Das AZ-Touch Pi0 macht aus einem Raspberry Pi Zero ein Bediengerät für die Wand. Enthalten sind das Gehäuse für die Aufputzmontage, eine Platine mit allen Bauteilen und ein 2.8-Zoll-Display mit resistivem Touchscreen; der eingebaute Schaltregler nimmt 9 bis 35 Volt. Der Unterschied zu den Ausführungen mit Mikrocontroller ist grundsätzlich: Hinter der Anzeige läuft ein vollwertiges Linux. Damit lassen sich Oberflächen im Browser darstellen, Dienste im Hintergrund betreiben und Daten lokal speichern — Dinge, für die ein Mikrocontroller nicht gemacht ist.
- 2.8 ZollDisplay mit resistivem Touch
- 9 bis 35 VEingangsspannung, Schaltregler eingebaut
- Linuxvollwertiges System hinter der Anzeige
- Aufputzhoch oder quer, auch auf Unterputzdose
Was dieses Set ausmacht
- Ein Linux-Rechner hinter der Anzeige: Browseroberflächen, Dienste im Hintergrund, lokale Datenhaltung. Das ist der entscheidende Unterschied zu den Mikrocontroller-Ausführungen derselben Reihe.
- Bekannte Oberflächen laufen direkt: Wer Home Assistant, Node-RED oder eine eigene Weboberfläche betreibt, stellt sie hier ohne Umweg dar.
- Resistiver Touch ist an der Wand die richtige Wahl: Er reagiert auf Arbeitshandschuhe, auf einen Stift und auf nasse Finger.
- Versorgung aus der Installation: 9 bis 35 Volt über eine abziehbare Klemme, kein USB-Netzteil an der Wand.
- Bausatz mit allen Teilen: Etwas Lötarbeit gehört dazu; das Ergebnis ist ein Gerät und kein Provisorium.
- Piezosummer eingebaut: Hörbare Rückmeldung auf eine Berührung.
- Hoch oder quer montierbar: Die Ausrichtung entscheidet die Software.
Wo es eingesetzt wird
- Bedienfeld für Home Assistant oder Node-RED: Die vorhandene Oberfläche an der Wand, ohne ein Tablet dafür abzustellen.
- Anzeige mit Verlauf: Werte über die Zeit darstellen — dafür braucht es Speicher und Rechenleistung.
- Zentrale Statusanzeige: Mehrere Anlagen auf einem Bildschirm zusammengefasst.
- Kioskbetrieb: Ein Browser im Vollbild, der eine feste Seite anzeigt.
- Heizungs- und Lüftungsbedienung: Anzeige und Eingabe dort, wo die Anlage steht.
- Werkstatt und Labor: Ein Bedienfeld, das auch mit Handschuhen funktioniert.
- Demonstrationsaufbauten: Ein Gerät mit Oberfläche statt einer Platine mit Kabeln.
- Nachrüstung im Wohnbereich: Auf eine vorhandene Unterputzdose gesetzt, mit unsichtbarer Zuleitung.
Pi Zero oder Mikrocontroller?
Pi Zero, wenn eine Weboberfläche dargestellt, Daten gespeichert oder Dienste betrieben werden sollen. Dafür gibt es keinen Ersatz durch einen Mikrocontroller.
Mikrocontroller, wenn die Anzeige einfach bleibt und das Gerät sofort betriebsbereit sein soll. Ein Linux-System braucht Startzeit und ein Dateisystem, das bei einem Spannungsausfall Schaden nehmen kann — dafür gibt es AZ-Touch ESP, MKR und Feather.
Kein Mehrfingerbetrieb. Resistiver Touch erkennt einen Berührungspunkt.
Der Raspberry Pi ist nicht dabei, ebenso wenig die Speicherkarte.
Was ein resistiver Touchscreen kann — und was nicht
Das Display misst 2.8 Zoll und wird über einen ILI9341 angesteuert, der über die SPI-Schnittstelle angebunden ist — ein Baustein, für den es in praktisch jeder Umgebung fertige Bibliotheken gibt. Die Berührungserkennung übernimmt ein XPT2046 und arbeitet resistiv, also über Druck statt über die Kapazität eines Fingers.
Dieser Unterschied ist an einer Wand im Betrieb ein Vorteil, kein Kompromiss. Ein resistiver Schirm reagiert auf jeden Gegenstand: auf einen Arbeitshandschuh, auf einen Kugelschreiber, auf einen nassen Finger. Ein kapazitiver Schirm tut das nicht. Wo ein Bediengerät im Heizungsraum, in der Werkstatt oder in der Küche hängt, ist genau das die Eigenschaft, auf die es ankommt. Was ein resistiver Schirm nicht kann, ist Mehrfingerbedienung — Wischen und Zoomen mit zwei Fingern fallen weg. Für Schaltflächen, Werte und einfache Menüs ist das ohne Belang.
Ein Piezosummer mit rund 4 Kilohertz Resonanzfrequenz sitzt mit auf der Platine. Er quittiert eine Berührung hörbar — bei einem Gerät ohne fühlbaren Tastendruck ist das der Unterschied zwischen sicherer Bedienung und zweimal Drücken.
Aufbau, Montage und Versorgung
Diese Ausführung wird als Bausatz mit allen Teilen geliefert. Der Raspberry Pi Zero wird auf die Platine gesetzt; damit steht hinter der Anzeige ein vollwertiges Linux-System — mit Netzwerk, Dateisystem und der Möglichkeit, eine Oberfläche im Browser oder direkt auf dem Bildschirm laufen zu lassen.
Das Gehäuse ist für die Aufputzmontage an der Wand gemacht und lässt sich wahlweise hoch oder quer montieren — welche Ausrichtung sinnvoll ist, entscheidet die Software. Alternativ setzt es auf eine Unterputzdose auf, was die Zuleitung verschwinden lässt. Die Platinen sind am Gehäuse befestigt, nicht verklebt: Ein Modul lässt sich tauschen, ohne das Gerät zu zerstören, und das Zusammensetzen ist eine Schraubarbeit.
Versorgt wird über einen eingebauten Schaltregler für 9 bis 35 Volt Gleichspannung — angeschlossen über eine abziehbare Klemme oder wahlweise über eine Hohlsteckerbuchse. Damit läuft das Gerät an einer gewöhnlichen Installationsleitung und braucht kein USB-Netzteil neben der Wand. Die abziehbare Klemme ist beim Einbau mehr wert, als sie klingt: verdrahten, aufstecken, fertig.
Technische Daten
| Anzeige und Bedienung | |
|---|---|
| Display | 2.8 Zoll, Controller ILI9341, Anbindung über SPI |
| Berührungserkennung | resistiv, Controller XPT2046 |
| Akustik | Piezosummer, Resonanzfrequenz rund 4 kHz |
| Aufbau | |
| Passend für | Raspberry Pi Zero |
| Montage | Aufputz an der Wand oder auf eine Unterputzdose, hoch oder quer |
| Befestigung der Platinen | am Gehäuse verschraubt, Modul tauschbar |
| Stromversorgung | |
| Spannungsregler | Schaltregler, Eingang 9 bis 35 V DC |
| Anschluss | abziehbare Klemme, wahlweise Hohlsteckerbuchse |
| Lieferumfang | |
| Enthalten | Gehäuse, Platine mit allen Bauteilen, 2.8-Zoll-Display mit resistivem Touch |
| Nicht enthalten | der Raspberry Pi Zero, Speicherkarte, Netzteil und Zuleitung |
Die AZ-Touch-Reihe im Vergleich
| Ausführung | Für welches Modul |
|---|---|
| AZ-Touch ESP | D1 Mini mit ESP8266 und ESP32 DEV KIT C |
| AZ-Touch MKR | Arduino MKR, Ausführung MKII |
| AZ-Touch Pi0 | Raspberry Pi Zero |
| AZ-Touch Feather | Feather-Boards und Thing Plus |
Passendes Zubehör
- Das Modul selbst: Ein Raspberry Pi Zero gehört nicht zum Lieferumfang, ebenso wenig die Speicherkarte.
- Dasselbe ohne Anzeige: Wo kein Bedienfeld gebraucht wird, sondern ein Gerät im Verteiler, sind die Hutschienengehäuse derselben Reihe die passende Bauform — ArduiBox und RasPiBox.
- Schnittstellen zur Anlage: Für RS485, RS422 und M-Bus baut Zihatec galvanisch getrennte Platinen, die sich mit denselben Mikrocontrollern verbinden lassen.
Unterstützung bei der Auslegung
Die Projektseite des Herstellers mit Beispielcode und Anschlussplänen findest Du im Reiter „Dokumente». Sag uns, was angezeigt und bedient werden soll und welche Anlage dahinter hängt — daraus ergibt sich, welches Modul passt. Für Auslegung und Vorkonfiguration erstellen wir Dir gern ein Angebot.

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