Diese Ausführung des Seal trägt einen Sicherheitsclip — und der kann mehr, als das Gerät festzuhalten: Er meldet, ob es tatsächlich am Gurt eingeklinkt ist. Löst sich die Verbindung, schlägt das Gerät vor Ort Alarm. Für Höhenarbeit und Alleinarbeitende ist das der eigentliche Unterschied zu einem gewöhnlichen Tracker, denn ein Notrufgerät in der Werkzeugkiste hilft niemandem. Dazu kommt, was man von einem Gerät dieser Klasse erwartet: Ortung über vier Satellitensysteme, Sturz- und Aufpralerkennung, Höhenerkennung über den Luftdruck, Geofencing und eine Notruftaste mit lautem Summer.
- Gurterkennungmeldet, wenn nicht eingeklinkt
- 4 SystemeGPS, GLONASS, Galileo, BeiDou
- 2.5 mPositionsgenauigkeit (CEP 50)
- 8 MonateBatterie bei Standardintervall, SF7
- IP67Schutzart, 145 g mit Zellen
Was diese Ausführung ausmacht
- Der Clip weiss, ob er hält: Die Gurterkennung meldet, wenn das Gerät nicht eingeklinkt ist, und löst vor Ort Alarm aus. Das ist die einzige Funktion in diesem Sortiment, die den Träger daran erinnert, das Gerät auch wirklich zu tragen.
- Vier Satellitensysteme gleichzeitig: GPS, GLONASS, Galileo und BeiDou — bis zu vier parallel. Mehr sichtbare Satelliten heissen weniger Aussetzer zwischen Gebäuden und unter Kranen.
- Sturz und Aufprall werden erkannt: Der Beschleunigungssensor unterscheidet zwischen Bewegung, Sturz und Aufprall. Wer stürzt und bewusstlos ist, drückt keine Taste mehr.
- Höhe über Luftdruck: Ein barometrischer Sensor erfasst Höhenänderungen. In Verbindung mit der Sturzerkennung ergibt das ein deutlich verlässlicheres Bild als Beschleunigung allein.
- Vier Gefahrenzonen: Bis zu vier kreisförmige Bereiche lassen sich hinterlegen; das Betreten oder Verlassen löst eine Meldung aus.
- Laut und sichtbar: Summer und zwei Leuchtdiodengruppen — oben und vorn — melden den Zustand am Gerät. Der Summer lässt sich von Hand stummschalten, wo Lärm stört.
- Batterien wechselbar: Drei AA-Zellen im Lithium-Eisendisulfid-Typ. Kein Einschicken, kein Ladeplatz — anders als beim Chickadee mit fest verbautem Akku.
- Dreitausend Positionen im Speicher: Fällt die Funkstrecke aus, gehen die Wegpunkte nicht verloren.
- Restlaufzeit in Prozent und Tagen: Das Gerät sagt, wie lange es noch trägt — bei einer Flotte von Notrufgeräten der Unterschied zwischen geplantem Wechsel und Ausfall im Einsatz.
Wo dieses Gerät eingesetzt wird
- Höhenarbeit: Gerüstbau, Dacharbeiten, Masten — dort, wo der Gurt ohnehin getragen wird und die Gurterkennung ihren Sinn hat.
- Alleinarbeitsplätze im Freien: Notruf, Sturzerkennung und Position in einem Gerät.
- Bau und Tiefbau: Ortung auf weiträumigen Baustellen mit Gefahrenzonen um Gruben und Kranbereiche.
- Forst und Landwirtschaft: Weite Flächen ohne Mobilfunkabdeckung, dafür mit LoRaWAN.
- Werkverkehr und Aussendienst: Wegpunkte auch dann, wenn zwischendurch kein Gateway in Reichweite ist.
- Sicherheitsdienste: Kontrollgänge mit Positionsnachweis und Notruf.
- Grosse Rollouts: Wechselbare Standardzellen statt Ladeinfrastruktur — bei fünfzig Geräten spart das den halben Betriebsaufwand.
Mit oder ohne Clip?
Diese Ausführung hat den Sicherheitsclip mit Gurterkennung und ist dadurch dicker: 57.8 statt 33.8 Millimeter. Wird das Gerät nicht am Gurt getragen, sondern in der Tasche oder an der Weste, ist der Seal ohne Clip die flachere und günstigere Wahl.
Für explosionsgefährdete Bereiche ist dieses Gerät nicht zugelassen. Dafür gibt es den Seal Ex mit ATEX- und IECEx-Zulassung, den wir auf Anfrage beschaffen.
Geht es um Personenortung im Gebäude statt im Freien, ist der Chickadee im Ausweisformat handlicher; für einen reinen Notruf ohne Satellitenortung genügt der Robin.
Damit hast du die Kaufentscheidung beisammen. Was jetzt folgt, ist die Tiefe für Auslegung und Integration.
Technik im Detail
Die Empfindlichkeit des Satellitenempfängers liegt bei −164 dBm im laufenden Betrieb, was ein guter Wert ist. Wichtiger für die Praxis sind aber die Zeiten bis zur ersten Position: fünf Sekunden aus dem Warmstart, sechzig aus dem Kaltstart. Ein Gerät, das lange in einer Halle war, braucht nach dem Hinaustreten also rund eine Minute, bis es eine Koordinate hat — das ist bei der Auslegung von Alarmketten zu berücksichtigen.
Zur Laufzeit gibt es widersprüchliche Angaben: Das Datenblatt nennt acht Monate bei gutem und sieben bei schlechtem Empfang, die Produktseite des Herstellers spricht von bis zu fünfzehn Monaten. Wir nennen hier die Datenblattwerte, weil dort die Bedingung mitsteht — Standardverhalten heisst eine Ortungsmeldung alle fünfzehn Minuten, im Notfall jede Minute. Wer seltener meldet, kommt weiter; wer häufiger meldet, deutlich weniger weit.
Zur Einordnung aus der Anwendungspraxis: Sturzerkennung über Beschleunigung erzeugt Fehlalarme, wenn das Gerät abgelegt oder geworfen wird — kein Hersteller löst das vollständig. Die Kombination mit der Höhenerkennung hilft, weil ein echter Sturz mit einer Höhenänderung einhergeht und ein hingelegtes Gerät nicht. Für die Alarmkette lohnt es sich trotzdem, eine Rückfrage einzubauen, bevor eine Rettungskette anläuft. Diese Einordnung ist als Auswahlhilfe zu verstehen, nicht als Zertifizierungsaussage des Herstellers — für normierten Personennotruf gelten eigene Anforderungen, die dieses Gerät nicht beansprucht.
Batterie und Betriebsaufwand
| Batterie | |
|---|---|
| Typ | 3 × AA Lithium-Eisendisulfid, 1.5 V, wechselbar |
| Zugelassen | Energizer Ultimate Lithium L91 — immer alle drei zusammen wechseln |
| Laufzeit bei Standardintervall, SF7 | 8 Monate |
| Laufzeit bei Standardintervall, SF10 | 7 Monate |
| Restlaufzeit | wird in Prozent und in verbleibenden Tagen gemeldet |
Für die Projektplanung heisst das: Bei fünfzig Geräten fallen etwa zweimal im Jahr fünfzig Batteriewechsel an. Weil die Restlaufzeit in Tagen gemeldet wird, lassen sie sich bündeln. Die vorgeschriebenen Lithium-Zellen sind teurer als gewöhnliche AA-Batterien, halten aber die Spannung bis zum Schluss — mit Alkali-Zellen bricht das Gerät bei Kälte vorzeitig ein.
Integration in bestehende Netze
Das Gerät arbeitet mit LoRaWAN nach Spezifikation 1.0.4 in Klasse A und lässt sich an gängige Netzserver anbinden — ChirpStack, The Things Stack, Swisscom LPN oder Tektelics Kona Core. Die Dekodierer stellt Tektelic öffentlich bereit.
Die Gefahrenzonen werden als Kreise mit Mittelpunkt und Radius per Downlink gesetzt, bis zu vier gleichzeitig. Für die Alarmkette ist wichtig, dass Notruf, Sturz und Zonenverletzung unterschiedliche Ereignisse sind und getrennt behandelt werden sollten — ein Sturzalarm braucht eine andere Reaktion als das Verlassen einer Zone.
Regionalvarianten
Wir führen grundsätzlich die europäische Variante. Die übrigen Regionalvarianten beschaffen wir gern auf Anfrage.
| Variante | Band | Verfügbarkeit |
|---|---|---|
| EU868 | 863 – 870 MHz | Das ist die Version, die du hier bestellst |
| US915 · AU915 · AS923-1 bis -4 · IN865 · KR920 | je nach Region | auf Anfrage |
Technische Daten
| Ortung | |
|---|---|
| Satellitensysteme | GPS mit QZSS, GLONASS, Galileo, BeiDou — bis zu vier gleichzeitig |
| Genauigkeit | 2.5 m (CEP 50) |
| Empfindlichkeit | −164 dBm im Betrieb, −157 dBm Warmstart, −148 dBm Kaltstart |
| Zeit bis zur ersten Position | 5 s warm, 60 s kalt |
| Speicher | bis 3000 Positionen |
| Gefahrenzonen | bis 4 kreisförmige Bereiche |
| Weitere Funktionen | |
| Gurterkennung | meldet, ob der Clip eingeklinkt ist; sonst lokaler Alarm |
| Sturz und Aufprall | über Beschleunigungssensor, 3 Achsen |
| Höhe | über barometrischen Luftdruck |
| Temperatur | Umgebungstemperatur |
| Bedienung | Notruftaste, Stummtaste, Summer, zwei Leuchtdiodengruppen |
| Bluetooth | Erkennung umliegender Geräte, Innenraumortung, Gefahrenzone |
| Funk | |
| Betriebsart | LoRaWAN Klasse A |
| Spezifikation | 1.0.4 |
| Sendeleistung | max. 15 dBm |
| Empfindlichkeit | −137 dBm bei SF12, 125 kHz |
| Bänder | EU868, US915, AU915, AS923-1 bis -4, IN865, KR920 |
| Antenne | intern |
| Mechanik und Umgebung | |
| Abmessungen | 104 × 70 × 57.8 mm mit Clip |
| Gewicht | 100 g ohne Batterien, rund 145 g mit drei Zellen |
| Schutzart | IP67, Feuchtigkeitsausgleich über Membran |
| Betriebstemperatur | −20 bis +60 °C |
| Lagertemperatur | −25 bis +55 °C |
| Betriebsfeuchte | 5 bis 95 %, nicht kondensierend |
| Weiteres | |
| Zulassung | CE (RED), FCC, ISED; IEC 62368-1; RoHS. Nicht ATEX |
| Herstellernummer | SEALCEU868 |
| Herstellungsland | Kanada |
Inbetriebnahme und Betrieb
Der Clip gehört an den Auffanggurt, nicht an den Werkzeuggürtel — die Gurterkennung ist auf diese Verwendung ausgelegt. Getragen wird das Gerät aussen, mit freier Sicht nach oben, damit der Satellitenempfänger arbeiten kann. Unter der Jacke verliert er messbar an Empfindlichkeit.
Vor dem ersten Einsatz gehören die Gefahrenzonen gesetzt und die Alarmkette geprüft — mit einem tatsächlichen Tastendruck, nicht nur auf dem Papier. Ein Notrufgerät, dessen Meldung nirgends ankommt, ist gefährlicher als keines, weil es Sicherheit vortäuscht.
Passendes Zubehör
- Gateway: Für aussen empfehlen wir das WisGate Edge Prime RAK7240CV2, für innen das RAK7268CV2 WisGate Edge Lite 2+ LTE.
- Ersatzbatterien: Energizer Ultimate Lithium AA — die vom Hersteller vorgeschriebene Zelle. Immer alle drei zusammen wechseln.
- Bluetooth-Baken: Für die Ortung in Gebäuden, wo kein Satellit hinkommt.
Unterstützung bei der Auslegung
Ob die Funkabdeckung an den Stellen reicht, an denen der Notfall passiert, und wie die Alarmkette aussehen soll — frag uns, das schauen wir gern mit dir an. Datenblatt, Handbuch und Kurzanleitung findest du im Reiter „Dokumente».
Sag uns, wie viele Arbeitsplätze du absichern willst: Für Funkplanung, Zonenkonfiguration, Vorkonfiguration und die Anbindung an eure Leitstelle erstellen wir dir gern ein Angebot.
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