Der Vivid v2 löst ein Problem, an dem gewöhnliche Bewegungsmelder scheitern: Er erkennt auch Menschen, die still sitzen. Möglich macht das ein Thermalinfrarotsensor, der die abgegebene Körperwärme misst statt deren Bewegung — wer eine Stunde konzentriert am Schreibtisch arbeitet, gilt damit weiterhin als anwesend, wo ein klassischer Melder längst auf „leer» geschaltet hätte. Ausgelegt ist der Sensor auf den Nahbereich, also einen Arbeitsplatz in etwa dreiviertel Metern Abstand. Temperatur, Feuchte und Helligkeit misst er nebenher, und mit 22 Millimetern Bauhöhe fällt er an der Wand kaum auf.
- TMOSerkennt auch ruhig Sitzende
- 60° × 60°Erfassung, ausgelegt auf 0.75 m
- 4 JahreBatterie bei 60 Minuten, SF7
- 43 × 43 × 22 mmGehäuse, 37.7 g
- IP65Schutzart
Was den Vivid v2 ausmacht
- Anwesenheit statt Bewegung: Der Thermalinfrarotsensor misst Wärme, nicht deren Veränderung. Damit bleibt ein reglos arbeitender Mensch erfasst — genau der Fall, in dem herkömmliche Melder das Licht ausschalten und der Nutzer mit dem Arm winken muss.
- Auf den Arbeitsplatz zugeschnitten: Erfassungswinkel und Reichweite sind auf den Nahbereich ausgelegt. Das ist keine Einschränkung, sondern der Zweck: Ein Sensor je Tisch liefert Belegung je Tisch, nicht je Raum.
- Ohne Bild, ohne Identifikation: Der Sensor liefert eine Wärmeaussage, kein Abbild. Datenschutz ergibt sich aus der Bauart, nicht aus einer Einstellung.
- Genaue Klimawerte: Temperatur auf ±0.3 °C, Feuchte im üblichen Bereich auf ±2 Prozent. Das reicht für die Regelung, nicht nur für die Anzeige.
- Klasse C möglich: Neben dem sparsamen Klasse-A-Betrieb bleibt das Gerät auf Wunsch dauerhaft empfangsbereit. Das kostet Batterie, erlaubt aber sofortige Reaktion auf Befehle aus dem Netz.
- Beschleunigungssensor: Erfasst Lage, Erschütterung und Stoss — brauchbar als Manipulationshinweis oder um zu merken, dass ein Gerät heruntergefallen ist.
- Magnetkontakt eingebaut: Über den Hall-Effekt lässt sich zusätzlich erfassen, ob eine Tür, ein Fenster oder eine Schublade offen steht.
- Dreh-Rast-Halterung: Aufsetzen und verdrehen. Der Batteriewechsel geht ohne Werkzeug und ohne die Montage zu lösen.
- Restlaufzeit in Prozent: Das Gerät meldet den Batteriestand als Prozentwert. Bei einer grossen Flotte ist das der Unterschied zwischen geplantem Wechsel und Ausfall.
Wo der Vivid v2 eingesetzt wird
- Arbeitsplatzbelegung im Grossraum: Ein Sensor je Tisch, für Desk-Sharing und Flächenplanung.
- Kleine Besprechungsräume: Zwei- bis Vierpersonenräume, in denen Teilnehmer lange still sitzen.
- Leseplätze und Studienräume: Bibliotheken und Schulen, wo Anwesenheit gerade nicht mit Bewegung einhergeht.
- Beleuchtungssteuerung ohne Winken: Zusammen mit der Helligkeitsmessung als Eingang für die Gebäudeautomation.
- Raumklima nebenbei: Temperatur und Feuchte fallen ohne zweites Gerät an.
- Tür- und Fensterüberwachung: Mit dem Magnetkontakt als einfacher Offen-Zu-Melder.
- Grosse Rollouts: Batteriestand in Prozent, Inbetriebnahme über die App und zentrale Verwaltung halten den Aufwand flach.
Vivid v2 oder v3 — welcher passt?
Die beiden sind keine Generationen, sondern zwei Werkzeuge für zwei Fragen.
Der v2 hier erkennt über Thermalinfrarot auch reglose Personen, deckt aber nur den Nahbereich ab — etwa einen Arbeitsplatz in dreiviertel Metern Abstand. Nimm ihn, wenn einzelne Plätze erfasst werden sollen und Menschen dort lange still sitzen.
Der v3 arbeitet mit einer 64-Punkt-Matrix und deckt den ganzen Raum ab, erkennt dafür Bewegung besser als Reglosigkeit. Nimm ihn für Sitzungszimmer, Sanitärräume und Flächen, auf denen Menschen kommen und gehen.
Geht es dir gar nicht um Personen, sondern um Raumklima, Leckerkennung oder das Auslesen eines Zählers, ist der Comfort v2 aus derselben Baureihe die passendere und günstigere Wahl.
Damit hast du die Kaufentscheidung beisammen. Was jetzt folgt, ist die Tiefe für Auslegung und Integration.
Technik im Detail
Der Unterschied zwischen einem klassischen Bewegungsmelder und diesem Sensor liegt in der Messgrösse. Ein gewöhnlicher Melder registriert die Änderung der Wärmestrahlung über die Zeit — bewegt sich nichts, ändert sich nichts, und das Gerät meldet „leer». Der Thermalsensor hier misst dagegen den Absolutwert und vergleicht ihn mit der Umgebung. Ein Mensch bleibt damit erkennbar, solange er wärmer ist als der Raum.
Das hat eine Kehrseite, die man in der Auslegung kennen muss: Alles Warme im Sichtfeld zählt mit. Ein Heizkörper, eine Schreibtischlampe, ein laufender Rechner oder direkte Sonne auf der Tischplatte können als Anwesenheit gelesen werden. Der Erfassungsbereich von sechzig Grad in beiden Achsen bei dreiviertel Metern Abstand ist deshalb ernst zu nehmen — er ist eng, und das ist gut so.
Zur Einordnung aus der Anwendungspraxis: Für Belegungserfassung im Grossraum braucht es einen Sensor je Arbeitsplatz, nicht je Raum. Das klingt nach viel, ist aber der einzige Weg zu einer Aussage, mit der sich planen lässt — „drei von zwölf Plätzen belegt» beantwortet die Frage, „im Raum ist jemand» nicht. Wer die Raumaussage will und mit weniger Geräten auskommen muss, ist beim v3 besser bedient. Diese Einordnung ist als Auswahlhilfe zu verstehen, nicht als Zertifizierungsaussage des Herstellers.
Betriebsaufwand
| Batterie | |
|---|---|
| Typ | 1 × CR2477, wechselbar; zugelassen sind Panasonic und Sony |
| Laufzeit bei 60 Minuten, SF7 | 4 Jahre |
| Laufzeit bei 60 Minuten, SF10 | 3.5 Jahre |
| Klasse-C-Betrieb | senkt die Laufzeit erheblich |
| Restlaufzeit | wird als Prozentwert gemeldet |
Für die Projektplanung heisst das: Bei einem Sensor je Arbeitsplatz und hundert Plätzen fallen im vierten Jahr hundert Batteriewechsel an. Weil die Restlaufzeit gemeldet wird, lassen sie sich bündeln. Wer Klasse C braucht, sollte die Laufzeit vorab mit dem Hersteller klären — die Datenblattangabe gilt für Klasse A.
Integration in bestehende Netze
Das Gerät arbeitet mit LoRaWAN nach Spezifikation 1.0.4 in Klasse A und C und lässt sich an gängige Netzserver anbinden — ChirpStack, The Things Stack, Swisscom LPN oder Tektelics Kona Core. Für die Nutzlast stellt Tektelic fertige Kodierer und Dekodierer bereit; die Inbetriebnahme läuft über die App LeapX, die Verwaltung grösserer Bestände über Locus.
Schwellen und Meldeverhalten werden per Downlink gesetzt, was sich für viele Geräte gleichzeitig aus dem Netzserver erledigen lässt. Für die Anwesenheitserkennung ist die Empfindlichkeitsschwelle der wichtigste Wert — sie entscheidet, ab welcher Wärmedifferenz eine Person als anwesend gilt, und gehört am realen Arbeitsplatz eingestellt, nicht am Schreibtisch geschätzt.
Regionalvarianten
Wir führen grundsätzlich die europäische Variante. Die übrigen Regionalvarianten beschaffen wir gern auf Anfrage.
| Variante | Band | Verfügbarkeit |
|---|---|---|
| EU868 | 863 – 870 MHz | Das ist die Version, die du hier bestellst |
| US915 · AU915 · AS923-1 bis -4 · IN865 · KR920 | je nach Region | auf Anfrage |
Technische Daten
| Messgrössen | |
|---|---|
| Anwesenheit | Thermalinfrarot (TMOS), 60° × 60°, ausgelegt auf 0.75 m |
| Temperatur | 0 bis 60 °C, ±0.3 °C, Auflösung 0.1 °C |
| Luftfeuchtigkeit | 0 bis 100 %, ±4 % (±2 % im Bereich 20 bis 80 %) |
| Helligkeit | 5 bis 1000 Lux |
| Beschleunigung | 3 Achsen, ±2 bis ±16 g einstellbar |
| Magnetkontakt | Hall-Effekt, für Tür, Fenster, Schublade |
| Funk | |
| Betriebsart | LoRaWAN Klasse A und C |
| Spezifikation | 1.0.4 |
| Sendeleistung | max. 13 dBm |
| Empfindlichkeit | −137 dBm bei SF12, 125 kHz |
| Bänder | EU868, US915, AU915, AS923-1 bis -4, IN865, KR920 |
| Antenne | intern |
| Mechanik und Umgebung | |
| Abmessungen | 43 × 43 × 22 mm |
| Gewicht | 37.7 g mit Batterie |
| Schutzart | IP65 |
| Betriebstemperatur | 0 bis 60 °C, günstig 10 bis 40 °C |
| Lagertemperatur | −30 bis +60 °C |
| Betriebsfeuchte | 5 bis 95 %, nicht kondensierend |
| Weiteres | |
| Zulassung | CE (RED), FCC, ISED; IEC 62368-1; RoHS |
| Herstellernummer | SMT2PEU868 |
| Herstellungsland | Ukraine |
Montage und Inbetriebnahme
Der Sensor gehört dorthin, wo der zu erfassende Platz im Sichtfeld liegt — bei einem Arbeitsplatz also an die Trennwand oder den Monitorfuss, nicht an die Decke. Der Abstand von etwa dreiviertel Metern ist keine Empfehlung, sondern die Auslegung: Weiter weg sinkt die Wärmedifferenz unter die Erkennungsschwelle.
Wärmequellen im Sichtfeld führen zu Dauerbelegung. Heizkörper, Lampen, Netzteile und direkte Sonne gehören aus dem Erfassungsbereich heraus. Die Halterung wird zuerst montiert, dann das Gerät aufgesetzt und verdreht — so lässt sich die Ausrichtung nachträglich korrigieren, ohne neu zu bohren.
Passendes Zubehör
- Gateway: Für innen empfehlen wir das RAK7268CV2 WisGate Edge Lite 2+ LTE, für aussen das WisGate Edge Prime RAK7240CV2.
- Ergänzend: Wo neben der Anwesenheit auch Leckerkennung oder Zählerauslesung gefragt ist, deckt der Comfort v2 aus derselben Baureihe diesen Teil ab — gleiches Mass, gleiche Montage.
Unterstützung bei der Auslegung
Ob je Platz oder je Raum gemessen werden soll, entscheidet über Stückzahl und Gerätewahl — frag uns, das klären wir gern vorab. Datenblatt und Handbuch findest du im Reiter „Dokumente».
Sag uns, wie viele Arbeitsplätze du erfassen willst: Für Vorkonfiguration in Stückzahl, Funkplanung und Inbetriebnahme erstellen wir dir gern ein Angebot.

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