Das ArduiBox Feather bringt Mikrocontrollerboards im Feather-Format auf die Hutschiene. Das ist bemerkenswert, weil dieser Bauformstandard von Adafruit inzwischen von mehreren Herstellern und über ein Dutzend Prozessorfamilien hinweg bedient wird — RP2040, ESP32, nRF52840, SAMD51, STM32 und andere. Ein Gehäuse deckt sie alle ab. Sechs Teilungseinheiten breit, mit Steckplätzen für das Board, für einen FeatherWing und zusätzlich für ein Ethernet-Modul, dazu ein fertig bestückter Schaltregler für 9 bis 30 Volt, eine Lochrasterfläche und zwei dreipolige Klemmenblöcke.
- 6 TEGehäusebreite auf der Normschiene
- 3Steckplätze: Board, Wing, Ethernet
- 9 bis 30 VEingang, Schaltregler bestückt
- herstellerunabhängigFeather und Thing Plus
Was dieses Gehäuse ausmacht
- Ein Format, viele Prozessoren: RP2040, ESP32, nRF52840, SAMD51, STM32, Cortex M0 und M4 — die Feather-Bauform ist gleich, das Innenleben nicht. Wer den Prozessor wechselt, behält das Gehäuse und die Verdrahtung.
- Der Ethernet-Steckplatz gehört ihm allein: Ein Modul mit dem W5500-Controller bekommt einen eigenen Platz. Der Wing-Steckplatz bleibt damit frei für die eigentliche Funktion.
- Wings lassen sich stapeln: Bringt das Board Buchsenleisten mit, kommen weitere Wings darauf — der Steckplatz auf der Trägerplatine ist nicht die Grenze.
- Schaltregler bereits bestückt: 9 bis 30 Volt Eingang, kein Bausatz, kein Löten.
- Reset-Taste auf der Platine: Erreichbar, ohne das Board anzufassen.
- Alle GPIO beschriftet an der Lochrasterfläche: Eigene Bauteile finden daneben Platz, mit lesbarer Zuordnung.
- Abbrechbare Klemmenabdeckungen: Unbenutzte Klemmen bleiben geschlossen.
- Zwei Frontplatten: Transparent oder grau, je nachdem ob eine Anzeige ablesbar sein soll.
Wo es eingesetzt wird
- Funkanbindung mit freier Prozessorwahl: WLAN, Bluetooth, LoRa oder Mobilfunk — je nach Board, im selben Gehäuse.
- RS485- und Modbus-Aufgaben: Mit dem passenden Wing wird das Board zum Busteilnehmer.
- Zählerauslesung über M-Bus: Master- und Slave-Wings gibt es vom selben Hersteller.
- Netzwerkfähige Kleinsteuerungen: Ethernet-Modul im eigenen Steckplatz, Funktions-Wing daneben.
- Messdatenerfassung im Schrank: Werte einlesen, aufbereiten, weitergeben.
- Prototypen, die bleiben sollen: Ein Aufbau, der als Versuch beginnt und im Gehäuse in Betrieb geht.
- Kleinserien: Reproduzierbare Aufbauten mit definierter Verdrahtung.
- Ausbildung und Labor: Ein Format, das viele Plattformen abdeckt, in einer Bauform, die im Betrieb Bestand hat.
Passt das ArduiBox Feather zu Deinem Vorhaben?
Ja, wenn das Board dem Feather-Format folgt — von Adafruit, Sparkfun oder einem anderen Hersteller. Die Bauform entscheidet, nicht die Marke.
Eher nicht, wenn ein Arduino im UNO- oder MKR-Format eingebaut wird. Dafür gibt es ArduiBox Open und ArduiBox MKR.
Das Ethernet-Modul ist nicht dabei, der Steckplatz dafür schon. Wer keinen Netzwerkanschluss braucht, lässt ihn frei.
Das Board ist nicht dabei. Geliefert wird das Gehäuse mit Trägerplatine.
Was die Normschiene für ein Elektronikprojekt ändert
Ein Steuerungsprojekt endet selten am Steckbrett. Irgendwann soll es in einen Schaltschrank, eine Unterverteilung oder einen Klemmkasten — und dort gilt eine andere Ordnung: Alles sitzt auf einer Hutschiene nach EN 50022, alles ist in Teilungseinheiten von 17.5 Millimetern breit, und alles wird über Klemmen verdrahtet statt über Steckverbinder. Ein Einplatinenrechner mit losen Kabeln ist in dieser Umgebung ein Fremdkörper, den der nächste Elektriker zu Recht beanstandet.
Das ArduiBox Feather nimmt die Boards im Feather-Format auf — ein Bauformstandard, den Adafruit begründet hat und dem inzwischen mehrere Hersteller folgen. Auf sechs Teilungseinheiten sitzt eine Trägerplatine mit Steckplatz für das Mikrocontrollerboard, einem weiteren für einen FeatherWing und einem eigenen für ein Ethernet-Modul.
Der zweite Punkt ist die Spannung. In einem Schaltschrank liegen 24 Volt Gleichspannung an, nicht 5 Volt über USB. Der eingebaute Schaltregler nimmt 9 bis 30 Volt Gleichspannung auf und macht daraus die Versorgung für das Rechnermodul — ein separates Steckernetzteil entfällt, und damit auch die Steckdose, die im Schrank oft gar nicht vorgesehen ist. Das ist der Unterschied zwischen einem Aufbau, der eingebaut werden kann, und einem, der improvisiert wirkt.
Technische Daten
| Gehäusebreite | 6 Teilungseinheiten, für Normschiene nach EN 50022 |
| Frontplatte | transparent oder grau |
| Passend für | Feather-Boards von Adafruit und Thing Plus von Sparkfun, unabhängig vom Prozessor |
| Steckplätze | Board, FeatherWing, eigener Steckplatz für ein Ethernet-Modul mit W5500 |
| Klemmen | 2 × dreipolige Klemmenblöcke, eigene Versorgungsklemme |
| Spannungsregler | Schaltregler 5 V, fertig bestückt, Eingang 9 bis 30 V DC |
| Lochrasterfläche | ja, alle GPIO beschriftet daneben geführt |
| Bedienung | Reset-Taste auf der Trägerplatine |
| Klemmenschutz | abbrechbare Abdeckungen für unbenutzte Klemmen |
Aufbau und Montage
Das Feather-Board wird in seinen Steckplatz gesetzt, ein FeatherWing kommt in den zweiten. Weitere Wings lassen sich auf das Board stapeln, sofern es dafür Buchsenleisten mitbringt. Die Reset-Taste sitzt auf der Trägerplatine, und die Anschlüsse laufen beschriftet an die Lochrasterfläche.
Für die Verdrahtung gilt dieselbe Regel wie bei jeder Schaltschrankinstallation: Die Klemmen nehmen die Leitungen von aussen auf, im Inneren bleibt alles kurz. Nicht benutzte Klemmenöffnungen sind bei Auslieferung mit abbrechbaren Abdeckungen geschützt — sie bleiben drin, wo nichts angeschlossen wird, und werden nur dort entfernt, wo eine Leitung hineingeht. Das ist kein Schönheitsmerkmal: Offene Klemmen in einem Verteiler sind ein Berührungsschutzproblem.
Vor dem endgültigen Einbau lohnt der Blick auf die Wärme. Ein Rechnermodul unter Volllast in einem geschlossenen Kunststoffgehäuse in einem geschlossenen Schaltschrank hat drei Hüllen zwischen sich und der Umgebungsluft. Wer dauerhaft rechnet statt nur zu messen, plant Luft ein — Abstand zu den Nachbargeräten, Lüftungsschlitze im Schrank, im Zweifel ein aktiver Kühler. Diese Einordnung stammt aus der Anwendungspraxis und ist als Auslegungshilfe zu verstehen, nicht als Zusage des Herstellers.
Die Zihatec-Gehäuse im Vergleich
| Gehäuse | Für welches Modul | Breite |
|---|---|---|
| RasPiBox Open V3 | Raspberry Pi 4 und 5, zusätzlich ein HAT | 9 Module |
| RasPiBox Lite | Raspberry Pi 4 und 5 | 4 Module |
| RasPiBox Zero | Raspberry Pi Zero und Zero W | 4 Module |
| RasPiBox Pico | Raspberry Pi Pico | 4 Module |
| ArduiBox Open | Arduino UNO, Nano, Zero und kompatible | 6 Module |
| ArduiBox MKR | Arduino MKR und Portenta H7 | 6 Module |
| ArduiBox ESP | D1 Mini mit ESP8266 oder ESP32 | 4 Module |
| ArduiBox Feather | Feather und Thing Plus | 6 Module |
Passendes Zubehör
- Das Board selbst: Ein Feather oder Thing Plus gehört nicht zum Lieferumfang.
- Wings von Zihatec: Für RS485, RS422 und M-Bus gibt es passende FeatherWings mit galvanischer Trennung, die in den Wing-Steckplatz gehören.
- Schnittstellen für die Anlage: Zihatec baut passend zu den Gehäusen Platinen für RS485, RS422 und M-Bus — alle mit galvanischer Trennung. Damit wird aus dem Gehäuse ein Modbus-Gateway oder ein Zählerauslesegerät.
- Hutschiene und Verteiler: Normschiene nach EN 50022, wie sie in jedem Verteilerkasten sitzt. Das Gehäuse rastet auf, ohne Werkzeug.
Unterstützung bei der Auslegung
Das Datenblatt des Herstellers findest Du im Reiter „Dokumente» auf dieser Seite. Sag uns, welches Rechnermodul und welche Schnittstellen im Schrank landen sollen — daraus ergibt sich, welche Gehäusebreite und welche Zusatzplatine passen. Für Auslegung und Vorkonfiguration erstellen wir Dir gern ein Angebot.

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