Der Dragino LHT52 misst Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Raum und meldet beides über LoRaWAN. Er ist bewusst schlicht gehalten: ein flaches Gehäuse von knapp sechs Zentimetern Kantenlänge, zwei AAA-Batterien aus dem Supermarkt, keine Konfigurationssoftware nötig. Was ihn von den vielen ähnlichen Sensoren abhebt, ist der Anschluss an der Unterseite — dort lässt sich ein externer Fühler anstecken, wenn nicht die Raumluft interessiert, sondern die Temperatur in einem Kühlschrank, an einer Leitung oder im Nebenraum. Dazu zeichnet er die Messwerte im Gerät auf, sodass eine Funklücke keine Lücke in den Daten hinterlässt.
- ± 0.3 °CAuflösung 0.01 °C
- ± 3 % rF0 … 99 % rF
- 2 × AAAhandelsüblich
- 59 × 59 × 21 mmflach und unauffällig
Was den LHT52 auszeichnet
- Ein Anschluss für einen externen Fühler: An der Unterseite sitzt eine Buchse für eine externe Sonde. Damit wird aus dem Raumsensor ein Messgerät für die Stelle, an der es wirklich interessiert — Kühlraum, Rohrleitung, Schaltschrank. Das können die meisten Sensoren dieser Preisklasse nicht.
- Er vergisst nichts: Die Messwerte werden im Gerät mitgeschrieben und lassen sich per Downlink nachträglich abholen. Nach einem Gateway-Ausfall bleibt die Reihe damit vollständig — bei einem Nachweis über Wochen ist das der Unterschied zwischen brauchbar und wertlos.
- Batterien aus dem Regal: Zwei AAA-Zellen. Kein Sonderformat, keine Bestellung beim Hersteller, kein Gerätetausch am Ende der Laufzeit.
- Feine Auflösung: 0.01 °C und 0.1 % rF. Für die Frage, ob ein Raum langsam auskühlt, zählt weniger die absolute Genauigkeit als die Fähigkeit, kleine Änderungen sichtbar zu machen.
- Angabe zur Langzeitdrift: Der Hersteller nennt unter 0.02 °C und 0.25 % rF pro Jahr. Das ist ungewöhnlich offen und hilft bei der Frage, wie oft nachgeprüft werden muss.
- Aus der Ferne einstellbar: Sendeintervall und Verhalten lassen sich per Downlink ändern, ohne das Gerät anzufassen.
- Unauffällig: Flach, weiss und ohne Beschriftung — er fällt in einem Büro oder Besprechungsraum niemandem auf.
Wo er eingesetzt wird
- Raumklima in Büros und Sitzungszimmern: Der Hauptfall — Temperatur und Feuchte dort messen, wo darüber diskutiert wird.
- Archive und Lagerräume: Feuchtigkeit überwachen, bevor sie Schaden anrichtet.
- Kühl- und Technikräume: Mit externem Fühler auch dort messen, wo das Gerät selbst nicht hingehört.
- Nachweis über längere Zeiträume: Dank Aufzeichnung im Gerät bleibt die Reihe auch bei Funkstörungen vollständig.
- Wohnungen und Liegenschaften: Schimmelprävention über den Feuchteverlauf statt über den Augenschein.
- Einstieg ins eigene LoRaWAN: Günstig genug, um ein Netz mit mehreren Messpunkten auszuprobieren, bevor teurere Sensorik dazukommt.
Damit ist die Auswahl geklärt. Was jetzt folgt, ist die Tiefe für die Anwendung.
Abmessungen und Anschluss
Das Gehäuse misst 58.7 × 58.7 Millimeter bei 20.5 Millimetern Höhe. An der Unterseite sitzen zwei Öffnungen: das Gitter, hinter dem der Sensor die Raumluft misst, und daneben die Buchse für den externen Fühler.

Für die Montage heisst das zweierlei. Erstens: Das Gitter darf nicht zugeklebt oder in eine Ecke gedrückt werden — der Sensor misst die Luft, die ihn erreicht. Zweitens: Wird ein externer Fühler verwendet, braucht die Buchse Platz nach unten, das Gerät kann dann nicht bündig auf einer Fläche liegen.
Was die Genauigkeit praktisch bedeutet
±0.3 °C bei der Temperatur und ±3 % bei der relativen Feuchte sind für Raumklima ausreichend und für den Nachweis kritischer Prozesse nicht. Wer eine Kühlkette dokumentieren oder eine Abnahme belegen muss, braucht ein kalibriertes Gerät mit Zertifikat — das ist keine Frage des Sensors, sondern des Prüfmittels.
Einordnung aus der Anwendungspraxis, keine Herstellerangabe: Der grössere Fehler entsteht ohnehin fast nie im Sensor, sondern am Montageort. Ein Gerät über einem Heizkörper, in der Sonne oder direkt neben der Tür misst zuverlässig — nur eben nicht den Raum. Als Faustregel: an der Innenwand, etwa in Kopfhöhe, mit Abstand zu Fenster, Heizung und Luftauslass. Zwei Sensoren im selben Raum, die zwei Grad auseinanderliegen, sind meistens beide richtig und stehen nur verschieden.
Zur Feuchtemessung: Ein Feuchtesensor braucht nach Ortswechsel oder Auspacken einige Zeit, bis er den Umgebungswert erreicht. Die erste Messung nach der Montage ist selten aussagekräftig — sinnvoll ist, den ersten Tag zu verwerfen.
Technische Daten
Die allgemeinen Produktdaten — Schutzart, Masse, Batterieformat, Herkunft — findest du in der Detailtabelle weiter unten auf dieser Seite.
| Messung | |
|---|---|
| Temperatur | −20 … 50 °C, Auflösung 0.01 °C, Genauigkeit typisch ± 0.3 °C |
| Luftfeuchtigkeit | 0 … 99 % rF nicht kondensierend, Auflösung 0.1 %, Genauigkeit typisch ± 3 % |
| Langzeitdrift | unter 0.02 °C und unter 0.25 % rF pro Jahr |
| Externer Fühler | Anschluss an der Unterseite, optional |
| Aufzeichnung | Messwerte im Gerät, per Downlink abrufbar |
| Funk | |
| Protokoll | LoRaWAN 1.0.3, Klasse A |
| Region | EU868 — das ist die Version, die du hier bestellst |
| Konfiguration | AT-Befehle und Downlink |
| Stromversorgung | |
| Batterien | 2 × AAA (LR03), 1.5 V, austauschbar |
| Mechanik und Umgebung | |
| Abmessungen | 58.7 × 58.7 × 20.5 mm |
| Schutzart | IP52 — Innenräume |
Unterstützung und Zubehör
Für den Betrieb braucht es ein LoRaWAN-Netz; wenn du keines hast, ist das RAK7268CV2 unser meistverkauftes Gateway für innen. Datenblatt und Handbuch mit Payload-Format und Befehlssatz liegen im Reiter „Dokumente». Sag uns, was du messen willst und ob ein externer Fühler dazugehört — für Auslegung, Vorkonfiguration und Inbetriebnahme erstellen wir dir gern ein Angebot.

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