Die WTS506 ist eine vollständige Wetterstation für den Dauerbetrieb im Freien: Temperatur, Luftfeuchte, Luftdruck, Windrichtung, Windgeschwindigkeit und Niederschlag aus einem Messkopf, gespeist von einem eigenen Solarmodul und angebunden über LoRaWAN. Das Entscheidende steckt in der Bauart des Messkopfs — Wind wird mit Ultraschall gemessen und Regen piezoelektrisch. Es dreht sich also nichts, es kippt nichts, es gibt kein Lager, das nach zwei Jahren schwergängig wird, und keine Wippe, die sich mit Laub zusetzt. Genau das ist der Unterschied zwischen einer Wetterstation, die man aufstellt, und einer, die man jährlich warten muss.
- 6 GrössenTemperatur, Feuchte, Druck, Wind, Richtung, Regen
- 0 – 60 m/sWindgeschwindigkeit, Ultraschall
- 19 000Messungen im internen Speicher
- 15 WSolarmodul mit Pufferakkus
- 0 bewegte Teileim Messkopf
Was die WTS506 auszeichnet
- Wind ohne Schalenkreuz: Die Messung erfolgt über die Laufzeit von Ultraschallimpulsen zwischen mehreren Wandlern. Kein Lager, keine Anlaufschwelle, kein Trägheitsfehler bei Böen — und keine Kalibrierdrift durch Verschleiss. Eine mechanische Windfahne verliert genau das über die Jahre.
- Regen ohne Kippwaage: Der Niederschlagssensor arbeitet piezoelektrisch und erkennt den Aufschlag einzelner Tropfen. Kein Trichter, der sich mit Blättern und Insekten zusetzt, kein Wippenmechanismus, der bei Starkregen unterzählt. Die Auflösung liegt bei 0.01 mm — eine Kippwaage schafft üblicherweise 0.2 mm.
- Eigene Stromversorgung: Ein Solarmodul mit 15 W und zwei Pufferakkus zu je 2550 mAh. Die Station braucht keinen Netzanschluss und keine Batteriewechsel — sie steht dort, wo es sinnvoll ist, nicht dort, wo eine Steckdose ist.
- 19 000 Messungen im Speicher: Bei zehnminütigem Intervall entspricht das über vier Monaten lückenloser Aufzeichnung. Fällt die Funkverbindung aus, werden die Werte nach der Rückkehr nachgesendet. Für eine Wetterreihe, die eine Vegetationsperiode abdecken soll, ist Lückenlosigkeit kein Komfort, sondern die Grundvoraussetzung.
- Gehäuse für Küste und Hochlage: Aluminiumlegierung, wasserdicht, UV-beständig und salznebelbeständig, IP65, Messkopf ausgelegt von −40 bis 85 °C. Kunststoffgehäuse werden unter UV-Belastung über Jahre spröde — Aluminium nicht.
- Windrichtung auf 0.1 Grad aufgelöst: Bei ±3 Grad Genauigkeit. Für Ausbreitungsbetrachtungen, Geruchsbeschwerden und die Auswertung von Immissionen ist die Richtung oft die wichtigere Grösse als die Geschwindigkeit.
- Konfiguration über NFC: Handy an den Hub halten, Intervall und Schwellen setzen, Gerät ein- oder ausschalten. Nichts wird geöffnet, keine Dichtung gefährdet — bei einem Gerät auf einem Mast ist das mehr wert als bei einem im Technikraum.
- Schwellenwertalarm im Gerät: Windgeschwindigkeit über Grenzwert, Frost, Starkregen — die Meldung geht sofort raus und nicht erst beim nächsten regulären Intervall. Für Baustellenkrane, Sonnenschutzanlagen und Veranstaltungsbetrieb ist das der eigentliche Zweck der Station.
- Auswertung von Niederschlagsperioden: Die aufsummierte Regenmenge lässt sich auf eine wählbare Periode von bis zu 48 Stunden beziehen und wird danach zurückgesetzt. Mitgesendet wird ein Zähler, an dem sich in der Auswertung erkennen lässt, zu welcher Periode ein Wert gehört.
- Dreiteiliger Aufbau am selben Mast: Messkopf, Hub und Solarmodul werden getrennt montiert und mit M12-Steckern verbunden. Der Messkopf kommt so hoch und frei wie möglich, das Solarmodul nach Süden geneigt — beides lässt sich unabhängig ausrichten.
Wo die WTS506 eingesetzt wird
- Landwirtschaft und Obstbau: Frostwarnung, Spritzfenster, Verdunstungsanspruch und Bewässerungsbedarf. Wer nach Prognose statt nach Messung am Standort arbeitet, rechnet mit der Wetterlage des nächsten Talorts.
- Baustellen mit Kranbetrieb: Windwarnung mit Schwellenalarm, dokumentiert und nachvollziehbar. Die Aufzeichnung ist im Streitfall die Grundlage der Aussage, ob zulässig gearbeitet wurde.
- Gebäudetechnik und Fassadensteuerung: Storen, Markisen und Lüftungsklappen fahren nach dem Wind vor Ort ein, nicht nach der Wetterstation der Region.
- Winterdienst und Verkehrsinfrastruktur: Temperatur, Feuchte und Niederschlag am kritischen Streckenabschnitt statt am nächsten Flugplatz.
- Umwelt- und Immissionsmessungen: Windrichtung und -geschwindigkeit sind die Bezugsgrössen jeder Ausbreitungsbetrachtung — ohne sie ist eine Geruchs- oder Staubmessung nicht interpretierbar.
- Solar- und Windstandorte: Ertragsanalyse und Standortbewertung mit einer Station, die selbst keinen Anschluss braucht.
- Sportanlagen und Veranstaltungsflächen: Absage- und Sicherheitsentscheide auf Grundlage gemessener statt geschätzter Werte.
- Grosse Rollouts: Solarbetrieb, keine bewegten Teile und ein Speicher von vier Monaten heissen zusammen: keine planbaren Servicebesuche ausser der Reinigung des Solarmoduls. Über ein Messnetz mit vielen Standorten ist das der Posten, der die Betriebskosten bestimmt.
Was du vor der Bestellung wissen solltest.
Milesight schreibt ausdrücklich, dass die Station nicht als Referenzsensor gedacht ist und keine Haftung für Schäden aus ungenauen Messwerten übernommen wird. Für Betriebsentscheide, Alarmierung, Ertragsbeurteilung und Dokumentation ist sie ausgelegt; als amtliches oder eichfähiges Messmittel und als alleinige Grundlage sicherheitskritischer Abschaltungen ist sie es nicht. Wo eine Windabschaltung sicherheitsrelevant ist, gehört ein normkonformes Windwächtersystem dazu.
Der Standort entscheidet über die Brauchbarkeit der Werte. Milesight nennt konkrete Abstände: Der Abstand zum nächsten Hindernis sollte mindestens das Zehnfache seiner Höhe betragen, mindestens zwei Meter Abstand zu Radaranlagen und Sendern, Abstand zu Wärmequellen wie Kaminen und Abluftöffnungen, und im Umkreis von zehn Metern keine Hecke über einem Meter. Eine Station auf dem Garagendach neben der Wärmepumpe misst nicht das Wetter, sondern die Wärmepumpe.
Der Hub verträgt weniger als der Messkopf. Der Messkopf ist von −40 bis 85 °C spezifiziert, der Hub mit der Elektronik und den Akkus aber nur von −20 bis 60 °C. Für die Anlage als Ganzes gilt der engere Wert. In alpiner Lage mit Temperaturen unter −20 °C ist das die Grenze des Systems, und sie liegt nicht dort, wo die Überschrift des Datenblatts es vermuten lässt.
Über 45 °C laden die Akkus nicht. Milesight weist darauf hin und rät, den Hub nicht in die direkte Sonne zu hängen. Bei einem Gerät, das per Definition im Freien steht, ist das eine echte Montageanweisung: Der Hub gehört auf die Schattenseite des Mastes oder hinter das Solarmodul.
Schnee und Eis nicht abschlagen. Der Hersteller verlangt, aufliegenden Schnee und Eis natürlich abtauen zu lassen und nicht mit Werkzeug zu entfernen. Für Standorte mit regelmässiger Vereisung heisst das: In dieser Zeit sind Wind- und Regenwerte nicht verlässlich, und ein beheizter Messkopf wäre die richtige Bauart — die hat diese Station nicht.
Günstigere Alternativen im Sortiment: Die SenseCAP S2120 deckt acht Grössen zu einem Bruchteil des Preises ab und ist die richtige Wahl, wenn es um einen Überblick und nicht um belastbare Messwerte geht. Die Decentlab DL-ATM41 liefert elf Parameter und ist der Vergleichspunkt im oberen Segment.
Damit hast du die Kaufentscheidung beisammen. Was jetzt folgt, ist die Tiefe für Messtechnik, Aufbau, Montage und Anbindung.
Warum Ultraschall und Piezo den Unterschied machen
Ein Schalenkreuzanemometer misst Wind über die Drehzahl eines Rotors. Das funktioniert, hat aber drei bekannte Schwächen: eine Anlaufschwelle, unterhalb derer gar nichts angezeigt wird; ein Trägheitsverhalten, das kurze Böen abschneidet und beim Abflauen nachläuft; und ein Lager, das altert. Die Ultraschallmessung kennt keine davon. Sie bestimmt die Laufzeit von Schallimpulsen zwischen gegenüberliegenden Wandlern: Weht der Wind in Ausbreitungsrichtung, kommt der Impuls früher an, andernfalls später. Aus den Laufzeitdifferenzen mehrerer Strecken ergeben sich Betrag und Richtung gleichzeitig und ohne Bewegung.
Praktisch heisst das: Schwachwind unter der mechanischen Anlaufschwelle wird erfasst, Böenspitzen werden nicht weggemittelt, und die Genauigkeit von ±0.3 m/s beziehungsweise ±3 % bleibt über die Jahre erhalten, weil nichts verschleisst. Der Preis dieser Technik: Ultraschall ist empfindlich gegen alles, was die Messstrecke stört — starker Regen, Vereisung, Insektennester. Deshalb ist die Sichtprüfung bei der jährlichen Reinigung nicht überflüssig, auch wenn es nichts zu schmieren gibt. Diese Einordnung stammt aus der Anwendungspraxis und ist als Auswahlhilfe zu verstehen, nicht als Zertifizierungsaussage des Herstellers.
Bei der Niederschlagsmessung ist die Sache ähnlich. Die klassische Kippwaage sammelt Wasser in einem Trichter und kippt bei einer festen Menge um; jede Kippung ist ein Zählimpuls. Das ist robust, aber die Auflösung ist durch das Kippvolumen begrenzt, bei Starkregen zählt sie systematisch zu wenig, weil während des Kippens Wasser durchläuft, und der Trichter setzt sich mit Laub, Pollen und Insekten zu. Der piezoelektrische Sensor der WTS506 registriert stattdessen den mechanischen Impuls jedes einzelnen Tropfens auf einer Aufschlagfläche und rechnet daraus die Menge. Auflösung 0.01 mm, kein Trichter, keine bewegten Teile. Die angegebene Genauigkeit von ±0.5 mm unterhalb 10 mm und ±5 % darüber ist für Bewässerungsplanung, Bilanzierung und Ereigniserkennung mehr als ausreichend.
Zur Temperaturmessung eine Bemerkung, die für jede Wetterstation gilt: Die angegebenen ±0.3 °C sind der Fehler des Fühlers, nicht der Fehler der Messung. In direkter Sonne heizt sich jeder Strahlungsschutz auf, und der gemessene Wert liegt über der wahren Lufttemperatur. Der lamellierte Strahlungsschutz der WTS506 mildert das, hebt es aber nicht auf — das kann nur eine zwangsbelüftete Ausführung. Wer Temperaturen zwischen Standorten vergleicht, sollte deshalb auf gleiche Montagehöhe und gleiche Umgebung achten.
Aufbau: drei Teile, zwei Stecker
Die Station besteht aus drei Baugruppen. Der Messkopf trägt alle Sensoren, wiegt 2.15 kg und misst 160 × 263 × 73 mm; er sitzt in einer Aluminiumlegierung mit IP65 und ist von −40 bis 85 °C spezifiziert. Der Hub ist die Elektronik: LoRaWAN-Funk, Speicher, Akkus und Ladeelektronik in einem Gehäuse von 116 × 116 × 45.5 mm mit IP67. Das Solarmodul aus monokristallinem Silizium liefert 15 W bei 15 V und 1 A, misst 343 × 283 × 16.5 mm und wiegt mit Halterung 2.2 kg.
Verbunden wird über zwei M12-Steckverbinder in A-Codierung: einer für die Speisung vom Solarmodul mit zwei Polen und 15 V, einer für die Daten vom Messkopf. Diese Steckerbauform ist in der Industrie Standard, verriegelt mit einer Überwurfmutter und hält Vibration und Feuchtigkeit aus — kein Steckertyp, der nach zwei Wintern korrodiert.
Alle drei Teile werden am selben Mast befestigt: Messkopf und Solarmodul mit Schlauchschellen, der Hub mit Schrauben an der Halterung des Solarmoduls. Die Neigung des Solarmoduls lässt sich auf 20, 40 oder 60 Grad einstellen. Für die Schweiz ist bei ganzjährigem Betrieb die steilere Einstellung meist die bessere — sie bringt im Winter, wenn die Sonne tief steht und die Tage kurz sind, deutlich mehr Ertrag, und Schnee rutscht eher ab. Genau im Winter ist die Energiebilanz kritisch, nicht im Sommer. Diese Einordnung stammt aus der Anwendungspraxis und ist als Auswahlhilfe zu verstehen, nicht als Herstellerangabe.
Montage und Ausrichtung
Der wichtigste Handgriff ist zugleich der, den man am leichtesten vergisst: Der Pfeil auf dem Messkopf muss nach Norden zeigen, und zwar nach Kompass. Ohne diese Ausrichtung ist die gemessene Windrichtung um einen unbekannten Betrag verdreht — und man sieht es den Daten nicht an, solange man keine zweite Quelle zum Vergleich hat. Wer mehrere Stationen aufbaut, sollte die Ausrichtung dokumentieren.
Der Ablauf: Zuerst die Halterung des Solarmoduls samt Hub am Mast befestigen, Neigung einstellen und das Speisekabel am linken Anschluss des Hubs einstecken. Dann den Bogenrohr-Ausleger an die Halterung des Messkopfs schrauben, das Sensorkabel durch den Bogen führen und am Messkopf anschliessen, das Ganze mit Schlauchschellen am Mast fixieren und den Messkopf nach Norden ausrichten. Zuletzt das Sensorkabel am rechten Anschluss des Hubs einstecken. Alle Schellen, Schrauben und der Bogen liegen bei.
Der Messkopf gehört so hoch und so frei wie möglich — und zwar deutlich über den nächsten Hindernissen. Die Zehnfachregel von Milesight ist streng, aber sie hat einen physikalischen Grund: Hinter einem Hindernis bildet sich eine Nachlaufströmung mit verwirbeltem und verlangsamtem Wind, und diese reicht weit. Eine Station im Windschatten eines Gebäudes liefert plausible, aber systematisch falsche Werte.
Zur Wartung: Das Solarmodul wird regelmässig gereinigt — Staub, Sand und Vogelkot senken den Ladeertrag messbar, und im Winter entscheidet genau dieser Ertrag über die Verfügbarkeit. Gereinigt wird mit einem weichen, feuchten Tuch und mildem Reinigungsmittel. Aufliegender Schnee und Eis werden nicht mit Werkzeug entfernt, sondern abtauen gelassen.
Anbindung und Auswertung
Die WTS506 ist ein Standard-LoRaWAN-Gerät der Klasse A mit OTAA oder ABP und arbeitet mit jedem konformen Netzserver — The Things Network, ChirpStack, Swisscom LPN oder der Milesight Development Platform. Das periodische Telegramm trägt sieben Werte auf festen Kanälen: Batteriestand, Temperatur, Feuchte, Windrichtung, Luftdruck, Windgeschwindigkeit und Niederschlag. Das Meldeintervall ist von einer Minute bis 1080 Minuten einstellbar, voreingestellt sind zehn Minuten. Fertige Decoder für alle gängigen Netzserver liegen im Repository von Milesight, verlinkt im Reiter „Dokumente».
Der Niederschlagswert verdient bei der Integration besondere Aufmerksamkeit. Gemeldet wird die aufsummierte Menge seit Beginn der laufenden Periode, dazu ein Zähler von 0 bis 255. Beginnt eine neue Periode — entweder nach der eingestellten Zeit von bis zu 48 Stunden oder beim Erreichen von 1000 mm —, wird die Summe auf null zurückgesetzt und der Zähler ebenfalls. Eine Auswertung, die einfach Differenzen bildet, produziert an dieser Stelle einen negativen Niederschlag. Der Zähler ist genau dafür da: Ein Sprung auf null zeigt den Periodenwechsel an. Wer den Zähler ignoriert, hat in seiner Zeitreihe regelmässige Ausreisser, deren Ursache er später sucht.
Für die nachgelieferten Werte aus dem Speicher gilt dasselbe wie bei allen Geräten mit Zwischenspeicher: Sie tragen einen eigenen Zeitstempel, und dieser muss beim Schreiben in die Zeitreihe verwendet werden. Wer die Empfangszeit nimmt, häuft nach jedem Verbindungsabbruch vier Monate Messwerte auf denselben Zeitpunkt.
Konfiguriert wird per NFC mit der ToolBox-App oder über USB-C im Hub mit der PC-Software. Die gespeicherten Werte lassen sich über die App als CSV-Datei auf das Mobiltelefon exportieren — für einen Standort ohne Funkabdeckung ist das ein brauchbarer zweiter Weg zu den Daten, auch wenn er einen Besuch verlangt.
Betrieb und Energiebilanz
Die Station versorgt sich aus dem 15-W-Modul und puffert über zwei Akkuzellen mit je 2550 mAh. Milesight nennt keine Autonomiezeit ohne Sonne; sie hängt vom Meldeintervall und von der Temperatur ab. Was sich sagen lässt: Kurze Intervalle erhöhen den Verbrauch spürbar, und im Winter fällt gleichzeitig der Ertrag. Wer eine Station in einer schattigen Lage oder an einem Nordhang betreibt, sollte das Meldeintervall entsprechend wählen, statt auf zehn Minuten zu bleiben, weil das die Voreinstellung ist.
Der Batteriestand wird als Prozentwert mitgesendet und lässt sich über den Bestand hinweg überwachen. Ein Standort, dessen Ladezustand über mehrere Wintertage nicht mehr auf 100 % kommt, meldet damit sein Problem, bevor er ausfällt — meist ist es ein verschmutztes oder verschattetes Modul.
Für die Projektplanung heisst das: Ein Servicebesuch pro Jahr für Reinigung und Sichtprüfung reicht bei einem üblichen Standort. Verschleissteile gibt es im Messkopf keine, und die Akkus sitzen im Hub. Die Lieferung enthält Messkopf, Hub, Solarmodul mit Halterung, alle Halterungen, Schellen, Schrauben und den Bogenausleger — ausser dem Mast ist alles dabei.
Technische Daten
Schutzart, Gehäuse, Masse, Temperaturbereich und Herstellernummer stehen in der Detailtabelle weiter unten auf dieser Seite. Hier die Werte, die dort keinen Platz haben.
| Messkopf — Messgrössen | |
|---|---|
| Temperatur | Thermistor, −40 bis 85 °C, ±0.3 °C, Auflösung 0.1 °C |
| Relative Feuchte | kapazitiv, 0 bis 100 % RH, ±3 % RH, Auflösung 0.5 % RH |
| Luftdruck | piezoresistiv absolut, 500 bis 1100 hPa, ±0.5 hPa, Auflösung 0.1 hPa |
| Windrichtung | Ultraschall, 0 bis 360°, ±3°, Auflösung 0.1° |
| Windgeschwindigkeit | Ultraschall, 0 bis 60 m/s, ±0.3 m/s oder ±3 % (der grössere Wert gilt), Auflösung 0.1 m/s |
| Niederschlag | piezoelektrisch, 0 bis 1000 mm, ±0.5 mm unter 10 mm, ±5 % darüber, Auflösung 0.01 mm |
| Messkopf — Aufbau | |
| Gehäuse | Aluminiumlegierung, weiss |
| Masse und Gewicht | 160 × 263 × 73 mm, 2.15 kg |
| Schutzart | IP65 |
| Temperaturbereich | −40 bis 85 °C |
| Befestigung | Mast mit Schlauchschellen und Bogenausleger |
| Hub | |
| Protokoll | LoRaWAN, OTAA oder ABP, Klasse A |
| Sendeleistung | 16 dBm bei 868 MHz |
| Empfindlichkeit | −137 dBm bei 300 bit/s |
| Antenne | im Gehäuse |
| Reichweite | bis 15 km bei Sichtverbindung im offenen Gelände (Herstellerangabe) |
| Anschlüsse | 2 × M12 A-codiert: Speisung 15 V zweipolig, Daten zum Messkopf |
| Speicher | 19 000 Einträge, Nachlieferung, Datenabruf, Schwellenwertalarm |
| Meldeintervall | 1 bis 1080 min, voreingestellt 10 min |
| Konfiguration | NFC mit ToolBox-App, USB-C mit PC-Software |
| Masse | 116 × 116 × 45.5 mm ohne Stecker |
| Schutzart | IP67 |
| Temperaturbereich | −20 bis 60 °C |
| Stromversorgung | |
| Solarmodul | monokristallines Silizium, 15 W, 15 V, 1 A, Leerlaufspannung 18 V |
| Modulmasse | 343 × 283 × 16.5 mm, 1 kg ohne, 2.2 kg mit Halterung |
| Modulneigung | 20, 40 oder 60° einstellbar |
| Anschlusskabel | 50 cm mit zweipoligem M12-Stecker |
| Pufferakkus | 2 × ICR18650, je 2550 mAh, wiederaufladbar |
| Ladeeinschränkung | kein Laden über 45 °C Gerätetemperatur |
| Temperaturbereich Modul | −20 bis 80 °C |
Was noch dazugehört
- Ein Mast: Nicht im Lieferumfang. Alle Halterungen und Schlauchschellen für die Mastmontage liegen bei, das Rohr selbst nicht.
- Ein Gateway in Reichweite: Für Freiflächen ist der wetterfeste WisGate Edge Prime RAK7240CV2 die richtige Wahl; steht ein Gebäude in der Nähe, reicht der RAK7268CV2 WisGate Edge Lite 2+.
- Mobilfunk für abgelegene Standorte: Läuft das Gateway über LTE, gehört eine Daten-SIM dazu — im Shop die Swisscom Gateway-Roaming-SIM.
- Boden dazu: Wer aus den Wetterdaten eine Bewässerungssteuerung ableiten will, braucht auch die Bodenseite — der EM500-SMTC misst Feuchte, Temperatur und Leitfähigkeit im Wurzelraum und läuft an derselben Funkinfrastruktur.
- Keine Batterien zu bestellen: Die Pufferakkus sind eingebaut und werden vom Solarmodul geladen.
Unterstützung bei der Auslegung
Ob dein vorgesehener Standort die Abstände einhält, welche Masthöhe sinnvoll ist und welches Meldeintervall in deiner Lage über den Winter trägt — frag uns, das sind Fragen zum Produkt und kosten nichts. Datenblatt und Benutzerhandbuch liegen im Reiter „Dokumente». Sag uns, wie viele Standorte du ausrüsten willst; für Standortbeurteilung, Funkplanung, Vorkonfiguration, Aufbau vor Ort und die Anbindung an eure Auswertung erstellen wir dir gern ein Angebot.

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