Das ArduiBox MKR bringt die kompakte MKR-Reihe von Arduino und den Portenta H7 auf die Hutschiene. Sechs Teilungseinheiten breit, mit einer Trägerplatine, die drei Ebenen aufnimmt: das Modul selbst, ein MKR-Shield darüber und zusätzlich das Ethernet-Shield der Reihe auf einem eigenen Steckplatz. Damit bleibt der Netzwerkanschluss verfügbar, ohne dass er den Platz für ein anderes Shield kostet. Zwei dreipolige Klemmenblöcke, eine Lochrasterfläche und ein Spannungsregler für 9 bis 35 Volt machen aus dem Entwicklungsboard ein Schaltschrankgerät.
- 6 TEGehäusebreite auf der Normschiene
- 3Steckplätze: Modul, Shield, Ethernet
- 9 bis 35 VEingangsspannung
- MKR und Portentaganze Baureihe
Was dieses Gehäuse ausmacht
- Der eigene Ethernet-Steckplatz ist der Kniff: Das MKR-ETH-Shield bekommt einen Platz für sich. Wer ein zweites Shield braucht — M-Bus, CAN, ein Temperaturmodul — muss sich nicht zwischen Netzwerk und Funktion entscheiden.
- Die ganze MKR-Reihe passt: Zero, 1000, 1200, 1300, 1400, 1500 — die Module unterscheiden sich in der Funkschnittstelle, nicht in der Bauform. Ein Gehäuse deckt sie alle ab.
- Auch für den Portenta H7: Das leistungsfähigste Board der Familie sitzt im selben Steckplatz.
- Versorgung aus dem Schaltschrank: Der optionale Regler nimmt 9 bis 35 Volt und versorgt Modul und Shields.
- GPIO beschriftet neben der Lochrasterfläche: Eigene Schaltungsteile lassen sich direkt danebensetzen.
- Zwei Frontplatten: Transparent für Anzeigen und Leuchtdioden, grau für unauffällige Einbauten.
- Gefrästes Gehäuse: Ausschnitte mit sauberen Kanten — bei einem Gehäuse, das Fremdmodule aufnimmt, sind Toleranzen der ganze Punkt.
Wo es eingesetzt wird
- Funkanbindung im Verteiler: Die MKR-Reihe bringt WLAN, LoRa, NB-IoT oder Mobilfunk mit — je nach Modul, im selben Gehäuse.
- Zählerauslesung über M-Bus: Mit dem passenden Shield liest das Modul Wärme-, Wasser- und Gaszähler aus.
- Netzwerkfähige Kleinsteuerungen: Ethernet-Shield im eigenen Steckplatz, Funktions-Shield darüber.
- Messdatenerfassung: Werte einlesen, aufbereiten und weitergeben, versorgt aus der Anlagenspannung.
- Prüfvorrichtungen: Ein reproduzierbarer Aufbau mit definierten Anschlüssen.
- Gebäudeautomation: Schalten und Melden in der Unterverteilung.
- Batteriegepufferte Aufbauten: Die MKR-Boards bringen eine Laderegelung für Lithiumakkus mit — nützlich, wo die Versorgung ausfallen kann.
- Kleinserien und Sondermaschinen: Wo ein Industriegerät zu gross und ein loses Board zu unfertig ist.
Passt das ArduiBox MKR zu Deinem Vorhaben?
Ja, wenn das Board aus der MKR-Reihe oder vom Typ Portenta H7 stammt und in einen Schaltschrank soll — besonders dann, wenn Ethernet und ein weiteres Shield gleichzeitig gebraucht werden.
Eher nicht, wenn ein Arduino im UNO-Format zum Einsatz kommt. Dafür gibt es das ArduiBox Open mit den passenden Buchsenleisten.
Der Spannungsregler ist eine Ausführungsfrage. Diese Ausführung enthält ihn; wer ohnehin 5 Volt bereitstellt, braucht ihn nicht.
Das Modul ist nicht dabei. Geliefert wird das Gehäuse mit Trägerplatine.
Was die Normschiene für ein Elektronikprojekt ändert
Ein Steuerungsprojekt endet selten am Steckbrett. Irgendwann soll es in einen Schaltschrank, eine Unterverteilung oder einen Klemmkasten — und dort gilt eine andere Ordnung: Alles sitzt auf einer Hutschiene nach EN 50022, alles ist in Teilungseinheiten von 17.5 Millimetern breit, und alles wird über Klemmen verdrahtet statt über Steckverbinder. Ein Einplatinenrechner mit losen Kabeln ist in dieser Umgebung ein Fremdkörper, den der nächste Elektriker zu Recht beanstandet.
Das ArduiBox MKR ist auf die kompakte MKR-Reihe von Arduino und auf den Portenta H7 zugeschnitten. Auf sechs Teilungseinheiten sitzt eine Trägerplatine mit Steckplätzen für das Modul, für ein MKR-Shield und zusätzlich für das Ethernet-Shield der Reihe — drei Ebenen übereinander, alle im Gehäuse.
Der zweite Punkt ist die Spannung. In einem Schaltschrank liegen 24 Volt Gleichspannung an, nicht 5 Volt über USB. Der eingebaute Schaltregler nimmt 9 bis 35 Volt Gleichspannung auf und macht daraus die Versorgung für das Rechnermodul — ein separates Steckernetzteil entfällt, und damit auch die Steckdose, die im Schrank oft gar nicht vorgesehen ist. Das ist der Unterschied zwischen einem Aufbau, der eingebaut werden kann, und einem, der improvisiert wirkt.
Technische Daten
| Gehäusebreite | 6 Teilungseinheiten, gefräst, für Normschiene nach EN 50022 |
| Frontplatte | transparent oder grau |
| Passend für | Arduino MKR Zero, 1000, 1200, 1300, 1400, 1500 sowie Portenta H7 |
| Steckplätze | Modulsteckplatz, Steckplatz für ein MKR-Shield, eigener Steckplatz für das MKR-ETH-Shield |
| Klemmen | 2 × dreipolige Klemmenblöcke zur Lochrasterfläche |
| Spannungsregler | optional integriert, Eingang 9 bis 35 V DC über zweipolige Klemme |
| Lochrasterfläche | ja, GPIO beschriftet daneben geführt |
Aufbau und Montage
Das MKR-Modul wird in seinen Steckplatz gesetzt, ein Shield kommt darüber, und das Ethernet-Shield hat einen eigenen Platz, damit es die anderen Steckplätze nicht belegt. Die Anschlüsse laufen beschriftet an die Lochrasterfläche, zwei dreipolige Klemmenblöcke nehmen die äussere Verdrahtung auf.
Für die Verdrahtung gilt dieselbe Regel wie bei jeder Schaltschrankinstallation: Die Klemmen nehmen die Leitungen von aussen auf, im Inneren bleibt alles kurz. Nicht benutzte Klemmenöffnungen sind bei Auslieferung mit abbrechbaren Abdeckungen geschützt — sie bleiben drin, wo nichts angeschlossen wird, und werden nur dort entfernt, wo eine Leitung hineingeht. Das ist kein Schönheitsmerkmal: Offene Klemmen in einem Verteiler sind ein Berührungsschutzproblem.
Vor dem endgültigen Einbau lohnt der Blick auf die Wärme. Ein Rechnermodul unter Volllast in einem geschlossenen Kunststoffgehäuse in einem geschlossenen Schaltschrank hat drei Hüllen zwischen sich und der Umgebungsluft. Wer dauerhaft rechnet statt nur zu messen, plant Luft ein — Abstand zu den Nachbargeräten, Lüftungsschlitze im Schrank, im Zweifel ein aktiver Kühler. Diese Einordnung stammt aus der Anwendungspraxis und ist als Auslegungshilfe zu verstehen, nicht als Zusage des Herstellers.
Die Zihatec-Gehäuse im Vergleich
| Gehäuse | Für welches Modul | Breite |
|---|---|---|
| RasPiBox Open V3 | Raspberry Pi 4 und 5, zusätzlich ein HAT | 9 Module |
| RasPiBox Lite | Raspberry Pi 4 und 5 | 4 Module |
| RasPiBox Zero | Raspberry Pi Zero und Zero W | 4 Module |
| RasPiBox Pico | Raspberry Pi Pico | 4 Module |
| ArduiBox Open | Arduino UNO, Nano, Zero und kompatible | 6 Module |
| ArduiBox MKR | Arduino MKR und Portenta H7 | 6 Module |
| ArduiBox ESP | D1 Mini mit ESP8266 oder ESP32 | 4 Module |
| ArduiBox Feather | Feather und Thing Plus | 6 Module |
Passendes Zubehör
- Das Modul selbst: Ein Arduino MKR oder Portenta gehört nicht zum Lieferumfang.
- M-Bus-Shields für die MKR-Reihe: Zihatec baut Master- und Slave-Shields im MKR-Format, die in den Shield-Steckplatz passen.
- Schnittstellen für die Anlage: Zihatec baut passend zu den Gehäusen Platinen für RS485, RS422 und M-Bus — alle mit galvanischer Trennung. Damit wird aus dem Gehäuse ein Modbus-Gateway oder ein Zählerauslesegerät.
- Hutschiene und Verteiler: Normschiene nach EN 50022, wie sie in jedem Verteilerkasten sitzt. Das Gehäuse rastet auf, ohne Werkzeug.
Unterstützung bei der Auslegung
Das Datenblatt des Herstellers findest Du im Reiter „Dokumente» auf dieser Seite. Sag uns, welches Rechnermodul und welche Schnittstellen im Schrank landen sollen — daraus ergibt sich, welche Gehäusebreite und welche Zusatzplatine passen. Für Auslegung und Vorkonfiguration erstellen wir Dir gern ein Angebot.

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