Dragino IVS-LN Schwingungssensor LoRaWAN nach ISO 20816-1 (868 MHz)

SKU:3HHN
P/N:IVS-LN
Marke:Dragino
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Sensoren:
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Industrieller Schwingungssensor für zustandsorientierte Instandhaltung: misst Schwinggeschwindigkeit, Beschleunigung, Schwingweg, Frequenz und Oberflächentemperatur nach ISO 20816-1 und meldet über LoRaWAN. 10 bis 5000 Hz, IP68, −40 bis 85 °C, Montage über M5-Gewinde oder Magnet. Braucht eine Speisung mit 5 bis 12 V — die eingebaute Zelle ist Notreserve.

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! Um dieses Gerät zu betreiben, brauchst Du ein LoRaWAN. Dies kannst Du mittels eines LoRaWAN Gateways selber erstellen, Du kannst das LORIOT oder TTN Netzwerk benutzen respektive das Schweizweit flächendeckende Swisscom LoRaWAN verwenden. Alle Netze sind bei uns käuflich.
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Der Dragino IVS-LN überwacht die Schwingung von Motoren, Pumpen, Ventilatoren und Getrieben — und zwar nicht als Bauchgefühl, sondern nach ISO 20816-1, der Norm, nach der Instandhalter die Schwingstärke einer Maschine bewerten. Er wird auf das Lagergehäuse geschraubt oder magnetisch angesetzt, misst Schwinggeschwindigkeit, Beschleunigung, Weg, Frequenz und Oberflächentemperatur und meldet die Werte über LoRaWAN. Damit wird aus zustandsorientierter Wartung etwas, das man auch an Maschinen betreiben kann, für die sich eine verkabelte Überwachungsanlage nie gerechnet hätte.

  • ISO 20816-1Bewertungsgrundlage
  • 0 … 50 mm/sSchwinggeschwindigkeit, unter 1 %
  • 16 gBeschleunigung, unter 1 %
  • 10 … 5000 HzFrequenzbereich
  • IP68für die Halle gebaut

Was den IVS-LN auszeichnet

  • Er misst die Grösse, nach der bewertet wird: ISO 20816-1 stuft Maschinen anhand der effektiven Schwinggeschwindigkeit in Zonen ein — von „neuwertig» bis „Betrieb unzulässig». Ein Sensor, der nur Beschleunigung liefert, zwingt dich, diese Umrechnung selbst zu bauen. Dieser liefert die Grösse direkt.
  • Vier Kenngrössen statt einer: Geschwindigkeit für die Bewertung, Beschleunigung für Wälzlagerschäden im hohen Frequenzbereich, Weg für niederfrequente Unwuchten, Temperatur als unabhängige Bestätigung. Erst zusammen ergeben sie ein Bild, aus dem man auf die Ursache schliessen kann.
  • Frequenzbereich bis 5000 Hz: Unwucht und Ausrichtungsfehler liegen tief, beginnende Lagerschäden hoch. Wer nur bis 1000 Hz misst, sieht den Lagerschaden erst, wenn er in den tiefen Bereich durchschlägt — also spät.
  • Abtastung von 100 ms bis 10 Sekunden: Die Messdauer bestimmt, welche Drehzahlen sauber erfasst werden. Bei langsam laufenden Aggregaten ist ein längeres Fenster nötig, sonst fehlt die Grundschwingung.
  • Konfiguration ohne Leiter: Bluetooth 5.1 am Gerät und Downlink über LoRaWAN. Eine Schwelle nachziehen heisst nicht, an die Maschine zu steigen.
  • Firmware über Funk: Aktualisierungen laufen drahtlos — bei zwanzig Sensoren in einer Halle der Unterschied zwischen einer Stunde und einem Tag.
  • Dicht und robust: IP68 und ein Arbeitsbereich von −40 bis 85 °C. Kühlwasser, Reinigungsstrahl und Späne sind für ein Gehäuse dieser Klasse kein Thema.
  • Zwei Montagewege: M5-Gewinde für die feste, dauerhaft messtechnisch beste Ankopplung — oder Magnet, wo nicht gebohrt werden darf.

Wo er eingesetzt wird

  • Pumpen und Ventilatoren: Der Hauptfall — Unwucht, Kavitation und Lagerverschleiss zeigen sich in der Schwingung, lange bevor etwas hörbar wird.
  • Elektromotoren und Getriebe: Ausrichtungsfehler nach einer Kupplungsreparatur erkennen, statt sie über Monate mitzuschleppen.
  • Zustandsorientierte Instandhaltung: Wartung nach Zustand statt nach Kalender — an Aggregaten, für die sich eine feste Überwachungsanlage nicht rechnet.
  • Ersatz für Rundgänge mit dem Handmessgerät: Die Messung findet dauernd statt, nicht vierteljährlich beim Vorbeigehen.
  • Kritische Nebenaggregate: Lüftungen, Kompressoren und Kühlkreise, deren Ausfall die Produktion stoppt, ohne dass jemand sie im Blick hat.
  • Grössere Rollouts: Weil kein Datenkabel nötig ist, wächst der Aufwand je zusätzlicher Maschine kaum — ein Gateway trägt eine ganze Halle.
Das Wichtigste zuerst: Dieser Sensor braucht eine Stromversorgung. Er wird mit 5 bis 12 V Gleichspannung gespeist; die eingebaute Zelle mit 1000 mAh ist eine Notreserve für Ausfälle, kein Dauerbetrieb. Wer eine Maschine überwachen will, an der keine Spannung anliegt, muss sie also erst dorthin bringen — das ist der Punkt, an dem solche Projekte üblicherweise teurer werden als geplant. Rechne das früh mit ein. Zweitens: Der Sensor misst die Schwingung dort, wo er sitzt. Auf einem Blechdeckel montiert misst er den Deckel, nicht das Lager — die Ankopplung entscheidet über die Datenqualität, nicht das Gerät. Und drittens: Schwingungsdaten sagen dir, dass sich etwas verändert. Welches Bauteil verschleisst, sagt die Frequenzanalyse, und die braucht jemanden, der sie lesen kann. Für den Einstieg genügt der Trend: Ein Wert, der über Wochen steigt, ist auch ohne Spektralanalyse ein Grund, hinzuschauen. Wie jeder LoRaWAN-Sensor braucht er ein Netz — öffentlich wie Swisscom oder ein eigenes Gateway.

Damit ist die Auswahl geklärt. Was jetzt folgt, ist die Tiefe für Planung und Betrieb.

Warum die Schwinggeschwindigkeit die entscheidende Grösse ist

ISO 20816-1 bewertet Maschinen nach der effektiven Schwinggeschwindigkeit im Band von 10 bis 1000 Hz und teilt sie in vier Zonen ein: neuwertig, uneingeschränkter Dauerbetrieb, eingeschränkter Betrieb, und der Bereich, in dem Schäden zu erwarten sind. Die Grenzen hängen von Maschinengrösse und Fundament ab — dieselben 4.5 mm/s bedeuten bei einer kleinen Pumpe etwas anderes als bei einem grossen Motor auf starrem Fundament.

Deshalb ist die Geschwindigkeit die Grösse, mit der man arbeitet, und nicht die Beschleunigung: Sie ist über den Frequenzbereich hinweg gewichtet und lässt sich gegen die Norm halten. Die Beschleunigung braucht man ergänzend, weil beginnende Wälzlagerschäden im Bereich weit oberhalb von 1000 Hz auftreten und in der Geschwindigkeit fast unsichtbar bleiben.

Einordnung aus der Anwendungspraxis, keine Zertifizierungsaussage: Der übliche Weg für den Einstieg ist nicht, Absolutgrenzen aus der Norm zu übernehmen, sondern zunächst einige Wochen zu messen und daraus den Normalzustand der eigenen Maschine zu bestimmen. Die Alarmschwelle wird dann relativ dazu gesetzt — typischerweise beim Doppelten des Ausgangswerts als Vorwarnung. Das erspart die Diskussion, welche Maschinenklasse nach Norm zutrifft, und ist für die Praxis meist aussagekräftiger.

Stromverbrauch und Betrieb

Ruhezustand5 µA bei 3.3 V
Senden bei 14 dBm82 mA
Senden bei 20 dBm125 mA
Stützbatterie1000 mAh, maximal 130 mA dauernd, Spitze 2 A für 1 Sekunde

Die Zahlen zeigen, warum die Zelle eine Reserve ist und keine Versorgung: Eine Schwingungsmessung ist rechenintensiv und dauert je nach Fenster bis zu zehn Sekunden, dazu kommt das Senden. Für die Projektplanung heisst das: Die Speisung gehört zur Installation, und die Stützbatterie überbrückt den Stromausfall, damit die Messreihe keine Lücke bekommt.

Integration

Das Gerät meldet sich als gewöhnlicher LoRaWAN-Endpunkt der Klasse A nach Spezifikation 1.0.3 und lässt sich damit an jeden Netzserver anbinden — The Things Network, ChirpStack, das Swisscom LPN oder eine herstellereigene Plattform. Die Schlüssel sind ab Werk eingespielt, das Gerät verbindet sich nach dem Einschalten selbstständig.

Eingestellt wird über Bluetooth 5.1 direkt am Gerät oder per Downlink aus der Ferne: Sendeintervall, Abtastdauer, Frequenzbereich und Schwellen. Die Firmware lässt sich drahtlos aktualisieren. Für die Auswertung ist entscheidend, dass neben den Messwerten auch der Zustand mitgeschickt wird — so lässt sich ein Ausreisser von einem echten Trend unterscheiden.

Technische Daten

Die allgemeinen Produktdaten — Schutzart, Herkunft, Herstellernummer — findest du in der Detailtabelle weiter unten auf dieser Seite.

Messung
Schwinggeschwindigkeit0 … 50 mm/s effektiv, Genauigkeit unter 1 %
Beschleunigung16 g effektiv, Genauigkeit unter 1 %
Schwingweg0 … 5000 µm Spitze-Spitze
Frequenzbereich10 … 1600 Hz oder 10 … 5000 Hz, umschaltbar
Oberflächentemperatur−40 … 80 °C
Abtastdauer100 … 10 000 ms, einstellbar
BewertungsgrundlageISO 20816-1
Funk
ProtokollLoRaWAN 1.0.3, Klasse A
Frequenz862 … 1020 MHz, bei uns EU868
Sendeleistungbis +22 dBm
Empfindlichkeit−139 dBm
KonfigurationBluetooth 5.1, Downlink, Firmware-Aktualisierung über Funk
Stromversorgung
Speisung5 … 12 V Gleichspannung, Vorgabe 12 V
Stützbatterie1000 mAh, Selbstentladung unter 1 % pro Jahr bei 25 °C
Mechanik und Umgebung
MontageGewinde M5 × 0.8 × 7, wahlweise magnetisch
SchutzartIP68
Betriebstemperatur−40 … 85 °C

Montage — hier entscheidet sich die Datenqualität

Die Ankopplung ist wichtiger als jede Einstellung. Am besten misst ein Sensor, der über das M5-Gewinde direkt auf eine plane, metallische Fläche am Lagergehäuse geschraubt ist — möglichst nah am Lager und in Messrichtung, also radial zur Welle. Jede Zwischenschicht dämpft, und jede Dämpfung trifft zuerst die hohen Frequenzen, in denen die frühen Lagerschäden sichtbar würden.

Die magnetische Befestigung ist der Kompromiss, wenn nicht gebohrt werden darf. Sie ist für Trendüberwachung gut brauchbar, überträgt aber oberhalb von etwa 1000 bis 2000 Hz merklich weniger — eine Einordnung aus der Anwendungspraxis, keine Herstellerangabe. Wer eine Maschine dauerhaft überwacht, sollte die Montageart über die Zeit nicht wechseln: Ein Sprung in der Messreihe, der nur vom Umbau kommt, kostet mehr Zeit als das Bohren gespart hat.

Unterstützung und Zubehör

Für den Betrieb braucht es ein LoRaWAN-Netz; wenn du keines hast, ist das RAK7268CV2 unser meistverkauftes Gateway für innen; für Aussenbereiche das WisGate Edge Prime. Das Handbuch mit Payload-Format und Befehlssatz findest du im Reiter „Dokumente». Sag uns, welche Aggregate du überwachen willst und ob dort Spannung anliegt — für Auslegung, Schwellenwertsetzung und Inbetriebnahme erstellen wir dir gern ein Angebot.

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Dokumente

Lieferumfang

  • 1 × Dragino IVS-LN Schwingungssensor

Angaben gemaess Hersteller. Batterien, SIM-Karten und Montagematerial sind nur enthalten, wenn sie oben ausdruecklich aufgefuehrt sind.

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Details

Allgemeines
Marke
Dragino
Herstellernummer
IVS-LN
Connectivity
Connectivity
Bluetooth
,
LoRaWAN
Long Range Wide Area Network, ein drahtloses Protokoll für Low-Power-Geräte in weiträumigen Netzwerken, ideal für das IoT.
LoRaWAN Spezifikation
1.0.3
Geräteklasse
A
Klasse A-Geräte ermöglichen bidirektionale Kommunikation zwischen dem Gerät und dem Netzwerk. Nach jeder Uplink-Übertragung des Geräts sind zwei kurze Downlink-Empfangsfenster geöffnet. Diese Geräte haben die niedrigste Energieeffizienz und sind für Anwendungen geeignet, die keine festgelegten Empfangszeitpunkte erfordern. Beispielsweise könnte ein IoT-Sensor, der sporadisch Temperaturdaten an eine Cloud sendet, ein Klasse A-Gerät sein.
interne Antenne
internal
,
LoraWAN
Regionen
EU868
LoRaWAN-Frequenzband für Europa (868 MHz). Verwendet in Ländern wie Deutschland, Frankreich, Großbritannien und den meisten anderen europäischen Ländern.
Stromversorgung
Stromversorgung
DC
Batterien enthalten
Ja
Anzahl Batterien
1
Batterie Austauschbar
Nein
Spannungseingang [V]
5-12
Mechnics/Design
IP Code / Schutzart
IP68
Staubdicht. Schutz gegen dauerhaftes Untertauchen in Wasser unter den vom Hersteller angegebenen Bedingungen. Ein IoT-Gerät für die Überwachung der Wasserqualität in einem See könnte diesem Standard entsprechen.
Temperaturbereich
-40 °C bis 85 °C
Anschlüsse
M5 x 0,8
Handelsinformationen
COO (Country of Origin)
China
Sonstige Eigenschaften
Sensoren
Beschleunigung
,
Erschütterung
,
Lufttemperatur
Einsatzort
innen und aussen
Montageart
Gewinde
,
Magnet
Netzwerkserver
ChirpStack
,
Swisscom LPN
,
TTN