Der Adeunis Temp 2S misst Temperatur dort, wo es darauf ankommt – an zwei Punkten gleichzeitig, über zwei kabelgebundene Sonden, und meldet die Werte über LoRaWAN. Genau diese zwei Messstellen machen ihn stark: Erst der Vergleich von Vorlauf und Rücklauf, von Kollektor und Speicher, von Zuluft und Abluft sagt etwas über eine Anlage aus. Die Sonden vertragen bis 105 Grad, das Gehäuse ist wasserdicht nach IP68 und lässt sich auf die Hutschiene im Schaltschrank, an ein Rohr oder an die Wand setzen. Ein Datenlogger im Gerät überbrückt Funklücken, und beim Einschalten prüft es selbst, ob Netz vorhanden ist – das erspart die zweite Anfahrt. Gebaut wird der Sensor in Frankreich.
- 2 Sondenzwei Messstellen gleichzeitig
- −30 … +105 °CMessbereich der Sonden
- 2 mSondenkabel
- IP68wasserdichtes Gehäuse
- über 10 JahreBatterielaufzeit
Was den Temp 2S ausmacht
- Zwei Messpunkte statt einem: Der eigentliche Nutzen liegt in der Differenz. Vorlauf gegen Rücklauf zeigt, wie viel Wärme ein Kreis tatsächlich abgibt; Kollektor gegen Speicher zeigt, ob eine Solaranlage liefert. Mit einem einzelnen Fühler bekommst du eine Zahl, mit zweien eine Aussage.
- Sonden für den harten Einsatz: Bis 105 Grad – damit sind Heizungsvorlauf, Warmwasser und Solarkreis abgedeckt, wo gewöhnliche Raumfühler längst am Anschlag sind. Die zwei Meter Kabel reichen vom Montageort bis zur Messstelle.
- Datenlogger gegen Funklücken: Fällt die Verbindung aus, speichert das Gerät die Werte und liefert sie nach. Für Auswertungen, die auf lückenlose Reihen angewiesen sind – Nachweise, Verbrauchsabrechnungen, Störungsanalysen – ist das der Unterschied zwischen brauchbaren und unbrauchbaren Daten.
- Netzwerktest beim Einschalten: Das Gerät meldet direkt bei der Inbetriebnahme, ob es das Netz erreicht. Wer schon einmal einen Sensor im Technikraum montiert und erst am Schreibtisch gemerkt hat, dass nichts ankommt, weiss, was diese Funktion wert ist.
- Passt in den Schaltschrank und ans Rohr: Hutschiene, Rohrschelle, Wandmontage oder Flansch – die Halterung ist vorgesehen, nicht improvisiert.
- Batterie wechselbar: Kein Rückversand, kein Spezialwerkzeug; die Elektronik bleibt, die Zelle wird getauscht.
- Zertifiziert und netzunabhängig: LoRa Alliance Certified, arbeitet auf jedem LoRaWAN-Netz im europäischen Band.
Wo er eingesetzt wird
- Heizungsanlagen: Vorlauf und Rücklauf an einem Gerät – die Spreizung zeigt sofort, ob ein Kreis hydraulisch abgeglichen ist oder ins Leere heizt.
- Solarthermie: Kollektor- und Speichertemperatur im Vergleich. Liefert die Anlage, oder läuft die Pumpe umsonst?
- Fernwärme und Übergabestationen: Temperaturüberwachung an Stellen, wo eine Leitung zur Leittechnik zu aufwendig wäre.
- Kühlung und Lebensmittel: Kühlräume und Kühlmöbel mit Alarm bei Grenzwertüberschreitung – die lückenlose Aufzeichnung liefert den Nachweis gleich mit.
- Prozess- und Betriebstechnik: Zu- und Ablufttemperatur, Maschinenkühlung, Trocknungsprozesse.
- Liegenschaften im Bestand: Nachrüstung ohne Kabelzug, gerade in Gebäuden, in denen keine Leitungen mehr verlegt werden können.
- Grössere Rollouts: Weil Montage und Inbetriebnahme ohne Verkabelung und ohne Vor-Ort-Konfiguration auskommen, skaliert der Sensor von einer Heizzentrale auf einen ganzen Liegenschaftsbestand.
Damit ist die Auswahl geklärt. Was jetzt folgt, ist die Tiefe für Planung und Montage.
Warum zwei Sonden mehr sind als doppelt so viel
Ein einzelner Temperaturwert ist schwer zu deuten. Sagt „Rücklauf 42 Grad» etwas über den Zustand der Anlage? Nur, wenn man den Vorlauf kennt. Erst die Spreizung zwischen zwei Punkten macht aus der Messung eine Diagnose: Eine zu kleine Differenz im Heizkreis bedeutet, dass zu viel Wasser zu schnell zirkuliert und die Wärme gar nicht abgegeben wird – ein klassischer Fall für den hydraulischen Abgleich. In der Solarthermie zeigt die Differenz zwischen Kollektor und Speicher, ob sich das Laufen der Pumpe überhaupt lohnt. Weil beide Werte vom selben Gerät zum selben Zeitpunkt kommen, sind sie direkt vergleichbar – bei zwei getrennten Sensoren mit unterschiedlichen Sendezeitpunkten müsste man erst mühsam interpolieren.
Sonde und Gerät vertragen nicht dasselbe
Ein Punkt, der bei der Montage regelmässig übersehen wird: Die Sonden sind bis 105 Grad ausgelegt, das Gehäuse mit der Elektronik aber nur bis 70 Grad – nach unten bis −25 Grad, während die Sonden bis −30 Grad messen. In einem heissen Heizungsraum oder direkt an einer isolierten Leitung heisst das: Die Sonde darf ans Rohr, das Gerät gehört an eine Stelle mit Raumtemperatur. Die zwei Meter Kabel sind genau dafür da. Wer das Gerät neben einer heissen Leitung montiert, riskiert nicht nur Messfehler, sondern verkürzt auch die Lebensdauer der Batterie erheblich – Hitze ist der grösste Feind jeder Lithiumzelle.
Schwellenwerte und Meldeverhalten
Der Sensor kann bei Über- oder Unterschreiten definierter Grenzwerte sofort melden, statt auf das nächste reguläre Intervall zu warten. Für Kühlraumüberwachung ist das der entscheidende Punkt: Eine Störung um zwei Uhr nachts muss um zwei Uhr nachts gemeldet werden, nicht um sechs. Umgekehrt lässt sich das reguläre Intervall dadurch lang wählen, was Batterie spart – engmaschig gemessen wird trotzdem, nur eben nicht jedes Mal gesendet. Diese Kombination aus sparsamem Grundtakt und sofortiger Ausnahmemeldung ist der Grund, warum solche Geräte jahrelang durchhalten.
Ausführungen
Wir liefern die LoRaWAN-Ausführung für das europäische 868-MHz-Band mit zwei externen Sonden. Die übrigen Varianten beschaffen wir auf Anfrage.
| Referenz | Funktechnik | Sonden | Verfügbarkeit |
|---|---|---|---|
| ARF8180ARB | LoRaWAN 863–870 MHz | zwei externe | Das ist die Version, die du hier bestellst |
| ARF8181BCA | Sigfox RC1 | zwei externe | auf Anfrage |
| Ausführung WM-Bus | Wireless M-Bus | zwei externe | auf Anfrage, Mindestmenge nötig |
| Ausführung intern/extern | LoRaWAN 863–870 MHz | eine interne, eine externe | auf Anfrage |
Technische Daten
Die allgemeinen Produktdaten – Masse, Gewicht, Herstellernummer, Zollangaben – findest du in der Detailtabelle weiter unten auf dieser Seite.
| Messstellen | zwei externe Sonden, gleichzeitig erfasst |
| Messbereich der Sonden | −30 … +105 °C |
| Sondenkabel | je 2 m |
| Betriebstemperatur des Geräts | −25 … +70 °C (Elektronik; die Sonden vertragen mehr) |
| Gehäuse | IP68, für Innen- und Aussenbereich |
| Abmessungen Gerät | 132 × 62 × 34 mm, 185 g mit beiden Sonden |
| Batterielaufzeit | über 10 Jahre, abhängig von Mess- und Sendeintervall |
| Montage | Hutschiene, Rohrschelle, Wand oder Flansch |
| Stromversorgung | wechselbare Batterie |
| Funk | LoRaWAN, europäisches Band 863–870 MHz, LoRa Alliance Certified |
| Besondere Funktionen | Datenlogger mit Nachlieferung, Schwellenwertmeldungen, Netzwerktest beim Start |
Unterstützung bei der Planung
Datenblatt und Anleitungen findest du im Reiter Dokumente oben auf dieser Seite. Du bist unsicher, wo die Sonden hingehören oder wie du die Werte in deine Leittechnik bekommst? Sprich uns an – gerade bei Heizungs- und Solaranwendungen entscheidet die Platzierung der Fühler über die Aussagekraft der ganzen Messung. Und wenn daraus ein Projekt wird — Auslegung, Vorkonfiguration oder Inbetriebnahme —, erstellen wir dir gern ein Angebot dafür.




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