschaltet ohne Verzögerung
Was das LC04 auszeichnet
- Es schaltet sofort: Ein Gerät der Klasse A empfängt nur kurz nach einem eigenen Uplink — ein Befehl kann also Stunden warten. Klasse C lauscht dauernd. Für alles, was auf eine Bedienung reagieren soll, ist das die Voraussetzung.
- Vier Kanäle statt einer: Eine dreifarbige Signalsäule mit Summer belegt genau vier Ausgänge. Das ist kein Zufall — für diesen Fall ist das Gerät gebaut.
- Keine eigene Spannungsebene: Der Ausgang führt dieselbe Spannung wie der Eingang. Was du einspeist, kommt heraus — damit passt es an vorhandene 12- oder 24-Volt-Kreise, ohne dass ein Netzteil dazukommt.
- Zeitsteuerung an Bord: Ausgänge lassen sich zeitgesteuert schalten, ohne dass der Server jedes Mal einen Befehl schicken muss. Fällt die Verbindung aus, läuft der Zeitplan weiter.
- Als Kabel gebaut, nicht als Kasten: Es wird in die Leitung gelegt statt montiert. Wo kein Platz für ein Gehäuse ist, ist das der entscheidende Unterschied.
- Einstellbar per AT-Befehl und Downlink: Verhalten, Zeitpläne und Rückmeldung lassen sich lokal wie aus der Ferne ändern.
- Schlüssel ab Werk: Die LoRaWAN-Zugangsdaten sind eingespielt, die Anmeldung läuft selbstständig.
Wo es eingesetzt wird
- Signalsäulen und Statusanzeigen: Der Hauptfall — Maschinen- oder Prozesszustand sichtbar machen, ohne eine Leitung zur Steuerung zu ziehen.
- Beleuchtung in Kleinspannung: LED-Streifen und Arbeitsplatzleuchten fernschalten.
- Magnetventile und kleine Aktoren: Alles, was mit weniger als 200 mA je Kanal auskommt.
- Ansteuerung über Relaismodule: Grössere Lasten schalten, indem das LC04 das Relais treibt statt den Verbraucher.
- Andon und Rufsysteme: Statusleuchten in Fertigung und Lager, die auf ein Ereignis aus dem System reagieren.
- Zeitgesteuerte Abläufe: Wiederkehrendes Schalten nach Plan, auch wenn die Verbindung zeitweise fehlt.
Damit ist die Auswahl geklärt. Was jetzt folgt, ist die Tiefe für die Integration.
So sieht der typische Aufbau aus
Der häufigste Einsatz ist die dreifarbige Signalsäule: Das kurze Kabelende geht an die Speisung, das lange mit den sechs Adern an die Säule. Vier davon sind die Schaltausgänge, dazu Masse und Versorgung — die Zuordnung steht auf einem Etikett direkt am Kabel, was das Anklemmen ohne Datenblatt möglich macht.

Rot, Orange und Grün belegen drei Kanäle, der vierte bleibt für einen Summer oder eine vierte Stufe frei. Weil jeder Kanal einzeln geschaltet wird, sind auch Kombinationen möglich — etwa Orange und Grün gleichzeitig für einen Zwischenzustand.
Warum Klasse C den Unterschied macht
LoRaWAN kennt drei Betriebsarten. In Klasse A öffnet ein Gerät zwei kurze Empfangsfenster unmittelbar nach jedem eigenen Uplink — sparsam, aber ein Befehl erreicht das Gerät frühestens beim nächsten planmässigen Senden. Klasse C hält den Empfänger dauerhaft offen, ausser während des eigenen Sendens. Ein Downlink wirkt damit binnen Sekunden.
Der Preis dafür ist der Ruhestrom des Empfängers, der um Grössenordnungen über dem eines schlafenden Sensors liegt. Deshalb gibt es praktisch keine batteriebetriebenen Klasse-C-Geräte, und deshalb hat das LC04 eine feste Speisung. Für die Planung heisst das: Ein Aktor braucht Strom am Einbauort — die Funkstrecke ersetzt das Steuerkabel, nicht die Versorgung.
Zur Sendedauer: Im 868-MHz-Band ist die Zeit begrenzt, die ein Gerät senden darf, und das gilt auch für das Gateway. Wer sehr häufig schaltet, stösst nicht am Aktor an eine Grenze, sondern am Gateway, das die Downlinks abstrahlen muss. Für gelegentliches Schalten ist das unerheblich, für sekündliche Ansteuerung ist LoRaWAN die falsche Technik.
Technische Daten
Die allgemeinen Produktdaten — Gewicht, Herkunft, Herstellernummer — findest du in der Detailtabelle weiter unten auf dieser Seite.
| Ausgänge | |
|---|---|
| Kanäle | 4, einzeln schaltbar |
| Spannung | 8 … 28 V, Ausgang gleich Eingang |
| Strom je Kanal | maximal 200 mA |
| Steuerung | Downlink oder Zeitplan im Gerät |
| Funk | |
| Protokoll | LoRaWAN 1.0.3, Klasse C |
| Region | EU868 — das ist die Version, die du hier bestellst |
| Konfiguration | AT-Befehle und Downlink |
| Mechanik | |
| Bauform | Steuerkabel, in die Leitung eingesetzt |
| Versandmass und Gewicht | 190 × 50 × 30 mm, 95 g |
Unterstützung und Zubehör
Für den Betrieb braucht es ein LoRaWAN-Netz mit Downlink-Fähigkeit; unser meistverkauftes Gateway für innen ist das RAK7268CV2, für draussen das WisGate Edge Prime. Den vollständigen Befehlssatz findest du im Reiter „Dokumente». Sag uns, was du schalten willst und mit welcher Spannung — bei grösseren Lasten sagen wir dir, welches Relais dazugehört; für Integration und Inbetriebnahme erstellen wir dir gern ein Angebot.

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