Der Netvox R718AD misst Temperatur dort, wo sie entsteht — nicht in der Luft daneben. Der Fühler sitzt an einem Kabel und wird direkt an das Rohr, den Behälter oder ins Medium gebracht, während die Elektronik im geschützten Gehäuse an der Wand bleibt. Das ist der Unterschied zu einem Raumfühler: Wer wissen will, wie warm der Vorlauf ist oder wie kalt es im Gefrierraum wirklich wird, misst am Objekt. Gespeist wird das Gerät aus zwei Lithiumzellen, und die Werte gehen über LoRaWAN ins Netz — ohne Kabel zur Leitwarte und ohne Netzanschluss.
- −40 … 125 °CMessbereich am Fühler
- ± 0.5 °Ctypisch im mittleren Bereich
- 5 Jahrebei Meldung alle 15 Minuten
- IP67am Fühler, IP65 am Gehäuse
Was den R718AD von einem Raumfühler unterscheidet
- Der Fühler geht dorthin, wo gemessen werden soll: An einem Kabel geführt, lässt er sich an ein Rohr binden, in eine Tauchhülse schieben oder in ein Medium hängen. Die Elektronik bleibt an der Wand — trocken, zugänglich, mit Platz für den Batteriewechsel.
- Digitaler Fühler statt analoger Kette: Der Fühler liefert seinen Messwert bereits als Zahl. Damit spielt die Kabellänge für die Genauigkeit keine Rolle — anders als bei einem Widerstandsfühler, bei dem jeder Meter Leitung den Messwert verschiebt.
- Ein weiter Bereich statt zweier Geräte: Von Tiefkühlung bis Heizungsvorlauf deckt derselbe Fühler alles ab. Wer eine Liegenschaft mit einem Gerätetyp bestücken will, kommt damit durch.
- Fünf Jahre auf zwei Zellen: Bei einer Meldung alle fünfzehn Minuten, bei Raumtemperatur. Der Hersteller nennt die Bedingungen dazu — Meldetakt und Umgebungstemperatur —, statt eine Zahl ohne Kontext hinzustellen.
- Meldung der Batteriespannung: Das Gerät schickt sie mit; unterhalb von 3.2 Volt gilt die Batterie als schwach. Damit lässt sich der Wechsel planen, statt auf den Ausfall zu warten.
- Handelsübliche Zellen: Zwei Lithiumzellen der Baugrösse AA in Parallelschaltung — dieselben, die in vielen LoRaWAN-Sensoren stecken. Ein Ersatzteil für den ganzen Bestand.
- Frequenzsprungverfahren: Das Gerät wechselt die Sendefrequenz. In einer Umgebung mit vielen Funkteilnehmern erhöht das die Chance, dass eine Meldung durchkommt.
- Offene Plattformen: Der Hersteller nennt ausdrücklich Actility, The Things Network und Cayenne. Das Gerät ist nicht an eine Herstellerwolke gebunden.
Wo er eingesetzt wird
- Kühl- und Gefrierräume: Messen im Raum statt an der Steuerung — und dort, wo die Ware liegt, nicht am Verdampfer.
- Heizung und Warmwasser: Vorlauf, Rücklauf, Speicher; die Differenz zeigt, ob eine Anlage arbeitet oder nur läuft.
- Rohrleitungen und Behälter: Der Fühler wird angelegt oder eingetaucht, das Gehäuse bleibt zugänglich.
- Serverräume und Technikräume: Punktgenaue Messung an der Stelle, die kritisch ist, nicht an der Tür.
- Prozessüberwachung in der Produktion: Wo eine feste Verkabelung zu aufwendig wäre und ein Wert je Viertelstunde reicht.
- Landwirtschaft und Lagerung: Silos, Erdlager, Gärbehälter — Bereiche, in denen ein Kabel zur Leitwarte nie gezogen wird.
- Grosse Rollouts: Ein Gerätetyp für alle Temperaturbereiche, ein Ersatzteil, ein Konfigurationsmuster.
Damit ist die Kaufentscheidung beisammen. Was jetzt folgt, ist die Tiefe für Montage und Betrieb.
Masse und Fühler
Das Gehäuse misst rund 112 × 88 Millimeter bei 32 Millimetern Höhe und hat seitliche Laschen mit 65 Millimetern Lochabstand. Der Fühler hat eine 50 Millimeter lange Spitze und ist dreiadrig angeschlossen.

Für die Montage folgt daraus dreierlei. Erstens: Die Spitze ist der messende Teil — sie muss vollständig Kontakt haben, ein halb aufliegender Fühler mittelt zwischen Objekt und Umgebungsluft. Zweitens: Die Kabeleinführung zeigt nach unten, damit Kondens- und Spritzwasser ablaufen. Drittens: Eine Schlaufe vor der Verschraubung entlastet die Zugkraft — sonst reisst irgendwann die Dichtung, nicht das Kabel.
Einordnung aus der Anwendungspraxis, keine Herstellerangabe: Bei Kühlräumen lohnt es sich, den Fühler nicht direkt an die Wand oder an den Verdampfer zu legen, sondern frei in den Raum hängen zu lassen oder in ein Glykolgefäss zu stecken. Das erste misst die Wand, das zweite bildet die Trägheit der Ware nach — und genau die interessiert bei der Frage, ob die Kühlkette gehalten hat. Ein frei hängender Fühler schlägt bei jedem Türöffnen aus und erzeugt Alarme, die niemand braucht.
Betrieb und Batterie
| Angaben des Herstellers | |
|---|---|
| Standzeit | 5 Jahre bei Meldung alle 15 Minuten, 25 °C Umgebung |
| Betriebsspannung | 3.1 … 3.65 V |
| Schwelle „Batterie schwach» | 3.2 V |
| Genauigkeit der Spannungsmessung | ± 0.1 V |
Für die Projektplanung heisst das: Bei fünfzig Geräten und fünf Jahren Standzeit fallen im Schnitt zehn Batteriewechsel pro Jahr an. Wer den Meldetakt verkürzt, verkürzt die Standzeit — bei einer Meldung pro Minute bleibt von den fünf Jahren wenig übrig. Der richtige Takt ergibt sich aus der Frage, wie schnell eine Abweichung erkannt werden muss, nicht aus dem Wunsch nach vielen Datenpunkten.
Technische Daten
Die allgemeinen Produktdaten — Batterie, Schutzart, Geräteklasse, Marke — findest du in der Detailtabelle weiter unten auf dieser Seite.
| Messung | |
|---|---|
| Fühler | digitaler Kontaktfühler an Kabel, Spitze 50 mm |
| Messbereich | −40 … 125 °C |
| Genauigkeit | typisch ± 0.5 °C im mittleren Bereich |
| Funk | |
| Funkmodul | Semtech SX1276 |
| Protokoll | LoRaWAN, Klasse A, Frequenzsprungverfahren |
| Region | EU868 — das ist die Version, die du hier bestellst |
| Plattformen | Actility/ThingPark, The Things Network, MyDevices/Cayenne |
| Mechanik | |
| Gehäuse | rund 112 × 88 × 32 mm, Laschen mit 65 mm Lochabstand |
| Schutzart | Gehäuse IP65 (IP67 auf Anfrage), Fühler IP67 |
Unterstützung und Zubehör
Als Ersatz- oder Vorratsbatterie passen die EVE ER14505V — zwei Stück je Gerät. Das Datenblatt liegt im Reiter „Dokumente». Ob dein Messpunkt einen Kontaktfühler, eine Tauchhülse oder einen Raumfühler braucht, klären wir gern kurz vorab; für die Auslegung einer ganzen Messstellenliste, die Vorkonfiguration in Stückzahl und die Anbindung an eure Auswertung erstellen wir dir ein Angebot.

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