Der MClimate Wireless Thermostat ist das Bedienteil an der Wand — die Stelle, an der jemand im Raum sagen kann, wie warm er es haben will. Er misst Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Helligkeit und Bewegung, zeigt alles auf einem E-Ink-Display an und meldet es über LoRaWAN weiter. Das Besondere: Er braucht weder Kabel noch Batteriewechsel, weil ihn ein organisches Solarmodul aus dem Raumlicht versorgt. Wichtig zum Verständnis — er regelt nicht selbst. Er liefert Messwerte und den Wunsch des Nutzers; stellen muss das Ventil ein anderes Gerät.
- Solaraus Raumlicht, keine Batterie
- 2.9" E-Inkablesbar ohne Hintergrundlicht
- 4 MessgrössenTemperatur, Feuchte, Licht, Bewegung
- 3 TastenSollwert direkt am Gerät
Was den Wireless Thermostat auszeichnet
- Er lebt vom Licht im Raum: Ein organisches Solarmodul versorgt das Gerät. Kein Batteriewechsel, keine Leitung, kein Wartungszyklus — bei hundert Räumen ist genau das der Posten, der über die Betriebskosten entscheidet.
- E-Ink statt Bildschirm: Die Anzeige braucht nur beim Wechsel Energie und bleibt danach stehen. Deshalb ist sie bei einem solarversorgten Gerät überhaupt möglich — und deshalb ist sie bei jedem Lichtverhältnis ablesbar, ohne zu leuchten.
- Der Nutzer bekommt eine Stimme: Drei Tasten, mit denen sich der Sollwert verstellen lässt. Das klingt banal, ist aber der Unterschied zwischen einer Anlage, die über die Köpfe hinweg regelt, und einer, die akzeptiert wird. Wer nicht eingreifen kann, reisst das Fenster auf.
- Vier Messgrössen statt einer: Temperatur und Feuchte für das Klima, Helligkeit und Bewegung für die Belegung. Erst zusammen erklären sie, warum ein Raum zu warm ist — Sonne, Menschen oder Heizung.
- Er meldet bei Ereignis und im Takt: Eine Uplink-Nachricht geht sowohl bei jeder Änderung als auch regelmässig raus. Damit ist eine Sollwertänderung sofort im System, ohne dass dauernd gesendet werden müsste.
- Offen für jedes System: Die Daten laufen über LoRaWAN und lassen sich in jede kompatible Plattform einbinden, auch in eine Gebäudeleittechnik. Keine Bindung an eine Hersteller-Cloud.
- Flach und unauffällig: 115 × 105 × 23 mm an der Wand. In Büros und Schulzimmern wird das nicht als Technik wahrgenommen, und das ist für die Akzeptanz entscheidend.
Wo er eingesetzt wird
- Büros und Besprechungsräume: Raumklima erfassen und den Nutzern eine Einstellmöglichkeit geben, ohne eine Leitung zu ziehen.
- Schulen und öffentliche Gebäude: Viele Räume, keine Verkabelung, kein Wartungsaufwand durch Batterien.
- Einzelraumregelung im Bestand: Zusammen mit funkgesteuerten Heizkörperthermostaten entsteht eine vollständige Regelung ohne Baustelle.
- Belegungsabhängige Regelung: Bewegungs- und Helligkeitswert zeigen, ob ein Raum genutzt wird — die Grundlage, um leere Räume nicht zu beheizen.
- Anbindung an die Gebäudeleittechnik: Als Raumfühler und Bedienteil für eine bestehende Anlage.
- Hotels und Beherbergung: Gäste können einstellen, der Betrieb sieht die Belegung.
Damit hast du die Kaufentscheidung beisammen. Was jetzt folgt, ist die Tiefe für Planung und Betrieb.
Messen, Bedienen, Stellen — drei Aufgaben, zwei Geräte
Eine Einzelraumregelung zerfällt in drei Teile: etwas misst, jemand stellt einen Wunsch ein, und etwas bewegt das Ventil. Dieses Gerät übernimmt die ersten beiden. Der dritte Teil sitzt am Heizkörper. Dazwischen steht die Logik — und die läuft nicht im Thermostat, sondern auf deinem Netzwerkserver oder in der Gebäudeleittechnik.
Das ist zunächst mehr Aufwand als ein Gerät, das alles in sich vereint. Es hat aber einen Grund: Die Bedienstelle gehört dorthin, wo Menschen sind — auf Augenhöhe an der Wand —, und der Stellantrieb gehört an das Ventil, oft hinter einem Vorhang oder unter der Fensterbank. Ein Thermostatkopf am Heizkörper misst die Temperatur dort, wo sie am wenigsten über den Raum aussagt. Die Trennung ist also kein Umweg, sondern die bessere Regelung.
Was das Solarmodul leisten muss
Organische Solarzellen sind auf Innenraumlicht ausgelegt und liefern auch bei wenigen hundert Lux noch Energie — das ist der Unterschied zu gewöhnlichen Siliziumzellen, die dort kaum etwas abgeben. Der Verbrauch des Geräts ist entsprechend niedrig gehalten: E-Ink braucht nur beim Umschalten Strom, und gesendet wird nur bei Bedarf.
Für die Planung heisst das: Der Montageort entscheidet. Eine Innenwand gegenüber dem Fenster ist gut, eine Nische neben dem Schrank schlecht. Räume, die wochenlang ungenutzt und dunkel bleiben, sind der Grenzfall — dort lohnt es sich, nach ein paar Wochen Betrieb zu prüfen, ob das Gerät durchhält, bevor fünfzig weitere bestellt werden.
Technische Daten
Die allgemeinen Produktdaten — Masse, Herstellernummer und Herkunft — findest du in der Detailtabelle weiter unten auf dieser Seite.
| Messgrössen | Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Helligkeit, Bewegung (Passiv-Infrarot) |
| Anzeige | E-Ink, 2.9 Zoll |
| Bedienung | 3 Tasten, Sollwert direkt am Gerät einstellbar |
| Stromversorgung | organisches Solarmodul, Betrieb aus Raumlicht |
| Batterien | keine im Lieferumfang und im Normalbetrieb nicht erforderlich |
| Funk | LoRaWAN, einbindbar in jede kompatible Plattform und Gebäudeleittechnik |
| Meldeverhalten | Uplink bei jedem Ereignis und zusätzlich periodisch |
| Stellfunktion | keine — das Gerät misst und bedient, es stellt kein Ventil |
Passendes Gegenstück
- Der Stellantrieb am Heizkörper: Der MClimate Vicki ersetzt den Thermostatkopf und setzt um, was hier eingestellt wird. Erst beide zusammen ergeben eine Einzelraumregelung.
- Das Netz dazu: Ohne LoRaWAN kein Datenweg — für den Innenbereich ist das RAK7268CV2 WisGate Edge Lite 2+ unser meistverkauftes Gateway.
Unterstützung bei der Auslegung
Du planst eine Einzelraumregelung und bist unsicher, wie Bedienteil, Stellantrieb und Logik zusammenspielen, oder ob das Licht in deinen Räumen für den Solarbetrieb reicht? Sag uns, um wie viele Räume es geht — diese Fragen klären wir gern im Gespräch. Und wenn daraus ein Projekt wird — Auslegung, Vorkonfiguration oder Anbindung an deine Leittechnik —, erstellen wir dir gern ein Angebot dafür.

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