Der Milesight EM300-TH misst Temperatur und Luftfeuchtigkeit und funkt sie über LoRaWAN – robust genug für den Kühlraum, den Aussenbereich und die Produktionshalle. Zwei Dinge heben ihn von einfachen Raumfühlern ab: Er ist nach der europäischen Norm für Temperaturaufzeichnung im Kühlbereich zertifiziert, und er speichert seine Messwerte selbst, wenn die Funkverbindung ausfällt – und liefert sie nach. Für jeden, der Temperaturen nicht nur beobachten, sondern belegen muss, ist genau das der Unterschied zwischen einer netten Anzeige und einem verwertbaren Nachweis. Eingerichtet wird er per NFC mit dem Smartphone, die Batterie hält über zehn Jahre.
- −30 … +70 °CMessbereich
- ±0.3 °CGenauigkeit im Plusbereich
- IP67wasserdicht, UV-beständig
- über 10 JahreBatterielaufzeit
- 2800 WerteSpeicher im Gerät
Was den EM300-TH auszeichnet
- Nachweisfähig nach Kühlketten-Norm: Der Sensor ist nach EN 12830 zertifiziert – der europäischen Norm für Temperaturaufzeichnung beim Lagern und Befördern gekühlter Lebensmittel. Wer gegenüber Behörden oder Kunden dokumentieren muss, braucht genau das; ein gewöhnlicher Raumfühler genügt dafür nicht.
- Lücken im Nachweis werden geschlossen: Das Gerät speichert bis zu 2800 Messwerte und sendet sie nach, wenn die Verbindung wieder steht. Bei einem Kühlraum tief im Gebäude, wo das Funksignal gelegentlich abreisst, entscheidet das über die Verwertbarkeit der ganzen Aufzeichnung.
- Genau dort, wo es zählt: ±0.3 Grad im Bereich über null, ±0.6 Grad im Minusbereich – Werte, die für Kühl- und Tiefkühlanwendungen taugen und nicht nur für Raumklima.
- Wirklich dicht: IP67 und UV-beständig. Der Sensor darf in den feuchten Kühlraum, in die Waschhalle oder nach draussen, ohne Zusatzgehäuse.
- Einrichtung per NFC: Smartphone ans Gehäuse halten, Intervalle und Schwellen setzen, fertig – bei fünfzig Sensoren für eine Filialkette der Unterschied zwischen einem Tag und einer Woche.
- Direktsteuerung ohne Gateway: Über das herstellereigene Direktprotokoll kann der Sensor bei Grenzwertüberschreitung unmittelbar ein anderes Gerät auslösen – etwa eine Sirene oder ein Relais –, ohne dass das Signal über Server und Internet läuft.
- Batterie wechselbar: Eine grosse Lithiumzelle, vom Betreiber tauschbar. Kein Gerätetausch, wenn nach Jahren die Spannung nachlässt.
Wo er eingesetzt wird
- Kühl- und Tiefkühlräume: Der Hauptanwendungsfall – Temperaturen lückenlos aufzeichnen und bei Abweichung sofort melden, bevor die Ware verdirbt.
- Lebensmittelhandel und Gastronomie: Kühltheken, Lager, Vorbereitungsräume – mit Nachweis für die Selbstkontrolle.
- Apotheken und Gesundheitswesen: Medikamentenlager mit engen Temperaturvorgaben.
- Produktion und Lager: Feuchteüberwachung dort, wo Kondensat Material oder Elektronik beschädigt.
- Gewächshäuser und Landwirtschaft: Klimaüberwachung an Orten, an denen ein IP20-Raumfühler nach einem Winter aufgeben würde.
- Aussenmessung: Wetterschutz ist eingebaut – für Fassaden, Unterstände und ungeheizte Hallen.
- Filialketten und Rollouts: Gleiche Geräte über viele Standorte, per NFC in Minuten eingerichtet und zentral ausgewertet.
Damit ist die Auswahl geklärt. Was jetzt folgt, ist die Tiefe für Planung und Betrieb.
Warum der interne Speicher wichtiger ist, als er klingt
Bei einer Temperaturüberwachung, die als Nachweis dient, ist eine Lücke im Datensatz genauso schlecht wie eine Überschreitung – man kann für die betroffene Zeit schlicht nichts belegen. Funkverbindungen fallen aber aus: Ein Metallregal wird umgestellt, ein Gateway startet neu, jemand parkt einen Rollcontainer vor die Tür. Deshalb speichert der Sensor seine Werte zusätzlich im Gerät und schickt sie nach, sobald er wieder Kontakt hat. Bei zehnminütigem Intervall reichen 2800 Einträge für rund drei Wochen Aufzeichnung – genug, um auch einen längeren Ausfall vollständig aufzuholen.
Praktisch heisst das: Prüfe bei der Inbetriebnahme, ob dein Netzwerkserver und deine Auswertung mit nachgelieferten Werten umgehen können. Manche Systeme verwerfen Daten, die nicht in Echtzeit ankommen – dann läuft die schönste Nachlieferung ins Leere.
Technische Daten
Die allgemeinen Produktdaten – Schutzart, Sensoren, Herkunft, Herstellernummer – findest du in der Detailtabelle weiter unten auf dieser Seite.
| Messwerte | |
|---|---|
| Temperaturbereich | −30 … +70 °C |
| Temperaturgenauigkeit | ±0.3 °C von 0 bis +70 °C; ±0.6 °C von −30 bis 0 °C |
| Temperaturauflösung | 0.1 °C |
| Feuchtebereich | 0 … 100 % rF |
| Feuchtegenauigkeit | ±3 % rF von 10 bis 90 %; ±5 % ausserhalb |
| Feuchteauflösung | 0.5 % rF |
| Messfühler | Sensirion |
| Betrieb | |
| Datenspeicher | bis 2800 Einträge mit Nachlieferung nach Verbindungsausfall |
| Konfiguration | NFC per Smartphone-App oder über Downlink |
| Batterielaufzeit | über 10 Jahre bei zehnminütigem Intervall und kurzer Funkstrecke |
| Batterie | Lithium-Thionylchlorid 4000 mAh, wechselbar |
| Funk | |
| Funktechnologie | LoRaWAN Class A, OTAA und ABP, dazu Milesight D2D |
| Sendeleistung | 16 dBm |
| Empfangsempfindlichkeit | −137 dBm bei 300 bit/s |
| Zertifizierung | EN 12830 für Temperaturaufzeichnung im Kühlbereich |
Unterstützung bei der Planung
Datenblatt und Anleitungen findest du im Reiter Dokumente oben auf dieser Seite. Bei Kühlkettenüberwachung hängt viel an der Auswertung – Grenzwerte, Alarmwege, Aufbewahrungsfristen. Sag uns, was du nachweisen musst, dann klären wir gemeinsam, wie viele Sensoren wo hingehören. Und wenn daraus ein Projekt wird — Auslegung, Vorkonfiguration oder Inbetriebnahme —, erstellen wir dir gern ein Angebot dafür.

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