Der Barra Radar BLE misst Abstände — und zwar durch die Wand hindurch. Ein 60-GHz-Radar tastet den Raum vor dem Gerät ab, von 15 cm bis 15 m, mit einer Auflösung ab 2.5 mm. Weil Radar bei dieser Frequenz Kunststoff und Glas durchdringt, lässt sich das Gerät aussen an einen Tank kleben und misst den Füllstand innen, ohne dass jemand den Behälter öffnet, ein Loch bohrt oder eine Dichtung riskiert. Gemeldet wird über Bluetooth an ein Gateway — der Sensor selbst funkt nicht ins Mobilfunknetz und braucht deshalb keine SIM und keinen Vertrag.
- 150 mm … 15 mMessbereich
- 2.5 mmfeinste Auflösung
- 8+ Jahrebei 30-Minuten-Takt
- ~15°Öffnungswinkel
- IP68 · IK07Gehäuse
Was den Barra Radar von einem Ultraschallsensor unterscheidet
- Er misst durch die Behälterwand: Bei 60 GHz durchdringt das Signal Kunststoff, Glas und andere nichtmetallische Werkstoffe. Der Sensor wird aussen befestigt, der Behälter bleibt zu. Kein Durchbruch, keine Dichtung, keine Reinigung des Sensors — und nichts, was in ein Lebensmittel oder eine aggressive Flüssigkeit hineinragt.
- Zwei Messungen gleichzeitig: Das Gerät kann zwei Distanzen parallel auswerten. Damit lässt sich zum Beispiel der Füllstand und zugleich prüfen, ob überhaupt ein Behälter an der Stelle steht.
- Der Suchbereich wird eingegrenzt: Zwei Schwellen legen fest, ab und bis zu welcher Entfernung überhaupt gesucht wird. Das blendet die Behälterwand und alles dahinter aus — und spart Strom, weil das Radar nur den interessanten Abschnitt abtastet.
- Auflösung gegen Laufzeit: Die Schrittweite ist von 2.5 mm bis 300 mm einstellbar. Wer den Ölstand auf den Millimeter braucht, zahlt das mit Batterie; wer nur wissen will, ob der Container halb voll ist, stellt grob ein und kommt über acht Jahre.
- Keine Mobilfunkkosten: Der Sensor sendet als Bluetooth-Beacon. Empfangen wird er von einem Digital-Matter-Gerät mit Bluetooth-Gateway — Oyster3 BLE, Remora3, G150 — das ohnehin am Fahrzeug oder Anhänger hängt. Ein Gateway bedient viele Sensoren.
- Konfiguration verschlüsselt: Eingestellt wird über die App des Herstellers, mit AES-256 zwischen Gerät und App. Niemand verstellt den Sensor im Vorbeigehen.
- Batterien aus dem Baumarkt: Zwei AA-Lithiumzellen, selbst wechselbar, überall erhältlich. Sie liegen nicht bei — Lithiumzellen im Versand sind ein Gefahrgutthema.
Wo der Barra Radar eingesetzt wird
- Tank- und Zisternenüberwachung: Heizöl, Regenwasser, Diesel, Prozessflüssigkeit. Der Sensor sitzt aussen am Kunststofftank und meldet den Abstand zur Oberfläche.
- Füllstand in Mulden und Containern: Wie voll ist die Presse, der Schuttcontainer, der Silo? Eine Abholung, die nicht nötig war, kostet mehr als der Sensor.
- Beladen oder leer: Am Anhänger oder im Laderaum montiert erkennt das Gerät, ob Ladung vorhanden ist. Das ist die Grundlage für Auslastungszahlen, die nicht auf Vermutungen beruhen.
- Anwesenheit von Gütern: Steht die Palette am Platz, ist die Halterung belegt? Objekterkennung ohne Lichtschranke und ohne Verkabelung.
- Landwirtschaft: Futtersilo, Wassertank auf der Weide, Güllegrube — Stellen ohne Strom und ohne Netz, an denen niemand täglich vorbeikommt.
- Grössere Flotten: Ein Bluetooth-Gateway am Fahrzeug liest viele Sensoren. Der Aufwand je Messstelle ist ein Sensor und eine Schraube.
Was du dazu brauchst
Der Barra Radar ist ein Bluetooth-Sensor, kein eigenständiger Tracker. Er braucht ein Gerät in Reichweite, das ihn ausliest und weitermeldet — bei Digital Matter sind das die Modelle mit Bluetooth-Gateway. Ohne ein solches Gerät kommen die Messwerte nirgends an.
Metall stoppt das Signal. Durch Kunststoff und Glas misst der Sensor hindurch, durch eine Stahlwand nicht. Bei Metalltanks gehört er ins Innere oder an eine Öffnung.
Batterien sind nicht dabei — zwei AA-Lithiumzellen, und zwar Lithium: Alkaline liefern bei Kälte nicht genug Strom für den Radarimpuls.
Technische Spezifikationen
Allgemeine Produktdaten — Schutzart, Batterie, Masse — stehen in der Detailtabelle weiter unten. Hier die Messwerte.
| Radar | |
|---|---|
| Messbereich | 150 mm bis 15 000 mm |
| Auflösung | 2.5 mm bis 300 mm, einstellbar |
| Chipsatz | Acconeer A121, 60 GHz gepulstes kohärentes Radar |
| Linse | plankonvex, Öffnungswinkel rund 15° |
| Gleichzeitige Messungen | 2 |
| Messtakt | 1 Sekunde bis 2 Stunden |
| Betrieb | |
| Ruhestrom | unter 20 µA |
| Laufzeit bei 2-Stunden-Takt | über 8 Jahre |
| Laufzeit bei 30-Minuten-Takt | über 8 Jahre |
| Laufzeit bei 5-Minuten-Takt | über 7 Jahre |
| Funk und Sicherheit | |
| Bluetooth | 5.3 Beacon, Silicon Labs BGM240P |
| Verschlüsselung | AES-256 zwischen Gerät und Konfigurations-App |
| Fremdsysteme | Messwerte über die BLE-Advertising-Nutzlast auslesbar |
Passendes Zubehör
- Gateway am Fahrzeug: Oyster3 4G BLE — Tracker mit Bluetooth-Gateway, liest den Radar mit aus.
- Für lange Standzeiten: Remora3 — Bluetooth-Gateway mit zwei D-Zellen und entsprechend langer Laufzeit.
- Zum Einrichten: dmLink — das Provisionierungswerkzeug von Digital Matter.

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