Die stärkste LoRaWAN-Antenne aus dem Tektelic-Zubehör: 1.27 Meter Rundstrahler mit N-Stecker, gedacht für Aussengateways auf hohem Mast, deren Sensoren weit weg und ungefähr auf gleicher Höhe stehen. Der hohe Gewinn entsteht nicht aus Verstärkung, sondern aus Bündelung — die Antenne drückt die Abstrahlung in eine flache Scheibe von vierzehn Grad Öffnung. Das bringt Reichweite in die Fläche und kostet Abdeckung nach oben und unten. Wer sie richtig einsetzt, verdoppelt die versorgte Fläche; wer sie am falschen Ort montiert, erzeugt ein Funkloch direkt unter dem eigenen Gateway.
- 8 dBiAntennengewinn, 8.5 dBi laut Auswahlhilfe
- 14°Öffnungswinkel in der Höhe
- 1270 mmBaulänge
- N-Steckerdirekt an die N-Buchse am Gateway
Wofür diese Antenne gebaut ist
- Reichweite in die Ebene: Der Gewinn kommt aus der Bündelung. Was an Abstrahlung nach oben und unten verloren geht, kommt in der Waagrechten dazu — genau dort, wo die Sensoren stehen, wenn Gateway und Feld auf ähnlicher Höhe liegen.
- Rundum in der Fläche: In der Horizontalen strahlt sie gleichmässig in alle Richtungen. Es gibt keine Vorzugsrichtung auszurichten, nur senkrecht muss sie stehen.
- Direkt anschraubbar: N-Stecker am Antennenfuss, passend zur N-Buchse an Kona Mega, Macro, Enterprise und Photon. Ohne Kabel entfällt jede Dämpfung; mit Kabel gehört ein Halbzoll-Superflex dazwischen.
- Mastschellen dabei: Das Befestigungsmaterial für die Mastmontage liegt bei. Ein separater Antennenhalter ist nur nötig, wenn die Antenne abgesetzt vom Gateway stehen soll.
- Zwei Bänder: 860 bis 870 und 900 bis 930 MHz. Dasselbe Bauteil funktioniert also in Europa wie in Nordamerika — bestellt wird trotzdem nach dem Band des Gateways.
Wo sie ihre Stärke ausspielt
- Landwirtschaft: Gateway auf dem Silo oder auf einem Mast, Sensoren über weite, flache Parzellen verteilt — der klassische Fall für hohen Gewinn.
- Gemeindenetze in der Ebene: Zähler und Pegel über ein Dorf verteilt, Gateway auf dem höchsten Dach, kaum Höhenunterschied im Versorgungsgebiet.
- Industrieareale: Grosse Flächen mit niedriger Bebauung, wo die Sensoren nicht unter dem Gateway, sondern rundherum stehen.
- Verlängerung einer bestehenden Abdeckung: Wenn ein Gateway die Fläche fast erreicht und ein zweites sich nicht lohnt, ist der Antennentausch die günstigere Massnahme.
- Freileitungen und Bahnstrecken: Lineare Anlagen, bei denen Reichweite in zwei Richtungen zählt und die Höhe keine Rolle spielt.
Diese Antenne ist nicht automatisch die beste — sie ist die spezialisierteste.
Nimm sie, wenn dein Gateway hoch steht und die Sensoren weit weg und ungefähr auf einer Ebene liegen.
Nimm sie nicht, wenn Sensoren nahe am Mast, deutlich unterhalb oder in einem Tal stehen. Der flache Abstrahlwinkel lässt dann eine Zone direkt unter der Antenne unversorgt — den sogenannten Antennenschatten.
Der Allrounder ist die 6-dBi-Antenne mit 20 Grad Öffnung, die Tektelic selbst als ausgewogene Wahl empfiehlt. Bei Höhenunterschieden oder Abdeckung im Nahbereich ist die 2.5-dBi-Ausführung mit 45 Grad die richtige.
Passt sie an dein Gerät? Nur an Geräte mit N-Buchse — also an die Aussengateways. An das Kona Micro mit RP-SMA-Anschluss passt sie nicht ohne Adapter, und dort wäre sie ohnehin überdimensioniert.
Zum Bild: Es zeigt die 6-dBi-Antenne derselben Reihe. Bauform und Anschluss sind gleich, die Länge nicht — diese Antenne misst 1270 statt 800 mm.
Damit hast du die Kaufentscheidung beisammen. Was jetzt folgt, ist die Tiefe für Planung und Montage.
Was Antennengewinn wirklich bedeutet
Eine Antenne verstärkt nichts. Sie hat keine Stromversorgung und kann keine Leistung hinzufügen — sie verteilt die vorhandene nur anders. Der Gewinn in dBi beschreibt, um wieviel stärker die Antenne in ihre bevorzugte Richtung abstrahlt als ein gedachter Kugelstrahler. Die Energie, die dabei in die Vorzugsrichtung geht, fehlt woanders. Bei einem Rundstrahler wie diesem ist die Vorzugsrichtung die Waagrechte, und was fehlt, fehlt oben und unten.
Die Zahlen dazu stehen im Auswahlleitfaden von Tektelic: 2.5 dBi öffnen 45 Grad in der Höhe, 6 dBi noch 20 Grad, 8.5 dBi nur noch 14. Auf zwanzig Meter Masthöhe heisst 14 Grad, dass die Hauptkeule den Boden erst in rund achtzig Metern Abstand erreicht. Alles, was näher liegt, wird über die Nebenkeulen versorgt — das funktioniert bei kurzer Distanz meistens trotzdem, aber es ist kein geplanter Zustand, sondern ein glücklicher. Diese Einordnung stammt aus der Anwendungspraxis und ist als Auswahlhilfe zu verstehen, nicht als Zertifizierungsaussage des Herstellers.
Ein zweiter Punkt wird oft übersehen: Höherer Gewinn erhöht auch die abgestrahlte Leistung, und die ist im europäischen 868-MHz-Band begrenzt. Wer die Sendeleistung des Gateways nicht entsprechend zurücknimmt, kann die zulässige Strahlungsleistung überschreiten. Bei den Tektelic-Gateways lässt sich die Sendeleistung in der Konfiguration einstellen — bei einem Antennenwechsel gehört dieser Schritt dazu.
Montage
Die Antenne muss senkrecht stehen. Eine schräg hängende Rundstrahlantenne verliert erheblich, weil ihre flache Hauptkeule dann teils in den Himmel und teils in den Boden zeigt. Bei 14 Grad Öffnung wirkt sich schon eine Neigung von fünf Grad messbar aus.
Der Antennenstecker gehört abgedichtet. Tektelic empfiehlt in den Gateway-Handbüchern ein Abdichtungsband-Set für die N-Verbindung. Wasser, das über Jahre in einen Antennenstecker zieht, ist eine der häufigsten Ursachen für schleichend nachlassende Reichweite — es fällt nicht auf, weil das Netz weiter funktioniert, nur schlechter.
Wird ein Kabel zwischen Gateway und Antenne verwendet, gehört dort ein Halbzoll-Superflex-Kabel hin, N-Stecker auf N-Buchse, und so kurz wie möglich. Jeder Meter kostet Dämpfung, und drei Meter schlechtes Kabel machen den Gewinnvorteil dieser Antenne gegenüber der 6-dBi-Ausführung wieder zunichte.
Technische Daten
| Funk | |
|---|---|
| Bauart | Rundstrahler, vertikal polarisiert |
| Gewinn | 8 dBi laut Artikelbezeichnung; die Antennen-Auswahlhilfe von Tektelic nennt 8.5 dBi |
| Frequenzbereiche | 860–870 MHz und 900–930 MHz |
| Öffnungswinkel in der Höhe | 14° (halbe Leistung) |
| Abstrahlung in der Waagrechten | rundum gleichmässig |
| Mechanik | |
| Baulänge | 1270 mm |
| Anschluss | N-Stecker |
| Befestigung | Mastmaterial im Lieferumfang |
| Farbe | grau |
| Weiteres | |
| Herstellernummer | T0007265 |
| Herstellungsland | China |
Die drei LoRaWAN-Antennen im Vergleich
| Antenne | Öffnung in der Höhe | Länge | Wofür |
|---|---|---|---|
| 2.5 dBi | 45° | 500 mm | Nahbereich, Höhenunterschiede, knapper Platz |
| 6 dBi | 20° | 800 mm | Allrounder, von Tektelic empfohlen |
| 8.5 dBi | 14° | 1270 mm | weite Flächen, geringe Höhenunterschiede |
Passende Gateways
- Kona Mega: Das Kona Mega hat keine eingebaute LoRa-Antenne — hier ist eine externe Antenne nicht Zubehör, sondern Voraussetzung für den Betrieb.
- Kona Macro: Ebenso beim Kona Macro, dem Trägerklassen-Gateway mit Geolokalisierung.
- Kona Enterprise: Beim Kona Enterprise ist eine Antenne eingebaut. Eine externe lohnt sich dort nur, wenn die Metallrückseite des Gehäuses in eine wichtige Richtung abschattet.
Unterstützung bei der Auswahl
Ob 2.5, 6 oder 8.5 dBi an deinen Standort gehört, entscheidet sich an Masthöhe, Entfernung und Höhenprofil. Sag uns, wie hoch das Gateway steht und wie weit die Sensoren entfernt sind — diese Frage beantworten wir kostenlos. Für eine Funkplanung mit Geländemodell und Abdeckungsberechnung erstellen wir dir gern ein Angebot.

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