Der Oyster3 4G ist ein Ortungsgerät für Dinge, an denen keine Stromversorgung ist: Anhänger, Container, Baumaschinen, Wechselbrücken. Er läuft mit drei handelsüblichen Batterien mehrere Jahre, meldet über das Mobilfunknetz und braucht dafür weder Montage noch Verkabelung — festschrauben oder mit Kabelbindern befestigen genügt. Was ihn von billigeren Trackern trennt, ist nicht die Ortung selbst, sondern das, was drumherum passiert: Er sendet nur, wenn sich etwas bewegt, erkennt selbstständig, ob das Gerät unterwegs oder abgestellt ist, und findet über einen rauscharmen Vorverstärker noch Satelliten, wo andere aufgeben.
- 7 Jahrebei bewegungsabhängiger Meldung
- 3 × AAselbst wechselbar
- LTE-M · NB-IoTmit Roaming zwischen Netzen
- −147 dBmEmpfindlichkeit beim Kaltstart
Was den Oyster3 auszeichnet
- Er denkt mit, statt stur zu senden: Die adaptive Nachführung erkennt Bewegung und erhöht dann die Melderate — steht das Gerät, wird es still. Genau daraus entstehen die Jahre Laufzeit: Ein Anhänger, der zwei Wochen auf dem Hof steht, meldet nicht alle zehn Minuten seine unveränderte Position.
- Batterien aus dem Regal: Drei AA-Zellen, vom Nutzer wechselbar. Kein Rückversand, kein Spezialakku, kein Gerätetausch nach Ablauf — bei einer Flotte von hundert Geräten ist das der grösste Posten in der Betriebsrechnung.
- Vier Satellitensysteme gleichzeitig: GPS, GLONASS, Galileo, BeiDou und QZSS zusammen. In Häuserschluchten und zwischen Containern entscheidet die Zahl der sichtbaren Satelliten darüber, ob es eine Position gibt.
- Rückfallebene ohne Satellit: Wenn gar nichts geht, kann die Position über die Mobilfunkzelle geschätzt werden. Ungenauer, aber besser als ein blinder Fleck.
- Für draussen gebaut: Dichtes Gehäuse, das Staub, Strahlwasser und kurzzeitiges Untertauchen aushält, dazu −30 bis +60 °C. Ein Tracker unter einem Anhänger erlebt beides.
- Unauffällig zu montieren: Flach, schwarz, mit Schrauben, Nieten oder Kabelbindern zu befestigen — auch dort, wo er nicht sofort gefunden werden soll.
Wo er eingesetzt wird
- Anhänger und Auflieger: Der klassische Fall — kein Bordnetz, lange Standzeiten, hoher Wert.
- Baumaschinen und Geräte: Wo ist der Rüttler, und seit wann steht er dort?
- Container und Wechselbrücken: Bestandsführung über mehrere Standorte hinweg.
- Mietpark und Vermietung: Rückgabekontrolle und Nutzungsnachweis ohne Anruf beim Kunden.
- Diebstahlsicherung: Zusammen mit Geofences meldet das System, wenn ein Gerät ein Areal verlässt.
- Landwirtschaft und Forst: Geräte auf weitläufigen Flächen wiederfinden.
Damit ist die Auswahl geklärt. Was jetzt folgt, ist die Tiefe für die Auslegung.
Wie die Laufzeit zustande kommt
Der Hersteller nennt drei Rechenbeispiele mit demselben Satz Batterien, und sie zeigen genau, wo die Stellschraube sitzt:
| eine Positionsmeldung täglich | über 10 Jahre |
| bewegungsabhängige Meldungen | rund 7 Jahre |
| stündliche Meldungen | rund 3.5 Jahre |
Die mittlere Zeile ist der Normalfall und zugleich die interessanteste: Sie liefert dichte Daten, wenn etwas passiert, und kostet nichts, wenn nichts passiert. Die Frage bei der Auslegung lautet deshalb nicht „wie oft soll er melden», sondern „wie schnell muss ich merken, dass sich etwas bewegt hat». Bei einem Mietgerät sind das Minuten, bei einem Container im Hafen reicht der Tag.
Zur Funkabdeckung: LTE-M und NB-IoT sind für genau diesen Zweck gebaut — wenig Daten, tiefe Gebäudedurchdringung, sparsam. NB-IoT kommt weiter in Keller und Tiefgaragen, ist dafür beim Ortswechsel träger; LTE-M verhält sich unterwegs besser. Das Gerät beherrscht beide und wechselt je nach Netz. Beim Einsatz über Landesgrenzen entscheidet die SIM darüber, ob das auch funktioniert — nicht das Gerät.
Technische Daten
Die allgemeinen Produktdaten — Masse, Gewicht, Schutzart, Batterieformat, Herkunft — findest du in der Detailtabelle weiter unten auf dieser Seite.
| Mobilfunk | LTE-M (Cat-M1) und NB-IoT (Cat-NB1/NB2), Nordic nRF9160, Roaming zwischen Netzen |
| SIM | Nano-SIM 4FF, intern |
| Ortung | Sony CXD5605, 72 Kanäle, GPS · GLONASS · Galileo · BeiDou · QZSS gleichzeitig |
| Empfindlichkeit | −147 dBm Kaltstart, −161 dBm Warmstart, rauscharmer Vorverstärker |
| Rückfallebene | Positionsschätzung über die Mobilfunkzelle |
| Bewegungserkennung | 3-Achsen-Beschleunigungssensor, adaptive Nachführung |
| Stromversorgung | 3 × AA, austauschbar, Li-SOCl₂ oder LiFeS2 — nicht enthalten; extern 3.3 … 16 V DC möglich |
| Ruhestrom | unter 10 µA in der sparsamsten Einstellung |
| Montage | Schrauben, Bolzen, Nieten oder Kabelbinder |
| Betriebstemperatur | −30 … +60 °C |
Unterstützung bei der Auslegung
Sag uns, was du verfolgst und wie schnell du eine Bewegung merken musst — wir rechnen Meldeintervall und erwartete Laufzeit durch und klären mit dir die SIM-Frage, bevor du eine Flotte bestellst. Für grössere Stückzahlen lässt sich das Gerät ab Werk vorkonfigurieren. Für Auslegung, Vorkonfiguration und Inbetriebnahme erstellen wir dir gern ein Angebot.




Rezensionen
Es gibt noch keine Rezensionen.