Ein Schiebeschalter der Bauform SS-12D00, wie er in fast jedem Bastelaufbau steckt: zwei Stellungen, beide geschaltet, kein Aus dazwischen. Die drei Anschlussstifte sitzen im Raster 2.54 mm und passen damit direkt ins Steckbrett oder in eine Lochrasterplatine — ohne Adapter, ohne Nachbohren. Gedacht ist er für Kleinspannung in der Signal- und Versorgungsebene: Betriebsart umschalten, zwischen zwei Quellen wählen, ein Modul vom Strom trennen. Du wählst die Höhe des Schiebers nach dem, was dein Gehäuse verlangt.
- SPDTein Pol, zwei Stellungen (Ein-Ein)
- 0.5 A / 50 VSchaltleistung Gleichspannung
- 2.54 mmRastermass der Anschlussstifte
- 8.5 × 3.7 mmGehäuse ohne Stifte und Schieber
Was diesen Schalter ausmacht
- Ein-Ein statt Ein-Aus: SPDT heisst, der mittlere Anschluss wird wahlweise auf den linken oder den rechten gelegt. Es gibt keine Mittelstellung ohne Verbindung. Wer einen echten Aus-Zustand braucht, lässt einen der beiden Aussenanschlüsse schlicht unbeschaltet — dann wird daraus ein Ein-Aus-Schalter.
- Passt ins Raster, ohne zu drängeln: 2.54 mm Stiftabstand bei 5 mm Stiftlänge. Auf dem Steckbrett sitzt er fest, auf Lochraster lässt er sich löten, ohne dass die Beinchen gebogen werden müssen.
- Zwei Schieberhöhen zur Wahl: 3 mm oder 5 mm. Das ist keine Kosmetik — die Höhe entscheidet, ob der Schieber durch den Gehäuseschlitz noch erreichbar ist oder im Deckel verschwindet. Miss am Gehäuse nach, bevor du bestellst.
- Niedriger Übergangswiderstand: 30 mΩ im Neuzustand. Bei einem Versorgungsstrom von 300 mA fallen daran rund 9 mV ab — für die Spannungsversorgung eines Mikrocontrollers irrelevant, und das ist genau der Punkt: Der Schalter sitzt im Strompfad, ohne ihn messbar zu verändern.
- Definierter Weg: 2 mm Schaltweg mit spürbarem Rasten. Man sieht und fühlt, in welcher Stellung er steht — bei einem Gerät ohne Anzeige ist das die einzige Rückmeldung, die es gibt.
Wo er verwendet wird
- Betriebsart umschalten: Programmier- gegen Laufmodus, Debug gegen Normalbetrieb — ein Pin gegen Masse oder gegen die Versorgung legen.
- Stromversorgung trennen: Batterie vom Aufbau abklemmen, ohne sie herauszunehmen. Bei einem Projekt, das wochenlang in der Schublade liegt, spart das die Zelle.
- Zwischen zwei Quellen wählen: Batteriebetrieb oder USB-Versorgung, zwei Sensoren an einem Eingang, zwei Signalwege an einem Ausgang.
- Adresse oder Konfiguration festlegen: Ein Schalter je Bit, abgefragt beim Start — die einfachste Art, einem Aufbau ohne Anzeige eine Einstellung mitzugeben.
- Prototypen und Lehre: Auf dem Steckbrett ersetzt er das ständige Umstecken einer Brücke, und er macht den Schaltzustand sichtbar.
- Kleinserien und Reparatur: Die Bauform ist seit Jahrzehnten unverändert und überall erhältlich — ein defekter Schalter dieser Grösse lässt sich fast immer ersetzen.
Damit hast du die Kaufentscheidung beisammen. Was jetzt folgt, ist die Tiefe für den Einbau.
Wie SPDT verschaltet wird
Die drei Stifte sind nicht gleichwertig. Der mittlere ist der gemeinsame Anschluss; er wird je nach Schieberstellung mit dem einen oder dem anderen Aussenstift verbunden. Daraus ergeben sich die drei üblichen Beschaltungen: Als Umschalter werden alle drei belegt und ein Signal auf zwei Wege verteilt. Als Ein-Aus-Schalter bleibt ein Aussenstift frei. Und als Pegelwahl liegt der eine Aussenstift auf Masse, der andere auf der Versorgung, und der mittlere geht an den Eingang — so bekommt ein Mikrocontroller-Pin in jeder Stellung einen definierten Pegel statt eines offenen Eingangs.
Der letzte Fall ist der, der in der Praxis am häufigsten falsch gemacht wird. Ein einfacher Ein-Aus-Schalter an einem Eingangspin lässt diesen in der offenen Stellung floaten: Der Pegel ist dann unbestimmt und kippt durch Einstreuungen hin und her. Entweder man aktiviert den internen Pull-up-Widerstand des Mikrocontrollers, oder man nutzt genau diese Umschalter-Eigenschaft und legt beide Pegel fest an.
Technische Daten
Die allgemeinen Produktdaten — Farbe, Bauform, Gewicht und Hersteller — findest du in der Detailtabelle weiter unten auf dieser Seite.
| Schaltfunktion | SPDT, einpoliger Umschalter, Ein-Ein ohne Mittelstellung |
| Schaltleistung | 0.5 A bei 50 V Gleichspannung |
| Kontaktwiderstand | maximal 30 mΩ |
| Isolationswiderstand | mindestens 100 MΩ bei 500 V Gleichspannung |
| Spannungsfestigkeit | 500 V Wechselspannung, 1 Minute Prüfdauer |
| Anschlussstifte | 3 Stück, Raster 2.54 mm, Länge 5 mm |
| Gehäusemass | 8.5 × 3.7 × 3.9 mm, ohne Stifte und Schieber |
| Schieber | 1.5 × 1.5 mm Grundfläche, Höhe 3 mm oder 5 mm nach Wahl |
| Schaltweg | 2.0 mm |
| Bauform | SS-12D00 |

Massskizze der Bauform. Entscheidend für die Auswahl ist die Höhe des Schiebers über dem Gehäuse — sie bestimmt, ob er aus deiner Frontplatte herausschaut.
Löten und Einbau
Das Gehäuse ist aus Kunststoff und mag keine lange Hitze. Löte zügig mit etwa 350 °C und wenigen Sekunden je Stift; wer nachbessert und dabei zu lange am selben Pin bleibt, verformt die Führung, und der Schieber klemmt anschliessend. Bei einer Frontplatte gilt die umgekehrte Reihenfolge: zuerst den Ausschnitt prüfen, dann löten — ein eingelöteter Schalter lässt sich nicht mehr verschieben.
Lieferumfang
- 1 × Schiebeschalter SS-12D00 in der oben gewählten Schieberhöhe
Unterstützung bei der Auswahl
Unsicher, ob 3 mm oder 5 mm Schieberhöhe zu deinem Gehäuse passt, oder ob die Schaltleistung für deine Last reicht? Beschreib uns kurz, was geschaltet werden soll — solche Fragen klären wir gern im Gespräch.

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