Der G70 ist der robuste unter unseren Fahrzeugtrackern — und der mit den meisten Anschlüssen. Er ortet über drei Satellitensysteme, meldet über 4G und liest dabei nicht nur seine eigenen Sensoren aus, sondern auch das, was im Fahrzeug an Bussen und Kontakten vorhanden ist: CAN, RS232, RS485, Zündung, digitale und analoge Eingänge, Fahrerausweis über iButton oder Wiegand. Das Gehäuse ist nach IP68 dicht und nach IK08 schlagfest. Gedacht ist er für Baumaschinen, Nutzfahrzeuge und Geräte, bei denen Staub, Wasser und Schläge zum Alltag gehören.
- IP68 · IK08dicht und schlagfest
- −167 dBmEmpfindlichkeit der Ortung
- 11 Schnittstellenvon CAN bis Wiegand
- 220 g126 × 80 × 27 mm
Was den G70 auszeichnet
- Er liest das Fahrzeug, nicht nur seine Position: Über CAN kommt er an Betriebsdaten der Maschine heran, über RS232 und RS485 an angeschlossene Geräte. Damit wird aus einem Ortungsgerät eine Datenquelle für Betriebsstunden, Verbrauch und Zustand — die Grundlage für vorbeugende Wartung statt Reparatur nach Ausfall.
- Gebaut für die Baustelle: IP68 heisst dicht gegen dauerndes Untertauchen, IK08 heisst schlagfest. Ein Tracker an einer Rüttelplatte oder unter einem Anhänger erlebt beides — Hochdruckreinigung inbegriffen.
- Sehr empfindlicher Empfang: −167 dBm bei der Ortung. In einer Halle, unter einer Plane oder zwischen Containern entscheidet genau dieser Wert darüber, ob es noch eine Position gibt.
- Drei Satellitensysteme: GPS, GLONASS und Galileo zusammen. Mehr sichtbare Satelliten heissen schnellere und zuverlässigere Positionen, besonders in beengten Umgebungen.
- Fahreridentifikation nach Wahl: iButton, TTL oder Wiegand. Gerade Wiegand ist der Anschluss, über den sich bestehende Zutritts- und Ausweissysteme einbinden lassen, statt ein zweites parallel zu betreiben.
- Unfall und Überschlag werden erkannt: Starke Änderungen von Geschwindigkeit und Lage lösen eine Meldung aus — bei Maschinen, die kippen können, ist das eine Sicherheits- und keine Komfortfunktion.
- Eigener Speicher an Bord: Eine Micro-SD-Karte nimmt auf, was nicht sofort gesendet werden kann. Im Funkloch gehen damit keine Daten verloren.
- Pufferbatterie eingebaut: Wird die Versorgung getrennt — ob beim Diebstahl oder bei der Reparatur —, meldet das Gerät das noch.
- Fernabschaltung und Wiederfindung: Für Mietgeräte und den Diebstahlfall, zusammen mit Geofences und Fahrverhaltensauswertung.
Wo er eingesetzt wird
- Baumaschinen und schweres Gerät: Der Hauptfall. Robustes Gehäuse, CAN-Anbindung, Betriebsstundenerfassung.
- Nutzfahrzeugflotten: Standort, Routen, Fahrverhalten und Fahreridentifikation in einem Gerät.
- Mietpark: Betriebsstunden als Abrechnungsgrundlage, Fernabschaltung als Druckmittel, Geofences als Alarm.
- Vorbeugende Wartung: Wartungsintervalle nach gefahrenen Kilometern und Betriebsstunden planen statt nach Kalender.
- Diebstahlrückgewinnung: Wiederfindungsmodus und sehr empfindlicher Empfang — ein gestohlenes Gerät steht selten im Freien.
- Land- und Forstwirtschaft: Maschinen auf weitläufigen Flächen, oft mit eigenem CAN-Bus.
- Anbindung bestehender Ausweissysteme: Über Wiegand lässt sich nutzen, was im Betrieb bereits vorhanden ist.
Damit hast du die Kaufentscheidung beisammen. Was jetzt folgt, ist die Tiefe für Einbau und Auswahl.
Was der CAN-Anschluss wirklich bedeutet
CAN ist der Bus, über den ein Fahrzeug intern spricht — Drehzahl, Verbrauch, Fehlercodes, Betriebsstunden. Ein Tracker, der mitlesen kann, liefert damit Daten, die kein externer Sensor erzeugen könnte. Die Einschränkung liegt nicht am Gerät, sondern an den Fahrzeugen: Welche Werte auf dem Bus liegen und wie sie kodiert sind, unterscheidet sich je Hersteller und Baureihe. Bei Nutzfahrzeugen nach FMS-Standard ist das weitgehend geregelt, bei Baumaschinen oft nicht.
Praktisch heisst das: Der CAN-Anschluss ist ein mächtiges Werkzeug und zugleich der Teil, der am meisten Projektaufwand verursacht. Wer ihn einplant, sollte vorher je Fahrzeugtyp klären, was dort überhaupt verfügbar ist. Diese Einordnung stammt aus der Anwendungspraxis und ist als Auswahlhilfe zu verstehen.
Technische Daten
Die allgemeinen Produktdaten — Schutzart, Masse, Gewicht, Batterie, Zertifizierungen, Herstellernummer und Herkunft — findest du in der Detailtabelle weiter unten auf dieser Seite.
| Ortung und Funk | |
|---|---|
| Satellitensysteme | GPS, GLONASS, Galileo |
| Empfindlichkeit | −167 dBm |
| Mobilfunk | 4G LTE, zusätzlich LTE-M und NB-IoT |
| Bewegungserkennung | Beschleunigungssensor, Unfall- und Überschlagserkennung |
| Schnittstellen | |
| Busse | CAN 2.0A, RS232, RS485, 1-Wire |
| Ein- und Ausgänge | digitale Eingänge, digitaler Ausgang, analoger Eingang, Zündschalteingang |
| Fahreridentifikation | iButton, Wiegand |
| Weitere | USB |
| Betrieb und Gehäuse | |
| Schutzart | IP68 |
| Schlagfestigkeit | IK08 |
| Pufferbatterie | LiPo, eingebaut und im Lieferumfang |
| Speicher | Micro-SD-Karte für Aufzeichnung bei fehlender Verbindung |
| SIM | Micro-SIM (3FF), nicht im Lieferumfang |
Welcher Tracker passt?
Wir führen drei Geräte, die sich klar nach Einsatzfall trennen lassen. Entscheidend sind zwei Fragen: Gibt es am Objekt ein Bordnetz, und was soll ausser der Position noch erfasst werden?
| Gerät | Versorgung | Wofür es gemacht ist |
|---|---|---|
| Digital Matter G70 4G (diese Seite) | Bordnetz | Der robuste mit vielen Schnittstellen. Baumaschinen und Nutzfahrzeuge, wenn CAN, RS485 oder Wiegand gebraucht werden. IP68 und IK08. |
| Digital Matter Arrow Global BLE | Bordnetz | Der mit dem Bluetooth-Gateway. Wenn neben der Position auch BLE-Sensoren im Fahrzeug ausgelesen werden sollen. |
| Digital Matter Oyster3 4G | Batterie, 3 × AA | Der für Objekte ohne Strom. Anhänger, Container, abgestellte Maschinen — Jahre Laufzeit, keine Verkabelung. |
Einbau
Der G70 wird fest verdrahtet: Dauerplus, Masse, Zündung — und je nach Vorhaben zusätzlich die Busleitungen. Der Einbauort entscheidet über die Ortungsqualität; unter einer Metallverkleidung sieht die Antenne wenig vom Himmel. Trotz IP68 gilt: Die Kabeldurchführungen sind die empfindliche Stelle, nicht das Gehäuse. Sie gehören sauber abgedichtet und so geführt, dass kein Wasser entlang des Kabels zum Gerät läuft.
Bei Fahrzeugen unter Garantie vorab klären, ob der Eingriff ins Bordnetz zulässig ist. Und die Fernabschaltung, sofern genutzt, gehört an einen Stromkreis, dessen Unterbrechung das Fahrzeug nicht in einen gefährlichen Zustand bringt.
Unterstützung bei der Auslegung
Unsicher, welcher der drei Tracker zu deinem Fuhrpark passt, oder ob sich die gewünschten Werte auf dem CAN-Bus deiner Maschinen überhaupt finden? Sag uns, welche Fahrzeuge es sind und was erfasst werden soll — diese Frage klären wir gern im Gespräch. Und wenn daraus ein Projekt wird — CAN-Auslegung, Vorkonfiguration in Stückzahl oder Anbindung an deine Systeme —, erstellen wir dir gern ein Angebot dafür.

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