Das RasPiBox Zero bringt einen Raspberry Pi Zero auf die Hutschiene — vier Teilungseinheiten breit, mit einer Trägerplatine, die den Rechner auf einer 40-poligen Buchsenleiste aufnimmt und seine Anschlüsse auf eine Lochrasterfläche und drei Klemmenblöcke führt. Ein Spannungsregler für 9 bis 35 Volt versorgt ihn direkt aus der Schaltschrankspannung, die Speicherkarte bleibt über eine Öffnung an der Oberseite erreichbar. Für Aufgaben, die dauerhaft laufen, aber keine Rechenleistung brauchen — Messwerte sammeln, ein Protokoll übersetzen, einen Status melden — ist das die sparsamste Art, einen Linux-Rechner in einen Verteiler zu bringen.
- 4 TEGehäusebreite auf der Normschiene
- 9 bis 35 VEingang, 5 V bei 1.7 A Ausgang
- Pi Zeroauch Zero W, WH und Banana Pi M2
- 3Klemmenblöcke zur Lochrasterfläche
Was dieses Gehäuse ausmacht
- Der günstigste Weg auf die Schiene: Ein Pi Zero kostet einen Bruchteil eines Pi 5 und reicht für alles, was wartet und meldet statt rechnet. Das Gehäuse macht daraus ein Gerät.
- Speicherkarte ohne Ausbau erreichbar: Eine Öffnung an der Oberseite. Wer schon einmal einen verbauten Pi zerlegt hat, um eine Karte zu tauschen, weiss, was das wert ist.
- USB nach aussen, wenn gewünscht: Der interne USB-Anschluss des Pi Zero lässt sich optional auf eine USB-A-Buchse führen — für einen Funkstick, einen Speicher oder ein Messgerät.
- Versorgung aus dem Schaltschrank: 9 bis 35 Volt Eingang, 5 Volt bei 1.7 Ampere Ausgang. Für einen Pi Zero reichlich bemessen.
- GPIO beschriftet neben der Lochrasterfläche: Eigene Schaltungsteile lassen sich direkt danebensetzen, ohne Fädeldraht quer über die Platine.
- Abbrechbare Klemmenabdeckungen: Was nicht belegt wird, bleibt geschlossen — Berührungsschutz im Verteiler ist kein Detail.
- Auch für den Banana Pi M2 Zero: Wer aus Liefergründen auf ein kompatibles Modul ausweicht, muss das Gehäuse nicht wechseln.
- Zwei Frontplatten: Transparent, wenn eine Leuchtdiode ablesbar sein soll, grau, wenn das Gerät unauffällig bleiben soll.
Wo es eingesetzt wird
- Kleine Datensammler: Ein Sensor, ein Zähler, ein Wert alle paar Minuten — dafür genügt ein Pi Zero über Jahre.
- Protokollübersetzer: Eine serielle Schnittstelle auf MQTT bringen, ohne einen grossen Rechner dafür zu binden.
- Statusanzeigen und Meldungen: Ein Gerät im Verteiler, das eine Anlage überwacht und im Fehlerfall meldet.
- Funkbrücken: Mit einem USB-Stick am herausgeführten Anschluss wird der Pi Zero zur Brücke zwischen Funk und Netzwerk.
- Zeit- und Schaltaufgaben: Wiederkehrende Abläufe, die verlässlich laufen müssen, aber wenig Last erzeugen.
- Lehr- und Laboraufbauten: Schaltschrankpraxis zu Kosten, die auch eine Klasse verträgt.
- Viele Einheiten nebeneinander: Wo je Anlagenteil ein eigener kleiner Rechner sinnvoller ist als ein grosser für alles.
- Ersatz für eine Kleinsteuerung: Wo Linux und ein Skript mehr können als eine programmierbare Logik, aber weniger kosten.
Passt das RasPiBox Zero zu Deinem Vorhaben?
Ja, wenn die Aufgabe klein ist und dauerhaft laufen soll. Ein Pi Zero mit 5 Volt aus der Schaltschrankversorgung ist dafür eine robuste und günstige Grundlage.
Eher nicht, wenn gerechnet wird. Für Bildverarbeitung, Datenbanken oder mehrere gleichzeitige Dienste ist der Pi Zero zu knapp — dann sind RasPiBox Lite oder Open V3 mit einem Pi 4 oder 5 die richtige Wahl.
Kein Steckplatz für einen HAT. Die Trägerplatine belegt die Stiftleiste. Wer eine RS485- oder M-Bus-Erweiterung aufstecken will, braucht das RasPiBox Open V3.
Der Raspberry Pi ist nicht dabei. Geliefert wird das Gehäuse mit Trägerplatine.
Was die Normschiene für ein Elektronikprojekt ändert
Ein Steuerungsprojekt endet selten am Steckbrett. Irgendwann soll es in einen Schaltschrank, eine Unterverteilung oder einen Klemmkasten — und dort gilt eine andere Ordnung: Alles sitzt auf einer Hutschiene nach EN 50022, alles ist in Teilungseinheiten von 17.5 Millimetern breit, und alles wird über Klemmen verdrahtet statt über Steckverbinder. Ein Einplatinenrechner mit losen Kabeln ist in dieser Umgebung ein Fremdkörper, den der nächste Elektriker zu Recht beanstandet.
Das RasPiBox Zero macht dasselbe für den kleinsten Raspberry Pi. Auf vier Teilungseinheiten sitzt eine Platine mit 40-poliger Buchsenleiste für einen Pi Zero, dazu eine Lochrasterfläche, drei zweipolige Klemmenblöcke und wahlweise ein Spannungsregler. Für Aufgaben, die keine Rechenleistung brauchen, sondern nur Dauerbetrieb an einem festen Platz, ist das die sparsamste Art, einen Linux-Rechner in einen Verteiler zu bringen.
Der zweite Punkt ist die Spannung. In einem Schaltschrank liegen 24 Volt Gleichspannung an, nicht 5 Volt über USB. Der eingebaute Schaltregler nimmt 9 bis 35 Volt Gleichspannung auf und liefert 5 Volt bei 1.7 Ampere und macht daraus die Versorgung für das Rechnermodul — ein separates Steckernetzteil entfällt, und damit auch die Steckdose, die im Schrank oft gar nicht vorgesehen ist. Das ist der Unterschied zwischen einem Aufbau, der eingebaut werden kann, und einem, der improvisiert wirkt.
Technische Daten
| Gehäusebreite | 4 Teilungseinheiten, gefräst, für Normschiene nach EN 50022 |
| Frontplatte | transparent oder grau |
| Passend für | Raspberry Pi Zero, Zero W und Zero WH, Banana Pi M2 Zero |
| Steckplatz | 40-polige Buchsenleiste |
| Klemmen | 3 × zweipolige Klemmenblöcke zur Lochrasterfläche |
| Spannungsregler | 5 V / 1.7 A, Eingang 9 bis 35 V DC über zweipolige Klemme |
| Lochrasterfläche | ja, GPIO beschriftet daneben geführt |
| Weitere Anschlüsse | USB-A-Buchse als Option, führt den internen USB nach aussen |
| Zugänglichkeit | Öffnung für die Speicherkarte an der Oberseite |
| Klemmenschutz | abbrechbare Abdeckungen für unbenutzte Klemmen |
Aufbau und Montage
Der Pi Zero wird auf die 40-polige Buchsenleiste gesteckt; die Speicherkarte bleibt über eine Öffnung an der Oberseite erreichbar, ohne dass das Gehäuse geöffnet werden muss. Optional lässt sich der interne USB-Anschluss des Pi Zero über eine USB-A-Buchse nach aussen führen — praktisch für einen Funkstick oder einen Speicher, unpraktisch, wenn das Gehäuse dicht bleiben soll.
Für die Verdrahtung gilt dieselbe Regel wie bei jeder Schaltschrankinstallation: Die Klemmen nehmen die Leitungen von aussen auf, im Inneren bleibt alles kurz. Nicht benutzte Klemmenöffnungen sind bei Auslieferung mit abbrechbaren Abdeckungen geschützt — sie bleiben drin, wo nichts angeschlossen wird, und werden nur dort entfernt, wo eine Leitung hineingeht. Das ist kein Schönheitsmerkmal: Offene Klemmen in einem Verteiler sind ein Berührungsschutzproblem.
Vor dem endgültigen Einbau lohnt der Blick auf die Wärme. Ein Rechnermodul unter Volllast in einem geschlossenen Kunststoffgehäuse in einem geschlossenen Schaltschrank hat drei Hüllen zwischen sich und der Umgebungsluft. Wer dauerhaft rechnet statt nur zu messen, plant Luft ein — Abstand zu den Nachbargeräten, Lüftungsschlitze im Schrank, im Zweifel ein aktiver Kühler. Diese Einordnung stammt aus der Anwendungspraxis und ist als Auslegungshilfe zu verstehen, nicht als Zusage des Herstellers.
Die Zihatec-Gehäuse im Vergleich
| Gehäuse | Für welches Modul | Breite |
|---|---|---|
| RasPiBox Open V3 | Raspberry Pi 4 und 5, zusätzlich ein HAT | 9 Module |
| RasPiBox Lite | Raspberry Pi 4 und 5 | 4 Module |
| RasPiBox Zero | Raspberry Pi Zero und Zero W | 4 Module |
| RasPiBox Pico | Raspberry Pi Pico | 4 Module |
| ArduiBox Open | Arduino UNO, Nano, Zero und kompatible | 6 Module |
| ArduiBox MKR | Arduino MKR und Portenta H7 | 6 Module |
| ArduiBox ESP | D1 Mini mit ESP8266 oder ESP32 | 4 Module |
| ArduiBox Feather | Feather und Thing Plus | 6 Module |
Passendes Zubehör
- Der Rechner selbst: Ein Raspberry Pi Zero gehört nicht zum Lieferumfang.
- Mehr Leistung im selben Schrank: Für Aufgaben, die einen Pi 4 oder 5 brauchen, sind RasPiBox Lite und Open V3 die passenden Gehäuse.
- Schnittstellen für die Anlage: Zihatec baut passend zu den Gehäusen Platinen für RS485, RS422 und M-Bus — alle mit galvanischer Trennung. Damit wird aus dem Gehäuse ein Modbus-Gateway oder ein Zählerauslesegerät.
- Hutschiene und Verteiler: Normschiene nach EN 50022, wie sie in jedem Verteilerkasten sitzt. Das Gehäuse rastet auf, ohne Werkzeug.
Unterstützung bei der Auslegung
Das Datenblatt des Herstellers findest Du im Reiter „Dokumente» auf dieser Seite. Sag uns, welches Rechnermodul und welche Schnittstellen im Schrank landen sollen — daraus ergibt sich, welche Gehäusebreite und welche Zusatzplatine passen. Für Auslegung und Vorkonfiguration erstellen wir Dir gern ein Angebot.

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