Diese Ausführung des Tundra bringt einen Temperaturfühler an anderthalb Metern Kabel mit — und das löst ein Problem, das jeden Kühlraum betrifft: Ein Funkgerät im Tiefkühler funkt schlecht und die Batterie stirbt schnell, weil beides die Kälte nicht mag. Hier bleibt das Gerät draussen, nur der Fühler geht hinein. Gemessen wird bis minus vierzig Grad, gesendet wird mit zwanzig Dezibel Milliwatt, was in diesem Sortiment der höchste Wert ist. Und wenn die Funkstrecke einmal ausfällt, gehen keine Daten verloren: Bis zu dreitausend Messwerte hält das Gerät zurück und schickt sie nach, sobald es wieder Empfang hat.
- −40 bis +105 °CMessbereich des Fühlers
- 1.5 mKabel, Gerät bleibt aussen
- 3000Messwerte Zwischenspeicher
- 15 JahreBatterie bei 10 Minuten, SF7
- 20 dBmSendeleistung, IP67
Was diese Ausführung ausmacht
- Der Fühler geht hinein, das Gerät bleibt draussen: Anderthalb Meter Kabel genügen für Kühlschrank, Tiefkühltruhe oder Klimaschrank. Damit funkt das Gerät aus der Raumtemperatur heraus und die Batterie arbeitet, wo sie soll — statt in der Kälte einzubrechen.
- Messbereich bis 105 Grad: Der Fühler deckt Kühlkette und Heiztechnik gleichermassen ab. Ein Gerät für den Tiefkühler und für den Vorlauf einer Heizung.
- Nichts geht verloren: Bis zu dreitausend Einträge werden zwischengespeichert und nach einer Funklücke nachgeliefert. Für einen lückenlosen Temperaturnachweis ist das der entscheidende Unterschied zu einem Gerät, das im Funkloch einfach schweigt.
- Zwanzig Dezibel Milliwatt Sendeleistung: Der höchste Wert unter den Tektelic-Sensoren. In einem Kellergeschoss mit dicken Decken ist das genau die Reserve, die den Unterschied macht.
- Fünfzehn Jahre aus einer C-Zelle: Bei zehnminütiger Meldung und gutem Empfang. Die Zelle hat 8500 Milliamperestunden und ist wechselbar.
- Feuchte und Erschütterung nebenher: Relative Feuchte auf ±2 Prozent im üblichen Bereich, dazu ein Beschleunigungssensor, der Stoss und Lageänderung erfasst.
- Ab Werk montierter Fühler: Keine Konfektionierung vor Ort, kein Kontaktproblem im Feuchtraum.
- Magnetschalter zum Wecken: Ein Magnet löst einen erzwungenen Uplink aus — praktisch, um bei der Inbetriebnahme zu prüfen, ob das Gerät funkt, ohne auf das nächste Intervall zu warten.
Wo dieses Gerät eingesetzt wird
- Kühlketten in Gastronomie und Handel: Lückenloser Nachweis für Kühlschrank und Tiefkühler, ohne dass jemand täglich abliest.
- Apotheken und Arztpraxen: Medikamentenkühlschränke mit dokumentierter Temperatur und Alarm bei Abweichung.
- Labor und Forschung: Klimaschränke und Kühlgeräte, bei denen ein Ausfall teure Proben kostet.
- Heizung und Gebäudetechnik: Vorlauf- und Rücklauftemperatur bis 105 Grad.
- Lager und Logistik: Temperaturzonen im Lager, wo eine Verkabelung nicht in Frage kommt.
- Kellerräume mit schlechtem Empfang: Die hohe Sendeleistung und der Zwischenspeicher fangen ab, was andere Geräte verlieren.
- Grosse Rollouts: Fünfzehn Jahre Laufzeit heisst: einmal montieren und über die Lebensdauer der Kühlgeräte hinweg vergessen.
Mit oder ohne Fühler?
Diese Ausführung hat den externen Fühler und die Wandhalterung. Willst du nur die Umgebungstemperatur am Ort des Geräts messen, genügt der Tundra ohne Fühler — er ist günstiger und misst dieselbe Umgebungstemperatur.
Die Regel ist einfach: Sobald der Messpunkt woanders liegt als das Gerät — im Kühlschrank, im Schacht, am Rohr —, braucht es den Fühler.
Für Impulszählung ist dieses Gerät nicht geeignet. Das kann nur die Ausführung mit digitalem Fühler, die wir auf Anfrage beschaffen.
Zum Bild: Der Render des Herstellers zeigt das Gehäuse ohne den angeschlossenen Fühler. Geliefert wird das Gerät mit ab Werk montiertem Temperaturfühler an 1.5 m Kabel.
Damit hast du die Kaufentscheidung beisammen. Was jetzt folgt, ist die Tiefe für Auslegung und Integration.
Technik im Detail
Der Fühler ist ein Thermistor mit 10 Kiloohm — ein Widerstand, dessen Wert sich mit der Temperatur ändert. Das ist ein bewährtes und langzeitstabiles Verfahren, aber es hat eine begrenzte Genauigkeit: ±2 Grad über den ganzen Bereich. Für die Frage „ist die Kühlkette eingehalten» reicht das mit Abstand; für eine Eichmessung nicht. Die Umgebungstemperatur im Gerät selbst wird genauer erfasst, bis auf ±0.3 Grad im mittleren Bereich.
Der Zwischenspeicher ist der unterschätzte Teil. Ein Temperaturnachweis mit Lücken ist bei einer Kontrolle wertlos, und Funklücken entstehen in Kellern und Kühlhäusern regelmässig — durch geschlossene Metalltüren, durch Regale, durch ein abgeschaltetes Gateway. Dreitausend Einträge decken bei zehnminütiger Messung rund drei Wochen ab.
Zur Einordnung aus der Anwendungspraxis: Wo der Fühler im Kühlraum sitzt, entscheidet über die Aussage. Direkt am Verdampfer misst man die kälteste Stelle, direkt an der Tür die wärmste, und beide sind nicht die Temperatur des Kühlguts. Bewährt hat sich die Platzierung in der Mitte des Nutzraums auf Höhe der Ware, idealerweise in einem Behälter mit Flüssigkeit, damit kurze Türöffnungen den Wert nicht sofort verfälschen. Diese Einordnung ist als Auswahlhilfe zu verstehen, nicht als Zertifizierungsaussage des Herstellers.
Messbereiche und Genauigkeit
| Grösse | Bereich | Genauigkeit |
|---|---|---|
| Externer Fühler | −40 bis +105 °C | ±2 °C, Auflösung 0.1 °C |
| Umgebungstemperatur | −20 bis 0 °C | ±0.3 °C |
| Umgebungstemperatur | −40 bis −20 °C | ±0.9 °C |
| Umgebungstemperatur | +40 bis +70 °C | ±1.2 °C |
| Luftfeuchtigkeit | 0 bis 100 % | ±4 %, im Bereich 20 bis 80 % ±2 % |
Batterie und Betriebsaufwand
| Batterie | |
|---|---|
| Typ | 1 × C-Zelle Lithium-Thionylchlorid, 3.6 V, 8500 mAh, wechselbar |
| Laufzeit bei 10 Minuten, SF7 | 15 Jahre |
| Laufzeit bei 10 Minuten, SF10 | 7 Jahre |
Für die Projektplanung heisst das: Der Unterschied zwischen fünfzehn und sieben Jahren liegt allein am Empfang. In einem Kellergeschoss lohnt sich deshalb ein zusätzliches Gateway mehr als jede Einstellung — es halbiert nicht nur die Sendezeit, sondern verdoppelt die Standzeit.
Integration in bestehende Netze
Das Gerät arbeitet mit LoRaWAN nach Spezifikation 1.0.2 in Klasse A und lässt sich an gängige Netzserver anbinden — ChirpStack, The Things Stack, Swisscom LPN oder Tektelics Kona Core. Für die Nutzlast stellt Tektelic einen fertigen Dekodierer bereit.
Für den Zwischenspeicher gibt es eine eigene Anleitung des Herstellers: Die nachgelieferten Werte kommen mit Zeitstempel und müssen in der Gegenstelle richtig einsortiert werden, sonst überschreiben sie den aktuellen Wert. Das ist bei der Anbindung der wichtigste Punkt — ein Nachtrag, der als Momentaufnahme gelesen wird, löst einen falschen Alarm aus.
Regionalvarianten
Wir führen grundsätzlich die europäische Variante. Die übrigen Regionalvarianten beschaffen wir gern auf Anfrage.
| Variante | Band | Verfügbarkeit |
|---|---|---|
| EU868 | 863 – 870 MHz | Das ist die Version, die du hier bestellst |
| US915 · AU915 · AS923-1 bis -4 · IN865 · KR920 | je nach Region | auf Anfrage |
Technische Daten
| Messgrössen | |
|---|---|
| Externer Fühler | NTC-Thermistor 10 kΩ, ab Werk montiert, 1.5 m Kabel |
| Umgebungstemperatur | im Gerät |
| Luftfeuchtigkeit | relative Feuchte, Auflösung 0.5 % |
| Beschleunigung | 3 Achsen, 1 bis 400 Hz, ±2 bis ±16 g |
| Magnetschalter | Wecken, Reset, erzwungener Uplink |
| Zwischenspeicher | bis 3000 Einträge, Nachlieferung nach Funklücken |
| Funk | |
| Betriebsart | LoRaWAN Klasse A |
| Spezifikation | 1.0.2 |
| Sendeleistung | max. 20 dBm |
| Empfindlichkeit | −137 dBm bei SF12, 125 kHz |
| Bänder | EU868, US915, AU915, AS923-1 bis -4, IN865, KR920 |
| Antenne | intern |
| Mechanik und Umgebung | |
| Abmessungen | 78 × 43 × 41 mm mit Fühleranschluss |
| Gewicht | 120 g ohne Halterung und Fühler |
| Schutzart | IP67 |
| Betriebstemperatur | −40 bis +70 °C |
| Lagertemperatur | −25 bis +55 °C |
| Betriebsfeuchte | 5 bis 95 %, nicht kondensierend |
| Weiteres | |
| Zulassung | CE (RED), FCC, ISED; IEC 62368-1; RoHS |
| Herstellernummer | SENCMPEU868 |
| Herstellungsland | Ukraine |
Montage und Inbetriebnahme
Das Gerät gehört ausserhalb des gekühlten Raums an die Wand, der Fühler hinein. Die Türdichtung verträgt das dünne Kabel in aller Regel, ohne undicht zu werden — bei Tiefkühlgeräten lohnt sich trotzdem ein Blick, ob sich Eis an der Durchführung bildet.
Zur Aktivierung wird ein Magnet an die gekennzeichnete Stelle gehalten. Ob er der Lieferung beiliegt, ist in den Unterlagen des Herstellers widersprüchlich beschrieben — sag uns bei der Bestellung, ob wir sicherheitshalber einen mitliefern sollen.
Passendes Zubehör
- Gateway: Für innen empfehlen wir das RAK7268CV2 WisGate Edge Lite 2+ LTE, für aussen das WisGate Edge Prime RAK7240CV2. In Kellergeschossen lohnt ein Gateway mehr — es verdoppelt die Batterielaufzeit.
- Ersatzbatterie: C-Zelle im Lithium-Thionylchlorid-Typ. Gewöhnliche Alkali-Zellen taugen nicht.
- Aktivierungsmagnet: Sag uns, ob wir einen mitliefern sollen.
Unterstützung bei der Auslegung
Wo der Fühler im Kühlraum sitzen soll und ob der Empfang im Keller reicht — frag uns, das klären wir gern vorab. Datenblatt, Handbuch und Kurzanleitung findest du im Reiter „Dokumente».
Sag uns, wie viele Kühlstellen du überwachen willst: Für Funkplanung, Vorkonfiguration und die Anbindung an eure Dokumentation erstellen wir dir gern ein Angebot.

Rezensionen
Es gibt noch keine Rezensionen.