Der VS126-L0EGL zählt Personen aus 6 bis 15 m Höhe und bringt seinen Datenweg selbst mit: ein 4G-Modem mit Nano-SIM sitzt im Gehäuse. Das löst ein Problem, das in grossen Hallen regelmässig auftritt — die Decke ist erreichbar, eine Netzwerkleitung bis dorthin ist es nicht. Bahnhofshallen, Messehallen, Sportanlagen und denkmalgeschützte Bauten lassen sich so auswerten, ohne eine Leitung durch das halbe Gebäude zu ziehen. Gezählt wird mit binokularer Stereo-Vision, mit 99.8 % Genauigkeit und auch bei ausgeschalteter Hallenbeleuchtung.
- 6 – 15 mMontagehöhe
- 4G LTEAnbindung, Nano-SIM
- 81 m²grösste Erfassungsfläche, bei 10 m
- 99.8 %Zählgenauigkeit
- 5.4 Wmittlere Leistungsaufnahme
Was den VS126-L0EGL ausmacht
- Eigener Datenweg aus der Höhe: LTE Cat 1 mit interner Antenne und Nano-SIM-Steckplatz. In einer Halle liegt die Netzwerkinfrastruktur am Boden, nicht unter der Decke — dieses Gerät braucht nur eine Speisung.
- Sehr breites Bänderprofil: LTE-FDD auf B1, B2, B3, B4, B5, B7, B8, B12, B13, B18, B19, B20, B25, B26, B28 und B66, dazu LTE-TDD auf B34, B38, B39, B40 und B41. Das Kürzel GL steht für „global»: Der Sensor funktioniert praktisch überall ausserhalb Nordamerikas mit derselben Hardware.
- Die Lücke zwischen 6 und 15 m: Kein anderer Deckensensor der Baureihe deckt diesen Bereich ab. Der VS125 endet bei 6 m, hier beginnt der VS126.
- Zwei mal fünf Megapixel: 2704 × 2104 Bildpunkte je Auge. Aus 15 m Höhe ist ein Kopf nur noch wenige Dutzend Pixel gross; ohne diese Auflösung wäre die Erkennung dort nicht möglich.
- Sparsamer als die PoE-Ausführung: 5.4 W im Mittel gegenüber 8.0 W, weil kein PoE-Wandler mitläuft. Für einen Standort mit begrenzter Speisung ist das die Zahl, an der die Auslegung hängt.
- Sieht bei null Lux: Infrarotbeleuchtung mit automatischer Regelung. In einer Halle, deren Beleuchtung nachts abgeschaltet wird, zählt der Sensor weiter.
- Sechzehn Geräte zu einer Fläche: Multi-Device-Stitching verbindet bis zu 16 Sensoren zu einem gemeinsamen Erfassungsbereich, ohne Doppelzählung an den Nahtstellen.
- Zonen, Verweildauer, Heatmap: Bis zu vier Zähllinien und vier Zonen mit je bis zu zehn Eckpunkten, dazu eine Flächendarstellung der Bewegungs- und Verweildichte.
- Ein Gehäuse wie ein Balken: 435 mm lang, 38.5 mm hoch. Die Objektive sitzen weit auseinander — je grösser dieser Abstand, desto genauer die Tiefenberechnung auf Distanz. Die Bauform ist Physik, nicht Design.
- Speicher gegen Funklöcher: Eine Million Datensätze lokal, CSV-Export, bis zu 8 × 50 000 Pakete Nachlieferung. Unter einem Hallendach mit Stahlkonstruktion ist der Empfang selten gleichmässig.
- Industrieschnittstellen an Bord: Ein Digitaleingang, zwei Digitalausgänge und ein RS485-Port (in Entwicklung) — etwa für eine Kapazitätsanzeige am Eingang.
- Fernwartung eingebaut: Die Milesight Development Platform verwaltet Firmware und Konfiguration vieler Geräte aus einer Oberfläche — bei Sensoren in 12 m Höhe ist das kein Komfort, sondern der Betriebsplan.
Wo der VS126-L0EGL eingesetzt wird
- Messe- und Veranstaltungshallen: Besucherdichte je Bereich, ohne feste Verkabelung — die Zählstellen ziehen mit dem Anlass um.
- Denkmalgeschützte Bauten: Bahnhofshallen, Markthallen, Kirchen — überall dort, wo neue Leitungen baulich nicht bewilligt werden.
- Bahnhofs- und Flughafenhallen: Personenströme in Verteilerebenen, als Grundlage für Wegeführung und Personaleinsatz.
- Sporthallen und Arenen: Belegung von Zugängen und Foyers, auch bei ausgeschalteter Hallenbeleuchtung.
- Einkaufszentren: Frequenz je Achse und Ebene, unabhängig von der Zählung an den Ladeneingängen.
- Logistikhallen: Personenströme zwischen Toren und Kommissionierzonen, für Arbeitssicherheit und Wegeplanung.
- Befristete Messungen: Frequenzerhebung über einige Wochen vor einem Umbau, danach abgehängt.
- Grosse Rollouts: Verwaltung über die Milesight Development Platform, Konfiguration einmal erstellt und auf viele Standorte verteilt.
Passt der VS126-L0EGL zu deinem Vorhaben?
Anbindung: Dieses Gerät ist die Mobilfunkausführung mit 4G-LTE-Modem (Cat 1) und Nano-SIM-Steckplatz. Es gehört nicht in ein LoRaWAN-Netz und wird nicht über PoE gespeist — es braucht ein 12-V-Netzteil, das mitgeliefert wird, und eine SIM-Karte mit Datenabo. Liegt in der Halle eine Netzwerkleitung bis unter die Decke, ist der VS126-P dasselbe Gerät mit PoE und ohne laufende SIM-Kosten.
Kein Überwachungsgerät: Der VS126 ist ein IoT-Sensor, der Personen zählt, keine Überwachungskamera. Er gibt kein Bild aus. Milesight schreibt im Datenblatt, kundenseitig einstellbare Vorschaueinstellungen stellten sicher, dass „no personally identifiable data is transmitted», und die Ausführung sei vollständig DSGVO-konform. Für die Einrichtung lässt sich eine Vorschau anzeigen — was danach das Gerät verlässt, sind Zahlen: Durchgänge, Belegung, Verweildauer. In öffentlich zugänglichen Hallen ist dieser Unterschied der Kern der Datenschutzdiskussion, und er lässt sich mit dem Datenblatt belegen.
Grenzen: Mit IP40 gehört das Gerät ins Gebäude. Der VS126 kann keine Merkmalserkennung: Kinder gegen Erwachsene, Geschlecht, Blickrichtung und Personalerkennung führt Milesight nur für den VS125 auf, nicht für dieses Gerät — hier gibt es Zählung, Zonen, Verweildauer, Gruppenzählung und Heatmap. Aus 12 m Höhe wären solche Merkmale auch nicht sinnvoll auflösbar. Und: Die Erfassungsfläche wächst nicht bis 15 m weiter. Sie erreicht bei 10 m ihr Maximum von rund 81 m² und geht darüber leicht zurück, weil der Öffnungswinkel mit der Höhe kleiner wird. Für Deckenhöhen unter 6 m nimmst du den VS125.
Damit hast du die Kaufentscheidung beisammen. Was jetzt folgt, ist die Tiefe für Planung und Integration.
Technik im Detail
Der interessanteste Wert im Datenblatt ist der Öffnungswinkel — er ist nämlich keine Konstante. Milesight gibt ihn im Handbuch als Formel an: horizontal −2.607 · H + 90.204 für Montagehöhen zwischen 6 und 10 m, darüber −3.577 · H + 94.557. Der Winkel wird also mit zunehmender Höhe enger, damit ein Kopf aus 15 m Entfernung noch genügend Bildpunkte belegt. Die Folge für die Planung: Die erfasste Fläche wächst von 32 m² bei 6 m auf 81 m² bei 10 m — und schrumpft danach wieder auf rund 74 m² bei 15 m. Zehn Meter ist die wirtschaftlich beste Montagehöhe, nicht fünfzehn.
Zur Mobilfunkseite: LTE Cat 1 liefert im Uplink einige Mbit/s — für Zählwerte um Grössenordnungen mehr als nötig. Der Datenverbrauch bestimmt sich fast vollständig über das Meldeintervall, nicht über die Datenmenge je Meldung. Die Antenne sitzt im Gehäuse; unter einem Stahldach oder in einer Halle mit metallisierter Verglasung kann der Empfang zwischen zwei Montagepunkten deutlich unterschiedlich ausfallen. Deshalb gehört die Empfangsprüfung an den vorgesehenen Punkt, bevor die Hebebühne bestellt wird. Diese Einordnung stammt aus der Anwendungspraxis und ist als Auswahlhilfe zu verstehen, nicht als Zertifizierungsaussage des Herstellers.
Binokulare Stereo-Vision heisst: zwei Objektive mit bekanntem Abstand, zwei Bilder, und aus dem Versatz identischer Bildpunkte eine Entfernung je Pixel. Die Genauigkeit dieser Tiefenberechnung hängt direkt am Abstand der Objektive. Aus 12 m Höhe ist der Höhenunterschied zwischen Kopf und Boden nur noch ein kleiner Winkel — und deshalb ist das Gehäuse des VS126 mit 435 mm mehr als doppelt so lang wie das des VS125.
Erfassungsfläche nach Montagehöhe
| Montagehöhe | Erfassungsbereich | Fläche |
|---|---|---|
| 6 m | 6.55 × 4.91 m | 32 m² |
| 7 m | 7.70 × 5.76 m | 44 m² |
| 8 m | 8.72 × 6.54 m | 57 m² |
| 9 m | 9.62 × 7.21 m | 69 m² |
| 10 m | 10.40 × 7.80 m | 81 m² |
| 11 m | 9.73 × 7.29 m | 71 m² |
| 12 m | 9.97 × 7.48 m | 75 m² |
| 13 m | 10.08 × 7.56 m | 76 m² |
| 14 m | 10.06 × 7.55 m | 76 m² |
| 15 m | 9.92 × 7.43 m | 74 m² |
Die Werte gelten für eine angenommene Körpergrösse von 1.7 m. Für die Projektplanung heisst das: Zwischen 10 und 15 m Montagehöhe ändert sich die Fläche kaum — wähle die Höhe nach Zugänglichkeit für die Wartung und nach Mobilfunkempfang, nicht nach Abdeckung.
Betriebsaufwand und Verbrauch
| Leistungsaufnahme, Mittel | 5.4 W |
| Leistungsaufnahme, Maximum | 7.9 W |
| Wartung | keine Kalibrierung, kein Batteriewechsel; Objektive gelegentlich reinigen |
| Laufende Kosten | ein Datenabo je Gerät |
Für die Projektplanung heisst das: Neben dem Gerätepreis fällt je Sensor ein Datenabo an. Die Zählwerte selbst sind winzig — den Verbrauch bestimmt praktisch nur, wie oft gemeldet wird. Und der eigentliche Betriebsaufwand ist die Erreichbarkeit: In 12 m Höhe kostet jeder Handgriff eine Hebebühne, weshalb Firmware und Konfiguration konsequent über die Plattform laufen sollten.
Integration in bestehende Systeme
Die Zählwerte verlassen das Gerät über HTTP(S) an einen frei wählbaren Endpunkt oder über MQTT(S) an einen Broker; die Inhalte des Push lassen sich anpassen, dazu gibt es eine API. Netzseitig kommen SSH und NTP hinzu. Der RJ45-Port überträgt Daten und dient der lokalen Konfiguration sowie der Kopplung mehrerer Geräte — speisen tut er das Gerät in dieser Ausführung nicht.
Eingerichtet wird über die Weboberfläche, erreichbar über den eingebauten Wi-Fi-Zugangspunkt; das geht am Boden, bevor das Gerät hochgeht. Für die Verwaltung vieler Geräte ist die Milesight Development Platform vorgesehen.
Technische Daten
Allgemeine Produktdaten wie Schutzart, Masse, Gewicht, Farbe, Temperaturbereich, Stromversorgung und Herstellernummer stehen in der Detailtabelle weiter unten auf dieser Seite. Hier stehen die Werte, die dort nicht auftauchen.
| Erfassung | |
|---|---|
| Bildsensoren | 2 × 5 MP, 2704 × 2104 |
| Sichtfeld | bis 75.4° horizontal, 57.4° vertikal; nimmt mit der Montagehöhe ab |
| Montagehöhe | 6 bis 15 m |
| Erforderliche Beleuchtung | 0 Lux bei eingeschalteter Infrarotbeleuchtung |
| Zählgenauigkeit | bis 99.8 % |
| Funktionen | |
| Zähllinien | bis 4, bidirektional |
| Zonen | bis 4, je bis 10 Eckpunkte |
| U-Turn-Filter | Support |
| Gruppenzählung | Support |
| Heatmap | Support |
| Geräteverbund | bis 16 Geräte |
| Daten und Netzwerk | |
| Lokaler Speicher | eine Million Datensätze, CSV-Export |
| Prüfspeicher | 8 GB |
| Nachlieferung nach Ausfall | 8 × 50 000 Pakete |
| Mobilfunk | 4G LTE Cat 1, interne Antenne |
| LTE-FDD | B1/B2/B3/B4/B5/B7/B8/B12/B13/B18/B19/B20/B25/B26/B28/B66 |
| LTE-TDD | B34/B38/B39/B40/B41 |
| SIM | 1 × Nano-SIM (4FF), 1.8 V / 3 V |
| Ethernet | 1 × RJ45, 10/100 Mbit/s (Daten, keine Speisung) |
| Isolation Ethernet | 1.5 kV RMS |
| Protokolle | MQTT(S), HTTP(S), SSH, NTP |
| Wi-Fi | 802.11 b/g/n, 2.4 GHz, nur als Zugangspunkt zur Konfiguration |
| Anschlüsse und Weiteres | |
| Ein- und Ausgänge | 1 × DI, 2 × DO, 1 × RS485 (in Entwicklung) |
| Bedienelemente | 1 × Reset-/Wi-Fi-Taster, 1 × RGB-Statusanzeige |
| Leistungsaufnahme | 5.4 W im Mittel, 7.9 W maximal |
| Umweltkonformität | RoHS |
Montage und Inbetriebnahme
Zwei Deckenbefestigungssätze, eine Montageplatte, ein Multifunktionskabel und ein Netzteil liegen bei. Der Sensor gehört waagrecht an die Decke mit Blick senkrecht nach unten. Weil das Gehäuse 435 mm lang ist, entscheidet auch seine Ausrichtung im Grundriss mit: Der Erfassungsbereich ist rechteckig und liegt quer zur Gehäuseachse — ein Korridor wird also anders ausgerichtet als eine Wartezone.
Die SIM-Karte wird vor der Montage eingelegt. Prüfe den Empfang am vorgesehenen Punkt, solange das Gerät noch erreichbar ist: Die Antenne sitzt im Gehäuse, und unter einem Stahldach kann sich der Empfang auf wenigen Metern deutlich ändern. Wenn der Empfang knapp ist, hilft ein grösseres Meldeintervall mehr als jede Umplatzierung — der lokale Speicher fasst eine Million Datensätze, und was nicht durchgeht, wird nachgeliefert.
In hohen Hallen lohnt es sich, die Montagehöhe bewusst zu wählen statt sie von der Decke vorgeben zu lassen: Zwischen 10 und 15 m ändert sich die Abdeckung kaum, die Erreichbarkeit für Wartung dagegen erheblich.
Die Milesight-Personenzähler bei uns
| Modell | Unterschied | Wofür gemacht |
|---|---|---|
| VS126-L0EGL (dieses Gerät) | 6 bis 15 m, 4G-Modem, weltweite Bänder | Hallen ohne Netzwerkleitung an der Decke |
| VS126-P | wie oben, aber PoE statt Modem | Hallen mit Netzwerkanschluss |
| VS125-P | 2.2 bis 6 m, zusätzlich Merkmalserkennung | Detailhandel, Eingänge, Büroflächen |
| VS125-LW-L0EGL | 1.9 bis 3.5 m, 130° × 117°, mit Modem | niedrige Decken, breite Türen |
| VS133 und VS133-P | ToF statt Kamera, Tiefenbild ohne Bildaufnahme | Eingänge mit strengen Datenschutzauflagen |
Passendes Zubehör
- SIM-Karte: Ohne Datenabo bleibt der Sensor stumm. Für Geräte dieser Art führen wir die SIM-Karte IoT Europa mit 60 MB; für Meldeintervalle im Minutentakt lohnt sich ein grösseres Volumen.
- Netzteil: Ein 12-V-Netzteil liegt der Mobilfunkausführung bei — am Montageort braucht es also eine Speisung in Deckenhöhe.
- Halterungen: Für Sturz- und Winkelmontage sowie für abweichende Deckenhöhen gibt es die Milesight-Halterungen VB01 und VB02.
- Kein Gateway nötig: Anders als bei LoRaWAN-Sensoren entfällt hier das Gateway; der Sensor spricht über Mobilfunk direkt mit deinem Server.
Unterstützung bei der Auslegung
Wie viele Sensoren eine Halle braucht, auf welcher Höhe sie hängen und ob der Empfang dort reicht, lässt sich anhand von Grundriss und Schnitt vorab abschätzen — frag uns. Datenblatt und Handbuch findest du im Reiter „Dokumente».
Sag uns, wie viele Flächen du ausrüsten willst: Für Auslegung, Vorkonfiguration und Inbetriebnahme erstellen wir dir gern ein Angebot.

Rezensionen
Es gibt noch keine Rezensionen.