Der Breeze misst CO₂ in Innenräumen und hält damit über zehn Jahre auf zwei AA-Zellen durch — was für ein Gerät dieser Gattung ungewöhnlich ist, denn Infrarot-CO₂-Sensoren gelten als stromhungrig. Neben dem Kohlendioxid erfasst er Temperatur, Feuchte, Helligkeit und Luftdruck, wobei der Druck nicht bloss angezeigt, sondern zur Korrektur der CO₂-Messung verwendet wird. Zu den vier Leuchtdioden am Gerät kommt hier eine e-Ink-Anzeige, die den CO₂-Wert als Zahl zeigt — sie hängt per Bluetooth am Sensor und braucht selbst keinen Stromanschluss. Für Schulen, Büros und Sitzungszimmer ist das die schlichteste Antwort auf die Frage, wann gelüftet werden muss.
- 400 – 5000 ppmCO₂-Messbereich, ±30 ppm
- 11 JahreBatterie bei 15 Minuten, SF7
- 5 GrössenCO₂, Temperatur, Feuchte, Licht, Druck
- e-InkAnzeige über Bluetooth, ohne Kabel
- 80 × 80 × 26 mmGehäuse, 128 g
Was den Breeze auszeichnet
- Zehn Jahre mit einem CO₂-Sensor: Infrarot-Messzellen brauchen für jede Messung einen Lichtimpuls und ziehen deshalb viel Strom. Dass dieses Gerät auf zwei AA-Zellen über ein Jahrzehnt kommt, ist der eigentliche technische Wert — es erspart den Netzanschluss und damit den Elektriker.
- Luftdruck korrigiert die CO₂-Messung: Die Infrarotmessung hängt vom Umgebungsdruck ab. Weil das Gerät ihn selbst misst, stimmt der Wert auch in einem Bergdorf auf tausend Metern — sonst weicht er dort messbar ab.
- Selbsttätige Nachkalibrierung: Der Sensor gleicht sich über die Zeit am Frischluftwert ab. Ohne das driften CO₂-Sensoren, und niemand merkt es, weil die Zahl weiterhin plausibel aussieht.
- Ampel am Gerät: Zwei grüne, eine gelbe und eine rote Leuchtdiode zeigen die Luftqualität im Raum. In einem Schulzimmer wirkt das unmittelbar — ein Wert in einer Weboberfläche tut das nicht.
- Genauigkeit, mit der sich arbeiten lässt: ±30 ppm plus drei Prozent vom Messwert. Für die Frage „lüften oder nicht» ist das mehr als genug, und die Temperatur auf ±0.2 °C taugt auch zur Regelung.
- Kalibriertaste am Gerät: Neben dem Reset sitzt ein Taster für die CO₂-Kalibrierung an Frischluft — für den Fall, dass ein Gerät nach langer Lagerung abgeglichen werden muss.
- Batterien wechselbar: Zwei AA-Zellen im Lithium-Thionylchlorid-Typ, kein Sonderformat. Nach dem Wechsel läuft das Gerät weiter, statt Elektroschrott zu werden.
- Anzeige ohne Kabel: Das e-Ink-Modul hängt per Bluetooth am Sensor und wird selbst mit Batterie betrieben. Es lässt sich also dort anbringen, wo gelesen wird, nicht dort, wo gemessen wird.
- Ohne Bewegungserkennung: Wer nur Luftqualität misst, braucht keinen Präsenzsensor — und zahlt ihn hier auch nicht mit.
Wo der Breeze eingesetzt wird
- Schulzimmer: Die Ampel zeigt der Klasse selbst, wann zu lüften ist — ohne dass jemand auf ein Dashboard schaut.
- Sitzungszimmer und Büros: CO₂ als Mass für verbrauchte Luft und als Auslöser für die Lüftung.
- Gebäudeautomation: Bedarfsgeführte Lüftung statt fester Laufzeiten spart Energie und hält die Luft trotzdem gut.
- Gastronomie und Verkaufsräume: Nachweis der Luftqualität in Räumen mit wechselnder Belegung.
- Archive und Lager: Temperatur und Feuchte über Jahre ohne Verkabelung.
- Nachrüstung in Altbauten: Kein Netzanschluss nötig — das ist oft der Grund, warum überhaupt nachgerüstet werden kann.
- Grosse Rollouts: Ein Artikel für viele Räume, Batteriewechsel erst im nächsten Jahrzehnt.
Breeze oder Breeze-V — welcher passt?
Der Breeze hier misst Luftqualität. Der Breeze-V kann dasselbe und erkennt zusätzlich Bewegung im Raum. Brauchst du neben der Luft auch die Belegung, nimm den V; geht es nur um CO₂, sparst du hier.
Diese Ausführung mit Anzeige lohnt sich dort, wo Menschen die Zahl sehen sollen — im Schulzimmer, im Sitzungsraum, im Verkaufsraum. Landen die Werte ohnehin nur in der Leitwarte, ist die Fassung ohne Anzeige günstiger und tut dasselbe.
Die Anzeige misst 100 × 50 × 23 mm bei 160 Gramm, zeigt auf 67 × 30 mm 296 × 128 Bildpunkte und ist über mehr als 180 Grad ablesbar. Sie läuft mit zwei AA-Lithiumzellen und hält damit bei rund hundert Aktualisierungen am Tag über fünf Jahre. Betrieb von 0 bis 50 °C, Montage an der Wand oder frei stehend auf dem Tisch.
Für Innenräume gebaut. Mit IP30 ist das Gerät gegen Feuchtigkeit nicht geschützt und gehört nicht in Feuchträume, Küchen oder ins Freie.
Zum Bild: Es zeigt den Breeze-V mit derselben Anzeige. Sensor und Anzeige sehen genauso aus; der Unterschied zum Breeze-V liegt in der Bewegungserkennung, die dieses Gerät nicht hat.
Damit hast du die Kaufentscheidung beisammen. Was jetzt folgt, ist die Tiefe für Auslegung und Integration.
Technik im Detail
Die CO₂-Messung arbeitet nach dem Infrarotprinzip: Kohlendioxid schluckt Licht einer bestimmten Wellenlänge, und aus der Abschwächung ergibt sich die Konzentration. Das Verfahren ist langzeitstabil und nicht querempfindlich gegenüber anderen Gasen — anders als die billigen Halbleitersensoren, die auf jede Ausdünstung reagieren und deren Werte nicht in ppm angegeben werden dürfen. Wer eine Zahl braucht, mit der sich argumentieren lässt, braucht Infrarot.
Die Nachkalibrierung setzt voraus, dass der Raum regelmässig auf Frischluftniveau kommt — der Sensor nimmt den niedrigsten Wert einer Periode als Bezugspunkt von rund 400 ppm. In einem Raum, der nie gelüftet wird, führt das mit der Zeit zu einer Verschiebung nach unten. Für Schulzimmer und Büros ist das unproblematisch; in dauerbelegten Räumen ohne Lüftungspause gehört es beachtet.
Zur Einordnung aus der Anwendungspraxis: Der Montageort entscheidet mehr über die Messung als die Genauigkeit des Sensors. Direkt neben einem Fenster misst man die Aussenluft, direkt über einem Arbeitsplatz die Ausatemluft einer Person, und in Deckennähe sammelt sich CO₂ anders als in Atemhöhe. Bewährt hat sich die Wandmontage in etwa anderthalb Metern Höhe, mindestens zwei Meter von Fenster und Tür entfernt. Diese Einordnung ist als Auswahlhilfe zu verstehen, nicht als Zertifizierungsaussage des Herstellers.
Messbereiche und Genauigkeit
| Grösse | Bereich | Genauigkeit |
|---|---|---|
| CO₂ | 400 – 5000 ppm | ±30 ppm plus 3 % vom Messwert |
| Temperatur | 0 – 60 °C | ±0.3 °C, im Bereich 5 – 60 °C ±0.2 °C |
| Luftfeuchtigkeit | 0 – 100 % | ±4 %, im Bereich 20 – 80 % ±2 % |
| Luftdruck | 300 – 1200 hPa | ±2 hPa, im Bereich 700 – 1100 hPa ±1.5 hPa |
| Helligkeit | 5 – 1000 Lux | — |
Batterie und Betriebsaufwand
| Batterie | |
|---|---|
| Typ | 2 × AA Lithium-Thionylchlorid, 3.6 V, wechselbar |
| Laufzeit bei 15 Minuten, SF7 | 11 Jahre |
| Laufzeit bei 15 Minuten, SF10 | 7 Jahre |
Für die Projektplanung heisst das: Der Batteriewechsel fällt bei gutem Empfang erst im zweiten Jahrzehnt an. Der Unterschied zwischen elf und sieben Jahren hängt allein am Spreizfaktor — ein Gateway mehr im Gebäude verlängert die Laufzeit also spürbar und ist oft günstiger als der spätere Serviceeinsatz.
Integration in bestehende Netze
Das Gerät ist LoRaWAN-zertifiziert nach Spezifikation 1.0.4 für EU868 und arbeitet in Klasse A. Es lässt sich an gängige Netzserver anbinden — ChirpStack, The Things Stack, Swisscom LPN oder Tektelics Kona Core. Für die Nutzlast stellt Tektelic einen fertigen Dekodierer bereit.
Meldeintervall und Schwellen für die Ampel werden per Downlink gesetzt, was sich für viele Geräte gleichzeitig erledigen lässt. Die Anzeige wird über Bluetooth angebunden; die Fassung ohne Anzeige führt gar keine Bluetooth-Kommunikation aus.
Regionalvarianten
Wir führen grundsätzlich die europäische Variante. Die übrigen Regionalvarianten beschaffen wir gern auf Anfrage.
| Variante | Band | Verfügbarkeit |
|---|---|---|
| EU868 | 863 – 870 MHz | Das ist die Version, die du hier bestellst |
| US915 · AU915 · AS923-1 bis -4 · IN865 · KR920 | je nach Region | auf Anfrage |
Technische Daten
| Messgrössen | |
|---|---|
| CO₂ | Infrarotmessung mit Druckkompensation, Auflösung 1 ppm |
| Temperatur | Auflösung 0.1 °C |
| Luftfeuchtigkeit | Auflösung 0.5 % |
| Luftdruck | Auflösung 0.1 hPa |
| Helligkeit | Umgebungslicht |
| Bedienung | |
| Anzeige am Gerät | 4 Leuchtdioden: 2 grün, 1 gelb, 1 rot |
| e-Ink-Modul | 2.9 Zoll, über Bluetooth angebunden, eigene Batterie |
| Taster | Reset und CO₂-Kalibrierung |
| Funk | |
| Betriebsart | LoRaWAN Klasse A |
| Spezifikation | 1.0.4, zertifiziert für EU868 |
| Sendeleistung | max. 15 dBm |
| Empfindlichkeit | −137 dBm bei SF12, 125 kHz |
| Bänder | EU868, US915, AU915, AS923-1 bis -4, IN865, KR920 |
| Antenne | intern |
| Mechanik und Umgebung | |
| Abmessungen | 80 × 80 × 26 mm ohne Clip, 80 × 80 × 30 mm mit |
| Gewicht | 128 g mit Batterien |
| Schutzart | IP30, nur für Innenräume |
| Betriebstemperatur | 0 bis 60 °C |
| Lagertemperatur | −40 bis +60 °C |
| Betriebsfeuchte | 5 bis 95 %, nicht kondensierend |
| Weiteres | |
| Zulassung | CE (RED), FCC, ISED; IEC 62368-1; RoHS; LoRaWAN 1.0.4 zertifiziert |
| Herstellernummer | SMTBCDEU868 |
| Herstellungsland | Ukraine |
Montage und Inbetriebnahme
Wandmontage in etwa anderthalb Metern Höhe, mindestens zwei Meter von Fenstern, Türen und Lüftungsauslässen entfernt. Direkt an einem Fenster misst das Gerät Aussenluft, direkt über einem Arbeitsplatz die Ausatemluft einer einzelnen Person — beides beantwortet die Frage nach der Raumluft nicht.
Die Lüftungsschlitze für den CO₂-Sensor müssen frei bleiben. Ein Gerät hinter einem Vorhang oder in einem Schrank misst den Schrank. Nach der Inbetriebnahme braucht der Sensor einige Tage mit regelmässiger Lüftung, bis die selbsttätige Kalibrierung eingelaufen ist — direkt nach der Montage abgelesene Werte sind noch nicht belastbar.
Passendes Zubehör
- Gateway: Für innen empfehlen wir das RAK7268CV2 WisGate Edge Lite 2+ LTE, für aussen das WisGate Edge Prime RAK7240CV2.
- Ersatz-Anzeigemodul: Falls die Anzeige separat nachbestellt werden soll — sag uns Bescheid, wir beschaffen sie.
- Ersatzbatterien: Zwei AA-Zellen im Lithium-Thionylchlorid-Typ. Gewöhnliche Alkali-Zellen taugen nicht — sie liefern zu wenig Spannung und halten die Laufzeit nicht.
Unterstützung bei der Auslegung
Wie viele Sensoren ein Gebäude braucht und wo sie hingehören, hängt an Raumgrösse und Nutzung — frag uns, das klären wir gern vorab. Datenblatt, Handbuch und Kurzanleitung findest du im Reiter „Dokumente».
Sag uns, wie viele Räume du ausrüsten willst: Für Funkplanung, Vorkonfiguration in Stückzahl und Inbetriebnahme erstellen wir dir gern ein Angebot.

Rezensionen
Es gibt noch keine Rezensionen.