Das ArduiBox ESP bringt ein Funkmodul im D1-Mini-Format auf die Hutschiene — vier Teilungseinheiten breit, mit fertig bestückter Trägerplatine, Lochrasterfläche, drei Klemmenblöcken und einem Spannungsregler für 9 bis 35 Volt. Damit läuft ein ESP8266 oder ESP32 dauerhaft an der Versorgung, die im Schaltschrank ohnehin anliegt, und wird über Klemmen verdrahtet statt über Steckbrettkabel. Die USB-Buchse des Moduls bleibt durch eine Öffnung erreichbar: Neu programmieren geht, ohne das Gerät von der Schiene zu nehmen.
- 4 TEGehäusebreite auf der Normschiene
- 9 bis 35 VEingangsspannung
- D1 MiniESP8266 und ESP32
- USBim eingebauten Zustand erreichbar
Was dieses Gehäuse ausmacht
- Die USB-Öffnung entscheidet über den Alltag: Ein ESP-Aufbau wird nachjustiert — neue Firmware, neue Zugangsdaten, eine geänderte Logik. Wenn dafür jedes Mal das Gehäuse von der Schiene muss, unterbleibt es irgendwann.
- Versorgung aus dem Schaltschrank: Der Regler nimmt 9 bis 35 Volt. Das USB-Netzteil, das sonst neben dem Verteiler hängt, entfällt.
- Fertig bestückt seit Version 2.0: Kein Löten mehr. Die älteren Ausführungen waren Bausätze; das ist sie nicht.
- Beide ESP-Generationen: D1 Mini mit ESP8266 für einfache Aufgaben, D1 Mini mit ESP32 für mehr Rechenleistung und Bluetooth — dieselbe Buchsenleiste.
- Alle GPIO beschriftet neben der Lochrasterfläche: Ein Optokoppler, ein Treiber, ein Spannungsteiler finden direkt daneben Platz.
- Drei Klemmenblöcke: Genug für Sensorleitungen und eine geschaltete Last, ohne dass der Aufbau unübersichtlich wird.
- Zwei Frontplatten: Transparent für ablesbare Leuchtdioden, grau für unauffällige Einbauten.
- Der schmalste Aufbau der Reihe: Vier Teilungseinheiten für ein netzwerkfähiges Gerät — in einer bestückten Unterverteilung ist das oft das Entscheidende.
Wo es eingesetzt wird
- WLAN-Anbindung im Verteiler: Werte aus der Anlage ins Netz bringen, ohne ein Kabel zu ziehen.
- Gebäudeautomation: ESPHome oder Tasmota in der Unterverteilung, angeschlossen an Sensoren und Schaltaktoren.
- Zähler- und Verbrauchserfassung: Impulsausgänge zählen und die Werte weitergeben.
- Überwachung mit Meldung: Temperatur, Feuchte oder ein Kontakt — erfasst und im Fehlerfall gemeldet.
- Schalten über das Netz: Ein Relais im Verteiler, angesteuert aus der Hausautomation.
- Retrofit älterer Anlagen: Ein Signal abgreifen und digital verfügbar machen, ohne die Steuerung anzufassen.
- Prüfaufbauten: Ein fester, reproduzierbarer Aufbau statt fliegender Verdrahtung.
- Mehrere Einheiten nebeneinander: Bei vier Teilungseinheiten je Gerät passen mehrere in denselben Verteiler.
Passt das ArduiBox ESP zu Deinem Vorhaben?
Ja, wenn ein ESP-Modul im D1-Mini-Format dauerhaft in einen Verteiler soll und die Verdrahtung über Klemmen laufen muss.
Achtung bei der Bauform: Es passen ausschliesslich Module im D1-Mini-Format. Ein ESP32-Entwicklungsboard in der breiten Bauform oder ein D1 im UNO-Format gehört ins ArduiBox Open.
Ohne eigene Schaltung bleibt es ein Gehäuse. Die Klemmen führen zur Lochrasterfläche, nicht zu fertigen Ein- und Ausgängen — Pegelanpassung und Schutzbeschaltung sind Teil des eigenen Aufbaus.
Das Modul ist nicht dabei. Geliefert wird das Gehäuse mit bestückter Trägerplatine.
Was die Normschiene für ein Elektronikprojekt ändert
Ein Steuerungsprojekt endet selten am Steckbrett. Irgendwann soll es in einen Schaltschrank, eine Unterverteilung oder einen Klemmkasten — und dort gilt eine andere Ordnung: Alles sitzt auf einer Hutschiene nach EN 50022, alles ist in Teilungseinheiten von 17.5 Millimetern breit, und alles wird über Klemmen verdrahtet statt über Steckverbinder. Ein Einplatinenrechner mit losen Kabeln ist in dieser Umgebung ein Fremdkörper, den der nächste Elektriker zu Recht beanstandet.
Das ArduiBox ESP ist der schmalste Vertreter der Reihe für Funkmodule. Auf vier Teilungseinheiten sitzt eine fertig bestückte Platine mit zwei zwanzigpoligen Buchsenleisten, in die ein D1 Mini mit ESP8266 oder ESP32 gesteckt wird. Dazu kommen eine Lochrasterfläche, drei zweipolige Klemmenblöcke und ein Spannungsregler, der aus der Anlagenspannung die Versorgung macht.
Der zweite Punkt ist die Spannung. In einem Schaltschrank liegen 24 Volt Gleichspannung an, nicht 5 Volt über USB. Der eingebaute Schaltregler nimmt 9 bis 35 Volt Gleichspannung auf und macht daraus die Versorgung für das Rechnermodul — ein separates Steckernetzteil entfällt, und damit auch die Steckdose, die im Schrank oft gar nicht vorgesehen ist. Das ist der Unterschied zwischen einem Aufbau, der eingebaut werden kann, und einem, der improvisiert wirkt.
Technische Daten
| Gehäusebreite | 4 Teilungseinheiten, gefräst, für Normschiene nach EN 50022 |
| Frontplatte | transparent oder grau |
| Passend für | D1 Mini mit ESP8266 und D1 Mini mit ESP32 |
| Steckplätze | 2 × 20-polige Buchsenleisten |
| Klemmen | 3 × zweipolige Klemmenblöcke zur Lochrasterfläche, eigene Klemme für die Versorgung |
| Spannungsregler | integriert, Eingang 9 bis 35 V DC über zweipolige Klemme |
| Lochrasterfläche | ja, alle GPIO beschriftet daneben geführt |
| Zugänglichkeit | Öffnung für die USB-Buchse des Moduls an der Oberseite |
| Lieferzustand | ab Version 2.0 fertig bestückt, kein Löten nötig |
Aufbau und Montage
Der Zusammenbau ist eine Steckverbindung: Das ESP-Modul kommt in die beiden Buchsenleisten, der Deckel darauf. Die USB-Buchse des Moduls bleibt über eine Öffnung an der Oberseite erreichbar — das Gerät lässt sich also im eingebauten Zustand neu programmieren, ohne es von der Schiene zu nehmen.
Für die Verdrahtung gilt dieselbe Regel wie bei jeder Schaltschrankinstallation: Die Klemmen nehmen die Leitungen von aussen auf, im Inneren bleibt alles kurz. Nicht benutzte Klemmenöffnungen sind bei Auslieferung mit abbrechbaren Abdeckungen geschützt — sie bleiben drin, wo nichts angeschlossen wird, und werden nur dort entfernt, wo eine Leitung hineingeht. Das ist kein Schönheitsmerkmal: Offene Klemmen in einem Verteiler sind ein Berührungsschutzproblem.
Vor dem endgültigen Einbau lohnt der Blick auf die Wärme. Ein Rechnermodul unter Volllast in einem geschlossenen Kunststoffgehäuse in einem geschlossenen Schaltschrank hat drei Hüllen zwischen sich und der Umgebungsluft. Wer dauerhaft rechnet statt nur zu messen, plant Luft ein — Abstand zu den Nachbargeräten, Lüftungsschlitze im Schrank, im Zweifel ein aktiver Kühler. Diese Einordnung stammt aus der Anwendungspraxis und ist als Auslegungshilfe zu verstehen, nicht als Zusage des Herstellers.
Die Zihatec-Gehäuse im Vergleich
| Gehäuse | Für welches Modul | Breite |
|---|---|---|
| RasPiBox Open V3 | Raspberry Pi 4 und 5, zusätzlich ein HAT | 9 Module |
| RasPiBox Lite | Raspberry Pi 4 und 5 | 4 Module |
| RasPiBox Zero | Raspberry Pi Zero und Zero W | 4 Module |
| RasPiBox Pico | Raspberry Pi Pico | 4 Module |
| ArduiBox Open | Arduino UNO, Nano, Zero und kompatible | 6 Module |
| ArduiBox MKR | Arduino MKR und Portenta H7 | 6 Module |
| ArduiBox ESP | D1 Mini mit ESP8266 oder ESP32 | 4 Module |
| ArduiBox Feather | Feather und Thing Plus | 6 Module |
Passendes Zubehör
- Das Modul selbst: Ein D1 Mini mit ESP8266 oder ESP32 gehört nicht zum Lieferumfang.
- Mit Anzeige statt blind: Für ESP-Module gibt es von Zihatec ausserdem das AZ-Touch ESP — ein Wandgehäuse mit 2.8-Zoll-Touchscreen statt eines Hutschienengehäuses.
- Schnittstellen für die Anlage: Zihatec baut passend zu den Gehäusen Platinen für RS485, RS422 und M-Bus — alle mit galvanischer Trennung. Damit wird aus dem Gehäuse ein Modbus-Gateway oder ein Zählerauslesegerät.
- Hutschiene und Verteiler: Normschiene nach EN 50022, wie sie in jedem Verteilerkasten sitzt. Das Gehäuse rastet auf, ohne Werkzeug.
Unterstützung bei der Auslegung
Das Datenblatt des Herstellers findest Du im Reiter „Dokumente» auf dieser Seite. Sag uns, welches Rechnermodul und welche Schnittstellen im Schrank landen sollen — daraus ergibt sich, welche Gehäusebreite und welche Zusatzplatine passen. Für Auslegung und Vorkonfiguration erstellen wir Dir gern ein Angebot.


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