Die Saft LS14250 ist die kleine Schwester der klassischen AA-Lithiumzelle: gleiche Chemie, gleiche Spannung, halbe Baulänge. Damit passt sie überall dort, wo für eine volle AA-Zelle kein Platz ist – in kompakte Funksensoren, Zähler, Datenlogger und Speicherpufferungen. Lithium-Thionylchlorid heisst wie beim grossen Format: jahrelange Standzeit statt Monate, kaum Selbstentladung im Regal und ein Temperaturbereich, bei dem gewöhnliche Batterien längst aufgegeben haben. Saft baut diese Zellen in Frankreich und ist in der Industrie seit Jahrzehnten die Referenz für Anwendungen, bei denen ein Batteriewechsel teurer wäre als das Gerät.
- 3.6 VNennspannung
- 1200 mAhNennkapazität
- ½AA15 × 25 mm, 9.4 g
- −60 … +85 °CBetriebstemperatur
- 10 JahreLagerfähigkeit
Warum diese Zelle in kompakten Geräten steckt
- Volle Spannung auf halber Länge: 3.6 Volt wie eine AA-Lithiumzelle, aber nur halb so lang. Gerätehersteller gewinnen damit Bauraum, ohne die Elektronik anpassen zu müssen.
- Zehn Jahre Lagerfähigkeit: Die Selbstentladung ist so gering, dass eine Zelle nach Jahren im Regal praktisch noch voll ist. Für Ersatzteillager und Wartungsvorräte ist das der entscheidende Punkt.
- Von der Tiefkühlung bis in die Sommerhitze: Bis −60 °C spezifiziert. Aussenzähler, Kühlraumsensoren und Geräte auf dem Dach laufen damit auch dann, wenn Alkalizellen längst ausgestiegen sind.
- Konstante Spannung bis zum Schluss: Die Entladekurve bleibt fast flach – die Elektronik sieht bis kurz vor Ende dieselbe Versorgung wie am ersten Tag.
- Hermetisch verschlossen: Edelstahlgehäuse mit Glas-Metall-Durchführung, auslaufsicher – wichtig überall dort, wo eine auslaufende Zelle die Platine ruinieren würde.
- Standardausführung ohne Anschlussdrähte: Passt in jeden ½AA-Halter. Varianten mit Lötfahnen, Drähten oder Pins gibt es auf Anfrage.
Wo sie eingesetzt wird
- Verbrauchszähler mit Funkauslesung: Wasser-, Gas- und Wärmezähler, bei denen die Batterie den Eichzeitraum überdauern muss.
- Kompakte Funksensoren: Tür-, Fenster- und Temperaturfühler, die schlank bauen müssen und trotzdem Jahre laufen sollen.
- Datenlogger und Messgeräte: Temperaturüberwachung in Kühlketten, Transportlogger, mobile Messtechnik.
- Speicher- und Uhrzeitpufferung: Steuerungen und Industrie-PCs, deren Echtzeituhr auch nach Jahren ohne Netz noch stimmen muss.
- Sicherheitstechnik: Melder und Sensoren, die im Ruhezustand kaum Strom ziehen, im Ernstfall aber zuverlässig funktionieren müssen.
- Ersatzbeschaffung für Bestandsanlagen: Wer viele Geräte betreut, hält diese Zelle als Wartungsposten vorrätig – wir liefern auch grössere Stückzahlen.
Damit ist die Auswahl geklärt. Was jetzt folgt, ist das Wissen für den Betrieb.
Was man über Lithium-Thionylchlorid wissen sollte
Passivierung: Während der Lagerung bildet sich auf dem Lithium eine dünne Schutzschicht – genau sie ermöglicht die extrem geringe Selbstentladung. Beim ersten Strombezug bricht die Spannung dadurch kurz ein und erholt sich innerhalb von Sekunden bis Minuten. Manche Geräte melden in diesem Moment „Batterie leer», obwohl die Zelle voll ist. Das ist normal und kein Defekt; je länger die Zelle gelagert war, desto ausgeprägter fällt es aus.
Kleine Ströme, kurze Impulse: Diese Zellchemie ist für geringe Dauerströme mit gelegentlichen Sendespitzen ausgelegt, nicht für Dauerlast. Wer eigene Hardware entwickelt und höhere Impulsströme braucht – etwa für ein Funkmodul – kombiniert die Zelle üblicherweise mit einem Pufferkondensator, der die Spitze abfängt.
Und die Folge für die Wartungsplanung: Weil die Spannung bis zum Schluss nahezu konstant bleibt, lässt sich aus ihr kaum ableiten, wie viel Restkapazität noch da ist. Bei grösseren Beständen plant man den Wechsel deshalb besser nach Betriebsdauer als nach gemeldeter Spannung.
Technische Daten
Die allgemeinen Produktdaten – Baugrösse, Gewicht, Herstellernummer, EAN – findest du in der Detailtabelle weiter unten auf dieser Seite.
| Zellchemie | Lithium-Thionylchlorid (Li-SOCl2), nicht wiederaufladbar |
| Nennspannung | 3.6 V |
| Nennkapazität | 1200 mAh |
| Abmessungen | Durchmesser 15 mm, Höhe 25 mm (Bauform ½AA) |
| Betriebstemperatur | −60 … +85 °C |
| Lagerfähigkeit | rund 10 Jahre dank sehr geringer Selbstentladung |
| Belastbarkeit | für kleine Dauerströme und kurze Impulse ausgelegt |
| Aufbau | Edelstahlgehäuse, hermetische Glas-Metall-Durchführung |
| Ausführung | Standardpole ohne Anschlussdrähte; Varianten mit Lötfahnen, Drähten oder Pins auf Anfrage |
| Herstellung | Saft, Frankreich |
Sicherheit und Entsorgung
Nicht laden, nicht kurzschliessen, nicht öffnen, nicht über 100 °C erhitzen, nicht ins Feuer werfen. Zellen mit abgeklebten Polen lagern, damit sie sich nicht gegenseitig kurzschliessen. Beim Wechsel alle Zellen eines Geräts gemeinsam ersetzen und keine alten mit neuen mischen – die schwächere Zelle wird sonst tiefentladen. Ausgediente Zellen gehören in die Batteriesammlung; in der Schweiz nimmt sie jede Verkaufsstelle zurück, wir ebenfalls.
Unterstützung bei der Auswahl
Du bist unsicher, welche Bauform in dein Gerät gehört, oder brauchst grössere Stückzahlen? Sprich uns an – wir kennen die Bestückung der meisten Sensoren aus unserem Sortiment und liefern auch Projektmengen. Und wenn daraus ein Projekt wird — Auslegung, Vorkonfiguration oder Inbetriebnahme —, erstellen wir dir gern ein Angebot dafür.

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