Der Chickadee ortet Personen im Ausweisformat — elf Millimeter dick, vierundachtzig Gramm, am Lanyard zu tragen wie ein Badge. Vier Ortungsverfahren arbeiten nacheinander: stromsparende Satellitenortung, gewöhnliches GNSS, WLAN-Namen und Bluetooth-Baken, wobei das Gerät selbst umschaltet, wenn eines nicht liefert. Der Meldetakt passt sich der Lage an — stündlich in Ruhe, alle zehn Minuten in Bewegung, alle vier Minuten im Notfall. Anders als die übrigen Geräte dieser Reihe lebt er von einem eingebauten Akku, der über USB-C geladen wird: Das bringt das flache Format, kostet aber Laufzeit in Monaten statt Jahren.
- 11 mmBauhöhe, 95 × 56 mm im Ausweisformat
- 4 VerfahrenLPGNSS, GNSS, WLAN, Bluetooth
- 6 MonateAkku bei Standardintervall, SF7
- 60 / 10 / 4 minMeldetakt: ruhend, bewegt, Notfall
- IP67Schutzart, 84 g
Was den Chickadee auszeichnet
- Ausweisformat statt Klotz: Mit elf Millimetern und vierundachtzig Gramm lässt er sich am Lanyard tragen, ohne zu stören. Das ist die Voraussetzung dafür, dass ein Gerät zur Personenortung überhaupt getragen wird — schwere Kästen bleiben im Spind.
- Vier Ortungswege mit einstellbarer Reihenfolge: Das Gerät versucht Satellit, dann WLAN, dann Bluetooth. Welche Reihenfolge sinnvoll ist, hängt am Einsatzort — im Werk zuerst Bluetooth, im Aussendienst zuerst Satellit. Beides lässt sich einstellen.
- Stromsparende Satellitenortung: Neben dem gewöhnlichen Empfänger sitzt ein zweiter, der die Rohdaten nur aufzeichnet und die Berechnung ans Netz abgibt. Das kostet deutlich weniger Strom als eine vollständige Positionsbestimmung im Gerät.
- Meldetakt folgt der Lage: Ruhend stündlich, in Bewegung alle zehn Minuten, im Notfall alle vier. Der Wechsel geschieht selbsttätig — niemand muss umstellen, und in Ruhe verbrennt nichts Akku.
- Taste für Ereignis oder Notruf: Frei belegbar, etwa als Notruf oder als Quittung für einen Kontrollgang.
- Laden über USB-C oder Kontakte: Am Kabel oder in einer Ladeschale über die Kontaktflächen — bei einer Flotte ist die Schale der praktikablere Weg.
- Bluetooth 5.3: Die neuere Ausführung mit besserer Empfindlichkeit als bei den älteren Geräten der Reihe.
- IP67 trotz flachem Gehäuse: Staubdicht und zeitweiliges Untertauchen — für ein Gerät dieser Bauform nicht selbstverständlich.
Wo der Chickadee eingesetzt wird
- Personenortung auf Werksarealen: Wer ist wo — bei Evakuierung, Zutrittskontrolle und Arbeitssicherheit.
- Alleinarbeitsplätze mit Notruf: Die Taste löst aus, der Meldetakt geht auf vier Minuten.
- Besucherausweise mit Ortung: Ausgabe am Empfang, Rückgabe am Ausgang, Laden in der Schale.
- Aussendienst und Servicetechnik: Satellitenortung unterwegs, Bakenortung beim Kunden.
- Kontrollgänge dokumentieren: Tastendruck an definierten Punkten als Nachweis.
- Baustellen mit wechselnder Belegschaft: Ausweise werden ohnehin getragen — die Ortung kommt ohne zusätzliches Gerät dazu.
- Grosse Rollouts: Laden in Sammelschalen und zentrale Verwaltung halten den Aufwand flach, wenn hundert Ausweise täglich im Umlauf sind.
Passt der Chickadee zu deiner Aufgabe?
Er ist richtig, wenn Menschen ihn tragen sollen — dafür ist er gebaut. Für montierte Anlagen ist der Stork die bessere Wahl: gleiches Ortungsprinzip, aber mit wechselbarer Batterie und fünf Jahren Laufzeit statt sechs Monaten.
Der Akku ist nicht wechselbar. Das ist der Preis für das flache Format. Nach einigen Jahren Ladezyklen ist das Gerät ein Verschleissteil, kein Investitionsgut — das gehört in die Kostenrechnung.
Geht es nur um einen Notruf ohne Ortung im Freien, ist der Robin günstiger und hält Jahre statt Monate.
Es gibt den Chickadee zusätzlich mit eingebautem RFID-Ausweis — sinnvoll, wenn dieselbe Karte auch Türen öffnen soll. Sprich uns an, wir klären die Kompatibilität mit deinem Zutrittssystem vorab.
Damit hast du die Kaufentscheidung beisammen. Was jetzt folgt, ist die Tiefe für Auslegung und Integration.
Technik im Detail
Die vier Ortungsverfahren unterscheiden sich in Genauigkeit, Stromverbrauch und Voraussetzung. Die Satellitenortung liefert eine Koordinate mit rund zweieinhalb Metern, braucht aber freien Himmel und Suchzeit. Die stromsparende Ausführung zeichnet nur die Rohsignale auf und lässt die Rechnung im Netz erledigen — das spart erheblich, setzt aber einen Dienst voraus, der das kann. WLAN und Bluetooth liefern keine Koordinaten, sondern Kennungen, aus denen anderswo eine Position wird.
Die Laufzeit von sechs Monaten gilt für das Standardintervall bei gutem Empfang. Sie fällt deutlich, wenn das Gerät viel in Bewegung ist — dann meldet es alle zehn statt alle sechzig Minuten, also sechsmal so oft. Für eine Flotte, die täglich getragen wird, ist mit einem Ladezyklus alle paar Monate zu rechnen; wer das nicht organisiert, hat irgendwann leere Ausweise im Umlauf.
Zur Einordnung aus der Anwendungspraxis: Bei am Körper getragenen Funkgeräten dämpft der Mensch selbst das Signal erheblich — ein Ausweis unter der Jacke funkt schlechter als einer aussen am Band. Das betrifft LoRaWAN wie Satellitenempfang. Bei der Auslegung der Gateway-Dichte sollte man deshalb nicht mit Freifeldwerten rechnen. Diese Einordnung ist als Auswahlhilfe zu verstehen, nicht als Zertifizierungsaussage des Herstellers.
Akku und Betriebsaufwand
| Stromversorgung | |
|---|---|
| Akku | Lithium-Ionen-Polymer 3.7 V, fest eingebaut, nicht wechselbar |
| Laden | USB-C mit 5 V / 300 mA oder über Ladekontakte mit 6 bis 15 V |
| Laufzeit bei Standardintervall, SF7 | 6 Monate |
| Laufzeit bei Standardintervall, SF10 | 5 Monate |
Für die Projektplanung heisst das: Bei hundert Ausweisen braucht es einen Ladeplatz und eine Regel, wer wann lädt. Ladeschalen über die Kontaktflächen sind dafür praktikabler als hundert USB-Kabel. Die Lebensdauer des Geräts ist durch die Ladezyklen begrenzt — anders als bei den Geräten mit Primärbatterie, die nach dem Zellenwechsel weiterlaufen.
Integration in bestehende Netze
Das Gerät arbeitet mit LoRaWAN nach Spezifikation 1.0.4 in Klasse A und lässt sich an gängige Netzserver anbinden — ChirpStack, The Things Stack, Swisscom LPN oder Tektelics Kona Core. Für die Nutzlast stellt Tektelic fertige Kodierer und Dekodierer bereit.
Die WLAN- und Bakenortung braucht einen Dienst, der aus den gemeldeten Kennungen eine Position macht; für die stromsparende Satellitenortung gilt dasselbe. Ohne diesen Schritt liefert das Gerät Rohdaten, keine Koordinaten. Das ist bei der Planung der wichtigste Punkt: Die Hardware ist nur die Hälfte der Lösung.
Regionalvarianten
Wir führen grundsätzlich die europäische Variante. Die übrigen Regionalvarianten beschaffen wir gern auf Anfrage.
| Variante | Band | Verfügbarkeit |
|---|---|---|
| EU868 | 863 – 870 MHz | Das ist die Version, die du hier bestellst |
| US915 · AU915 · AS923-1 bis -4 · IN865 · KR920 | je nach Region | auf Anfrage |
Technische Daten
| Ortung | |
|---|---|
| Satellitenempfang | GPS L1 mit SBAS (EGNOS, WAAS), BeiDou B1 und GEO/IGSO |
| Genauigkeit | 2.5 m bei freiem Himmel (CEP 50) |
| Stromsparende Ortung | zeichnet Rohsignale auf, Berechnung im Netz |
| WLAN | Erfassung sichtbarer Netze, 802.11 b/g/n |
| Bluetooth | Erfassung umliegender Baken |
| Weitere Funktionen | |
| Taste | frei belegbar, für Ereignismeldung oder Notruf |
| Beschleunigung | 3 Achsen, 1 bis 400 Hz, ±2 bis ±16 g |
| Temperatur | Temperatur im Gerät |
| Funk | |
| Betriebsart | LoRaWAN Klasse A |
| Spezifikation | 1.0.4 |
| Sendeleistung | max. 14 dBm |
| Empfindlichkeit | −137 dBm bei SF12, 125 kHz |
| Bänder | EU868, US915, AU915, AS923-1 bis -4, IN865, KR920 |
| Bluetooth | 5.3, 2.4 GHz, 0 dBm; Empfindlichkeit −103 dBm bei 125 kbit/s |
| Antenne | intern |
| Mechanik und Umgebung | |
| Abmessungen | 95 × 56 × 11 mm |
| Gewicht | 84 g |
| Schutzart | IP67 |
| Betriebstemperatur | −10 bis +55 °C |
| Lagertemperatur | −10 bis +60 °C |
| Betriebsfeuchte | 5 bis 95 %, nicht kondensierend |
| Weiteres | |
| Zulassung | CE (RED), FCC, ISED; IEC 62368-1; RoHS |
| Herstellernummer | CHSENNEU868 |
| Herstellungsland | Kanada |
Inbetriebnahme und Betrieb
Vor der ersten Ausgabe gehört das Gerät vollständig geladen. Die Ortungsreihenfolge wird über das Netz eingestellt und sollte zum Einsatzort passen: Wer den Ausweis im Werk trägt, stellt Bluetooth voran und spart die Satellitensuche, die drinnen ohnehin nichts liefert.
Getragen wird das Gerät aussen am Band, nicht unter der Kleidung — der menschliche Körper dämpft sowohl LoRaWAN als auch den Satellitenempfang erheblich. Ein Ausweis in der Brusttasche kann in Randlagen den Unterschied zwischen Meldung und Funkstille ausmachen.
Passendes Zubehör
- Gateway: Für innen empfehlen wir das RAK7268CV2 WisGate Edge Lite 2+ LTE, für aussen das WisGate Edge Prime RAK7240CV2.
- Bluetooth-Baken: Für die Ortung in Gebäuden, wo kein Satellit hinkommt. Wie viele und wo — das klären wir gern vorab.
- Ladelösung: Bei mehr als einer Handvoll Ausweisen lohnt eine Sammelladeschale statt einzelner Kabel. Sag uns die Stückzahl, wir schlagen etwas vor.
Unterstützung bei der Auslegung
Welche Ortungsverfahren an deinem Standort tragen und wie viele Baken es braucht — frag uns, das schauen wir gern mit dir durch. Datenblatt, Handbuch und Kurzanleitung findest du im Reiter „Dokumente».
Sag uns, wie viele Personen du ausrüsten willst: Für Bakensetzung, Funkplanung, Vorkonfiguration und die Anbindung an eure Ortungsplattform erstellen wir dir gern ein Angebot.
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