Das ArduiBox Open bringt einen Arduino UNO auf die Hutschiene — mit Klemmen, mit einer Lochrasterfläche für eigene Schaltungsteile und mit einem Steckplatz für ein gewöhnliches Arduino-Shield. Der Aufbau, der sonst auf dem Schreibtisch endet, wird damit ein Gerät, das ein Elektriker in einen Verteiler einbauen und anschliessen kann. Alle Anschlüsse des Arduino sind beschriftet neben die Lochrasterfläche geführt, vier dreipolige und ein zweipoliger Klemmenblock nehmen die Leitungen von aussen auf, und der eingebaute Spannungsregler macht aus 9 bis 35 Volt die 5 Volt für das Board.
- UNOauch Nano, Zero, Yun und D1-Boards
- 9 bis 35 VEingang, 5 V bei 1.5 A Ausgang
- 5Klemmenblöcke, 4 × dreipolig, 1 × zweipolig
- Shieldeigener Steckplatz darüber
Was dieses Gehäuse ausmacht
- Der Shield-Steckplatz bleibt erhalten: Das ist bei einer Trägerplatine keine Selbstverständlichkeit. Ein RS485-Shield oder eine Relaiskarte sitzt weiterhin dort, wo sie hingehört.
- Alle Anschlüsse beschriftet an der Lochrasterfläche: Wer eigene Bauteile ergänzt, findet die Signale daneben — ohne Kabel quer über die Platine.
- Reset ohne Ausbau: Die Taste ist durch eine Gehäuseöffnung erreichbar. Klingt nebensächlich, bis das Gerät hinter einer Abdeckung in einem Verteiler sitzt.
- Versorgung aus dem Schaltschrank: Der Regler nimmt 9 bis 35 Volt. Das Steckernetzteil, das sonst am Arduino hängt, entfällt.
- Breite Kompatibilität: Nicht nur der UNO — auch Nano, Zero, Yun Rev 2 und die D1-Boards mit ESP8266 oder ESP32 passen in dieselben Buchsenleisten.
- Gefrästes Gehäuse: Die Ausschnitte für Anschlüsse und Taste sitzen sauber, weil sie gefräst und nicht gebrochen sind.
- Zwei Frontplatten: Transparent, wenn Leuchtdioden ablesbar sein sollen, grau für unauffällige Einbauten.
- Abbrechbare Klemmenabdeckungen: Unbenutzte Klemmen bleiben geschlossen — im Verteiler ist das Berührungsschutz, nicht Kosmetik.
Wo es eingesetzt wird
- Kleine Steuerungen im Verteiler: Ein Ablauf, der zuverlässig laufen muss, ohne dass eine speicherprogrammierbare Steuerung dafür angeschafft wird.
- Signalwandlung und Pegelanpassung: Ein Impuls, ein Kontakt, ein analoger Wert — eingelesen und weitergegeben.
- Modbus- und RS485-Aufgaben: Mit dem passenden Shield wird der Arduino zum Busteilnehmer in einer Anlage.
- Prüf- und Messvorrichtungen: Ein fester Aufbau mit definierten Klemmen statt einer Verdrahtung, die jede Woche anders aussieht.
- Retrofit an bestehenden Maschinen: Ein Signal abgreifen und digital verfügbar machen, ohne die vorhandene Steuerung anzufassen.
- Gebäudetechnik: Schalt- und Überwachungsaufgaben in der Unterverteilung.
- Kleinserien: Wo ein Aufbau mehrfach identisch entstehen soll und reproduzierbar sein muss.
- Ausbildung: Mikrocontrollertechnik in der Bauform, in der sie später tatsächlich eingebaut wird.
Passt das ArduiBox Open zu Deinem Vorhaben?
Ja, wenn ein Arduino im UNO-Format dauerhaft eingebaut werden soll und ein Shield dazugehört oder dazukommen kann.
Eher nicht, wenn das Board aus der MKR- oder Feather-Reihe stammt. Dafür gibt es ArduiBox MKR und ArduiBox Feather mit den passenden Steckplätzen.
Für ESP-Module im D1-Mini-Format ist das ArduiBox ESP schmaler und günstiger — die grossen D1-Boards im UNO-Format passen dagegen hier hinein.
Der Arduino ist nicht dabei. Geliefert wird das Gehäuse mit Trägerplatine.
Was die Normschiene für ein Elektronikprojekt ändert
Ein Steuerungsprojekt endet selten am Steckbrett. Irgendwann soll es in einen Schaltschrank, eine Unterverteilung oder einen Klemmkasten — und dort gilt eine andere Ordnung: Alles sitzt auf einer Hutschiene nach EN 50022, alles ist in Teilungseinheiten von 17.5 Millimetern breit, und alles wird über Klemmen verdrahtet statt über Steckverbinder. Ein Einplatinenrechner mit losen Kabeln ist in dieser Umgebung ein Fremdkörper, den der nächste Elektriker zu Recht beanstandet.
Das ArduiBox Open bringt einen Arduino UNO und seine Verwandten in dieselbe Ordnung. Auf der Trägerplatine sitzt der Arduino in Buchsenleisten, darüber passt ein gewöhnliches Arduino-Shield, und alle Anschlüsse laufen beschriftet auf eine Lochrasterfläche und auf Klemmenblöcke. Ein optionaler Spannungsregler macht aus der Schaltschrankspannung die Versorgung.
Der zweite Punkt ist die Spannung. In einem Schaltschrank liegen 24 Volt Gleichspannung an, nicht 5 Volt über USB. Der eingebaute Schaltregler nimmt 9 bis 35 Volt Gleichspannung auf und liefert 5 Volt bei 1.5 Ampere und macht daraus die Versorgung für das Rechnermodul — ein separates Steckernetzteil entfällt, und damit auch die Steckdose, die im Schrank oft gar nicht vorgesehen ist. Das ist der Unterschied zwischen einem Aufbau, der eingebaut werden kann, und einem, der improvisiert wirkt.
Technische Daten
| Gehäusebreite | gefrästes Hutschienengehäuse für Normschiene nach EN 50022 |
| Frontplatte | transparent oder grau |
| Passend für | Arduino UNO, Nano, Yun Rev 2, Zero, Genuino 101, D1 R2 mit ESP8266, D1 R32 mit ESP32 |
| Steckplätze | Buchsenleisten für den Arduino, zusätzlicher Steckplatz für ein Shield |
| Klemmen | 4 × dreipolig, 1 × zweipolig |
| Spannungsregler | 5 V / 1.5 A, Eingang 9 bis 35 V DC (Ausführung Standard) |
| Lochrasterfläche | ja, alle Arduino-Anschlüsse beschriftet daneben geführt |
| Bedienung | Reset-Taste durch eine Gehäuseöffnung erreichbar |
Aufbau und Montage
Der Arduino wird in die Buchsenleisten gesteckt, ein Shield bei Bedarf darüber. Die Reset-Taste ist durch eine Öffnung im Gehäuse erreichbar — bei einem Gerät, das im Verteiler sitzt, erspart das den Ausbau. Verdrahtet wird über vier dreipolige und einen zweipoligen Klemmenblock, die auf die Lochrasterfläche führen.
Für die Verdrahtung gilt dieselbe Regel wie bei jeder Schaltschrankinstallation: Die Klemmen nehmen die Leitungen von aussen auf, im Inneren bleibt alles kurz. Nicht benutzte Klemmenöffnungen sind bei Auslieferung mit abbrechbaren Abdeckungen geschützt — sie bleiben drin, wo nichts angeschlossen wird, und werden nur dort entfernt, wo eine Leitung hineingeht. Das ist kein Schönheitsmerkmal: Offene Klemmen in einem Verteiler sind ein Berührungsschutzproblem.
Vor dem endgültigen Einbau lohnt der Blick auf die Wärme. Ein Rechnermodul unter Volllast in einem geschlossenen Kunststoffgehäuse in einem geschlossenen Schaltschrank hat drei Hüllen zwischen sich und der Umgebungsluft. Wer dauerhaft rechnet statt nur zu messen, plant Luft ein — Abstand zu den Nachbargeräten, Lüftungsschlitze im Schrank, im Zweifel ein aktiver Kühler. Diese Einordnung stammt aus der Anwendungspraxis und ist als Auslegungshilfe zu verstehen, nicht als Zusage des Herstellers.
Die Zihatec-Gehäuse im Vergleich
| Gehäuse | Für welches Modul | Breite |
|---|---|---|
| RasPiBox Open V3 | Raspberry Pi 4 und 5, zusätzlich ein HAT | 9 Module |
| RasPiBox Lite | Raspberry Pi 4 und 5 | 4 Module |
| RasPiBox Zero | Raspberry Pi Zero und Zero W | 4 Module |
| RasPiBox Pico | Raspberry Pi Pico | 4 Module |
| ArduiBox Open | Arduino UNO, Nano, Zero und kompatible | 6 Module |
| ArduiBox MKR | Arduino MKR und Portenta H7 | 6 Module |
| ArduiBox ESP | D1 Mini mit ESP8266 oder ESP32 | 4 Module |
| ArduiBox Feather | Feather und Thing Plus | 6 Module |
Passendes Zubehör
- Der Arduino selbst: Das Board gehört nicht zum Lieferumfang.
- RS485- und RS422-Shield: Zihatec baut ein galvanisch getrenntes Schnittstellen-Shield im Arduino-Format, das direkt in den Shield-Steckplatz passt.
- Schnittstellen für die Anlage: Zihatec baut passend zu den Gehäusen Platinen für RS485, RS422 und M-Bus — alle mit galvanischer Trennung. Damit wird aus dem Gehäuse ein Modbus-Gateway oder ein Zählerauslesegerät.
- Hutschiene und Verteiler: Normschiene nach EN 50022, wie sie in jedem Verteilerkasten sitzt. Das Gehäuse rastet auf, ohne Werkzeug.
Unterstützung bei der Auslegung
Das Datenblatt des Herstellers findest Du im Reiter „Dokumente» auf dieser Seite. Sag uns, welches Rechnermodul und welche Schnittstellen im Schrank landen sollen — daraus ergibt sich, welche Gehäusebreite und welche Zusatzplatine passen. Für Auslegung und Vorkonfiguration erstellen wir Dir gern ein Angebot.

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