Der Sondensatz, ohne den ein Kiwi nichts aus dem Boden liest: eine Watermark-Bodenfeuchtesonde und ein Temperaturfühler, beide an anderthalb Metern Kabel, zusammengefasst auf den Rundsteckverbinder des Sensors. Tektelic liefert den Kiwi ausdrücklich ohne Sonden aus — sie werden getrennt bestellt, weil die Zahl der Messpunkte von der Anwendung abhängt. Dieser Satz ist die kleinere der beiden Ausführungen und deckt eine Messtiefe ab. Die Watermark misst nicht den Wassergehalt, sondern die Saugspannung: also nicht, wieviel Wasser im Boden ist, sondern wie schwer die Pflanze herankommt.
- 1 + 1Feuchtesonde und Temperaturfühler
- 1.5 mKabellänge
- 2 + 2maximal am Kiwi anschliessbar
Was dieser Sondensatz leistet
- Saugspannung statt Wassergehalt: Die Watermark misst, mit welcher Kraft das Wasser im Boden gebunden ist. Das ist die Grösse, die für die Pflanze zählt — ein sandiger und ein toniger Boden mit gleichem Wassergehalt sind für die Wurzel völlig unterschiedlich gut versorgt.
- Temperatur dazu: Bodentemperatur bestimmt Keimung, Wurzelwachstum und die Aktivität im Boden. Der zweite Fühler des Satzes liefert sie an derselben Stelle.
- Fertig konfektioniert: Beide Sonden hängen an einem gemeinsamen Rundsteckverbinder, der auf die Buchse am Kiwi passt. Es ist nichts zu löten und nichts zu belegen.
- Dichte Verbindung: Der Steckverbinder wird über Kerben ausgerichtet und mit einer Überwurfmutter gesichert. Das ist die Verbindung, die dem Kiwi seine Schutzart IP67 im Feld erhält.
- Passives Messprinzip: Die Watermark ist ein Widerstandssensor ohne eigene Elektronik. Sie altert langsam und hat kein Bauteil, das ausfällt.
Wo er eingesetzt wird
- Bewässerungssteuerung im Feldbau: Eine Messtiefe im Hauptwurzelbereich genügt, um zu entscheiden, ob bewässert wird.
- Obst- und Weinbau: Eine Sonde je Parzelle, um den Wasserstress gezielt zu steuern statt nach Kalender zu giessen.
- Gemüsebau und Gewächshaus: Wo kurze Kulturzeiten und hohe Wertdichte eine genaue Steuerung lohnen.
- Sportrasen und Grünanlagen: Bewässerung an der tatsächlichen Bodenfeuchte ausrichten statt an einer Zeitschaltuhr.
- Versuchsflächen: Wo die Saugspannung dokumentiert werden soll, ohne dass jemand mit dem Tensiometer über den Acker läuft.
- Einstieg in die Bodenmessung: Der günstigere Einstieg gegenüber dem Satz mit vier Sonden — erweiterbar, indem später der grössere Satz nachbestellt wird.
Der Sondensatz braucht den Sensor — und der Sensor braucht den Sondensatz.
Er gehört an den Tektelic Kiwi. Tektelic liefert diesen ausdrücklich ohne Sonden aus — ohne einen Sondensatz misst er nur Lufttemperatur, Luftfeuchte und Helligkeit.
Für zwei Messtiefen — etwa 20 und 50 Zentimeter, um zu sehen, wie tief das Giesswasser wirklich reicht — gibt es den grösseren Satz mit zwei Feuchtesonden und zwei Temperaturfühlern.
Wenn du keine Sonden im Boden willst, ist der Tektelic Clover das passendere Gerät: Er hat zwei feste Metallsonden am Gehäuse und wird als Ganzes in den Boden gesteckt.
Wichtig vor dem ersten Einsatz: Watermark-Sonden müssen vor dem Einbau gewässert werden. Ohne diese Vorbehandlung liefern sie in den ersten Wochen unbrauchbare Werte.
Damit hast du die Kaufentscheidung beisammen. Was jetzt folgt, ist die Tiefe für Auslegung, Einbau und Auswertung.
Was die Watermark misst — und warum das die richtige Grösse ist
Die Watermark ist ein Widerstandssensor in einer porösen Matrix. Eingebaut im Boden tauscht sie Wasser mit ihrer Umgebung aus, bis sich ein Gleichgewicht einstellt. Bodenwasser leitet Strom, also sinkt der gemessene Widerstand, wenn der Boden feucht ist, und steigt, wenn er austrocknet. Aus diesem Widerstand ergibt sich die Saugspannung in Zentibar oder Kilopascal — die Kraft, die eine Wurzel aufbringen muss, um Wasser aus dem Boden zu ziehen.
Der Unterschied zum Wassergehalt ist kein akademischer. Ein Tonboden mit 30 Prozent Wassergehalt kann für eine Pflanze trockener sein als ein Sandboden mit 15 Prozent, weil der Ton das Wasser fester bindet. Wer nach Wassergehalt steuert, braucht deshalb für jeden Boden eine eigene Kalibrierung; wer nach Saugspannung steuert, hat eine Grösse, die über Bodenarten hinweg vergleichbar ist. Genau darum arbeiten Bewässerungsempfehlungen in der Praxis mit Zentibar-Schwellen.
Der Kiwi überträgt die Rohgrösse als Frequenz, die mit zunehmender Sättigung steigt. Die Umrechnung in Saugspannung steht im technischen Handbuch von Tektelic; viele Plattformen bringen den passenden Decoder bereits mit. Diese Einordnung stammt aus der Anwendungspraxis und ist als Auswahlhilfe zu verstehen, nicht als Zertifizierungsaussage des Herstellers.
Vorbehandlung und Einbau
Die Sonden müssen nass eingebaut werden. Tektelic gibt dafür ein Verfahren über zwei Tage vor: Am Morgen die Sonden zur Hälfte für dreissig Minuten ins Wasser stellen, dann bis zum Abend trocknen lassen. Am Abend dasselbe wiederholen. Am nächsten Morgen ein drittes Mal dreissig Minuten wässern, wieder bis zum Abend trocknen, über Nacht durchnässen und nass einbauen. Dieses Wechselspiel bringt die poröse Matrix in den Zustand, in dem sie zuverlässig auf Bodenfeuchte reagiert.
Beim Einbau zählt der Bodenkontakt. Ein Loch mit Erdbohrer, die Sonde hinein, mit Bodenschlämme aus dem ausgehobenen Material verfüllen — Hohlräume um die Sonde herum verfälschen die Messung dauerhaft, weil Luft kein Wasser leitet. Die Einbautiefe richtet sich nach dem Hauptwurzelbereich der Kultur.
Das Kabel wird so verlegt, dass es nicht als Wasserleitung wirkt. Tektelic weist im Handbuch ausdrücklich darauf hin, dass Wasser an einem Kabel entlang durch Kapillarwirkung in das Gehäuse kriechen kann — eine Schlaufe nach unten vor dem Sensor, die sogenannte Tropfnase, verhindert das.
Anschluss am Kiwi
Der Steckverbinder wird über die Kerben ausgerichtet, gerade eingeschoben — nicht drehend — und mit der Überwurfmutter im Uhrzeigersinn festgezogen, bis sie hörbar einrastet. Danach mit leichtem Zug prüfen, ob die Verbindung sitzt. Diese Reihenfolge steht so im Handbuch und ist der Grund, warum der Kiwi seine Schutzart im Feld behält.
Reicht das Kabel nicht, gibt es eine Verlängerung von anderthalb Metern zwischen Sensor und Sonde. Wer eigene Kabellängen konfektionieren will, findet im Zubehör den feldkonfektionierbaren Steckverbinder passend zur Buchse am Kiwi.
Technische Daten
| Aufbau | |
|---|---|
| Umfang | 1 Watermark-Feuchtesonde und 1 Temperaturfühler |
| Kabellänge | 1.5 m |
| Anschluss | Rundsteckverbinder mit Überwurfmutter |
| Messprinzip Feuchte | Widerstandsmessung, Saugspannung |
| Messprinzip Temperatur | Thermistor, analog |
| Weiteres | |
| Herstellernummer | T0009194 |
| Passend zu | Tektelic Kiwi (nicht Clover) |
Das Zubehör für den Kiwi im Überblick
| Teil | Umfang | Wofür |
|---|---|---|
| Sondensatz mit zwei Sonden | 1 Feuchte, 1 Temperatur | eine Messtiefe |
| Sondensatz mit vier Sonden | 2 Feuchte, 2 Temperatur | zwei Messtiefen im selben Profil |
| Verlängerungskabel | 1.5 m | Abstand zwischen Sensor und Sonde vergrössern |
| Steckverbinder feldkonfektionierbar | — | eigene Kabellängen herstellen |
Wir führen die beiden Sonden auch einzeln — die Watermark-Sonde und den Temperaturfühler. Sie sind der Ersatz für eine beschädigte Sonde am vorhandenen Kabelsatz; wer neu ausrüstet, fährt mit dem fertig konfektionierten Satz einfacher, weil er den passenden Steckverbinder schon mitbringt.
Unterstützung bei der Auslegung
Welche Einbautiefe und wie viele Messpunkte deine Kultur braucht, hängt an Bodenart und Wurzeltiefe — sag uns, was du anbaust, und wir schauen es gemeinsam an. Fragen zum Produkt, etwa ob dein Kiwi den passenden Anschluss hat, klären wir kostenlos. Für die Auslegung eines Messnetzes über mehrere Parzellen und die Einbindung in eure Bewässerungssteuerung erstellen wir dir gern ein Angebot.


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