Ein Notrufknopf hat ein Problem, das man ihm nicht ansieht: Wer drückt, weiss nicht, ob die Meldung angekommen ist. Genau das löst der Mutelcor LoRa Panic Button with Confirmation. Er sendet den Alarm nicht nur — er wartet auf die Antwort der Leitstelle und zeigt sie am Gerät an. Leuchtet die Bestätigungsfarbe und verstummt der Summer, ist die Meldung angekommen. Bleibt die Bestätigung aus, blinkt der Knopf rot und der Summer schlägt schnell an: Hilfe holen, auf anderem Weg. Dazu kommt eine Batterielaufzeit, die man in Jahren statt in Monaten misst, und eine Sicherung gegen den versehentlichen Druck. Wichtig beim Planen: Die Bestätigung ist kein Selbstläufer — sie muss von deinem Netzwerkserver und deiner Anwendung unterstützt werden. Was das heisst, steht weiter unten.
- > 70 000Alarme bis zum Batteriewechsel
- 8 – 10 JahreBatterie, Alkaline bzw. Lithium
- 4 ×gesendet, auf wechselnden Kanälen
- IP67staubdicht, zeitweiliges Untertauchen
- 95 × 95 × 40 mmAufbaumontage, 184 g
Was diesen Knopf ausmacht
- Er antwortet zurück: Das ist der ganze Unterschied zu einem gewöhnlichen Notrufknopf. Nach dem Druck wartet das Gerät auf die Rückmeldung der Anwendung. Kommt sie an, wechselt die Leuchtdiode die Farbe und der Summer verstummt — die Person weiss, dass jemand die Meldung hat. Kommt sie nicht, blinkt es rot und der Summer schlägt schnell an. Ein Alarm, den niemand empfangen hat, bleibt damit nicht unbemerkt.
- Vier Sendeversuche auf wechselnden Frequenzkanälen: Der Alarm geht nicht einmal raus, sondern bis zu viermal — drei Wiederholungen im Abstand von zehn Sekunden, jede auf einem anderen Kanal. Ein momentan belegter oder gestörter Kanal kostet damit keinen Alarm. Sobald die Bestätigung eintrifft, brechen die Wiederholungen ab; das Netz wird also nicht unnötig belastet.
- Über 70 000 Alarme, ohne die Batterien anzufassen: Der Hersteller gibt diese Zahl ausdrücklich für Alarmauslösungen an, nicht für Betriebstage. Für eine Anwendung, in der hoffentlich selten gedrückt wird, heisst das: Die Lebensdauer begrenzt nicht die Batterie, sondern der Kalender — über acht Jahre mit Alkaline, über zehn mit Lithium.
- Sicherung gegen den versehentlichen Druck: Das Gerät ist gegen unbeabsichtigtes Auslösen geschützt — der Knopf sitzt vertieft in einer flachen Mulde, ein Ärmel oder ein vorbeigeschobener Karton löst ihn nicht aus. Bei einem Knopf, der eine Leitstelle alarmiert, ist das keine Bequemlichkeit, sondern die Voraussetzung dafür, dass die Alarme ernst genommen werden.
- Lebenszeichen mit Batteriestand: In frei wählbarem Takt meldet sich das Gerät von selbst und schickt den Batteriezustand mit. Ein stiller Knopf ist ein toter Knopf — dank Lebenszeichen fällt der Ausfall vor dem Ernstfall auf und nicht danach.
- Zwei Ausführungen, zwei Signalsprachen: Der MTC-PB01 mit roter Linse zeigt Rot und Gelb, der MTC-PB02 mit weisser Linse zusätzlich Grün. Wo die Bestätigung auf einen Blick als „alles in Ordnung» lesbar sein soll, ist Grün das eindeutigere Signal. Wir führen beide.
- Alles über Funk einstellbar: Farbe, Blinkverhalten und Leuchtdauer der Leuchtdiode, Summermodus und Summerdauer, Wartezeit auf die Bestätigung — sämtliche Parameter lassen sich aus der Ferne ändern. Bei Geräten, die in einem Heim an dreissig Türen hängen, ist das der Unterschied zwischen einer Rundtour und einem Downlink.
- Robust genug für draussen: IP67, ein Betriebsbereich von −18 bis +55 °C und ein Gehäuse ohne bewegliche Teile ausser dem Knopf. Damit ist die Montage an einer Aussenwand, in einer Tiefgarage oder in einem unbeheizten Lager kein Sonderfall.
- Anmeldung über OTAA, mit adaptiver Datenrate: Standardkonformes LoRaWAN, das sich an jedem gängigen Netzwerkserver anmeldet. Die Datenrate passt sich der Empfangslage an — an einem Standort mit gutem Empfang spart das Sendezeit und Batterie.
- Batterien sind Standardware: Zwei Mignonzellen (AA), im Handel überall erhältlich. Kein Sonderformat, keine Ersatzteilbestellung beim Hersteller.
Wo der Panic Button eingesetzt wird
- Personennotruf in Pflege und Betreuung: Am Bett, im Bad, im Aufenthaltsraum. Die Bestätigung am Gerät nimmt der Bewohnerin die Ungewissheit, ob überhaupt jemand kommt.
- Alleinarbeitsplätze: Werkhof, Lager, Technikraum, Aussenanlage. Wer allein arbeitet, hat im Ernstfall keine zweite Meinung darüber, ob der Alarm rausgegangen ist — der Knopf gibt sie ihm.
- Überfallmeldung an der Kasse: Tankstelle, Kiosk, Apotheke. Unauffällig unter dem Tresen montiert, mit einer Rückmeldung, die man sieht, ohne dass sie im Raum auffällt.
- Empfang und Schalter mit Publikumsverkehr: Sozialdienst, Arztpraxis, Gemeindeverwaltung. Ein fester Knopf am Arbeitsplatz ist schneller als jede Telefonnummer.
- Schulen und Betreuungseinrichtungen: Im Klassenzimmer oder Gruppenraum, wo eine stille Meldung an die Leitung gehen soll.
- Störungs- und Servicerufe in der Technik: Nicht jeder Knopf muss einen Notfall melden. Auch ein Materialruf, eine Störmeldung oder ein Servicewunsch lässt sich damit auslösen — mit dem Vorteil, dass der Auslösende sieht, dass der Ruf angekommen ist.
- Verteilte Liegenschaften ohne eigene Verkabelung: Genau dort spielt LoRaWAN seine Stärke aus: Ein Gateway deckt ein Areal ab, und jeder zusätzliche Knopf kostet nur den Knopf — keine Leitung, kein Kanal in einer Zentrale.
- Nachrüstung in Bestandsgebäuden: Kein Kabel, keine Kernbohrung, keine Brandschottung. Vier Schrauben in die Wand, und die Anlage ist erweitert.
Damit hast du die Kaufentscheidung beisammen. Was jetzt folgt, ist die Tiefe für Auslegung, Montage und Anbindung.
Was beim Druck auf den Knopf tatsächlich passiert
Der Ablauf ist der Kern dieses Geräts, deshalb hier Schritt für Schritt. Er unterscheidet sich je nachdem, ob die Bestätigungsfunktion aktiv ist oder nicht.
| Ablauf mit aktiver Bestätigung | |
|---|---|
| 1. Druck | Alarm geht über LoRa raus, rote Leuchtdiode blinkt, Summer schlägt an |
| 2. Wiederholung | bis zu dreimal erneut, im Abstand von 10 Sekunden, jeweils auf einem anderen Frequenzkanal |
| 3. Warten | ab Werk blinkt die rote Leuchtdiode 40 Sekunden lang, viermal je Sekunde |
| 4a. Bestätigt | Summer gibt einen Ton von einer Sekunde, die Leuchtdiode wechselt auf Gelb; die Wiederholungen brechen ab |
| 4b. Keine Bestätigung | nach Ablauf der eingestellten Wartezeit blinkt die Leuchtdiode schnell und der Summer schlägt 5 Sekunden lang rasch an |
| Ablauf ohne Bestätigungsfunktion | |
| Druck | Alarm geht raus, Summer 5 Sekunden, Leuchtdiode 10 Sekunden |
| Wiederholung | bis zu zweimal erneut, ebenfalls auf wechselnden Kanälen |
Alle genannten Zeiten und Farben sind Werkseinstellungen und über Funk änderbar — Leuchtdauer, Blinkmuster, Farbe, Summerverhalten und die Wartezeit auf die Bestätigung. Wer den Knopf in einem Raum einsetzt, in dem ein lauter Summer stört, stellt ihn leise und lässt nur die Leuchtdiode arbeiten.
Die beiden Ausführungen
Der Unterschied liegt in der Linse und damit in den verfügbaren Signalfarben. Technisch sind die Geräte im Übrigen identisch — gleiche Masse, gleiche Funkeigenschaften, gleiche Batterielaufzeit. Wir führen beide.
| Modell, Linse und Signalfarben | |
|---|---|
| MTC-PB01 | rote Linse, Leuchtdiode Rot und Gelb — das ist die Version, die du hier bestellst |
| MTC-PB02 | weisse Linse, Leuchtdiode Rot, Gelb und Grün; die Bestätigung erscheint als konstantes Grün — zur weissen Ausführung MTC-PB02 |

Die drei Signalfarben: Rot meldet den laufenden Alarm, Gelb und Grün die eingetroffene Bestätigung. Grün steht nur beim MTC-PB02 zur Verfügung.
Welchen nehmen? Diese rote Ausführung ist die richtige Wahl, wo der Knopf von geschultem Personal bedient wird und als Warngerät erkennbar sein soll — die rote Linse sagt schon im Ruhezustand, wozu er da ist. Wird der Knopf dagegen von Menschen bedient, die im Ernstfall unter Anspannung stehen, ist Grün als Bestätigung die intuitivere Rückmeldung; dann führt der Weg zur weissen Ausführung MTC-PB02.
Technische Daten
Die allgemeinen Produktdaten — Schutzart, Temperaturbereich, Geräteklasse, Batterietyp, Marke, Herkunftsland — findest du in der Detailtabelle weiter unten auf dieser Seite. Hier stehen die Werte, die dort keinen Platz haben.
| Funk | |
|---|---|
| Standard | LoRaWAN, Anmeldung über OTAA, adaptive Datenrate |
| Frequenzband | EU863-870 (europäische Ausführung, CE-zertifiziert) |
| Sendeleistung | 14 dBm |
| Spreizfaktoren | SF7 bis SF12 |
| Antenne | im Gerät integriert, kein Anschluss |
| Stromversorgung | |
| Batterien | 2 × AA, 3 V, wechselbar |
| Laufzeit Alkaline | über 8 Jahre |
| Laufzeit Lithium | über 10 Jahre (Herstellerangabe für Energizer) |
| Alarme je Batteriesatz | über 70 000 |
| Gehäuse und Umgebung | |
| Masse | 95 × 95 × 40 mm |
| Gewicht | 184 g mit Batterien |
| Schutzart | IP67 |
| Betriebstemperatur | −18 bis +55 °C |
| Montage | Wandmontage über Schraublöcher im Gehäuse |
| Betrieb | |
| Lebenszeichen | in einstellbarem Takt, mit Batteriezustand |
| Konfiguration | vollständig über Funk (Farbe, Blinkverhalten, Leuchtdauer, Summermodus, Summerdauer, Wartezeit auf Bestätigung) |
| Kennzeichnung | DevEUI und QR-Code auf der Rückseite |
Montage und Inbetriebnahme
Die Reihenfolge ist hier wichtiger als bei den meisten Geräten, weil das Einlegen der Batterien den Beitritt zum Netz auslöst.
Erstens: Gerät im Netzwerkserver erfassen. DevEUI und QR-Code stehen auf der Rückseite. Erst wenn das Gerät dort hinterlegt ist, lohnt sich der zweite Schritt — sonst sendet es ins Leere und verbraucht dabei Batterie.
Zweitens: Batterien einlegen. Vier Schrauben lösen, die Platine vorsichtig aus den Führungen des Knopfes heben, Zellen einsetzen. Der Hersteller weist ausdrücklich darauf hin, die Elektronik dabei nicht zu berühren und die Führungen nicht zu brechen. Beim Einlegen blinkt die Leuchtdiode einmal; drei schnelle Blinkzeichen melden den erfolgreichen Beitritt zum Netz.
Drittens: Funktion prüfen, bevor das Gerät an die Wand kommt. Einmal drücken und im Netzwerkserver nachsehen, ob der Alarm ankommt — und, wenn die Bestätigung eingerichtet ist, ob die Rückmeldung am Gerät sichtbar wird. Das ist der Moment, in dem sich ein Konfigurationsfehler in zwei Minuten beheben lässt statt später auf der Leiter.
Viertens: montieren. Das Gehäuse hat Schraublöcher für die Wandmontage. Zur Standortwahl zwei Punkte aus der Praxis: Der Knopf gehört dorthin, wo er im Ernstfall erreichbar ist — nicht dorthin, wo die Kabelführung günstig wäre, denn eine gibt es hier nicht. Und er sollte nicht direkt auf einer grossen Metallfläche sitzen; die Antenne ist eingebaut, und Blech in unmittelbarer Nähe kostet Reichweite.
Anbindung an deinen Netzserver
Das Gerät meldet sich über OTAA an und arbeitet mit adaptiver Datenrate. Damit läuft es an The Things Stack, ChirpStack, Swisscom LPN und den übrigen gängigen Netzwerkservern.
Für die Bestätigungsfunktion braucht es mehr als den Netzwerkserver: Die Anwendung muss auf den eintreffenden Alarm hin einen Downlink an das Gerät schicken. Ob dein Netzwerkserver das unterstützt und wie die Anwendung den Downlink auslöst, ist die eine Frage, die vor der Beschaffung geklärt sein sollte — sie entscheidet darüber, ob du das Gerät wegen seiner Hauptfunktion kaufst oder trotz ihr.
Das Nutzdatenformat und die Konfigurationsbefehle gibt Mutelcor nicht öffentlich heraus; sie laufen über den Distributor. Wir haben den Zugang — frag uns danach, dann bekommst du die Unterlagen und bei Bedarf einen fertigen Decoder für deinen Netzwerkserver.
Optionaler QR-Dienst: Alle Geräte sind dafür vorbereitet, den aktuellen Batteriezustand über einen QR-Scan abrufbar zu machen. Der Hersteller schaltet diese Funktion auf Wunsch frei. Bei einem grösseren Bestand, der über ein Areal verteilt hängt, ist das eine spürbare Erleichterung bei der Wartungsrunde — sag uns Bescheid, wenn wir das für deine Geräte anfragen sollen.
Passendes Zubehör und Alternativen
- Die Ausführung mit grüner Bestätigung: Der Mutelcor Panic Button MTC-PB02 ist technisch dasselbe Gerät mit weisser Linse und einer dritten Signalfarbe. Wo die Bestätigung als „alles in Ordnung» gelesen werden soll, ist Grün eindeutiger als Gelb.
- Gateway für drinnen: Ohne Netz kein Alarm. Das RAK7268CV2 WisGate Edge Lite 2+ ist unser meistverkauftes Gateway und deckt ein Gebäude oder einen Betrieb ab.
- Gateway für draussen: Sind die Knöpfe über ein Areal oder mehrere Gebäude verteilt, gehört das WisGate Edge Prime RAK7240CV2 an einen hohen Punkt.
- Batterien: Es sind zwei Mignonzellen (AA) — Standardware aus dem Handel. Für die volle Laufzeit lohnt der Griff zu Lithiumzellen: über zehn statt über acht Jahre, und sie vertragen die Kälte an einem Aussenstandort deutlich besser. Sag uns Bescheid, wenn wir den passenden Satz gleich mitliefern sollen.
- Der andere Mutelcor-Knopf: Der Mutelcor NFC RFID LoRaWAN Button vom selben Hersteller liest zusätzlich Ausweiskarten und meldet, wer gedrückt hat. Er ist die Wahl für Kontrollgänge und Anwesenheitsquittungen — dafür ohne Bestätigung und nur für den Innenbereich (IP40).
Unterstützung bei der Auslegung
Die entscheidende Frage bei diesem Gerät ist nicht die Technik am Knopf, sondern was auf der anderen Seite passiert: Wer nimmt den Alarm entgegen, und wer schickt die Bestätigung zurück? Beschreib uns deinen Fall — wir sagen dir, ob deine bestehende Umgebung das hergibt und was gegebenenfalls fehlt. Für Personennotruf-Anwendungen, die Vorkonfiguration in Stückzahl und die Inbetriebnahme vor Ort erstellen wir dir ein Angebot. Datenblatt und Kurzanleitung findest du im Reiter „Dokumente».

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