Der Comfort v2 ist ein Raumsensor, der mehr misst als seine Grösse vermuten lässt: Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Helligkeit im Gerät, dazu über zwei USB-C-Buchsen alles, was man anstecken will — Leckbänder, Feuchtesonden, Temperaturfühler oder einen Impulseingang für einen bestehenden Zähler. Genau diese Buchsen machen den Unterschied zu den vielen ähnlich aussehenden Raumsensoren am Markt: Statt für jeden Messwert ein eigenes Gerät zu hängen, wächst dieses mit der Aufgabe mit. Es misst nicht am genauesten und es ist nicht das billigste, aber es deckt in einem Gehäuse ab, wofür sonst drei nötig wären — und es tut das mit einer Knopfzelle über Jahre.
- 2 × USB-CAnschlüsse für Sonden und Kabel
- 10+ JahreBatterielaufzeit, je nach Intervall
- 43 × 43 × 22 mmGehäuse, 38.6 g
- IP65Schutzart
- Klasse A und CLoRaWAN-Betriebsarten
Was den Comfort v2 ausmacht
- Zwei Anschlüsse statt fester Bestückung: Über die USB-C-Buchsen lassen sich Leckband, Feuchtesonde, Temperaturfühler, Magnetschalter oder ein Impulseingang anschliessen. Dasselbe Gerät wird damit zum Leckwächter, zum Zählerauslesegerät oder zum Türkontakt — die Entscheidung fällt bei der Montage, nicht beim Einkauf.
- Impulszählung für bestehende Zähler: Wasser- und Energiezähler mit Impulsausgang lassen sich anbinden, ohne den Zähler zu tauschen. Das ist der schnellste Weg zu Verbrauchsdaten in einer Liegenschaft, in der bereits gezählt wird.
- Leckerkennung über Band oder Sonde: Das Leckband erkennt Wasser über seine ganze Länge, die Punktsonde an einer definierten Stelle. Beides meldet, bevor der Schaden sichtbar wird.
- Beschleunigungssensor eingebaut: Lage, Erschütterung und Stoss werden mitgemessen. Das taugt zur Manipulationserkennung ebenso wie zum Hinweis, dass ein Gerät heruntergefallen ist.
- Magnetschalter für Tür und Fenster: Über den Hall-Effekt-Sensor lässt sich mit einem Magneten erfassen, ob eine Tür, ein Fenster oder eine Schublade offen steht — ohne zusätzliche Verkabelung.
- Klasse C möglich: Neben dem sparsamen Klasse-A-Betrieb beherrscht das Gerät auch Klasse C, bei der es dauerhaft empfangsbereit bleibt. Das kostet Batterie, erlaubt aber sofortige Reaktion auf Downlinks.
- Knopfzelle statt Spezialbatterie: Eine CR2477 ist überall erhältlich und wird ohne Werkzeug gewechselt. Bei Geräten, die zehn Jahre hängen, ist das ein Vorteil, den man erst beim ersten Wechsel bemerkt.
- Werte konfigurierbar: Meldeintervalle und Schwellen lassen sich einstellen. Wer nur bei Überschreitung melden will, spart Funklast und Batterie.
Wo der Comfort v2 eingesetzt wird
- Raumklima in Büros und Schulen: Temperatur, Feuchte und Helligkeit als Grundlage für Heizungsregelung und Nutzungsauswertung.
- Leckwächter in Technikräumen: Unter Boilern, Verteilern und Klimageräten, wo Wasser lange unbemerkt läuft.
- Verbrauchserfassung ohne Zählertausch: Impulsausgang eines vorhandenen Wasser- oder Stromzählers anbinden und ablesen lassen.
- Lager und Archive: Feuchteüberwachung dort, wo Papier, Elektronik oder Lebensmittel lagern.
- Tür- und Fensterüberwachung: Mit dem Magnetschalter als einfacher Offen-Zu-Melder.
- Kühl- und Serverräume: Temperaturfühler am Kabel misst dort, wo es darauf ankommt, während das Gerät zugänglich bleibt.
- Grosse Rollouts: Ein Artikel für viele Aufgaben senkt Lagerhaltung und Schulungsaufwand — bei hundert Räumen mit unterschiedlichen Anforderungen ist das der eigentliche Gewinn.
Passt der Comfort v2 zu deiner Aufgabe?
Er lohnt sich, wenn du mehrere Grössen in einem Gerät brauchst oder wenn noch nicht feststeht, was am Ende gemessen wird. Geht es dir dagegen nur um Temperatur und Feuchte, ist ein einfacher Raumsensor günstiger und genauso gut.
Brauchst du zusätzlich Bewegungs- und Anwesenheitserkennung, ist der Vivid v3 aus derselben Baureihe die richtige Wahl — gleiches Gehäusemass, gleiche Montage, dafür mit PIR-Sensor. Für CO₂ in Innenräumen führt der Weg zum Breeze aus demselben Haus.
Die Sonden und Kabel sind nicht im Lieferumfang. Leckband, Feuchtesonde und Temperaturfühler werden einzeln bestellt — welche, hängt an der Aufgabe.
Damit hast du die Kaufentscheidung beisammen. Was jetzt folgt, ist die Tiefe für Auslegung und Integration.
Technik im Detail
Die beiden USB-C-Buchsen führen kein USB im üblichen Sinn — sie sind als robuster, verbreiteter Steckverbinder zweckentfremdet und tragen die Signale der angeschlossenen Sonde. Das ist eine gute Entscheidung des Herstellers: Der Stecker ist mechanisch stabil, verpolungssicher und überall zu bekommen, während die sonst üblichen Rundsteckverbinder teuer sind und im Ersatzfall Lieferzeit haben. Wer eigene Sonden bauen will, muss allerdings die Belegung beim Hersteller erfragen.
Die Angabe „10+ Jahre Batterielaufzeit» gilt für sparsame Konfigurationen mit langen Meldeintervallen im Klasse-A-Betrieb. Sie fällt deutlich, sobald häufiger gemeldet wird, sobald angeschlossene Sonden Strom ziehen oder sobald das Gerät im Klasse-C-Betrieb dauerhaft empfangsbereit bleibt. Für die Projektplanung ist es sinnvoll, mit einem konkreten Intervall zu rechnen und nicht mit dem Bestwert.
Zur Einordnung aus der Anwendungspraxis: Bei Raumsensoren dieser Bauform sitzt der Temperaturfühler im Gehäuse und misst deshalb immer auch die Eigenerwärmung der Elektronik mit. In der Praxis liegt die Anzeige dadurch geringfügig über der tatsächlichen Raumtemperatur — für Regelung und Trendauswertung ohne Belang, für Abnahmemessungen nicht geeignet. Wer eine belastbare Lufttemperatur braucht, nimmt den externen Fühler am Kabel. Diese Einordnung ist als Auswahlhilfe zu verstehen, nicht als Zertifizierungsaussage des Herstellers.
Integration in bestehende Netze
Das Gerät arbeitet mit Standard-LoRaWAN und lässt sich an gängige Netzserver anbinden — ChirpStack, The Things Stack, Swisscom LPN oder Tektelics eigenen Kona Core. Für die Nutzlastauswertung stellt Tektelic mit Kona Atlas fertige Kodierer und Dekodierer bereit; die Inbetriebnahme am Gerät läuft über die App LeapX, die Flottenverwaltung über Locus.
Meldeintervalle, Schwellen und die Zuordnung der beiden Anschlüsse werden über Downlinks konfiguriert. Das lässt sich für viele Geräte gleichzeitig aus dem Netzserver heraus erledigen, ohne jedes Gerät einzeln anzufassen.
Regionalvarianten
Wir führen grundsätzlich die europäische Variante. Die übrigen Regionalvarianten beschaffen wir gern auf Anfrage.
| Variante | Band | Verfügbarkeit |
|---|---|---|
| EU868 | 863 – 870 MHz | Das ist die Version, die du hier bestellst |
| US915 · AU915 · AS923 · IN865 · KR920 | je nach Region | auf Anfrage |
Technische Daten
| Messgrössen im Gerät | |
|---|---|
| Temperatur | Umgebungstemperatur |
| Luftfeuchtigkeit | relative Feuchte |
| Helligkeit | Umgebungslicht |
| Beschleunigung | Lage, Erschütterung, Stoss |
| Magnetschalter | Hall-Effekt, für Tür, Fenster, Schublade |
| Über die Anschlüsse | |
| Anschlüsse | 2 × USB-C |
| Möglich | Leckband, Feuchtesonde, Temperaturfühler, Impulseingang, Schaltkontakt |
| Funk | |
| Betriebsart | LoRaWAN Klasse A und C |
| Sendeleistung | 13 dBm |
| Bänder | EU868, US915, AU915, AS923-1 bis -4, IN865, KR920 |
| Antenne | intern |
| Stromversorgung | |
| Batterie | CR2477 |
| Laufzeit | über 10 Jahre, abhängig von Intervall und Betriebsart |
| Wechselbar | ja |
| Mechanik und Umgebung | |
| Abmessungen | 43 × 43 × 22 mm |
| Gewicht | 38.6 g |
| Schutzart | IP65 |
| Betriebstemperatur | 0 bis 60 °C |
| Weiteres | |
| Herstellernummer | SMT2BEU868 |
| Herstellungsland | Ukraine |
Montage und Inbetriebnahme
Der Sensor gehört an eine Innenwand, nicht in die Sonne und nicht über einen Heizkörper — beides verfälscht die Temperatur um mehrere Grad. Für die Helligkeitsmessung ist die Blickrichtung entscheidend: An der Decke misst das Gerät die Beleuchtung des Raums, an der Wand eher die der gegenüberliegenden Fläche.
Wird ein Leckband verlegt, gehört es flach auf den Boden an die tiefste Stelle, nicht an die Wand. Wasser läuft dorthin, wo es tief ist, und ein Band in fünf Zentimetern Höhe meldet erst, wenn der Schaden bereits gross ist. Die Buchsen sind Teil der IP65-Dichtung — unbenutzte Anschlüsse bleiben verschlossen.
Passendes Zubehör
- Leckband mit Stoffmantel, 3 m: Für Flächenüberwachung in Technikräumen. Erkennt Wasser über die ganze Länge.
- Leckband mit Kunststoffseil, 3 m: Robustere Ausführung für rauere Umgebungen.
- Feuchtesonde, 1.5 m: Punktuelle Erkennung an einer definierten Stelle.
- Temperaturfühler, 1.5 m: Misst dort, wo das Gerät selbst nicht hinkommt — im Kühlraum, im Schacht, am Rohr.
- Gateway: Für innen empfehlen wir das RAK7268CV2 WisGate Edge Lite 2+ LTE, für aussen das WisGate Edge Prime RAK7240CV2.
Unterstützung bei der Auswahl
Wenn du nicht sicher bist, welche Sonde zu deiner Aufgabe passt oder ob ein einzelnes Gerät zwei Messstellen abdecken kann — frag uns, das klären wir gern vorab. Datenblatt und Handbuch findest du im Reiter „Dokumente».
Sag uns, wie viele Räume du ausrüsten willst: Für Vorkonfiguration in Stückzahl, Funkplanung und Inbetriebnahme erstellen wir dir gern ein Angebot.

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